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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: MADAME DE... - Max Ophüls
PostPosted: 12.03.2019 20:25 
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Produktionsland/Jahr: Frankreich, Italien 1953
Darsteller: Charles Boyer, Danielle Darrieux, Vittorio De Sica, Jean Debucourt, Jean Galland, Lia Di Leo
Drehbuch: Max Ophüls, Marcel Achard, Annette Wademant
Produziert von: Ralph Baum
Musik: Oscar Straus & Georges van Parys

Um ihre Schulden zu begleichen, verkauft Madame de ... ihre wertvollen Ohrringe und behauptet, sie seien unauffindbar. Als ihr Gatte, ein französischer General, die Wahrheit erfährt, kauft er die Ohrringe heimlich zurück und schenkt sie seiner Mätresse. Als sie schließlich dem italienischen Baron Donati in die Hände fallen, der sich in Madame de ... verliebt, nimmt die Tragödie ihren Lauf.
(Moviepilot)

Max Ophüls begibt sich nach einer Vorlage von Louise de Vilmorin mit Danielle Darrieux, Charles Boyer und Vittorio De Sica unter die Aristokraten im Paris des ausklingenden 19. Jahrhunderts.
Eingebettet in stilsichere noble Ausstattung und Kostüme (für letztere gab's 1955 sogar eine Oscar-Nominierung), in herrlichen Bilder erzählt und von drei hervorragenden Hauptdarstellern getragen, entwickelt sich eine Dreiecks-Geschichte, die zur Tragödie wird, um verbotene Begierden.
Von Ophüls jederzeit elegant und ohne Hast vorgetragen, wäre ich, wüsste ich es nicht besser, manchmal fast von einem Visconti im kleineren Rahmen ausgegangen.
Es war mein erster Film von Ophüls, daher weiß ich nicht, wie und in welchen Themenbereichen er sonst gearbeitet hat, aber hier sehe ich einen mit großer Sorgfalt inszenierten Film und es war ihm (Ophüls) offenbar sehr wichtig, das gesellschaftliche Gefühl und den Stil jener Zeit, von der er erzählt, möglichst authentisch wiederzugeben.
Natürlich könnte man jetzt sagen, das versucht jeder, der von vergangenen Zeiten erzählt - ja.
Aber nicht jedem gelingt das überzeugend, Ophüls schon und dadurch fällt es auch gleich leichter, mich in die Geschichte einzufühlen.
Unterstützend kommt dazu die Musik mit der sich Straus und van Parys ebenfalls - zumindest teilweise - dem Stil der Handlungszeit anpassen und selbstverständlich auch die Schauspieler.
Da vor allem Vittorio De Sica, den ich ja immer gerne sehe, der auch als Baron, der sich auf eine verhängnisvolle Affäre einlässt, eine gute Figur macht.
Somit bleiben am Ende wenige Kritikpunkte und als Wertung angemessene 7,5/10.

Ausschnitte:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com

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 Post subject: Re: MADAME DE... - Max Ophüls
PostPosted: 19.03.2019 12:34 
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Für mich eines der großen Meisterwerke der Filmgeschichte, von einem seiner besten Regisseure. Ophüls war ein unglaublicher Ästhet, und Madame De ... ist sein Meisterwerk. 11/10


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 Post subject: Re: MADAME DE... - Max Ophüls
PostPosted: 19.03.2019 17:55 
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Stanton wrote:
Für mich eines der großen Meisterwerke der Filmgeschichte, von einem seiner besten Regisseure. Ophüls war ein unglaublicher Ästhet, und Madame De ... ist sein Meisterwerk. 11/10

Das kommt jetzt, ehrlich gesagt, doch etwas überraschend.
Ich meine, der Film ist sicher schön gemacht und gut gespielt, aber "grenzensprengend" fand ich das Ganze nun nicht.


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 Post subject: Re: MADAME DE... - Max Ophüls
PostPosted: 19.03.2019 20:54 
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Dieses großartige Werk passt perfekt in das filmische Universum des unvergleichbaren Kinomagiers Max Ophüls, dessen herausragendste Arbeiten in Wien oder Paris um 1900 angesiedelt sind.
Ich zähle MADAME DE ... - neben Öphüls LA RONDE (Der Reigen, 1950) - zu meinen Lieblingsfilmen.
Max Ophüls ist ein Meister seiner Zunft, den es für den geneigten Betrachter zu entdecken gilt, da viele seiner Arbeiten heutzutage schwer zugänglich sind.
Er hat übrigens mit CAUGHT (Gefangen, 1949) und THE RECKLESS MOMENT (Schweigegeld für Liebesbriefe, 1949) auch tolle Film-Noir-Streifen mit James Mason und Robert Ryan hervorgezaubert.
12/10


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 Post subject: Re: MADAME DE... - Max Ophüls
PostPosted: 19.03.2019 21:40 
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Frank wrote:
Dieses großartige Werk passt perfekt in das filmische Universum des unvergleichbaren Kinomagiers Max Ophüls, dessen herausragendste Arbeiten in Wien oder Paris um 1900 angesiedelt sind.
Ich zähle MADAME DE ... - neben Öphüls LA RONDE (Der Reigen, 1950) - zu meinen Lieblingsfilmen.


Genau, und Liebelei (1933), und Letter from an Unknown Woman (1948), und Le Pläsir(1951), und Lola Montez (1955), das ist alles ganz groß. Aber auch bei seinen weniger bekannten Werken gibt es einiges zu entdecken. Die Verkaufte Braut (1932) nach der Smetana Oper, oder Die Komödie ums Geld (1935), oder auch der elegante Piratenfilm The Exile (1947). Oder eben diese beiden Thriller mit James Mason.

Quote:
12/10


Wie, du überbietest mich?


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 Post subject: Re: MADAME DE... - Max Ophüls
PostPosted: 19.03.2019 22:04 
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Stanton wrote:

Wie, du überbietest mich?


Würde ich normalerweise bei einem erlesenen Filmkenner wie dir niemals wagen - siehe Sbirros Verwunderung - aber Ophüls ist einer der wenigen Ausnahmefälle in der gesamten Filmgeschichte und 11/10 sind dann doch zu tief gegriffen. :)

Eine aktuelle deutschsprachige Veröffentlichung bietet neben den beiden großen Werken LIEBELEI (1933) und LOLA MONTÈS (1955) auch noch u.a. die herausragende Dokumentation "Den schönen guten Waren (1990)."

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 Post subject: Re: MADAME DE... - Max Ophüls
PostPosted: 21.03.2019 14:52 
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Frank wrote:
Stanton wrote:

Wie, du überbietest mich?


Würde ich normalerweise bei einem erlesenen Filmkenner wie dir niemals wagen - siehe Sbirros Verwunderung - aber Ophüls ist einer der wenigen Ausnahmefälle in der gesamten Filmgeschichte und 11/10 sind dann doch zu tief gegriffen. :)


Ich überlege ob ich dir da nicht einfach beipflichten sollte ...


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