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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 09.05.2016 19:00 
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● DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN / BLUTRAUSCH DER VAMPIERE / DIE GROTTE DER LEBENDEN TOTEN (D|JUG|1964)
mit Adrian Hoven, Karin Field, Carl Möhner, Erika Remberg, John Kitzmiller, Emmerich Schrenk und Wolfgang Preiss
eine Produktion der Objectiv Film | Triglav Film | im Schneider Filmverleih
ein Film von Ákos von Ráthonyi


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»Sie glauben nicht an Vampire?«

Eine Mordserie erschüttert ein kleines Bergdorf auf dem Balkan, bislang wurden sieben junge Frauen tot aufgefunden. Nach der Bitte um internationale Hilfe entsendet die Interpol Inspektor Frank Doren (Adrian Hoven), der diesen unmlichen Fall rasch aufklären soll. Sein geplantes Inkognito geht allerdings völlig daneben und schon bald weiß jeder, weswegen er anwesend ist. Bei seinen Nachforschungen fallen ihm gewisse Umstände auf, die einen neuen Todesfall ankündigen. Zunächst fällt jedes Mal der Strom im Dorf aus, dann verschwinden die Leichen im Schutze der Dunkelheit unmittelbar nach den Morden. Doren findet unter den Einheimischen sehr eigenartige Zeitgenossen, die sich jeweils sehr verdächtig benehmen und bei einer alten Wahrsagerin fällt schließlich das Schlagwort Vampire. Die mysteriösen Vorgänge führen den Ermittler schließlich zu Professor von Adelsberg (Wolfgang Preiss) der sich in seinem Schloss der Forschung verschrieben hat. Doch dem Wissenschaftler eilt eine kollektive Angst voraus, denn so gut wie jeder der Bewohner vermutet in seinem Schloss und der darunterliegenden Grotte den Schlupfwinkel der Vampire...

Ákos von Ráthonyis Horror-Beitrag entstand zu einer Zeit, in der die Kriminalwelle insbesondere durch die Edgar-Wallace-Verfilmungen Hochkonjunktur hatte. Der Versuch, ein anderes Genre auf Basis bestehender Sehgewohnheiten für den deutschen Kinogänger zu etablieren, ist mit diesem ungewöhnlichen Experiment jedoch gescheitert, da dieser Beitrag hoffnungslos uneigenständig, und in vielerlei Hinsicht auch nicht selbstbewusst genug ist. Als geneigter Zuschauer verfrachtet man derartige Filme jedoch gerne in die Kategorie »gerne gesehen«, weil es auch hier manchmal kaum zu glauben ist, dass die Produktion unter diesen Voraussetzungen und vor allem als fertiges Endprodukt genau so in die Kinos kam, wenn ein Flop aus zahlreichen Gründen doch determiniert erscheint. Die deutschen Verleihtitel sprechen Themen an, die man hier nur äußerst bedingt finden, wenn nicht sogar vergeblich suchen wird, und mit dem zugegebenermaßen wohlklingenden Originaltitel "Der Fluch der grünen Augen" stellt sich ganz bewusst ein Wallace-Bezug wie etwa zu "Der Fluch der gelben Schlange" her, um mögliches Publikum abzugreifen. Die Strategie ging dem Vernehmen nach alles andere als auf, und zurück bleibt eben ein Einzelgänger der möglicherweise Vorreiter sein wollte. Lässt man die Inszenierung Revue passieren, stellt sich eigentlich sehr schnell heraus, dass die Rahmenhandlung bis hin in die Details vollgestopft mit gängigen Klischees ist, die in lediglich aufgewärmter Form nicht so recht ankommen wollen. Das große Ausleihen von Inhalten aus noch größeren Klassikern treibt in Ákos von Ráthonyis daher nur recht konventionelle Blüten und schließlich fühlt man sich bestenfalls lediglich nach Krimi-Richtlinien unterhalten. Ein paar ungewöhnliche Register werden angesichts des bestehenden Zeitfensters gezogen, so geht es beispielsweise beim Thema Nacktheit hier und da deutlich über Andeutungen hinaus.

Aufgrund der Tatsache, dass vieles nicht recht zusammenpassen will, kommt es unterm Strich zu einem eigenartigen Profil. Zu Beginn geht es gleich Schlag auf Schlag, denn die Informationsflut ist hoch und die Irreführung groß. Der Regisseur selbst spendiert sich einen Cameo-Auftritt und die Fahrt ins Ungewisse kann für Adrian Hoven losgehen. Auffällig beim einsetzenden Vorspann ist die Titelmusik von Herbert Jarczyk, die sich in ihrer jazzigen Art und Weise vielleicht in einem Jugend-Drama mit passender Scheunenparty wohlgefühlt hätte. In anderen Szenen, wenn Schatten umher schleichen und Morde geschehen, passt die elektrisch aufgeladene Untermalung allerdings sehr gut und es ist erstaunlich, wie es zu solch signifikanten Unterschieden kommt. Die Besetzung präsentiert sich als ein Konglomerat aus bekannten Namen, neuen Gesichtern und der zweiten Garnitur. Adrian Hoven, nach persönlichem Ermessen so häufig wie auch hier fehlbesetzt, liefert kaum neue Impulse um einen ansprechenden Eindruck hinterlassen zu können. Wie schon beispielsweise in "Das Rätsel der roten Orchidee" stellt man sich mit Vorliebe dutzende andere Darsteller vor, die diesen Part hätten überzeugender interpretieren können. Ihm fehlt Schwung und Vehemenz, sodass er niemanden beeindrucken außer einer Dame in der Geschichte kann, wenn auch nur auf dramaturgischer Basis. Diese wird gespielt von der damaligen Neuentdeckung Karin Field, die bislang noch jeden Film bereichern konnte. "Der Fluch der grünen Augen" stellt nicht nur ihren ersten Kinofilm dar, sondern diese Partizipation ebnet auch gleichzeitig das unumstößliche Rollenprofil der attraktiven Schauspielerin, bis auf wenige Hauptrollen und einige belanglose Einsätze konnte sie sich leider nur einseitig, wenn auch konsequent in der Branche etablieren. Aber auch hier gilt: Ein Karin-Field-Film ist stets ein guter Film.

Von Carl Möhner, Emmerich Schrenk, Erika Remberg und dem vor allem in Europa bekannten amerikanischen Interpreten John Kitzmiller sieht man routinierte Darbietungen, sie arbeiten aber auch gleichzeitig das wässrige Element der Dramaturgie heraus. Was bei den meisten Beteiligten nur nach Ahnungen aussieht, wird bei Wolfgang Preiss zum Corpus Delicti, denn er wirkt dieser hier angebotenen Rollenschablone alles andere als angepasst. Mit wenig Überzeugungskraft und empfundener Lustlosigkeit, agiert der sonst so präzise und verschlagen wirkende Herr leider weitgehend blass und es wurde viel von der anvisierten Wirkung verschenkt. Stilistisch und inszenatorisch betrachtet man nüchtern also ein Wechselbad der Qualitätsebenen doch es soll auch nicht verschwiegen werden, dass der Verlauf zahlreiche Momente offenbart, die wirklich gelungen sind. Hier und da kommt die gewünschte Grusel-Atmosphäre auf und es entstehen ein paar beunruhigende Strecken. Vor allem die Schauplätze sind angemessen eingefangen worden, zu nennen sind vor allem die Szenen in der unterirdischen Grotte, doch insgesamt bekommt wird man etwas zu spärlich mit der potentiellen Würze des Hauptthemas versorgt. Großer Pluspunkt bleibt nach persönlichem Ermessen also wieder einmal der transportierte Mut der Verzweiflung, denn die offensichtliche Hoffnung auf Erfolg bei einem vorprogrammierten Flop ist nicht genügend zu würdigen. Was bleibt ist sozusagen ein grauer Farbtupfer in der zeitgenössischen deutschen Kino-Landschaft, der unterm Strich wenigstens einen diffusen Unterhaltungswert mit ausreichend Trash-Charme bieten kann. Ob man Ákos von Ráthonyis unorthodoxes Kriminal-Horror-Gebräu einmal probiert haben muss, bleibt letztlich die entscheidende Frage, denn nach diesen zahlreichen gegensätzlichen Eindrücken ist es kaum mehr möglich, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Daher bleibt das Fazit ganz im Sinne der Strategie des Films gewollt diffus. Unterhaltsam unter Vorbehalt, denn diesem Beitrag können effektiv nur persönliche Präferenzen zu einem gelungenen Gesamteindruck verhelfen.


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 09.05.2016 20:43 
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Zu dem Film schrieb ich vor über 10 Jahre mal was auf horror-page.de:
(Eine von nur zwei Reviews, die ich damals beisteuerte)



In einem kleinen osteuropäischen Dorf kommt es zu merkwürdigen Begebenheiten. Seit vor einem halben Jahr der menschenscheue Prof. von Adelsberg in das leerstehende Schloß einzog, sind bereits sechs junge Mädchen tot aufgefunden worden, wobei dann auch noch stets der Strom ausfiel. Und es ist nicht einmal bekannt, ob es sich dabei um Mord handelt.

Aus diesem Grund wird Inspektor Frank Dorin in das Dorf geschickt, um die Vorgänge zu erhellen. Schon in seiner ersten Nacht dort wird ein weiteres Mädchen, Maria, getötet. Während der Dorfarzt permanent Herzversagen in die Todesscheine einträgt, glaubt die einheimische Bevölkerung, dass hier Vampire am Werk waren. Frank wird vom Professor in das Schloss eingeladen, wo er sich in Karin, die Sekretärin des Profs verliebt, die sich schon darauf freut, das Schloss bald wieder verlassen, denn der Professor erscheint schon sehr merkwürdig und ein Spiegelbild hat er auch nicht…

Unterdessen verschwindet Marias Leiche, um später mit anderen Kleidern auf dem Boden eines Brunnens gefunden zu werden. Wird es Frank gelingen, Karin aus dem Schlossverlies zu befreien? Ist Maria zum Vampir geworden? Gelingt es dem Inspektor, die Mordserie zu beenden?


„Blutrausch der Vampire“ ist ein hochgradig spekulativer Titel, mit dem die Fa. „Procusa-Video“ wohl Anfang der 80er Videothekenkunden dazu bewegen wollte, für diesen Geld auszugeben. Eigentlich heisst der Film nämlich „Der Fluch der grünen Augen“. Die Kassette ist ultraselten und wohl reichlich teuer. Zum Glück war jemand so nett, mir eine Kopie zuzuleiten. Leider wies die Kopie ein hochgradig verzerrtes Bild auf, so dass die Vorgänge auf dem Bildschirm manchmal mehr erahnt werden müssen, als dass man sie sieht.

Und so fällt es doch recht schwer, sich wirklich eine Meinung zu dem Film zu bilden. Der Film entfaltet schon einen gewissen trashigen Charme, zu dem auch die Schwarz-weiß-Fotografie ihren Teil beiträgt. Gelegentlich sieht man mal die Schatten der Vampire (mehr war wohl aus Kostengründen nicht drin), die Handlung spielt entweder im Schloß (nur echt mit Geheimgängen und Kellerverlies) oder im Dorfgasthof, und am Schluß geht das Böse in Flammen auf (so einfach geht das!). Immer wieder wird man die zeitgleich laufende Edgar-Wallace-Reihe erinnert, die damals ja auch noch schwarz-weiß war und deren Handlung sich auch gerne in Schlössern abspielte.

Adrian Hoven galt als Frauenschwarm des deutschen Kinos, bevor er dann später zum Hexenfolterer mutierte. Soweit ist es hier noch nicht, und so darf er sich nicht nur um den Fall, sondern auch um die blonde Karin Field kümmern.

Wolfgang Preiss war seinerzeit bekannt als Titeldarsteller der damals wiederaufgenommenen Dr. Mabuse-Filme, womit er sich wohl für die Besetzung des Professors empfahl: Wer versucht, die Weltherrschaft zu erringen, dürfte wohl kaum Probleme haben, sich in einem abergläubischen Dorf Respekt zu verschaffen… Allerdings war Preiss mit dem Film nicht so wirklich glücklich: In einem Interview mit der „Splatting Image“ sagte er „Ich schäme mich für diesen Film“ und erklärt weiter, dass er vor der Straße sogar sein Gesicht verbarg, weil ihm der Film zu peinlich war!

Eine Nacktszene, bei der sogar Schamhaare zu sehen sind (huch!) und eine Szene, in der ein Mann, von einem herunterkommenden Gitter durchbohrt wird, dürften dem Film seinerzeit auf jeden Fall eine 18er Freigabe der FSK eingebracht haben. Heute ist der Film für Nostalgiefanatiker durchaus einen Blick wert, wenn ihn das Fernsehen mal ausgraben würde. Die Suche nach der Videokassette dürfte aufgrund deren Seltenheit wohl erfolglos bleiben und selbst wenn man auftreiben kann: Das Geld ist anderweitig sicherlich besser angelegt.




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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 09.05.2016 21:29 
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Danke, dass Du den Beitrag hier teilst, wie ich sehe, sind wir im Großen und Ganzen ja einer Meinung. In all den Jahren ist mir die benannte VHS auch immer mal wieder sporadisch unter die Augen gekommen, aber da wäre man schon ordentlich zur Kasse gebeten worden und das ist bei dem eigentlich durchwachsenen Leistungsverhältnis nicht gerechtfertigt. Im Grunde genommen war ich ja nicht vollkommen unzufrieden mit dem Film, aber überzeugen konnte er dann eben auch nicht. Man kann es sich wirklich aussuchen, den Film sogar in viele Phasen einteilen. Folglich wird es für mich daher wohl ein Beitrag bleiben, dessen Mut ich einerseits irgendwie bewundere, aber auf der anderen Seite bleibt auch genügend Ratlosigkeit zurück. Die Anmerkung zu Wolfgang Preiss finde ich ganz interessant, dass er sich geschämt habe, dabei gewesen zu sein. Lässt ja schon auf holprige Bedingungen schließen.


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 10.05.2016 06:51 
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Ich kenne nur die DVD von Image Entertainment (Euroshock Collection). Der Film hat mir gut gefallen, aber natürlich hat diese DVD nur englischen Ton. Das Bild ist aber ok.


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 10.05.2016 08:42 
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Von dem Film habe ich noch nie was gehört. :oops: Liest sich auf jeden Fall sehr gut.

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 10.05.2016 10:02 
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sid.vicious wrote:
Von dem Film habe ich noch nie was gehört.

Auf den Film wurde ich vor Jahren durch "Das neue Lexikon des Horrorfilms" aufmerksam.
Die Verrisse die man dort findet, übrigens auch zu diesem Beitrag, habe ich ja stets als Reklame in Reinkultur aufgefasst! :lol:
Brachte mir schon viele nette Filmstunden. 8-)


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 10.05.2016 10:24 
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Ähnlich dem Stuss, den der Trebbin von sich gibt. ;)

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 24.11.2019 15:10 
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"Der Fluch der grünen Augen" (Cave of the Living Dead) (Deutschland / Jugoslawien 1963)
mit: Adrian Hoven, Karin Field, Wolfgang Preiss, Erika Remberg, Carl Möhner, John Kitzmüller, Emmerich Schrenk, Laci Cigoj, Vida Juvan, Stane Sever, Tito Strozzi, Danilo Turk u.a. | Drehbuch: Kurt Roecken und Ákos von Ráthonyi | Regie: Ákos von Ráthonyi

Inspektor Frank Doren wollte sich eigentlich ein paar Tage Ruhe gönnen, als ihn sein Chef in ein kleines Dorf auf dem Balkan beordert, um eine mysteriöse Todesserie aufzuklären, der bisher bereits sechs junge Frauen zum Opfer fielen. Der Landarzt bescheinigte Kreislaufversagen als Todesursache, obwohl jede Leiche Bisswunden am Hals aufwies. Als der Inspektor sich im Dorfgasthaus einmietet, gibt es wieder einmal einen Stromausfall, der jedem ungeklärten Todesfall vorausgeht. In der selben Nacht stirbt das Schankmädchen Maria, welches im Zimmer nebenan schläft. Inspektor Doren erhält eine Einladung auf das Schloss von Professor Adelsberg, der sich mit Forschungsarbeit befasst und zu diesem Zweck eine Sekretärin beschäftigt, die bald zum Ziel finsterer Pläne wird....

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Womit lässt sich die Phantasie eines durch die Krimiwelle der Konkurrenz übersättigten Publikums in Zeiten von Edgar Wallace, Dr. Mabuse und Jerry Cotton noch fesseln? Welche Schrecken hält das Kino im Rahmen seiner Möglichkeiten weiter bereit? Wer kann von sich behaupten, dass er gegen die Vorstellung eines dämonischen Blutsaugers gefeit ist? Wenn alle Geschichten erzählt worden sind, greift man wieder auf bewährte Legenden zurück, deren Wirkung sich mit wissenschaftlichen Methoden nicht entzaubern lässt. So versucht sich auch das deutsch-jugoslawische Film-Team um den Ungarn Ákos von Ráthonyi an einer Interpretation von Vlad Tepes, der seine Heimat durch eine grausame Gewaltwelle als Ort der unheimlichen Beklemmung in Verruf brachte und durch die literarische Auswertung von Bram Stoker ebenso berühmt wurde wie Mary Shelleys "Frankenstein". Die Verbindung von Elektrizität und Tod zeigt die Rückständigkeit auf, die typisch für abgelegene Landstriche war und die bäuerliche Bevölkerung anfällig für Aberglauben und Misstrauen gegenüber Neuem und Fremdem machte. In diesem Klima der selbst geschaffenen Angst gedeihen die Früchte der Restriktion besonders gut und entpuppen sich oft als fatale Unheilbringer für ganze Gemeinden. Dabei beginnt der Film mit weltmännischen Anspielungen auf Ästhetik und Genuss, zeigt Porträts von Frauen, die sich mit (grünen) Nelken schmücken, dem Erkennungszeichen der Gefolgschaft des irischen Autors Oscar Wilde, der das Streben nach Schönheit zur Lebensphilosophie erhob, später jedoch vor allem wegen seiner Homosexualität und des damit verbundenen Gerichtsprozesses breitenwirksam bekannt wurde. Welche Vorzeichen sendet die Produktion damit aus?

Die Schauspielriege vereint sowohl moderne, als auch traditionelle Elemente und bietet mit Wolfgang Preiss und Adrian Hoven zwei routinierte Charaktere auf, deren Image so weit gediehen ist, dass die Rollenverteilung von Beginn an klar und unverrückbar scheint. Den Auftrag des Ermittlers erledigt Hoven mit gewohnt zügigem Einsatz, wobei er in seiner neuen Umgebung mit seiner jungenhaft-herben Ausstrahlung punkten kann, sind die Männer des Ortes doch durchwegs Waldschrate oder intellektuell zurückgebliebene Außenseiter. Dieser Konstellation ist es auch zu verdanken, dass sich eine wenig überzeugende Romanze zwischen ihm und der feingliedrigen Karin Field anbahnt, die sich durch ihr Aussehen ebenfalls stark von den weiblichen Einwohnern des Gebiets unterscheidet. Die Bedrohung durch den enigmatischen Wolfgang Preiss legt sich wie ein schwerer Schatten auf das Schloss und manifestiert sich in vielen Kleinigkeiten wie dem Verbot der Eitelkeit durch die Vernichtung von Spiegeln, den besessenen Forschungen an der Materie Blut und seiner Ablehnung moderner Elektroanlagen. Sein Spiel ist verhalten und platziert ihn in der zweiten Reihe, was ihm ein wenig vom morbiden Glanz nimmt, den er sonst für eine Rolle mitzubringen pflegt. Im Vergleich zu den grobschlächtigen Gestalten der Umgebung wirkt er wie ein Fremdkörper, der sich in seinem Schloss ein Refugium gegen die Banalität des Lebens geschaffen hat. Er steht in der Hierarchie über den Dorfbewohnern und residiert auch geografisch über ihnen, weshalb sich das Gefälle zwischen dem ursprünglichen bäuerlichen Umfeld und der herrschaftlichen Abgeschiedenheit sehr deutlich auftut und die beiden Welten gegeneinander aufwiegt und voneinander isoliert.

Inszenatorisch bietet der Film einige interessante Aspekte, die von der Symbiose einer Kriminalhandlung mit dem legendären Vampir-Genre bis zur Einführung einer neuen weiblichen Hauptdarstellerin reichen. Karin Field erweist sich als solide Wahl, die den Vorgaben entsprechend bewusst Akzente setzen kann, obwohl sie in vielen Szenen als attraktiver Blickfang an der Seite des Ermittlers besetzt wird. Diese Absicht des Regisseurs zeigt sich vor allem im Finale, wo sie Adrian Hoven mit aufgeknöpfter Bluse in die Grotten folgt, nachdem sie kurz zuvor von einem weiblichen Vampir angegriffen wurde. Die sexuelle Komponente wird durch die Blutsauger dort betont, wo die Zensur die Schere anzusetzen pflegte. Die Unbesiegbarkeit der Untoten verschafft ihnen einen Vorteil gegenüber den verwundbaren Menschen, die jederzeit mit ihrem Ende rechnen müssen und deren Blut Lebenssaft und Schwachstelle zugleich darstellt. Die Schauplätze sind überaus stimmig und verheißen durch das verlockende Spiel mit Licht und Schatten permanente Anspannung. Ákos von Ráthonyi bemüht sich redlich, den Geist bekannter Vorgänger einzufangen und überzeugend auf die Leinwand zu bringen. Brave Handwerker wie der Komponist Herbert Jarczyck und der Kameramann Hrvoje Saric tragen das Ihre dazu bei, dass gelungene optische Reize mit akustischer Innovation verknüpft werden und der Zuschauer sich an vielen anregenden Bildsequenzen erfreuen kann. Der Stoff birgt natürlich eine gewisse Vorhersehbarkeit in sich, wartet jedoch mit genügend Zutaten auf, die den Film trotz einiger Durchhänger sehenswert machen und der vor allem für Freunde des abstrakten deutschen Kriminalfilms der Sechziger Jahre interessant ist.


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 25.11.2019 19:28 
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Ein wohliger Grusel-Krimi, der seine wahre Pracht aber auch nur in der deutschen Sprachfassung entfaltet. Nachdem ich den Film zunächst in der englischsprachigen Fassung ansah, hinterließ dieser zunächst ein Gefühl der Unzufriedenheit, denn irgendwie wirkten die vertrauten Darsteller unecht. Erst mit Sichtung der deutschen Sprachfassung zündete dieser Vampir-Krimi aus unseren Breitengraden bei mir erst richtig, wobei mich hierbei stellenweise die Stimme von Karin Field zunächst etwas irritierte. Kein Wunder, denn ein Blick in die Synchronkartei ergab im Nachhinein, dass diese tatsächlich nicht mit ihrer eigenen Stimme sprach, sondern letztlich synchronisiert wurde - und zwar von keiner Geringeren als Marisa Mell!

Im Rahmen der kürzlich erschienenen DVD von PIDAX landete dieser kleine, feine und in s/w gehaltene Kriminalfilmhorror ein weiteres Mal im Abspielgerät, was erneut einen vergnüglichen Filmabend mit sich brachte. Aufgrund der zusammengestückelt wirkenden Credits gehe ich stark davon aus, dass die PIDAX DVD der amerikanischen DVD von Image Entertainment entsprechen dürfte, denn sowohl die Laufzeiten (unter Berücksichtigung des NTSC/PAL-Laufzeitunterschieds) als auch die merkwürdige Credit-Folge (siehe Spoiler) scheinen zumindest identisch zu sein.

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ugo-piazza wrote:
„Blutrausch der Vampire“ ist ein hochgradig spekulativer Titel, mit dem die Fa. „Procusa-Video“ wohl Anfang der 80er Videothekenkunden dazu bewegen wollte, für diesen Geld auszugeben. Eigentlich heisst der Film nämlich „Der Fluch der grünen Augen“. Die Kassette ist ultraselten und wohl reichlich teuer. Zum Glück war jemand so nett, mir eine Kopie zuzuleiten. Leider wies die Kopie ein hochgradig verzerrtes Bild auf, so dass die Vorgänge auf dem Bildschirm manchmal mehr erahnt werden müssen, als dass man sie sieht.

(...)

Eine Nacktszene, bei der sogar Schamhaare zu sehen sind (huch!) und eine Szene, in der ein Mann, von einem herunterkommenden Gitter durchbohrt wird, dürften dem Film seinerzeit auf jeden Fall eine 18er Freigabe der FSK eingebracht haben. Heute ist der Film für Nostalgiefanatiker durchaus einen Blick wert, wenn ihn das Fernsehen mal ausgraben würde. Die Suche nach der Videokassette dürfte aufgrund deren Seltenheit wohl erfolglos bleiben und selbst wenn man auftreiben kann: Das Geld ist anderweitig sicherlich besser angelegt.


Deiner Schilderung nach, scheint die seltene VHS-Fassung die dubiose Nacktszene beinhaltet zu haben, oder wo hattest Du diese gesehen? Auf der aktuellen PIDAX DVD ist diese knapp 0:45 sekundenlange Szene lediglich in den Extras enthalten. Was hat es mit dieser ominösen Szene eigentlich auf sich und an welcher Stelle des Films sollte diese ursprünglich gezeigt werden? So richtig Sinn macht das Gezeigte aber irgendwie auch nicht, denn die beteiligte Dame hat mit der eigentlichen Geschichte rein gar nichts am Hut, da sie in dieser weder davor, noch danach wieder zum Thema wurde.
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Filmausschnitt:
www.dailymotion.com Video from : www.dailymotion.com




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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 26.11.2019 16:06 
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Richie Pistilli wrote:


ugo-piazza wrote:
„Blutrausch der Vampire“ ist ein hochgradig spekulativer Titel, mit dem die Fa. „Procusa-Video“ wohl Anfang der 80er Videothekenkunden dazu bewegen wollte, für diesen Geld auszugeben. Eigentlich heisst der Film nämlich „Der Fluch der grünen Augen“. Die Kassette ist ultraselten und wohl reichlich teuer. Zum Glück war jemand so nett, mir eine Kopie zuzuleiten. Leider wies die Kopie ein hochgradig verzerrtes Bild auf, so dass die Vorgänge auf dem Bildschirm manchmal mehr erahnt werden müssen, als dass man sie sieht.

(...)

Eine Nacktszene, bei der sogar Schamhaare zu sehen sind (huch!) und eine Szene, in der ein Mann, von einem herunterkommenden Gitter durchbohrt wird, dürften dem Film seinerzeit auf jeden Fall eine 18er Freigabe der FSK eingebracht haben. Heute ist der Film für Nostalgiefanatiker durchaus einen Blick wert, wenn ihn das Fernsehen mal ausgraben würde. Die Suche nach der Videokassette dürfte aufgrund deren Seltenheit wohl erfolglos bleiben und selbst wenn man auftreiben kann: Das Geld ist anderweitig sicherlich besser angelegt.


Deiner Schilderung nach, scheint die seltene VHS-Fassung die dubiose Nacktszene beinhaltet zu haben, oder wo hattest Du diese gesehen? Auf der aktuellen PIDAX DVD ist diese knapp 0:45 sekundenlange Szene lediglich in den Extras enthalten. Was hat es mit dieser ominösen Szene eigentlich auf sich und an welcher Stelle des Films sollte diese ursprünglich gezeigt werden? So richtig Sinn macht das Gezeigte aber irgendwie auch nicht, denn die beteiligte Dame hat mit der eigentlichen Geschichte rein gar nichts am Hut, da sie in dieser weder davor, noch danach wieder zum Thema wurde.
:?



Ich kann da ehrlich nicht mehr viel zu sagen, denn es liegt über 10 Jahre zurück, dass ich den Film gesehen hab. Ich hatte auch die Kassette selbst nicht, gehe aber davon aus, dass die Kopie, die ich damals hatte, direkt von der VHS-Kassette stammte. Die Nacktszene war also im Film drin, aber ich kann wirklich mich nicht erinnern, an welcher Stelle. Es wäre natürlich möglich, dass sie im Kino (Anno 1964!) gefehlt hat, andererseits dürfte ein Videokleinlabel der Frühzeit wie Procusa kaum aufwendige Rekonstruktionen betrieben haben. Damals hat man wohl genommen, was gerade greifbar war.


PS: Wer fragt bei einer Nacktszene nach dem Sinn? :lol:


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 27.11.2019 18:25 
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ugo-piazza wrote:
Es wäre natürlich möglich, dass sie im Kino (Anno 1964!) gefehlt hat, andererseits dürfte ein Videokleinlabel der Frühzeit wie Procusa kaum aufwendige Rekonstruktionen betrieben haben. Damals hat man wohl genommen, was gerade greifbar war.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass die besagte Szene lediglich in der amerikanischen Fassung entfernt wurde. Aber dennoch würde die Frage offen bleiben, warum PIDAX die kurze Szene nicht wieder eingefügt hat...
:unknown:


ugo-piazza wrote:
PS: Wer fragt bei einer Nacktszene nach dem Sinn? :lol:

Ok! So gesehen hast Du natürlich recht - habe mich wohl wieder mal etwas unglücklich ausgedrückt :)


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 02.12.2019 15:51 
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Richie Pistilli wrote:
wobei mich hierbei stellenweise die Stimme von Karin Field zunächst etwas irritierte. Kein Wunder, denn ein Blick in die Synchronkartei ergab im Nachhinein, dass diese tatsächlich nicht mit ihrer eigenen Stimme sprach, sondern letztlich synchronisiert wurde - und zwar von keiner Geringeren als Marisa Mell!

Mit der Stimme der hochgeschätzten Karin Field ist das wirklich so eine Sache. Obwohl ich schon einige Filme mit ihr gesehen habe, könnte ich bis heute nicht beschwören, ihre eigene Stimme überhaupt jemals gehört zu haben. Das gilt sogar für die rein deutschen Produktionen, was aber natürlich auch an mangelnden Vergleichsmöglichkeiten wegen der Häufigkeit ihrer Fremdsynchros liegen mag. Die Sache mit Marisa Mells Synchronstimme finde ich ganz interessant, da sie ja nur ganz selten selbst synchronisiert hat, und ich hätte sie hier beim besten Willen nicht identifizieren können. Ihre letzte derartige Arbeit stellt ja bereits "Scharfe Küsse für Mike Forster" von 1965 dar, wo sie sich allerdings auch selbst gesprochen hat. Und was Karin Field generell betrifft, so wird sie wohl eines dieser ewigen Rätsel bleiben.


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 02.12.2019 19:16 
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Prisma wrote:
Mit der Stimme der hochgeschätzten Karin Field ist das wirklich so eine Sache. Obwohl ich schon einige Filme mit ihr gesehen habe, könnte ich bis heute nicht beschwören, ihre eigene Stimme überhaupt jemals gehört zu haben. Das gilt sogar für die rein deutschen Produktionen, was aber natürlich auch an mangelnden Vergleichsmöglichkeiten wegen der Häufigkeit ihrer Fremdsynchros liegen mag.

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Dass Karin Field in ihren Rollen vornehmlich synchronisiert wurde, ist mir ehrlich gesagt bis dato noch gar nicht aufgefallen (und dabei habe ich mir ihre Darbietung im RASTHAUS DER GRAUSAMEN PUPPEN unzählige Male zu Gemüte geführt). Lediglich beim FLUCH DER GRÜNEN AUGEN kamen mir auf Anhieb erhebliche Zweifel, dass die zu hörende Stimme ihre eigene sein soll. Werde dann zukünftig bei ihren Filmdarbietungen etwas genauer hinhören müssen, denn dass sie in keiner einzigen der rein deutschen bzw. österreichischen Filmproduktionen mit ihrer eigenen Stimme sprach, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen (es sei denn, sie hätte von Geburt an eine etwas merkwürdige Stimmfarbe vererbt bekommen, die letztlich so rein gar nicht zu ihrer Persönlichkeit passen mag). Leider liegen mir von diesen Filmen lediglich DIE LIEBESQUELLE, DER BUCKLIGE VON SOHO und SCHWARZER MARKT DER LIEBE vor - alle anderen verfügbaren Filme mit ihr sind Co-Produktionen. Von den mir noch unbekannten Titeln würden mich übrigens DAS MÄDCHEN MIT DEM MINI und Radley Metzgers MÄDCHEN ZWISCHEN SEX UND SÜNDE am meisten reizen. Mal schauen, was die Zukunft noch so alles bringt...


Prisma wrote:
Die Sache mit Marisa Mells Synchronstimme finde ich ganz interessant, da sie ja nur ganz selten selbst synchronisiert hat, und ich hätte sie hier beim besten Willen nicht identifizieren können.

Auch diese Info ist mir völlig neu :oops:


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 02.12.2019 21:01 
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Marisa Mell hat sich selbst synchronisiert in:

  • Scharfe Küsse für Mike Forster (aka Scharfe Küsse für Mike Foster, OT: City of Fear, 1964)
  • Agenten lassen bitten (OT: Masquerade, 1965)

Quelle: Synchronkartei, Synchrondatenbank

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Jokerfive


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 02.12.2019 22:07 
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Jokerfive wrote:
Marisa Mell hat sich selbst synchronisiert in:

  • Scharfe Küsse für Mike Forster (aka Scharfe Küsse für Mike Foster, OT: City of Fear, 1964)
  • Agenten lassen bitten (OT: Masquerade, 1965)

Genau die sind mir spontan auch eingefallen und in diesen Produktionen fällt ihre Stimme auch sehr auf. Dass es tatsächlich nur zwei Filme sind, war mir allerdings auch nicht mehr präsent. Da hätte ich spontan doch noch auf ein, zwei mehr Synchronarbeiten getippt. "Der Fluch der grünen Augen" würde ja auch genau in dieses Zeitfenster passen, allerdings hätte ich ihre doch sehr markante Stimme hier niemals erkannt. Deswegen werde ich mir den Film die Tage auch nochmal anschauen, um ganz genau hinzuhören. Ihr Weg ins Synchronstudio bleibt für mich jedoch merkwürdig, da es nicht ihr Metier war. Anfangs dachte ich, dass es möglicherweise mit ihrem Autounfall zu tun gehabt haben könnte, da sie eine Zeit lang sicherlich nicht fähig war zu drehen und anstelle dessen halt irgendwas filmverwandtes gemacht hat. Gegen diese Überlegung spricht wiederum, dass die zeitlichen Abstände dafür auch wieder zu lang sind.


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi
PostPosted: 02.12.2019 22:30 
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Richie Pistilli wrote:
DER BUCKLIGE VON SOHO

Genau in den habe ich heute extra nochmal reingeschaut, da sie hier Sergeant Morgan spielen soll. Zwar ist die dort zu sehende Schauspielerin offensichtlich mit ihrer Originalstimme zu hören, doch mir fiel wieder ein, dass ich eigentlich schon immer bezweifelt habe, dass es sich hierbei überhaupt um Karin Field handelt. Die wenigen Szenen mit Sergeant Morgan habe ich mir schon so oft angeschaut, um sie aus irgend einem Winkel oder einem Impuls heraus erkennen zu können, doch ich sehe sie hier einfach nicht. Ich mag mich da natürlich täuschen, aber so gesehen ist es auch wieder eines der typischen KF-Rätsel. Die von Dir genannten Filme kenne ich auch, oder würde sie ebenfalls gerne mal sehen, aber ich bekam auch hier nie den Eindruck, dass es sich um eine Originalstimme handelt. Eigenartig, das Ganze! Als eine ihrer rein deutschen Produktionen ist mir noch "Heintje - Ein Herz geht auf Reisen" eingefallen, aber ich erinnere mich nicht mehr an ihre Stimme oder diesbezügliche Eindrücke. Leider habe ich in diesem speziellen Fall auch keine besondere Lust, es noch einmal zu überprüfen. :mrgreen:


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