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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 01.12.2009 17:27 
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Spanisher Giallo von 1974


Inhalt:
In Mailand treibt ein Mörder sein Unwesen, der alle die er für schlech hält umbringt . Am Tatort hinterlässt er auf jeder Leiche eine (plastik) Libelle.
Paul Naschy spielt einen Inspector der keine Erfahrung mit Morden hat und von seinem Vorgesetzen unter Druck gesetzt wird.

Fazit:
Der Film bietet viel nackte Haut ( Nur in der Internationalen Fassung ) und einige allerdings recht billige Splatterszenen.
Die Handlung besteht nur daraus das der Killer zuschlägt, der der Inspector einen neuen Tatort besichtigt, mit dem Chef streitet und seiner Frau ( Erica Blanc ) die Ohren volljammert ....alles in Endlosschleife
Zu viele Morde (hab irgendwann aufgehört zu zählen ) , keine Spannung , ein blödes Motiv...

Das ganze ist recht billig und für mich nur Langweilig - hatte mich eigentlich auf den Film gefreut war dann aber um so mehr enttauscht - Nicht einmal die Morde sind gut inszeniert

3 von 10 Punkten davon 2 für Paul Naschy der eigentlich einen besseren Film verdient hat ...

.....altes Review schon lange nicht mehr gesehen ....

Peter

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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 02.12.2009 00:48 
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Mir hat der Streifen gefallen. Immerhin sieht man Naschy mal mit Bart und es gibt ne ordentliche Portion Sleaze und Gewalt. Macht einfach Spaß!

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"Ihr Name ist Luzifer. Ihr vertraue ich mehr als meinem besten Freund. Sie spricht nicht, sie hört nicht, betrügt nicht. Sie ist taub, ist blind, ist stumm. Sie tötet nur!"


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 04.12.2009 04:12 
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Mir hat der Film auch sehr gut gefallen, Naschy mal nicht als Werwolf, das ist doch mal was! Da kann ich nur zustimmen: Der Film macht Spaß! 7/10

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 07.11.2010 18:22 
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Mal ein Giallo, der in Mailand spielt, aber gar kein Italo ist. Der Film ist nämlich eine spanisch-französische Koproduktion, gedreht von Leon Klimovsky nach einem Drehbuch von Paul Naschy.


Naschy selbst hier den Polizeiinspektor Paolo, nur echt mit merli-eskem Schnäuzer und entsprechender Gesinnung. Eigentlich hat er mit Sittlichkeitsverbrechern zu tun, und seine Kollegen müssen ihn schon mal daran hindern, die Verdächtigen zu verprügeln. Sein Chef gibt ihm den Auftrag, eine Mordserie aufzuklären. Ein unbekannter Täter hat schon 3mal zugeschlagen und einen Zuhälter, einen Junkie und eine Prostituierte gemeuchelt und jedesmal eine künstliche Libelle an der Leiche zurückgelassen. Damit aber ist die Mordserie noch lange nicht beendet, und je länger die Mordserie andauert, desto näher kommen auch die Einschläge in Paolos Bekanntenkreis, bis schließlich gar seine Frau Silvana (Erika Blanc) in akuter Gefahr schwebt.


Ein Giallo mit Paul Naschy, das ist natürlich erst mal schwer zu schlucken, erwartet man doch insgeheim stets, der Inspektor würde sich nun in Waldemar Daninsky verwandeln und den Täter in einer wolkenverhangenen Vollmondnacht totbeißen. Falsch gedacht! Der Film bleibt stets auf polizeilastigem Gialloterritorium, sprich neben den Morden im Minutentakt, gerne mit Schwert oder Axt (wo das Blut schon mal meterweit spritzt, obwohl der Kill offscreen erfolgt), fokussiert der Film auf der polizeilichen Ermittlungsarbeit, wobei Paolo schließlich auch von seiner Angetrauten unterstützt wird, die gute Verbindungen in die Modeszene verfügt. Und ein abgerissener Knopf ist zunächst die einzige Spur.

Ein Nebenplot befasst sich mit dem Pimp Muhammad, der erst Paolo von seinen Schergen (= Nazirocker!) zusammenschlagen lässt. Ein paar Tage später bekommt Paolo an seinem Geburtstag ein Paket zugestellt, ein Geschenk vom Libellenmörder: Drin ist der Kopf von Muhammad...

Und einen brillentragenden Professor mit nekrophilen Anwandlungen gibt es auch noch. :shock:

Das Werk wirkt insgesamt wie der uneheliche Bruder von Roberto Bianchi Monteros "Schön, nackt und liebestoll". In Deutschland erschien der Film leider nicht auf dem exquisiten EXQUISIT-Label, sondern direkt beim Schwester-Laden HEIMFILM.


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 21.08.2011 11:01 
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Kein großer Wurf,der Streifen,aber langweilig war er auch nicht.

Die Chaldäer,denen hier die Geschichte mit der Libelle zugeordnet wird,existierten wirklich.
Ob der Brauch,Außenseiter oder deren Häuser mit einer Libelle zu kennzeichnen,auch der Wirklichkeit entspricht,vermag ich nicht zu sagen.
Vielleicht ist das für diesen Streifen aber auch nicht so wichtig ...

Viel interessanter ist,daß es zwei Schnittfassungen gibt,die sich von der Laufzeit nicht sonderlich unterscheiden.Allerdings mußten alle,die in der internationalen Fassung nackt waren,für die spanische Fassung wieder angezogen werden :lol:
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Noch ein Wort zum dt. Videolabel
Denke,daß es nicht nur mir so ging - Als ich den Killer zum ersten Mal in dem Streifen sah,konnte ich ihn mit Leichtigkeit als denjenigen vom Videocover erkennen.Unglaublich,aber der Zeichner hat sehr gute Arbeit abgeliefert.


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 09.07.2012 16:52 
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Ich fand TODESKREIS LIBELLE durchaus unterhaltsam, stellenweise auch amüsante Szenen und Dialoge (z.B. als Naschy jemanden angeschossen hat, diese Person dann kriechen soll weil er ihm sonst die Rübe wegschiesst).

7/10


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 03.04.2013 13:35 
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Vor einiger Zeit geschaut. Für Paulaner unverzichtbarer Spananien-Giallo (Amarillo?) :lol: , wird aber z. B. von "Los ojos azules de la muñeca rota" (Blue eyes of the broken doll) klar gedeckelt.

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Blap V 3.0 regaining paradise

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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 03.04.2013 21:50 
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Bei vielen Flicks haut der Blap ja immer ne Mörder Review raus, aber grad bei den Filmen wo ich es mir wünschen würde tut er es nicht :( 8-)

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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 17.05.2014 16:39 
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Todeskreis Libelle (D)
Una libélula para cada muerto (ES)
A Dragonfly for Each Corpse (US)

ES 1974

R: León Klimovsky
D: Paul Naschy, Erika Blanc, María Kosty, ...

OFDb



"Es ist wirklich seltsam.... an jedem Tatort haben wir eine künstliche Libelle gefunden. Der Mörder taucht sie in das Blut seiner Opfer und hinterlässt sie wie eine Visitenkarte"


In Mailand geht unaufhaltsam eine grausame Mordserie vonstatten und die Polizei tappt im Dunkeln.
Der phlegmatische Inspektor Scaporella (Paul Naschy), der sich normalerweise mit kriminellen Kleinkram wie beispielsweise alternden Exhibitionisten herumschlagen muss, wird mit der Lösung dieses Falls beauftragt, was sich wiederum als ein gar kein so leichtes Unterfangen herausstellt. Ständig an seiner Seite: seine Frau Silvana Scaporella (Erika Blanc), die ihm bei seinen Ermittlungen nicht nur immer wieder auf die Sprünge verhilft, sondern sich letzten Endes auch noch als die wahre "Ermittlerin" dieser scheinbar nimmer enden wollenden Mordserie erweist.



"Der Libellenmörder" wie der Serienkiller sich nennt, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Stadt restlos von "all dem Schmutz, Dreck und Abschaum" zu säubern und meuchelt sich daher nicht nur alles andere als zaghaft, sondern auch noch in einem hohen Tempo durch den gesamten Film und hinterlässt dabei eine rutschgefährliche Spur aus roter Kunstblutsoße. Bei den Kills kommen auch allerhand Mordwerkzeuge wie beispielsweise ein Säbel, eine Axt oder ein Golfschläger zum Einsatz, zumal manche der Meucheltaten fast schon denen aus späteren Slasher-Filmen gleichen. Und Opfer gibt es auch dann natürlich auch "en masse" zu bestaunen: ganze zwölf an der Zahl.

Der vorliegende Giallo-Thriller stammt aus Spanien und gehört wahrlich nicht zu den Hochglanzausgaben dieses Genres, wobei er aber dennoch durch eine ordentliche Kamerarbeit und seine ansehnlichen Setdekorationen überzeugen kann. Und der Unterhaltungswert fällt dann auch noch recht hoch aus.... :jc_doubleup:

Der Verlauf dieses Giallos ist kurzweilig, weist neben einem recht soliden Sleaze-Anteil auch noch den spanischen Genrefilmstar Paul Naschy auf und enthält fast alle benötigten Genre-Elemente wie beispielsweise Erika Blanc, blitzendes Mordwerkzeug aus Stahl, einen maskierten Killer, einen abgetrennten Kopf "on the rocks" als Geburtstagsgeschenk, eine naziuniformierte Schlägertruppe mit abscheulichen Hakenkreuzarmbinden, einen nekrophilen Professor und schmierläppische Stammmitglieder des horizontalen Gewerbevereins.

Trotz der fehlenden Eleganz und sehr einfachen Story und Darbietungen immer noch 7,75 Pkt / 10,00 Pkt


"Nekrophilie ist eine kostspielige Leidenschaft, Herr Professor"



Schnittvergleich zwischen der "spanischen" und "internationalen" Filmfassung


Trailer (ES):

www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 04.03.2018 17:15 
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Dank der prächtigen BD von SK erstrahlt dieser iberische Paul Naschy-Giallo nicht nur in einem ganz anderen Licht, sondern bereitet auch einen viel höheren Sehspass. Hinzu kommt, dass ich die deutsche Synchro weitaus weniger feierlich in Erinnerung hatte, denn das was das entsprechende Synchronstudio hier fabrizierte, ist stellenweise schon recht derb.
Ein delikates Fest der guten Laune :)



Als eine weitere Überraschung entpuppte sich der zusammengeklaute Score, bei dessen Tracks es sich angeblich um reine Produktionsmusik (Library Music) handeln soll, obwohl auch Stelvio Ciprianis "Teen-Agers Cha-Cha-Cha" (Ecologia Del Delitto) und eine Variation von Carlo Rustichellis "Atelier" (Sei Donne Per L'Assassino) zu vernehmen sind. Der Titeltrack stammt übrigens von Roberto Pregadio, trägt den Namen "Amore E Violenza" und scheint tatsächlich Library Music zu sein.



Roberto Pregadio - Amore E Violenza (via Soundcloud)


www.youtube.com Video from : www.youtube.com

www.youtube.com Video from : www.youtube.com



Hat sonst noch jemand den ein oder anderen der verwendeten Tracks erkannt?
Und was hat es eigentlich mit dem als Easter-Egg getarnten Filmausschnitt auf sich?
Fragen über Fragen.... :jc_hmmm: :)


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 04.03.2018 17:39 
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Super, Mr. Pistilli! Ich hab mich gestern gefragt, von wem das Titelstück stammt. Ich liebe Pregadio!

Hab bisher nur kurz reinsehen können und das Easter-Egg noch gar nicht gefunden...


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 07.03.2018 00:43 
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Richie Pistilli wrote:
Und was hat es eigentlich mit dem als Easter-Egg getarnten Filmausschnitt auf sich?
Fragen über Fragen.... :jc_hmmm: :)


Wenn ich mich nicht verkuckt habe, dann ist diese Einstellung auch im Film, aber in schlechterer Qualität. Bin also auch nicht schlauer, was das nun zu bedeuten hat...


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 07.03.2018 01:52 
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samgardner wrote:
Wenn ich mich nicht verkuckt habe, dann ist diese Einstellung auch im Film, aber in schlechterer Qualität. Bin also auch nicht schlauer, was das nun zu bedeuten hat...


Augen auf beim Naschy-Kauf! :suchenfinden:

Das Easter Egg ist die Variante mit Bekleidung in HD und Breitbild! Die Originalnegative enthalten die spanische Fassung mit Bekleidung und die Varianten ohne Bekleidung muss man aus anderen separaten Elementen einfügen. Das hat auch überall wunderbar geklappt und sollte nicht auffallen (es betrifft ja alle Mordszenen und auch einige Liebesspielchen im Bett), nur bei dieser sehr kurzen Einstellung war das Originalelement nicht mehr greifbar für uns. Da der Unterschied zwischen beiden Varianten nicht sehr auffällig ist, kann es leider sein, dass die Originalelemente irgendwann einmal abhanden gekommen sind oder gar entsorgt/vernichtet wurden, da man sie für "überflüssig" hielt, oder schlicht übersehen hat. Deshalb sind diese wenigen Sekunden im Film leider von einer etwas schlechteren Quelle eingefügt worden. Auf der US Blu-ray (welche diese Szene trotz des Aufdrucks "uncut" in der zensierten Form zeigt) wurde übrigens an anderer Stelle eine deutlich längere Sequenz in sehr schlechter Qualität und falscher Normwandlung eingefügt.
Bei unserer Scheibe ist diese Szene in gleichbleibender Qualität enthalten. Asynchronitäten und dadurch verursachte Anschlussfehler in der Tonspur wurden noch mit Sisyphusarbeit ebenfalls ausgebügelt. PLUS: wir haben auch noch die gesamte spanische Fassung mit Bekleidung (natürlich optional auch mit angepasster deutscher Tonspur) in Open Matte an Bord.

Da wir also nicht wussten, wohin mit dem diesem kleinen Schnipsel, ihn aber trotzdem auf der Disc haben wollten, haben wir uns entschieden, die alternative Variante als Easter Egg beizufügen. Das (Nackt-) Foto ist übrigens noch mal in sehr guter Qualität in der Bildergalerie vorhanden, falls es jemand genauer studieren möchte ;)

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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 07.03.2018 06:48 
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Vielen Dank für diese sehr ausführliche Erläuterung :hutheben:

Werde mir das Ganze am Wochenende nochmals ganz in Ruhe zu Gemüte führen...


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 07.03.2018 18:01 
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Subkultur-Entertainment wrote:
Da wir also nicht wussten, wohin mit dem diesem kleinen Schnipsel, ihn aber trotzdem auf der Disc haben wollten, haben wir uns entschieden, die alternative Variante als Easter Egg beizufügen. Das (Nackt-) Foto ist übrigens noch mal in sehr guter Qualität in der Bildergalerie vorhanden, falls es jemand genauer studieren möchte ;)


Ah okay, die Tatortfotos sind das Corpus delicti. Alles klar. Danke!


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 12.03.2018 23:25 
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Steht der Thread hier eigentlich richtig? Müsste doch unter Eurohorror - Spanien stehen, und nicht unter Italiens Gialli, oder?


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 13.03.2018 06:20 
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dr.freudenstein wrote:
Steht der Thread hier eigentlich richtig? Müsste doch unter Eurohorror - Spanien ?


Ja!! Denn wäre der Thread im spanischen Unterforum angelegt worden, wo er eigentlich hingehört, dann gäbe es diesen jetzt nicht mehr ;)


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 13.03.2018 14:47 
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Ist ja auch kein Eurohorror, sondern ein (spanischer) Giallo.


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 28.08.2018 08:08 
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Naschy Filme sind ja zumeist wesentlich billigerer Natur, als italienische Produktionen und werden von mir mit der Nostalgiebrille angesehen und meist auch gemocht.
Die Blu-ray von "Todeskreis Libelle" lag schon länger bei mir rum aber irgendwie hatte ich keine Lust auf den Film und ihn nur gekauft, weil er ein weiterer Baustein meiner Naschy Box ist.
Ein "spanischer" Giallo hatte mich auch nicht besonders gereizt, weil dieses Genre einfach italienischer Herkunft sein muß.
Nun habe ich den Film gestern erstmals gesehen und bin überrascht über die gigantische Bildqualität der Exportfassung.
Bei einer solch guten Präsentation kann man den Film einfach besser beurteilen und siehe da, er hat mir wirklich Spaß gemacht.
Sicherlich ist der Film im Verhältnis zu den italienischen Produktionen der C Kategorie zuzuordnen aber trotzdem ist der Film enorm unterhaltsam und zum Ende hin sogar spannend. Es interessiert tatsächlich wer der Killer ist, auch wenn die Auflösung zum Ende enttäuscht.
Seltsamerweise wirkt die ganze schöne Optik und die Settings für 1974, obwohl recht stylish, relativ altmodisch aber viel zu Gucken gibt es auf jeden Fall. Die Optik sieht eher nach 1969 aus.
Sicherlich würde der Film noch ein Pünktchen mehr bekommen, wenn er eine eigene Filmmusik hätte und nicht mit offensichtlicher Konserven Musik versehen worden wäre.
Unterm Strich werte ich den Film aber als Giallo, einerseits weil die Spanier fast jeden zweiten italienischen Giallo co-produziert haben und andererseits weil der Film in Mailand spielt und sich der typischen Merkmale des Giallo bedient und auch ganz eindeutig im Fahrwasser der erfolgreichen italienischen Genre Filme dieser Zeit schwimmen sollte.
Den kann ich also ganz locker zu den Abarten des italienischen Giallo zählen.

Bißchen trashy, bißchen altmodisch für 1974 aber andererseits sehr unterhaltsam
6,5/10


Für mich ist die Exportfassung die Definitive und die sieht mega gut aus aber die spanische "angezogene" Fassung hat eine schlechtere Bildqualität und dürfte meiner Meinung nach einer anderen Bildquelle entspringen? Damit meine ich nicht die angezogenen Szenen. Die Fassung sieht einfach nicht so gut aus wie die Hauptfassung.
Da die Exportfassung brilliant und die "Angezogene Fassung " für mich Bonus darstellt ist das aber vollkommen ok.

@Subkultur
Ist die spanische Version tatsächlich von einer anderen Bildquelle? Ich meine nicht die unerschiedlichen Szenen, sondern den grundsätzlichen Film.


Last edited by Ryan on 30.08.2018 17:25, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 30.08.2018 16:19 
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Ryan wrote:
Naschy Filme sind ja zumeist wesentlich billigerer Natur, als italienische Produktionen und werden von mir mit der Nostalgiebrille angesehen und meist auch gemocht.
Die Blu-ray von "Todeskreis Libelle" lag schon länger bei mir rum aber irgendwie hatte ich keine Lust auf den Film und ihn nur gekauft, weil er ein weiterer Baustein meiner Naschy Box ist.
Ein "spanischer" Giallo hatte mich auch nicht besonders gereizt, weil dieses Genre einfach italienischer Herkunft sein muß.
Nun habe ich den Film gestern erstmals gesehen und bin überrascht über die gigantische Bildqualität der Exportfassung.
Bei einer solch guten Präsentation kann man den Film einfach besser beurteilen und siehe da, er hat mir wirklich Spaß gemacht.
Sicherlich ist der Film im Verhältnis zu den italienischen Produktionen der C Kategorie zuzuordnen aber trotzdem ist der Film enorm unterhaltsam und zum Ende hin sogar spannend. Es interessiert tatsächlich wer der Killer ist, auch wenn die Auflösung zum Ende enttäuscht.
Seltsamerweise wirkt die ganze schöne Optik und die Settings für 1974, obwohl recht stylish, relativ altmodisch aber viel zu Gucken gibt es auf jeden Fall. Die Optik sieht eher nach 1969 aus.
Sicherlich würde der Film noch ein Pünktchen mehr bekommen, wenn er eine eigene Filmmusik hätte und nicht mit offensichtlicher Konserven Musik versehen worden wäre.
Unterm Strich werte ich den Film aber als Giallo, einerseits weil die Spanier fast jeden zweiten italienischen Giallo co-produziert haben und andererseits weil der Film in Mailand spielt und sich der typischen Merkmale des Giallo bedient und auch ganz eindeutig im Fahrwasser der erfolgreichen italienischen Genre Filme dieser Zeit schwimmen sollte.
Den kann ich also ganz locker zu den Abarten des italienischen Giallo zählen.

Bißchen trashy, bißchen altmodisch für 1974 aber andererseits sehr unterhaltsam
6,5/5


DAS nenne ich doch mal ne Top-Bewertung. :D


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 30.08.2018 17:26 
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ugo-piazza wrote:

DAS nenne ich doch mal ne Top-Bewertung. :D


Oops, habs abgeändert.


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 Post subject: Re: TODESKREIS LIBELLE - León Klimovsky
PostPosted: 13.12.2019 05:07 
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Todeskreis Libelle (Leon Klimovsky, 1973) 6/10

Ein Mörder geht um in Mailand, und er metzelt mit Vorliebe Drogenabhängige, Kriminelle und Nutten. Als Erkennungszeichen hinterlässt er bei den Opfern eine Libelle aus Plastik. Die Polizei in Gestalt von Inspektor Scaporella tappt im Dunkeln, doch irgendwann gibt es die erste Spur: Einen Knopf vom Mantel des Mörders. Silvana, die Frau von Scaporella, kennt einen Modeschöpfer, und der wiederum kann die Herkunft des Knopfes ausfindig machen. Fatalerweise verlegt sich der Fokus des Mörders dadurch auf den Bekanntenkreis des Inspektors …

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Die Bilder sind unaufregend, die Geschichte ist langweilig, und sie ist ziemlich einfallslos erzählt. Aber TODESKREIS LIBELLE hat vor allem zwei Höhepunkte, die den Film aus dem Sumpf des Unterdurchschnittlichen herausheben: Paul Naschy als knarziger Inspektor und Erika Blanc als Gattin, die beide den Film gehörig aus seinem Trott reißen. Paul schaut mürrisch, spielt mit seiner Zigarre, und versucht beschürzt zu kochen. Sie hingegen hat in jeder Szene etwas anders an, und dabei steigert sich ihre Erotik von Mal zu Mal, bis sie dann irgendwann nackt im Bett liegt. Die Hose platzt nicht nur beim Zuschauer sondern auch beim Paule, der sie, ihrer Reaktion nach, gehörig durchkitzelt. Sie muss jedenfalls schrecklich lachen …
So oder so rockt das Pärchen den Film, und vor allem ohne Erika mit ihrer sinnlichen Ausstrahlung wäre dem Reich der Langeweile Tür und Tor geöffnet. Als Soundkulisse hat es vor allem in der ersten Hälfte noch jede Menge treibenden Jazz, der zwar nicht immer passend eingesetzt wird, dafür aber auch die abstrusesten Szenen gnadenlos veredelt. Wenn die Nazirocker den Paule auf dem Schrottplatz überfallen, und dazu ein Soundtrack wie im aktuellsten Blaxploitation abgeht, dann staunt der Zuschauer nur noch ob dieser sinnfreien Zusammenstellung und ihrem überraschend homogenen Ergebnis. Überhaupt ist das alles sichtlich billig und einfach, aber was dann in der Summe herauskommt ist gar nicht so übel wie man meinen mag. Wenngleich beim Zuschauer ein Hang zum Seltsamen vorhanden sein sollte.

Fazit: Sicher alles andere als ein Highlight des Giallo-Genres, aber dafür nicht unvergnügliche anderthalb Stündchen zum Kichern und Staunen mit Paule und Erika. Und ein paar der etwas abgedrehteren Bärte der Filmgeschichte gibt es auch noch …

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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