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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DIE HAUT DES ANDEREN - Jacques Deray
BeitragVerfasst: 05.02.2019 23:13 
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Produktionsland/Jahr: Frankreich, Italien 1966
Darsteller: Lino Ventura, Marilu Tolo, Jean Bouise, Adrian Hoven, Wolfgang Preiss, Jean Servais, Charles Regnier, Louis Arbessier
Drehbuch: José Giovanni, Jacques Deray, Georges Bardawil
Produziert von: Eugène Tucherer
Musik: Michel Magne

Der französische Geheimdienst schickt seinen Spezialagenten Viviani unter dem Decknamen Fabre nach Wien. Er soll dort seinen Kollegen Margery beschatten, der unter dem Verdacht steht, dem sowjetischen KGB Informationen aus dem Westen zukommen zu lassen. Viviani traut das seinem Freund Margery nicht zu, doch plötzlich ist dieser mitsamt seiner Freundin Anna verschwunden. Für Viviani beginnt eine fieberhafte Suche...
(prisma.de)

Ich bin wieder einmal zum Agentenfilm gelangt, einem Genre, dem ich im Allgemeinen eher wenig Aufmerksamkeit schenke.
Aber DIE HAUT DES ANDEREN ist ein kleines Ausnahme-Exemplar.
Denn Jacques Deray schickt Lino Ventura nach Wien, um Jean Bouise im Auge zu behalten, der angeblich mit dem KGB zusammenarbeiten soll und nebenbei auch noch einen Mikrofilm ausfindig zu machen, bevor er den Russen in die Hände fällt und Monsieur Ventura hat alle Hände voll zu tun.
Wenn das nicht ein eindeutiges klares Empfehlungsschreiben an alle Eurocult-Fans (speziell die Österreicher unter uns) ist, dann weiß ich nicht.
Ein gewisses Grundinteresse und gewisse Erwartungen waren also schon von Vornherein da, nur kann das auch gehalten werden?
Leider nicht unbedingt, aber das sind Kleinigkeiten, im Großen und Ganzen ist es ein recht ordentlicher Film.
Lino Ventura im Konzerthaus, Lino Ventura mit Reinhard Kolldehoff am Westbahnhof und Jean Bouise...
...Jean Bouise im Café Landtmann bei einer Flasche Gösser.
Man sieht, Lokalkolorit in Form von bekannten Locations gibt's genug, nur sprachlich hat man's leider vergessen.
Wäre wünschenswert gewesen, wenn man in der deutschen Synchro zumindest hie und da das Wienerische durchdringen hätte lassen, was aber nicht gemacht wurde.
Hier wurde alles stocksteif hochsprachlich synchronisiert - schade, zumal sich auch in anderen europäischen Genrefilmen, die in Wien spielen und teilweise dort gedreht wurden (DER DRITTE MANN, DER KILLER VON WIEN) zumindest leichte Anklänge des Wienerischen finden.
Nicht schön, aber verschmerzbar, dieses kleine Authentizität-Defizit.
Sieht man also davon ab, ist es ein brauchbarer Genrebeitrag, in dem Deray bemüht ist, so ziemlich alle Genrekonventionen weitestmöglich zu umgehen.
Das macht er gut, es entsteht kein dramaturgisches Wirrwarr, der Figurenpool ist und bleibt übersichtlich und die Geschichte leicht verfolgbar.
Dazu von Michel Magne ein lockig-flockiger Jazz-Score und fertig ist ein guter französisch-italienischer (weiters deutsch-österreichischer) Eurospyer.
7,5/10

Deutscher Fan-Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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