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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 15.07.2018 17:29 
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LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE
Originaltitel: LAISSEZ BRONZER LES CADAVRES
Belgien / Frankreich 2017
Regie: Hélène Cattet und Bruno Forzani
Darsteller:
Elina Löwensohn,
Stéphane Ferrara,
Bernie Bonvoisin,
Marilyn Jess (!)

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Im Zentrum der Handlung steht eine Künstlerin, die in einer Burgruine auf Korsika ihr Atelier betreibt. Der Plot fokussiert sich dabei auf nur wenige Stunden, die in Zwischenschnitten chronologisch unterteilt werden, wobei es größere Zeitsprünge, aber auch sehr kleine gibt. Die Künstlerin nun gerät in einen Bandenkrieg, denn einer ihrer Liebhaber bietet das Refugium der Künstlerin als Unterschlupf an – mit dem Hintergedanken, die Goldräuber selbst zu betrügen. Die Umstände wollen es, dass zudem aber auch eine Frau zusammen mit ihrem Kind und dem Kindermädchen dort auftauchen, die einen der Liebhaber der Künstlerin zurückhaben will. Und als schließlich zwei Motorradpolizisten das Versteck der Kriminellen auf der Burg ausmachen, kommt es zu einem blutigen Konflikt, der keinerlei Sieger zu kennen scheint…

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Nach den beiden Werken AMER und DER TOD WEINT ROTE TRÄNEN ist man natürlich schon darauf vorbereitet, was einem bei dem jüngsten Film des Regieduos erwartet: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE verliert sich abermals in einem audiovisuellen Rausch, der nicht sosehr seine Geschichte in den Vordergrund rückt. Vielmehr geht es darum, eine Amalgamierung der unterschiedlichsten Genres vorzunehmen. Doch im Gegensatz zu den Vorgängerfilmen ist hier die Hybridisierung des Genrekinos wesentlich erweitert. Die Einflüsse des Giallo-Kinos bestehen weiterhin, sind jedoch nicht mehr so dominant. Bereits der Titel LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE evoziert für mich, dass ein Italo-Western hier vorliegen würde, gleichwohl dann aber die eigentliche Handlung mehr den Gangsterplot eines Krimis bietet. Dennoch finden sich inszenatorische Idiome des Italo-Western in Hülle und Fülle; und geschickt werden diese mit weiteren Genrestilen verknüpft, so dass sich für den Zuschauer ein verdichteter Kino-Mix auf der Netzhaut widerspiegelt. Dahingehend sitzt die Künstlerin in mehreren Szenen im Schaukelstuhl und zieht genüsslich am Zigarillo, wie einst auch Clint Eastwoods Figur daran in den Leone-Western gezogen hat. Überhaupt scheint Eastwoods Charakter aus dem ersten Leone-Film maßgeblich mit der Figur der Künstlerin verknüpft. Denn wie in Leones FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR, so werden auch hier durch die Hauptfigur alle anderen manipuliert, so dass jeder gegen den anderen ausgespielt wird. Möglicherweise wäre auf dieser manipulativen Handlungsebene dann auch der musikalische Einsatz von Morricones Titelstück aus Sollimas FACCIA A FACCIA zu interpretieren: jeder kämpf gegen jeden – Vertrauen gibt es nicht…

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Dieser Vertrauensverlust könnte dann aber auch auf den Zuschauer übergehen. Inwieweit kann dieser den dargebotenen Filmbildern überhaupt trauen, die aufgrund ihres sinnlich suggestiven Erlebens nicht mehr eindeutig codiert sind? Man kann sie nur noch wahrnehmen, ein prä-reflexives Erfahren stellt sich ein, welches jede Einstellung, jede Szene, jede Sequenz – schlussendlich den gesamten Film – uneindeutig macht! Die Handlung, die durchaus Linearität mit ihren Zeitansagen vortäuscht, ist hierbei nur Staffage, nur Kulisse, hinter der sich jedwede Ratio nach und nach negiert. Von daher sind die mehrfach auftauchenden Ameisen und der Mond sicherlich wohl als Referenz auf den Surrealismus Bunuels, besonders auf seinen Erstling UN CHIEN ANDALOU, zu verstehen – dies betrifft indes nicht nur die traumhafte Bildsprache, sondern auch den Impetus, den Instinkten, dem Unterdrücken freie Bahn zu lassen; es geht also in LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE vor allem auch um libidinöse Grenzerweiterung…

Für diese transgressive Erlebnisart des Films muss noch einmal auf seine weibliche Hauptfigur zurückgekommen werden. Interessant ist in dieser Hinsicht, welche Art von Kunst die Künstlerin in ihrem Refugium praktiziert. Immer wieder wird in LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE eine Leinwand ins Bild gesetzt, die beschossen wird, so dass amorphe, pastose Fleckenmuster entstehen, auch wird die Leinwand durchlöchert. Ähnliche Aktionen hatte auch Niki de Saint Phalle vorgenommen, die im Akt der künstlerischen Zerstörung einen Moment der Befreiung gesehen hatte, ein sich-Befreien vom Primat des Bewusstseins – dies ein ästhetisches Töten, welches zugleich als Aufruf an den Betrachter zu verstehen ist, sich dann auch selbst zu befreien, indem er sich als „Ich“ – zusammen mit der Künstlerin – im Zerstörungsakt ihrer „Zielscheibenbilder“ verliert. Doch auch die „lebenden“ Kunstwerke Yves Kleins scheinen in LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE eine wesentliche Rezeptionsanleitung für den Film zu bieten. Lässt die Künstlerin im Film sich doch auch mit goldener Farbe (sicherlich eine handlungsbezogene Referenz auf die Goldbaren, die von der Bande gestohlen wurden) in ein atmendes Kunstwerk verwandeln. Kleins Absicht dahinter war, mit seinen Farben dem erotisch aufgeladenen nackten Frauenkörper seine eindeutige Wertigkeit zu nehmen, so dass die Felder Kunst und Leben – Leben und Kunst – ihre abgeschlossenen Bereiche überwinden, ja, dass das eine ins andere übergeht. Derartige Orgien der Gewalt finden dann auch in LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE statt; der Zuschauer wird so mit ins Geschehen hineinkatapultiert, er verliert sich in den destruktiven Rauschbildern – er bringt somit seine Homogenität als „Ich“ in Gefahr, indem er sein Selbst in dieser Zerstörungslust verliert…

Trailer:
youtu.be Video from : youtu.be


Aus dem Soundtrack:
youtu.be Video from : youtu.be


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 15.07.2018 19:15 
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Howard Vernon wrote:
Bereits der Titel LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE evoziert für mich, dass ein Italo-Western hier vorliegen würde, gleichwohl dann aber die eigentliche Handlung mehr den Gangsterplot eines Krimis bietet. Dennoch finden sich inszenatorische Idiome des Italo-Western in Hülle und Fülle; und geschickt werden diese mit weiteren Genrestilen verknüpft, so dass sich für den Zuschauer ein verdichteter Kino-Mix auf der Netzhaut widerspiegelt. Dahingehend sitzt die Künstlerin in mehreren Szenen im Schaukelstuhl und zieht genüsslich am Zigarillo, wie einst auch Clint Eastwoods Figur daran in den Leone-Western gezogen hat. Überhaupt scheint Eastwoods Charakter aus dem ersten Leone-Film maßgeblich mit der Figur der Künstlerin verknüpft. Denn wie in Leones FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR, so werden auch hier durch die Hauptfigur alle anderen manipuliert, so dass jeder gegen den anderen ausgespielt wird. Möglicherweise wäre auf dieser manipulativen Handlungsebene dann auch der musikalische Einsatz von Morricones Titelstück aus Sollimas FACCIA A FACCIA zu interpretieren: jeder kämpf gegen jeden – Vertrauen gibt es nicht…

Der Einsatz des Morricones Tracks eröffnet aber auch zugleich den von seiner Machart her an FACCIA A FACCIA erinnernden Vorspann, der mir übrigens auch auf Anhieb sehr gut gefallen hat. Meines Erachtens nach zitiert der Film darüber hinaus auch noch eine sehr delikate Szene aus Andrea Bianchis DIE RACHE DES PATEN, wobei aber im vorliegenden Fall ein Rollentausch unter den beiden Geschlechtern vorgenommen wurde.

Am passendsten wird die Gesamtsituation aber durch die Filmmusik des Abspanns auf den Punkt gebracht, denn brennender Schweiß, brodelnde Hitze, hellblauer Himmel, staubtrockener Wüstensand, gewissenlose Schweinehunde, tödliche Bleigewitter und ein hochpsychedelischer Bilderrausch sind auch genau die Zutaten für ein dreifaches 'Willkommen in der Hölle' 8-)

Und die trockene Bemerkung ("zu symmetrisch") zu Beginn des Films (Schießübungen), habe ich einfach mal als eine gesunde Portion Selbstironie gedeutet, da diese meines Erachtens auf den systematisch (vor-)einstudierten Inszenierungsstil des filmschaffenden Duos abzielen soll.




Nachdem ich mich diesem visuellen Glanzstück bereits gestern Abend voll und ganz hingab, folgte heute Nachmittag die zweite Runde, denn der hypnotische Bilderrausch von Hélène Cattet und Bruno Forzani hinterlässt im Nachhinein nicht nur ein lang anhaltendes Glücksgefühl, sondern macht auch noch hochgradig süchtig.

Dennoch empfand ich das Ganze als ein nicht gerade einfaches Unterfangen (was bei einem Cattet und Forzani-Film aber auch von vorne herein klar sein sollte), denn so hypnotisch die fantastische Bildsprache des auf 16 mm Material gedrehten Films auch ist, den Überblick verliert man stellenweise recht leicht. Aber trotz der inszenierungsbedingten Verwirrungen überwiegt die Faszination an dem gezeigten Bilderrausch, der, soweit man es zulässt, einen nicht nur unaufhaltsam in seinen Sog ziehen kann, sondern im Nachhinein auch noch mächtig lange nachwirkt.

:dh:


Titelmelodie:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 15.07.2018 20:09 
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@Richie Pistilli,

wirklich ein ganz feines Filmexperiment, das hier geboten wird; ich hatte den Film auch gestern zum ersten Mal geschaut und die Bildeindrücke hallen - zusammen mit der grandiosen Musikauswahl - bis jetzt nach... während des Sehens kommt man ja überhaupt nicht mehr nach, will man die ganzen Filmreferenzen auch nur ansatzweise einordnen... Deine Bezüge kann ich allesamt nachvollziehen; und wie Du sagt: leicht macht es der Film seinem Zuschauer wirklich nicht: durch das stilistische Reduzieren ist vom klassischen Erzähl-Kino hier nicht mehr viel übriggeblieben; dennoch: ein zerstörender Sinnes-Rausch, der meiner Meinung nach die beiden Vorgänger deutlich übertrifft (obwohl ich die auch sehr mag)...

dann noch einmal den genialen "Matalo!"-Track, der den Abspann von LEICHEN bildet und wirklich gut das Orgiastische des Films musikalisch verkörpert:

youtu.be Video from : youtu.be


PS: ich hätte mich diesmal nicht beschwert, wenn Koch ein MB veröffentlicht hätte - mit Soundtrack wie bei THE-NEON-DEMON...


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 15.07.2018 21:06 
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Richie Pistilli wrote:
[...]Meines Erachtens nach zitiert der Film darüber hinaus auch noch eine sehr delikate Szene aus Andrea Bianchis DIE RACHE DES PATEN, wobei aber im vorliegenden Fall ein Rollentausch unter den beiden Geschlechtern vorgenommen wurde.[...]

Ja, das dürfte eindeutig sein.
Der PATE kam mir auch gleich in den Sinn.


Dieses Stück fand ich auch sehr gut eingesetzt:

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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 16.07.2018 10:10 
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AMER hatte mir vor Jahren echt nicht gefallen aber mittlerweile bin ich wohl so weit einen neuen Versuch mit LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE zu wagen.


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 16.07.2018 13:59 
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Habe ich mir das eingebildet oder sind hier tatsächlich CGI-Effekte zum Einsatz gekommen? Z.b. bei der Überfallszene scheint mir jeder Blutspritzer computergeneriert zu sein. Das finde ich schon etwas enttäuschend, vor allem weil die Regisseure darauf bestehen, auf analogem Material zu drehen. Die Effekte waren gar nicht mal so aufwendig, dass das unbedingt nötig gewesen wäre. Es ist wahrscheinlich albern, aber das hat mich direkt am Anfang schon so geärgert, dass der Gesamteindruck des Films für mich etwas abgerutscht ist.


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 16.07.2018 14:21 
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Ryan wrote:
AMER hatte mir vor Jahren echt nicht gefallen

AMER habe ich irgendwann einmal auf arte gesehen, mit dem ging es mir genauso wie dir.
Deswegen habe ich mir auch DER TOD WEINT ROTE TRÄNEN gar nicht mehr angeschaut, aber LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE schaut in der Mischung aus IW-Hommage und Neo-Noir gar nicht so schlecht aus.
Könnte was für mich sein, mal schauen, wann ich dazukomme, mir den zu besorgen...


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 16.07.2018 16:40 
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CDexWard wrote:
Habe ich mir das eingebildet oder sind hier tatsächlich CGI-Effekte zum Einsatz gekommen? Z.b. bei der Überfallszene scheint mir jeder Blutspritzer computergeneriert zu sein. Das finde ich schon etwas enttäuschend, vor allem weil die Regisseure darauf bestehen, auf analogem Material zu drehen. Die Effekte waren gar nicht mal so aufwendig, dass das unbedingt nötig gewesen wäre. Es ist wahrscheinlich albern, aber das hat mich direkt am Anfang schon so geärgert, dass der Gesamteindruck des Films für mich etwas abgerutscht ist.

Film habe ich leider noch nicht gesehen, aber der von dir angesprochene Aspekt ist echt zum Kotzen im zeitgenössischen Action-Kino!
Da hätte ich von Cattet/Forzani wirklich Handgemachtes erwartet.

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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 16.07.2018 17:31 
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Die besagte Szene zeigt einen Mundschuss, einen Kopfschuss und eine ordentliche Menge Blut, die von innen an eine Fahrzeugscheibe klatscht. Wäre jetzt aber nicht auf die Idee gekommen, dass es sich bei dem gezeigten Blut um cgi-animiertes handelt. Ok, der blutige Scheibenklatscheffekt könnte technisch ein wenig bearbeitet sein, aber die ersten beiden Treffer, bei denen das Blut dickflüssig aus den Körperteilen fließt, ist meines Erachtens gut gemacht. Und sollte der Klatscheffekt tatsächlich digital animiert sein, dann hat er mich zumindest in dieser Form nicht gestört... (Hätte sehr gerne ein paar Schreenshots dieser drei besagten Szenen angefertigt, aber leider fehlt meinem PC immer noch ein entsprechendes BD-Laufwerk...)

Mal gespannt, was die Profis zu dieser Szene sagen... :unknown:


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 16.07.2018 17:42 
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Sbirro Di Ferro wrote:
Ryan wrote:
AMER hatte mir vor Jahren echt nicht gefallen

AMER habe ich irgendwann einmal auf arte gesehen, mit dem ging es mir genauso wie dir.
Deswegen habe ich mir auch DER TOD WEINT ROTE TRÄNEN gar nicht mehr angeschaut, aber LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE schaut in der Mischung aus IW-Hommage und Neo-Noir gar nicht so schlecht aus.
Könnte was für mich sein, mal schauen, wann ich dazukomme, mir den zu besorgen...


DER TOD WEINT ROTE TRÄNEN hat mir damals nicht gefallen. Klar, die Bilder waren schon berauschend, aber irgendwann hat sich der Film zu sehr in sich wiederholenden Videoklip-artigen Nahaufnahmen etc. ergangen. So habe ich das jedenfalls in Erinnerung.

Dieser Film hier scheint mir aber interessant zu sein - ist ein Leih-Kandidat.


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 16.07.2018 18:58 
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Sorry falls ich es überlesen habe: WIrd in dem Film auch bisschen gesprochen oder ist es wie in AMer?


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 16.07.2018 23:16 
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Jimmy Stewart wrote:

Dieser Film hier scheint mir aber interessant zu sein - ist ein Leih-Kandidat.


Ich leih ihn mal aus, falls es den über Amazon gibt.


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 17.07.2018 08:42 
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Ja, gibt es!


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 17.07.2018 16:53 
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eldondo wrote:
Sorry falls ich es überlesen habe: WIrd in dem Film auch bisschen gesprochen oder ist es wie in AMer?


Hier haben eiinige den FIlm gesehen und keienr kann ne ANtwort geben?


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 17.07.2018 17:42 
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Ja, es wird gesprochen.


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 17.07.2018 18:05 
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Es wird für Cattet/Forzani-Verhältnisse sogar relativ viel gesprochen (gibt auch ne dt. Synchro, empfehle natürlich trotzdem die OmU-Fassung).
Gestern gesehen, mochte AMER sehr, stand THE STRANGE BODY OF ... allerdings eher kritisch gegenüber.
Und jetzt das. Ihr absolutes Masterpiece, ich war völlig gefesselt. Eine Affenschande, dass gerade dieser Film NICHT ins Kino kommt ....

In Kombination mit dem guten Booklet (ein eher verschwurbelter Eso-Text von Sabrina Mikolajeski und ein seeehr langer, sehr guter Text von Christoph Huber
vom Österreichischen Filmmuseum, der u. a. auch die literarische Vorlage von Jean-Patrick Manchette und dessen Bedeutung hervorhebt.
Trägt nicht unerheblich zum Verständnis des Filmes bei finde ich. Hat mich sogar so begeistert, dass ich das Buch gestern noch bestellt habe
(gibts für schnlappe 10€ noch Im Buchhandel in der Serie Noire).

Obwohl ich schon lange grosser (Neo-)Polar Fan bin, war mir bis dato echt nicht bewusst, dass eben dieser J.P. Manchette z. B. für einige meiner
Lieblingsfilme (DER POLIZEIKRIEG, WESPENNEST, NADA, DIE ENTFESSELTEN, ZUM FREIWILD ERKLÄRT, COMPUTER MORDEN LEISE etc.)
verantwortlich zeichnet. Wieder was gelernt. :D

Ich kann die ganzen schlechten Reviews bei "Komm & Sieh" usw echt nicht nachvollziehen, die dem Film eine "fehlende Handlung" unterstellen wollen.
Anstrengend und fordernd ist er, ganz klar. Zum nebenbei schauen natürlich absolut nicht geeignet, aber ein "l'art pour l'art" Film ist er
deswegen in keinster Weise. Eigentlich eine Frechheit, den Film lapidar mit "all style, no substance" abzutun.
Da macht man es sich schon ein wenig einfach und es zeugt eher vom eigenen Unvermögen, sich auf diesen völlig einzigartigen Trip einzulassen.


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 17.07.2018 18:54 
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ErnestoGastaldi wrote:
Ich kann die ganzen schlechten Reviews bei "Komm & Sieh" usw echt nicht nachvollziehen, die dem Film eine "fehlende Handlung" unterstellen wollen.
Anstrengend und fordernd ist er, ganz klar. Zum nebenbei schauen natürlich absolut nicht geeignet, aber ein "l'art pour l'art" Film ist er deswegen in keinster Weise. Eigentlich eine Frechheit, den Film lapidar mit "all style, no substance" abzutun.

Das geht mir übrigens genauso, zumal auch oftmals kritisiert wird, dass Hélène Cattet und Bruno Forzani mit 'LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE' im Vergleich zu ihren beiden Vorgänger einen Rückschritt gemacht hätten, was ich übrigens auch in keinster Weise nachvollziehen kann. Fand AMER und TOD auf ihre Art und Weise auch sehr beeindruckend, aber die LEICHEN schlugen bei mir doch um einiges heftiger ein. Daher fand ich den Genrewechsel nicht nur recht erfrischend, sondern auch durchwegs gelungen!

ErnestoGastaldi wrote:
In Kombination mit dem guten Booklet (ein eher verschwurbelter Eso-Text von Sabrina Mikolajeski und ein seeehr langer, sehr guter Text von Christoph Huber vom Österreichischen Filmmuseum, der u. a. auch die literarische Vorlage von Jean-Patrick Manchette und dessen Bedeutung hervorhebt. Trägt nicht unerheblich zum Verständnis des Filmes bei finde ich

Die beiden Booklettexte sind wahrlich sehr gut geworden, denn nachdem ich mir diese gestern Abend durchgelesen hatte, verspürte ich gleich schon wieder Lust auf den Film :)

ErnestoGastaldi wrote:
Eine Affenschande, dass gerade dieser Film NICHT ins Kino kommt ....

Einfach nur unfassbar! :x :x



Übrigens: Nach Tag drei meiner Filmpremiere bin ich kopfmäßig immer noch völlig geflasht, denn die phänomenalen Bilder wollen irgendwie nicht mehr vor dem inneren Auge verschwinden (bin ich vielleicht schon beim ersten Mal auf dem Film hängengeblieben) :jc_hmmm:


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 18.07.2018 16:53 
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ErnestoGastaldi wrote:
Hat mich sogar so begeistert, dass ich das Buch gestern noch bestellt habe
(gibts für schnlappe 10€ noch Im Buchhandel in der Serie Noire).


Aber beeilt euch bitte! Es handelt sich nur noch um Restbestände, das Buch ist über den Buchhandel NICHT mehr zu bestellen! Habe es dann über die Amazonen geordert, die hatten noch drei Exemplare!


ErnestoGastaldi wrote:
Obwohl ich schon lange grosser (Neo-)Polar Fan bin, war mir bis dato echt nicht bewusst, dass eben dieser J.P. Manchette z. B. für einige meiner
Lieblingsfilme (DER POLIZEIKRIEG, WESPENNEST, NADA, DIE ENTFESSELTEN, ZUM FREIWILD ERKLÄRT, COMPUTER MORDEN LEISE etc.)
verantwortlich zeichnet. Wieder was gelernt. :D


NADA und ZUM FREIWILD ERKLÄRT will ich schon immer mal schauen, die gibt's aber nirgends!!! Kann man die evtl. in der ECC bringen? Oder erbarmt sich jemand, diese Filme zu veröffentlichen? Biittteeee!!! :schilder_hschild:
PS: Die anderen Titel kenne ich auch nicht. Würde ich aber auch blind kaufen. Sind sie gut? (PS: Die Entfesselten habe ich, den gibt es! Gibt es von DER POLIZEIKRIEG, WESPENNEST, COMPUTER... brauchbare veröffentlichungen (nicht aus Übersee wegen code)???

PS: Den ersten Text des Booklets fand ich sehr verschwurbelt und seeehr esoterisch. Der zweite Text gefiel mir dafür umso besser!

PS: Die Traumsequenzen sind toll inszeniert, wenn das Weib über den bis zum Kopf in der Erde steckenden Typ tritt, die Beine spreizt und ihn anpinkelt und ihr Pipi sich dann in flüssiges Gold verwandelt und der Typ im Dreck sich danach sehnt, ergötzt. Die Figuren verschmelzen mit dem Gold. Sehr symbolisch, aber ich mag das. Wie einer schon weiter oben schrieb: Ich dachte auch gleich an Bunuels erste Filme, vor allem natürlich "L'age d'or", wobei wir ja wieder beim Thema Gold angekommen wären. Nicht nur die kribbelnden Ameisen erinnern an ihn, auch der durchschnittene Mond kommt vor. Trotzdem: Der Film ist trotz vorkommender Handlung ein Bilderrausch, ein Zitieren, man muss sich gleiten lassen. Die Handlung erschließt sich erst NACH den gezeigten Szenen, nicht während der Szenen! Darauf sollte sich der Zuschauer einstellen. Wer mit avantgardistischen Werken seine Probleme hat, der sollte diesen Film meiden.

Mir ging es aber ebenfalls wie Howard und Richie, ich musste mir den Film auch gleich noch einmal geben, so beeindruckend sind die Szenen. Der Film macht Spaß!


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 18.07.2018 17:15 
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dr.freudenstein wrote:
PS: Die Traumsequenzen sind toll inszeniert, wenn das Weib über den bis zum Kopf in der Erde steckenden Typ tritt, die Beine spreizt und ihn anpinkelt und ihr Pipi sich dann in flüssiges Gold verwandelt und der Typ im Dreck sich danach sehnt, ergötzt. Die Figuren verschmelzen mit dem Gold. Sehr symbolisch, aber ich mag das. Wie einer schon weiter oben schrieb: Ich dachte auch gleich an Bunuels erste Filme, vor allem natürlich "L'age d'or", wobei wir ja wieder beim Thema Gold angekommen wären.


Mir kam bei diesen Traumsequenzen fast jedes Mal die 'jodorowskyschen' Bildwelten in den Sinn...
Und die von ErnestoGastaldi aufgezählten Filme aus Frankreich sind allesamt durch die Bank hinweg aller erste Sahne :dh:


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 18.07.2018 17:48 
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Richie Pistilli wrote:
Mir kam bei diesen Traumsequenzen fast jedes Mal die 'jodorowskyschen' Bildwelten in den Sinn...

Ohoooo...
Na wenn du schon von jodorowskyschen Bilderwelten sprichst, dann, denke ich, könnte der tatsächlich was für mich sein.
Bin ja bekennender Jodorowsky-Fan und das in Verbindung mit der IW-Hommage, die der Film ja anscheinend teilweise auch ist und dem "noirigen" Plot, fände ich schon sehr reizvoll.


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 28.01.2020 21:16 
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Da ich den Film heute erstmalig und zudem im Originalton geschaut (also auch gehört) habe, fiel mir doch eine Stimme sofort auf und in Verbindung mit dem markanten Schädel inklusive markanter Nase konnte es tatsächlich nur der Sänger der Ausnahme HM-Band Trust sein.

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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 28.01.2020 21:32 
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sid.vicious wrote:
Da ich den Film heute erstmalig und zudem im Originalton geschaut (also auch gehört) habe, fiel mir doch eine Stimme sofort auf und in Verbindung mit dem markanten Schädel inklusive markanter Nase konnte es tatsächlich nur der Sänger der Ausnahme HM-Band Trust sein.

Ich schätze mal, dass TRUST ihren Bekanntheitsgrad außerhalb ihrer Landesgrenze ein wenig ANTHRAX zu verdanken haben, obwohl die Franzosen letztendlich Antisocial erfanden.

Apropos 'erfanden' - Wie fandest Du eigentlich den Film? Weggeflasht?


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 28.01.2020 22:25 
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In der Metalszene hatten Trust eigentlich über Jahrzehnte einen guten Ruf und Bekanntheitsgrad. Die Popularität steigerte sich durch ihren Maiden-Support in der ersten Hälfte er 1980er. Da hatte ich allerings schon ihre bis dato erhältlichen Alben, da ich emsiger Musik Express (bezeichneten Trust als The Jam des Metals) Leser war.

Der Film ist überraschend zugänglich und kann über die Grenzen der eingefleischten Genrefans, die jede Bildkomposition fleißig mitzitieren, hinausgreifen. Otto Nomalverbraucher wird trotzdem arge Probleme bekommen, aber für solche Leute wurde der Film freilich nicht inszeniert. Die Musik wurde mit gutem Gespür ausgewählt, der Abschlusssong haut - wie eh und je - am meisten rein. Unter dem Strich ein guter Trip, dessen Marschroute mir mehr zusagt als die von AMER.

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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
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TRUST waren den europäischen HM-Fans schon ein Begriff, als eine Kombo wie Anthrax noch Jahre vor der Veröffentlichung ihrer ersten LP war. Ende der 70er/anfangs der 80er Jahre dürften TRUST die grösste Rockband Frankreichs gewesen sein, die Jungs konnten ihre Scheiben damals in Millionenhöhe (!) absetzen und waren auch im europäischen Ausland ziemlich bekannt (Accept, Scorpions, Krokus und Trust lautete in jenen Jahren in aller Regel die Antwort auf die Frage nach den erfolgreichsten Hardrock/Heavy Metal-Bands vom europäischen Festland). Bernie Bonvoisin, Sänger der Band (auch ich war freudig überrascht, diesen Charakterkopf in "Leichen unter brennender Sonne" unter den Schauspielern auszumachen ), war übrigens ein guter Freund von Bon Scott! Als TRUST im Februar 1980 in London ihr neues Album Repression aufnahmen, half Bon seinem Kumpel Bernie bei den englischsprachigen Versionen ihrer Songs (da sie international durchstarten wollten, veröffentlichten TRUST das Album nicht nur wie gewohnt in französischer, sondern eben auch in englischer Sprache). TRUST hatten auf ihrem Debüt den AC/DC-Klassiker "Ride On" gecovert, nachdem sie im Herbst 1978 in Paris im Vorprogramm der Aussies gespielt und sich dabei angefreundet hatten. Wenige Tage war Bon Scott tot, aber das ist eine andere Geschichte. Nicht unerwähnt bleiben darf die Tatsache, dass der langjährige IRON MAIDEN-Drummer Nicko McBrain anfangs der 80er bei TRUST spielte. Mich flasht der TRUST-Sound, eine angepunkte Mischung aus AC/DC-lastigem Boogie/Hard-Rock und NWOBHM-Einflüssen, immer noch total. Es spricht für sich, dass es sich beim ewigen Klassiker "Antisocial" um den mit Abstand besten Song handelt, den die stets überbewerten, jedem Trend hinterherhechelnden Anthrax jemals auf einem Album veröffentlichten (obwohl um Längen schlechter als die Original-Version von TRUST).......


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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 29.01.2020 10:03 
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Wenn ich das richtig reflektiere, dann konnte Bon Scott aufgrund seines Ablebens nicht mehr beim Übersetzen der Lyrics helfen, sodass schlussendlich Jimmy Pursey (Sham 69) eingesprungen ist.

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 Post subject: Re: LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE - Hélène Cattet und Bruno Forzani
PostPosted: 29.01.2020 18:31 
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swampula wrote:
Es spricht für sich, dass es sich beim ewigen Klassiker "Antisocial" um den mit Abstand besten Song handelt, den die stets überbewerten, jedem Trend hinterherhechelnden Anthrax jemals auf einem Album veröffentlichten (obwohl um Längen schlechter als die Original-Version von TRUST).......

So etwas ist wie immer Ansichtssache, denn bei mir rangiert 'Antisocial' eher im unteren Mittelfeld der alten ANTHRAX Songs.

sid.vicious wrote:
Der Film ist überraschend zugänglich und kann über die Grenzen der eingefleischten Genrefans, die jede Bildkomposition fleißig mitzitieren, hinausgreifen. Otto Nomalverbraucher wird trotzdem arge Probleme bekommen, aber für solche Leute wurde der Film freilich nicht inszeniert. Die Musik wurde mit gutem Gespür ausgewählt, der Abschlusssong haut - wie eh und je - am meisten rein. Unter dem Strich ein guter Trip, dessen Marschroute mir mehr zusagt als die von AMER.

Es freut mich zu lesen, dass Dich dieses filmische Glanzstück ebenfalls begeistern konnte.


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