Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 05.02.2020 19:08 
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Ich habe von Cesare Canevari bislang "Io, Emmanuelle", "Willkommen in der Hölle" und "Black Magic" gesehen; diese drei Filme finde ich vor allem optisch ungemein interessant. Dass seine erste Regie-Arbeit so schlecht ausgefallen sein soll, kann man deshalb kaum glauben; denn dann hätte Canevari sich sein Können - das wohl unbestritten vorliegt - erst nach "Blutige Rache..." erarbeitet... ich werde es für mich nicht beurteilen können, denn...

...solch eine Veröffentlichung:

Chinchilla wrote:
Das hier...

Image

...ist übrigens wie zu erwarten gewesen war ein Rip der Kabel-1-Ausstrahlung, oben (und unten) beschnitten um das Senderlogo verschwinden zu lassen. Great job, Great Movies!


...kann man natürlich nicht unterstüzen...

ach, habe gerade einmal bei imdb nachgeschaut: DoP C. Richardson - wenn es kein Pseudonym ist - hat nur diesen einen Film mit der Kamera begleitet; das macht natürlich schon nachdenklich und spricht nicht gerade für die visuelle Qualität des Films...


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 08:43 
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@Howard Vernon:
Der Film läuft ja schon mal auf Kabel 1 Classics und entsprechende Aufzeichnungen zirkulieren...


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 14:08 
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Howard Vernon wrote:
. . . ach, habe gerade einmal bei imdb nachgeschaut: DoP C. Richardson - wenn es kein Pseudonym ist - hat nur diesen einen Film mit der Kamera begleitet; das macht natürlich schon nachdenklich und spricht nicht gerade für die visuelle Qualität des Films...


Ich vermute fast, dass Canevari höchstselbst hinter diesem Pseudomym steckt. Der Film scheint ja so etwas wie sein 'Baby' zu sein: das Drehbuch stammt von ihm und er spielt auch selbst eine Rolle und wie hier jemend schrieb, war er auch an der Produktion beteiligt, also . . .


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 15:35 
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Jimmy Stewart wrote:
Ich vermute fast, dass Canevari höchstselbst hinter diesem Pseudomym steckt. Der Film scheint ja so etwas wie sein 'Baby' zu sein: das Drehbuch stammt von ihm und er spielt auch selbst eine Rolle und wie hier jemend schrieb, war er auch an der Produktion beteiligt, also . . .


Möglicherweise stammt die Kamera ja wirklich von Canevari (neben Drehbuch etc.)... vielleicht war er - bei seinem ersten Film - einfach zu überambitioniert; oder vielleicht waren die finanziellen Mittel des Films dann doch zu gering, so dass Canevari seine "Vision" einfach nicht umsetzen konnte - jedenfalls wundert es mich schon, dass BLUTIGE RACHE... durchgängig hier im Forum so schlecht bewertet wird - eben auch wegen der Inszenierung, was ja das "Markenzeichen" dieses Regisseurs eigentlich wäre - denn dass Canevari Western stilistisch gestalten konnte, können wir ja bei "Willkommen in der Hölle" eindrücklich sehen...


@Grinder

den Film möchte ich schon sehen; muss dann mal die Augen offenhalten, ob der im TV wieder einmal laufen wird - am liebsten wäre mir natürlich eine schöne Blu-Ray-Veröffentlichung von Koch :D ;) - mit viel Bonusmaterial etc. ...


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 18:19 
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Howard Vernon wrote:

Möglicherweise stammt die Kamera ja wirklich von Canevari (neben Drehbuch etc.)... vielleicht war er - bei seinem ersten Film - einfach zu überambitioniert; oder vielleicht waren die finanziellen Mittel des Films dann doch zu gering, so dass Canevari seine "Vision" einfach nicht umsetzen konnte - jedenfalls wundert es mich schon, dass BLUTIGE RACHE... durchgängig hier im Forum so schlecht bewertet wird - eben auch wegen der Inszenierung, was ja das "Markenzeichen" dieses Regisseurs eigentlich wäre - denn dass Canevari Western stilistisch gestalten konnte, können wir ja bei "Willkommen in der Hölle" eindrücklich sehen...



Du kannst das ruhig glauben, ich war auch überrascht wie traurig schlecht der war. Es ist nicht die allergeringste Ähnlichkeit mit Matalo! zu entdecken. 0/10 trifft es perfekt.


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 18:49 
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Stanton wrote:

Es ist nicht die allergeringste Ähnlichkeit mit Matalo! zu entdecken. 0/10 trifft es perfekt.


Ehrlich gesagt, hatte "Matalo!" bei mir erst beim zweiten Ansehen "gezündet" - jahrelang habe ich über den Film nur gelesen, und da war - durch die Legendenbildung - die Erwartungshaltung natürlich recht groß... bei Canevari erwarte ich eigentlich immer das Unvorhersehbare, bizarre Einfälle, die sich in einer verrückten Inszenierung zeigen... ist denn BLUTIGE RACHE... konventionell schlecht - wenn man das so formulieren möchte - oder kann man auch hier schon diesen Hang zum "Verrückten" heraussehen, auch wenn der Film letztlich total misslungen ist?... dieses "Verrückte" - manche würden dann wohl eher sagen: die schlechte Inszenierung - wäre es dann auch, warum ich solche Italo-Western von Fidani etc. ebenso mag, weil sie mich gerade deshalb gut unterhalten...


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 18:50 
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Bisher konnte Canevari mich immer überzeugen. Das hört sich hier allerdings weniger danach an. :o

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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 18:59 
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Stanton wrote:
Howard Vernon wrote:

Möglicherweise stammt die Kamera ja wirklich von Canevari (neben Drehbuch etc.)... vielleicht war er - bei seinem ersten Film - einfach zu überambitioniert; oder vielleicht waren die finanziellen Mittel des Films dann doch zu gering, so dass Canevari seine "Vision" einfach nicht umsetzen konnte - jedenfalls wundert es mich schon, dass BLUTIGE RACHE... durchgängig hier im Forum so schlecht bewertet wird - eben auch wegen der Inszenierung, was ja das "Markenzeichen" dieses Regisseurs eigentlich wäre - denn dass Canevari Western stilistisch gestalten konnte, können wir ja bei "Willkommen in der Hölle" eindrücklich sehen...



Du kannst das ruhig glauben, ich war auch überrascht wie traurig schlecht der war. Es ist nicht die allergeringste Ähnlichkeit mit Matalo! zu entdecken. 0/10 trifft es perfekt.


Matalo sind doch schon 0/10 8-)

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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 19:08 
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Anti-Hero wrote:

Matalo sind doch schon 0/10 8-)


Genau das meine ich: Canevari polarisiert total mit seinen Einfällen - wer lieber einen handlungsorientierten Western sehen möchte, den stört sicherlich das visuell Übertriebene - das ständige Deutlichmachen, dass hier alles Inszenierung ist - an Canevaris Regie;

bei MATALO! gibt es einerseits das extreme Lob in Kesslers Italo-Western-Buch (das sich bei mir schon so verblättert hat, dass die Seiten einzeln auseinandergefallen sind) - und die eher "nüchterne" Kritik im Bruckner-Werk...


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 19:30 
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@Howard:
Les mal meine Kritik ein paar posts vorher. Da habe ich die "verrückten" Sachen aufgelistet.


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 19:52 
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Der Kessler z. B. findet den Film, wie in Willkommen in der Hölle zu lesen ist, gar nicht mal so unterirdisch. :)


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 20:18 
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Grinder wrote:
@Howard:
Les mal meine Kritik ein paar posts vorher. Da habe ich die "verrückten" Sachen aufgelistet.


Danke für Deinen Hinweis, Grinder,

unter Deiner Charakterisierung des Films kann ich mir jetzt gut etwas vorstellen - top!!!...

solche Sachen wie zum Beispiel:

"- Um die Banditen abzulenken, prügeln sich zwei Damen vor dem Saloon. Die Szene dauert gute 2-3 Minuten und ist unterlegt von zeitgenössischer Beat Musik. Das in einem 1964er Western!
- Das Finale findet zum Teil auf einer alten Ski- Sprungschanze statt. Warum diese da steht, warum man dort hochklettert...vollkommen egal. Es passiert einfach."

...lässt mich zumindest erahnen, dass hier wohl sicherlich kein guter Western vorliegt, sondern die Handschrift des Regisseurs - auch hier schon - deutlich zu erkennen wäre - ich bin mir sicher, dass Canevari an einem Western-Dreh überhaupt kein großes Interesse hatte, sondern einfach einen Film drehen wollte - das Westernangebot war dann eine Möglichkeit; die Produzenten werden sich anschließend wohl geärgert haben, als sie das Ergebnis sahen :o ...





BLUTIGE RACHE als "dopple bill" zusammen mit BANG BANG KID von Luciano Sacripanti ;) ...


Last edited by Howard Vernon on 07.02.2020 20:26, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 20:25 
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Howard Vernon wrote:

Genau das meine ich: Canevari polarisiert total mit seinen Einfällen - wer lieber einen handlungsorientierten Western sehen möchte, den stört sicherlich das visuell Übertriebene - das ständige Deutlichmachen, dass hier alles Inszenierung ist - an Canevaris Regie;



Also der hier ist einfach nur sehr naiv und vollkommen amateurhaft in jeder Hinsicht. Und sehr sehr langweilig, eine Art früher Crea Western.

Allerdings füge ich an, daß ich den ein oder anderen todlangweiligen Fidani auch mit 0/10 bewerte.


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 20:44 
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Stanton wrote:
Howard Vernon wrote:

Genau das meine ich: Canevari polarisiert total mit seinen Einfällen - wer lieber einen handlungsorientierten Western sehen möchte, den stört sicherlich das visuell Übertriebene - das ständige Deutlichmachen, dass hier alles Inszenierung ist - an Canevaris Regie;



Also der hier ist einfach nur sehr naiv und vollkommen amateurhaft in jeder Hinsicht. Und sehr sehr langweilig, eine Art früher Crea Western.

Allerdings füge ich an, daß ich den ein oder anderen todlangweiligen Fidani auch mit 0/10 bewerte.


Stanton, ich glaube Dir natürlich, dass der Film amateurhaft etc. ist, aber solche Sachen wie: einen Western an einer Sprungschanze zu drehen - noch dazu beim Finale - ...wie bewertest Du das? Bewunderst Du solch einen "Mut" oder findest Du sowas einfach nur langweilig - und filmzerstörend (die Illusion ist damit ja - bewusst vom Regisseur? - geborchen)...

andererseits finde ich es wirklich klasse, dass wir jetzt über diesen Film diskutieren können, sei es, will er so schlecht gemacht ist, sei es, "Grund x" - das zeigt doch zumindest, dass hier ein Werk vorliegt, welches nicht richtig deutbar ist - und welches man nicht klar einordnen kann (wie so viele andere Filme)... die eine Seite sieht nur das Missglückte - die andere sieht zumindest ein paar Details, die durchaus überraschen...


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 07.02.2020 22:20 
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Hi hi, an die Sprungchance kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, tatsächlich kann ich mich an gar nichts konkretes mehr erinnern, lediglich an den Eindruck eines komplett miserablen Films, und wie überrascht ich war.
Das mit der Sprungchance, ich schätze mal daß ich das genau so hoffnungslos fand wie alles sonst auch, aber ich denke ohne den Film noch mal zu schauen, kann ich dir nichts dazu sagen. Generell habe ich keine Probleme mit verrückten Ideen, auch nicht mit Stilbrüchen, es kommt halt immer darauf an, wie es dann in dem jeweiligen Film gemacht wird.


Matalo! finde ich übrigens in Teilen exzellent.


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 Post subject: Re: BLUTIGE RACHE IN TUCSON - Cesare Canevari
PostPosted: 08.02.2020 15:15 
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Stanton wrote:


Matalo! finde ich übrigens in Teilen exzellent.


Absolute Zustimmung!!!...


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