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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: BLUE ICE - Phillip Marshak
PostPosted: 24.01.2019 16:44 
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BLUE ICE

USA 1985 - Directed by Phillip Marshak - Written by Joe Repaso, Mark Weiss
Starring: Herschel Savage, Jamie Gillis, Paul Thomas, Ron Jeremy, Jacqueline Lorians u.a.




Da ich natürlich nicht auf meine Expliziten Reviews verlinken darf/kann/möchte, hoffe ich doch mal das ich jetzt alles richtig mache bei der Erstellung des Threads. Das mit dem Bildern bekomme ich nicht hin, aber ich hoffe es geht auch so :roll: . Wenn Interesse da ist, kann ich auch gerne in den nächsten Wochen mal weitere Rezensionen posten. So wie es dann die Zeit zulässt. Aber das müsst ihr mir verraten. Auch ob diese für das Forum zu lang, zu schlecht oder sonstwas sind. Also los gehts es mit BLUE ICE:



Heute kommen wir mal zu einem ziemlich obskuren Teil, welches ich wohl nie gesehen hätte wenn das Kult-Label Vinegar Syndrome ihn nicht als Blu-ray/DVD Comco veröffentlicht hätte. Der Film erfuhr nie eine deutsche Veröffentlichung, was sicherlich an der Nazi-Thematik liegt. Regisseur Phillip Marshak hat nicht viele Filme gedreht, war aber neben dem XXX Gewerbe auch vereinzelt im Mainstream vertreten und drehte mit dem Film CATACLYSM eine ähnliche Story, wie sie auch hier Verwendung findet. Zumindest kommen hier ähnliche Elemente zum Tragen. Doch worum geht es? Detektiv Ted Singer (Herschel Savage) bekommt von einem reichen Mann (Jamie Gillis) den Auftrag, für 100.000$ ein geheimnisvolles Buch zu suchen. Desto näher er dem Buch kommt, desto gefährlicher wird das alles. Denn auch Nazis, die Zuflucht in Südamerika gesucht haben, sind auf der Suche und kennen keine Skrupel um doch noch die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Auch wenn wir hier sicherlich keine fesselnde und dichte Story haben, muss ich sagen, dass sie mich dennoch gleich in ihren Bann zog. Zwar ist die Stimmung etwas unausgegoren und mischt mal Comedy, Thriller und härtere Themen wie Missbrauch in einem Topf, aber grundsätzlich haben wir es hier vor allem mit einen Detektiv-Film zu tun. Es gibt den obligatorischen Off-Text wo die Hauptfigur dem Zuschauer seine Gedankengänge erklärt, die geheimnisvolle Femme Fatal, der nicht zu trauende Auftraggeber, Morde, Folter der anderen Art und ein Geheimnisvolles Objekt, welches zu finden ist. Das geht nicht immer ohne Löcher in der Handlung von statten, ist aber für einen Porno verdammt gut geschrieben, gespielt und trotz des schmalen Budget ordentlich inszeniert.

Da bei der Suche nach dem Buch auch die Nazis mitmischen, bekommen wir auch diverse Hakenkreuze, Uniformen, nicht immer richtiges, oder gut verstehendes Deutsch serviert. Da die Nazis natürlich böse sind, Foltern sie ihre Gefangenen mit einer Wahrheitsdroge, welche die Opfer nicht nur zum Sprechen bewegt, sondern zu willenlosen Sex-Nymphomaniacs verwandelt und sie dabei ihre Geheimnisse ausplaudern weil diese unbedingt gefickt werden wollen, da sie sonst wahnsinnig werden. Da es hier sogar einiges an Archivmaterial von Hitler und anderen Bildern aus dem zweiten Weltkrieg gibt und sogar die verbotene Strophe der Nationalhymne gesungen wird, driftet der Film teilweise in die Naziplotaition Ecke ab. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber wenn die Nazis als Bösewichter in normalen Filmen herhalten, warum nicht auch in einen Porno. Vor allem weil man das hier niemals ernst nehmen kann. Angeführt werden diese übrigens vom Österreicher Reggie Nalder, der nicht nur durch seine Brandnarben und dünnen Körper echt creepy war, sondern sonst nur in Mainstream Filme wie HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT, ZOLTANS BLUTHUND , BRENNEN MUSS SALEM zu sehen war oder in diversen TV-Serien Auftritte absolvierte. Dieser und ein weiterer Film von Marshak namens DRACULA SUCKS (Liebling, du beißt so gut) waren seine einzigen Pornofilme.

Sonst verfolgen wir Singer bei einen Ermittlungen und diese gehen relativ einfach von statten und dennoch schafft es der Plot einem bei der Stange zu halten. Auch wenn es mal Nebenstränge gibt, welche z.B. seine Mitbewohnerin und deren Freier betrifft(Ron Jeremy in einen teils lustigen, teils unangenehmen Auftritt, da er die Frau relativ unfreiwillig und hart rannimmt, das sie zwar eine Nutte ist, aber nicht im Wohnzimmer bumsen möchte und dennoch dazu gezwungen wird), seinen besten Freund Johnny (Paul Thomas) mit in die Geschichte hineinzieht und eine wichtige Rolle zuschustert. Insgesamt nicht immer homogen die Geschichte, aber nie dumm oder lächerlich.

Die Ermittlungen führen natürlich auch zum Sex, wobei man sagen muss das Phil Marshak diesen der Story eindeutig unterordnet und als notwendig, aber nicht unbedingt wichtig erachtet. So sind die Szenen nicht nur sehr kurz, sondern auch wenig stimulierend eingefangen. Richtige Nahaufnahmen gibt es nicht und wirklich harmonisch und sexy sind auch nur die wenigsten Szenen. Highlight sicherlich als Singer und die geheimnisvolle Messina (Jacqueline Lorians verdammt sexy, verführerisch und attraktiv) es in ihrer Wohnung treiben, sie es mit Singers Auftraggeber treibt oder Singer in einer Bar einen Blow-Job verpasst. Alle anderen Szenen sind von anderer Natur. Durch die Droge der Nazis werden die Frauen oder Männer zu willenlosen Sexopfern und so schwingt immer eine Note der Vergewaltigung und Gewaltanwendung mit. Zwar sind die Szenen nicht unangenehm inszeniert, aber werden für die meisten sicherlich nicht erotisch einzustufen sein. Doch diese Szenen üben einen gewissen Reiz aus. Ob die jüdische Jungfrau (ebenfalls ziemlich gutaussehend und unschuldig wirkend: Adrienne Bellaire) in den Fängen der Nazis zu Beginn, die Befragung, von der wuchtigen und prädestinierten blonden Walküre Helga Sven wichsend bei Paul Thomas ausgeführt oder die finale Befragung von Jacqueline Lorians. Unfreiwillig, aber durch die Droge dann doch Lustvoll und verlangend und nicht übertreiben hart inszeniert. Das kann mich schon anmachen. Aber zu keinem Zeitpunkt möchte ich dem Film eine Wichsvorlage zuschreiben.

Für die Zeit, in den der Film entstanden ist, wirkt der Film verdammt hochwertig. Hier spürt man noch den Hauch vom Kino und die diversen Schauplatzwechsel, sind ebenso einfallsreich wie die Ausstattung des Nazi-Versteckes. Sicherlich stand nicht wirklich viel Geld zur Verfügung und man hat das Gefühl, das die Vision der Geschichte deutlich größer war als letztlich die Umsetzung, aber da gerade der Videomarkt am aufblühen war und viele Pornos nur noch sehr billig produziert wurden, ist der Film eine regelrechte wohltat vom Look und der Filmreifen Inszenierung. Vor allem muss ich zugeben, obwohl ich so manchmal meine Probleme mit den Klassikern habe (meist aber nur wegen der Optik der Darsteller), merkt man doch einen großen Unterschied zu den heutigen Features. Gerade weil der Film auch ohne die kurzen Sexszenen funktionieren könnte – etwas was heutzutage eher nicht der Fall ist, das meist der Sex im Vordergrund steht und dann die Geschichte.

Dazu tragen natürlich auch die Darsteller bei. Vor allem der sympathische Herschel Savage trägt den Film fast alleine. Er hat Charisma und Talent um den Detektiv optimal zu verkörpern. Natürlich liefern auch die anderen bekannten Namen wie Jamie Gillis (charmant und überzeugend wie immer), Paul Thomas oder Ron Jeremy, humorvoll in seiner kuriosen Karateszene, ordentlich ab. Die Nazis wirken dabei zwar manchmal lächerlich, wie bei Francois aber doch passend. Hinzu kommen die Damen, bei denen wie gesagt Jacqueline Lorians am meisten als geheimnisvolle Femme Fatale heraussticht. Hinzu eine nette Geschichte, die im Finale sogar einen Schwenk ins Übernatürliche bietet und eine Szene abfeuert die an diverse Italienische Streifen von Fulci oder andere Filme seiner Art erinnert. Dazu die wirklich geile Musik und surreal ist gar kein Ausdruck. Ach ja die Musik. Wirklich sehr gut unterlegt sie den Film, schafft in den unangenehmen Momenten sogar die perfekte Stimmung und verstärkt dabei noch den Thrill des Zuschauers. Für mich einer der besten Scores, die ich je bei einem Hardcore-Streifen hören durfte.

BLUE ICE ist für mich wahrlich ein Klassiker. Ich hatte richtig Spaß beim schauen und siehe da, schon hat mich die viele Köperbehaarung kaum noch gestört (obwohl es hier wirklich schon geht und hey Fönfrisuren gehen immer). Das kann aber auch daran liegen, das BLUE ICE wahrlich kein Film sein möchte, der zum Wichsen anregt, sondern vor allem ein Spielfilm der auch in seiner Handlung explizite Sexszenen mit einbettet. Die sind sicherlich nur selten wirklich Erregend, da auch sehr kurz gehalten und oftmals mit einer unangenehmen Stimmung versehen, aber dadurch irgendwie absolut passend. Hinzu kommt ein manchmal etwas unharmonischer Mix aus diversen Genres (die Lustig gemeinte Szene mit Ron Jeremy kommt völlig aus dem nichts, manchmal ist der Humor eher unfreiwillig), etlichen Logiklöchern und schräger Mysterien. Aber gerade das alles sagte mir sehr zu und deswegen bekommt die ambitionierte Arbeit von Phillip Marshak die Höchstwertung auf meinem Blog!

Gelungen ist auch die Blu-ray/DVD Combo aus dem Hause Vinegar Syndrome, mit einem Wendecover, einer sehr guten Qualität (obwohl der Unterschied zwischen Blu und DVD nicht so hoch einzuschätzen ist, aber ich bin auch keine Expertin) und einem sehr unterhaltsamen Audiokommentar von Herschel Savage und William Margold.


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