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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: BAD TIMES AT THE EL ROYALE - Drew Goddard
PostPosted: 13.10.2018 19:43 
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USA 2018

Mit: Jeff Bridges, Cynthia Erivo, Dakota Johnson, Jon Hamm, Caile Spaeny, Lewis Pullman, Nick Offerman, Chris Hemsworth

Ein paar Fremde treffen in einem abgelegenen Ort aufeinander und jeder hat sein eigenes Geheimnis was blutig endet... das ganze in den 70ern....

kommt das dem ein oder anderen bekannt vor ? Klingt nach einem Schneewestern von vor 2 Jahren, oder? Ja die Ähnlichkeit ist unabstreitbar und ich sage mal das ganze wirkt auch wie eine Light Version eines Tarantinos, ohne dessen Klasse je zu erreicheb. Dies dürfte auch jedem nach dem Trailer klar sein. Ich finde 'Bad Timed at the El Royale' beginnt recht unspektakulär, spitzt sich mit zunehmender Laufzeit jedoch derartig spannend zu das er sich am Ende vielleicht doch auf eine Stufe mit Tarantino hebt ?! Das muss letzten Endes jeder für sich entscheiden. Meines Erachtens macht der Film alles richtig; die Unterhaltungskurve geht nämlich kontinuierlich nach oben und gipfelt in einem tollen Finale und einem schönen Ende. Und das ohne Leerlauf auf knapp 2,5 Stunden !!
Die Charaktere sind gut geschrieben, man erfährt nur das nötigste, mehr Infos wären schon zuviel gewesen. Und diese Musik... diese mega groovige 70er Jahre Mukke ist zum niederknien.
Unbedingt ins Kino, Leute. Bad Times at the El Royale ist Mega !

Informiert euch nicht zuviel über Bad Times,... einfach rein und berieseln lassen :D

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 Post subject: Re: BAD TIMES AT THE EL ROYALE - Drew Goddard
PostPosted: 27.04.2019 16:40 
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Ich bin nicht ganz so begeistert davon; aber zuerst das Gute.
Nun, da wäre einmal die Grundprämisse, ein paar Leute in einem Hotel, das genau genommen sogar in zwei Staaten liegt (die Grenze zwischen Kalifornien auf der einen Seite und Nevada auf der anderen, läuft mitten durch).
Dann natürlich das Hotel selbst, das Set, das Set-Design mit den verschiedenen Farbpaletten in den zwei Abteilen (Kalifornien eher in Braun, Nevada in Blau).
Alles schön auf retro gemacht, inkl. Jukebox, die an der Grenzlinie auf einem Podest steht und sogar einer Fotowand, wo Leute, wie etwa Ronald Reagan oder Marilyn Monroe in das Setting integriert wurden.
Ein Auge für Details hat Mr. Goddard also auf jeden Fall auch, das merkt man immer wieder.
Auch bei der Musikauswahl (natürlich alles 60er/70er) hat er sich ein paar gute Sachen herausgesucht, die das Feeling gut unterstützen.
Und schließlich kommt ein Film ja auch nicht ohne Schauspieler aus und auch da hat Goddard ein gutes Gespür bewiesen.
Kleiner Auszug: Jeff Bridges ist perfekt als falscher Priester, Cynthia Erivo darf als Soul-Sängerin (was sie nebenbei auch wirklich ist) glänzen und Dakota Johnson gibt eine zwielichtige (wer ist das hier nicht?) Hippie-Braut.
Vertrauen kann man hier eigentlich niemandem und irgendwie bleibt jeder (mancher mehr, mancher weniger) ein Mysterium.
Soweit also alles gut, es schaut gut aus, es hört sich gut an.
Aber es gibt auch einiges, was mir gar nicht gepasst hat, vor allem in der Dramaturgie passt's des Öfteren nicht.
Denn was als geradelinige HATEFUL-EIGHT-Abwandlung beginnt (und in weiterer Folge sogar an Reiz gewinnt, durch die multiperspektivische Erzählweise a la JACKIE BROWN), macht ab einem gewissen Zeitpunkt einen stark überladenen Eindruck.
Damit meine ich noch nicht einmal diesen "Überwachungs-Mikrokosmos" im Hotel, das geht ja noch.
Nein, es ist die Schlussphase, mit dem Auftauchen von Chris Hemsworth als Hippie-Boss.
Dieser letzte von Rückblenden durchzogene Nebenhandlungsstrang mit notdürftig hineingequetscht wirkenden Erklärungen ist dann einfach zu viel, das wirkt zu gezwungen.
Ganz zum Schluss geht leider jegliche Originalität über Bord, in dieser semi-kitschigen Beichte-Szene am Ende.
Kein Genickbruch für den ganzen Film, aber ein sehr schwaches Finale.
Schade, schade, das hätte ein sehr guter Film werden können, letztlich bleibt er für mich nur knapp - mit viel Bauchweh - überdurchschnittlich.
7/10


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