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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DIE LIEBESMUSCHEL - Pete Walker
PostPosted: 16.01.2019 16:00 
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Die Liebesmuschel – Pete Walker

(GB 1970)

2.1.2019, Kino (Kommkino Nürnberg, 35mm, DF)



Inhalt:

Die beiden befreundeten Jugendlichen Joe und Carol wollen ihr Glück in London versuchen, dazu fragt Carol ihren Vater um seine Erlaubnis: „Sag mir die Wahrheit: Bist du noch unschuldig?“ – „Nein“ – „Dann darfst du fahren.“ In London angekommen stellt sich schnell heraus, das das Jobangebot, von dem Joe Carol vorgeschwärmt hatte und das ihren gemeinsamen Lebensunterhalt sichern sollte, nur vorgeflunkert war, um Carol dazu zu bringen, ihn zu begleiten. Hinzu kommt, dass beide, besonders aber Carol, über ihre Verhältnisse leben und so bald aus der Not heraus Arbeit und Geld brauchen.

Schnell gelingt es der äußerst attraktiven Carol, mit nackter Haut Geld zu verdienen und lernt dabei auch die Schattenseiten dieses Gewerbes kennen; Joe fungiert dabei als ihr treuer Manager. Als sie es schließlich zu großem Erfolg gebracht haben, beschließen sie, wieder nach Hause aufs Land zurückzukehren.



Review:

Pete Walker drehte in den späten Sechzigern bis 1970 überwiegend Erotikfilme, danach überwiegend Horrorfilme („Frightmare“, 1974). „Die Liebesmuschel“ verfrachtet Motive des Erotikromanklassikers „Fanny Hill“ (1749) in die Gegenwart von 1970 und schildert dabei unterhaltsam die Licht- und Schattenseiten der sexuellen Revolution. Zwar haben die beiden Protagonisten nahezu alle Freiheiten, die 5 Jahre zuvor noch undenkbar waren, doch geraten sie dabei auch an zwielichtige, schmierige und gewalttätige Ausbeuter – besonders eine Szene, in der ein Pornofilm mit Carol gedreht wird, ist geradezu infernalischer Schmier. Leider sind aber solch gelungene Szenen in dem Film rar gesät; es überwiegt eine statische, lustlose Inszenierung, die sich geballt in dem geradezu peinlichen Happy-End manifestiert. Aufgrund von Janet Lynn, der Darstellerin der Carol, den Aufnahmen von London und der Mod-Mode aber einen Blick wert.

Von der deutschen Fassung kann nur abgeraten werden: Mit einer sinnentstellenden Kalauersynchronisation versehen und um Sexinserts angereichert, von der FSK aber wieder um Erotik gekürzt, macht sie eine restlos faire Beurteilung des Films unmöglich.

Der Film wurde auf dem 18. außerordentlichen Filmkongress des Hofbauer-Kommandos gezeigt und vom Publikum mit mäßiger Begeisterung aufgenommen.


Fazit:

Interessanter Plot, meist aber äußerst fade Inszenierung.


Wertung:

4,5 / 10


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