Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: MORE THAN FEELINGS - Gerry Lively, Joe D´Amato
PostPosted: 25.01.2019 17:34 
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More than Feelings – Gerry Lively, Joe D´Amato

(USA / IT 1990)

3.1.2019, Kino (Kommkino Nürnberg, Beam einer digitalisierten VHS, DF)



Inhalt:

Nancy möchte professionell tanzen und nimmt Unterricht, dabei tritt sie in Konkurrenz zu Mayra, in die Kevin, Nancys Bruder, verliebt ist, und der die Tanzschule leitet. Dort lernt sie Rico kennen und verliebt sich in ihn, doch ihr Erfolg beim Tanzen schwebt in Gefahr: Nancy hatte früher mal einen Unfall, und wenn sie sich beim Tanzen besonders stark fordert, könnten die alten Verletzungen wieder aufbrechen.

Dies passiert jedoch nicht, und am Schluss gewinnt Kevins Tanzschule einen Wettbewerb und alle haben sich lieb.



Review:

Kameramann Gerry Lively drehte mit „More than Feelings“ sein Regiedebut. Da aber zu seinem späteren Werk, darunter „Dungeons and Dragons 2 + 3“ (2005 bzw. 2012) keine Ähnlichkeiten bestehen und der Film von der Fimirage, Joe D´Amatos Produktionsfirma, der offiziell in „More than Feelings“ als Executive Producer fungierte, finanziert wurde, darf man getrost aufgrund der überdeutlichen Gemeinsamkeiten dieses Films mit „Dirty Love“ (1988) und anderen Filmen D´Amatos der späten Achtziger und frühen Neunziger davon ausgehen, dass jener der echte Regisseur dieses Films ist (einige Seiten im Internet nennen ihn tatsächlich als Regisseur). Wie dem auch sei: D´Amato hat gleich noch Laura Gemser mitgebracht, die für die Kostüme zuständig war, und seine Cutterin Kathleen Stratton, die ab 1986 über 80 seiner Filme schnitt.

Die Bildsprache ist diesmal den damaligen Bruckheimer / Simpson – Produktionen entliehen, bei Motorradfahrten vor Sonnenuntergang imaginiert man zwangsweise „Take my breath away“ und „Show me heaven“. Für den Score und die Songs war jedoch die italienische Band Tiromancino zuständig, die erst 2 Jahre nach „More than Feelings“ mit einem Album debutierte. Deren Song „Hot Steps“ entwickelt aufgrund zahlloser Wiederholungen in dem Film zu einem Ohrwurm, den man allerdings gerne wieder los hätte.

Zugute halten kann man „More than Feelings“ dass er eine gewisse Liebenswürdigkeit besitzt. Das gilt sowohl für die Charaktere und wie sie miteinander umgehen, als auch für das Dreh- und Dialogbuch: Immer ist man beflissen „natürlich“ zu wirken; begrüßt Nancy Rico, erschrickt Rico ein bisschen und stößt sich deswegen an usw. Das sind Lückenfüller, die für gewöhnlich aus Drehbüchern gestrichen werden, hier sind sie aber teil des Konzepts, um Zeit zu schinden und die Menschen dabei sympathischer und auf einer Ebene mit dem Zielpublikum wirken zu lassen. - - Das alles ist wie „Dirty Love“ aber nichts anderes als eine Seifenoper im Kinofilmformat…

Der Film wurde auf dem 18 außerordentlichen Filmkongress des Hofbauer-Kommandos gezeigt und vom Publikum als mittelprächtiges Vergnügen wahrgenommen.


Fazit:

„Manche kommen jetzt aus dem Bett, während andere sich gerade hinlegen – tja Leute, so ist das Leben!“


Wertung:

4 / 10


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