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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE - Duffell, Hayers, Gatward u.a.
PostPosted: 22.02.2016 02:00 
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Ja da werden kindheitserinnerungen wach, habe mir die dvdbox direckt
nach erscheinen besorgt,es gibt serien aus der kindheit die muss man einfach haben :)


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE - Duffell, Hayers, Gatward u.a.
PostPosted: 22.02.2016 02:19 
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Das ging mir genauso. Ich hatte mich bei Erscheinen der Serie riesig gefreut, zumal ich eini paar Folgen zuvor noch nie gesehen hatte.
"Fünf Freunde" halte ich für eine der schönsten und handwerklich besten Kinderserien und es sind zahlreiche Erinnerungen damit verbunden.
Schaust du dir auch heute noch hin und wieder ein paar Folgen an? Bei mir kommt das noch ziemlich häufig vor, so wie heute. 8-)


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE - Duffell, Hayers, Gatward u.a.
PostPosted: 22.02.2016 10:15 
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Prisma wrote:
Das ging mir genauso. Ich hatte mich bei Erscheinen der Serie riesig gefreut, zumal ich eini paar Folgen zuvor noch nie gesehen hatte.
"Fünf Freunde" halte ich für eine der schönsten und handwerklich besten Kinderserien und es sind zahlreiche Erinnerungen damit verbunden.
Schaust du dir auch heute noch hin und wieder ein paar Folgen an? Bei mir kommt das noch ziemlich häufig vor, so wie heute. 8-)



Da gebe ich Dir vollkommen recht, na klar kommen die ab und zu in den player :)


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE - Duffell, Hayers, Gatward u.a.
PostPosted: 22.02.2016 11:14 
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Easternfan wrote:
Da gebe ich Dir vollkommen recht, na klar kommen die ab und zu in den player

Cool! Welche Folgen gefallen dir denn am besten? Ich habe da so meine Spezies dich ich am häufigsten sehe.


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE - Duffell, Hayers, Gatward u.a.
PostPosted: 22.02.2016 11:56 
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So auf die schnelle fallen mir da schmugglerjagd,neue abenteuer ein weil
Ich die damals auch auf schallplatte hatte :). Sind aber noch andere gute zauberer wu im zeltlager usw.
habe nur die titel alle nicht so im kopf sorry :(.
Werde mir die tage nochmal ansehn :)


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE - Duffell, Hayers, Gatward u.a.
PostPosted: 22.02.2016 16:25 
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Ich habe immer gerne die Kassetten gehört, auch heute noch. :D
Schallplatten hatte ich davon gar keine. Da waren aber auch die Originalsprecher drauf, oder?

Meine Lieblingsfolgen waren seit jeher:

"...im Nebel"
"...im Zeltlager"
"...im alten Turm"
"...und das Burgverlies"
"...wittern ein Geheimnis"


Gestern hat mir auch noch "...auf geheimnisvoller Spur" gefallen, die Folge fand ich sonst nicht ganz so gut.
Das wechselt aber häufig ab, daher sehe ich mir nur noch die Folgen an, auf die ich gerade Lust habe. Chronologisch funktioniert da nicht so besonders bei mir.
Aber es ist wie es ist. Selbst die empfunden schwächeren Folgen sind auch enorm unterhaltsam, die Serie ist und bleibt einfach super!


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE - Duffell, Hayers, Gatward u.a.
PostPosted: 19.06.2016 20:34 
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● Folge 18: FÜNF FREUNDE UND DER ZAUBERER WU (2) / FIVE ARE TOGETHER AGAIN (2) (1978)
mit Marcus Harris, Gary Russell, Jennifer Thanisch, Michele Gallagher, Michael Hinz, Friedrich von Thun
Gäste: Alfie Bass, Kenneth Cope, Peter Jeffrey, Timothy Bateson, David Rappaport, Wayne Brooks, u.a.
eine Produktion der Southern Television | in Zusammenarbeit mit dem ZDF
Regie: James Gatward



Nach der Aufregung wegen des Einbruchs in Professor Haylings Forschungsturm und dem Verschwinden wichtiger Dokumente, ist die allgemeine Verwirrung umso größer, als diese wieder auftauchen. Zum Erstaunen von Julian, Dick, Anne und George ist es ausgerechnet Mr. Wu, der dem Professor die geheimen Papiere wieder übergibt, hatte man doch gerade diesen zwielichtigen Zeitgenossen in Verdacht. Die Fünf Freunde werden durch diese Umstände nur noch misstrauischer und fassen einen Entschluss, der bei den Erwachsenen nicht gerade auf Zustimmung stößt. Die Kinder wollen beweisen, dass der Zauberer und sein merkwürdiger Assistent ein Verbrechen planen und mithilfe einer Falle wollen sie die Wahrheit ans Licht bringen. Haben die Kinder wieder den richtigen Riecher gehabt, oder konspiriert eine andere Person im Hintergrund..?

»Man braucht drei Schlüssel, um in den Turm zu kommen!«, hört man den zu nachtschlafender Zeit aufgeweckten Professor zu seiner aufgebrachten Haushälterin sagen, und auch für den Zuschauer erscheint es höchstens unter artistischen Fähigkeiten möglich zu sein, dort einzusteigen. Kein Wunder also, dass die Beteiligten und man selbst auch direkt an den Zirkus denkt und den Einbrecher dort vermutet. Am nächsten Tag stellt sich heraus, dass zahlreiche Dokumente aus dem Labor verschwunden sind und als die Haushälterin auch noch betont, dass es dort aussehe, als ob ein wildes Tier herumgewütet habe, ist es sonnenklar, dass die Kinder Charlys Unschuld beweisen müssen. Für Kinderaugen greift der Spannungsaufbau über einen Sympathieträger in Form eines Tieres ja bekanntlich immer gut, doch die Irritation ist perfekt, als der Hauptverdächtige, Mr. Wu, die verschwundenen Papiere dem Professor höchstpersönlich zurück bringt. Sind die jungen Ermittler auf einem falschen Dampfer, oder ist der Zauberer doch gerissener als angenommen? Fragen, die den Charakter der Serie ausmachen und für gute Unterhaltung sorgen. Die Schauplätze und Personen sind aufgrund der Doppelfolge identisch mit der ersten Episode und vermitteln einen hohen Wiedererkennungswert, vor allem auch, weil das Strickmuster dieses Falls ebenfalls keine besonderen Abweichungen angesichts des Serien-Kontextes erfährt.

Um die Spannung perfekt zu machen, wird ein Trick der Kinder zur Falle für den Täter werden Zu diesem Zweck kommt es zu obligatorischen Szenen in unterirdischen Katakomben, in diesem Fall erneut auf der Kirrin-Insel, und der Schutz der Dunkelheit ist wieder einmal sehr förderlich für ein angemessenes Tempo. Immer wenn die Gefahr greifbare, beziehungsweise vehemente Formen annimmt, kommt man im besonderen Maße auf seine Kosten, sodass des Rätsels Lösung gerne in fünf-vor-zwölf-Aktionen präsentiert wird. Wie so oft, trennen sich die Kinder gegen Ende eines Falls, um im Notfall für fremde Hilfe sorgen zu können, wenn einer von ihnen in Schwierigkeiten geraten ist. Hier ist es George, die mit Timmy den Lockvogel mimt, außerdem lässt sie es sich wie üblich nicht nehmen, mit dem Boot zur Insel zu kommen, da sie nach eigenen Angaben die einzige der "Fünf Freunde" ist, die sachgerecht überfahren kann, weil sie auch die Gefahren in Form von Strömungen kennt. Insgesamt bekommt man unter der längst routinierten Regie von James Gatward einen gelungenen Fall in zwei Teilen geboten, der sich stark am erfolgreichen Charakter der Serie orientiert und wieder einmal ein Finale anbietet, das Spannung und Tempo in den Vordergrund stellt. Erstaunlich, aber vor allem sehr angenehm ist es, dass man auch nach bereits 18 Folgen, unter teilweise anderer Regie, so gut wie keine schwächeren Vertreter ausfindig machen kann. So darf es natürlich gerne weitergehen!


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE - Duffell, Hayers, Gatward u.a.
PostPosted: 01.05.2017 15:13 
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● Folge 19: FÜNF FREUNDE UND EIN ZIGEUNERMÄDCHEN / FIVE HAVE A WONDERFUL TIME (GB|1978)
mit Marcus Harris, Gary Russell, Jennifer Thanisch, Michele Gallagher, Michael Hinz, Sue Best, Friedrich von Thun
Gäste: Leon Eagles, Stephen Greif, Leslie Schofield, Chubby Oates, Rita Webb, u.a.
eine Produktion der Southern Television | in Zusammenarbeit mit dem ZDF
Regie: Sidney Hayers



Aus einer Tageszeitung erfährt George, dass der Wissenschaftler Terry Kane entführt worden ist und gleichzeitig unter Verdacht des Landesverrats steht. Professor Kirrin ist sehr bestürzt über die Angelegenheit, schließlich handelt es sich bei Kane nicht nur um einen geschätzten Kollegen, sondern auch um einen engen Freund. Als die Fünf Freunde in der Nähe eines alten Schlosses kampieren, finden sie durch einen Zufall heraus, dass sich in dem leer geglaubten Gemäuer doch Personen befinden. Und tatsächlich wird der verschwundene Professor, von dessen Unschuld die Kinder überzeugt sind, in einem der Turmzimmer gefangen gehalten. Bei dem Versuch, Kane zu befreien, werden sie von dem Entführer überrascht. Nur Anne kann bei der Aktion entkommen und sucht Hilfe bei in der Nähe rastenden Zigeunern, die nicht lange überlegen und handeln...

Für einen kurzen Moment könnte man meinen, dass die Kirrins ein ganz normales und idyllisches Leben führen, allerdings lässt die nächste Hiobsbotschaft wieder einmal nicht lange auf sich warten. Nicht nur die fünf Protagonisten scheinen das Verbrechen anzuziehen wie ein Magnet, sondern auch Professor Kirrin, der durch seine Forschungsarbeiten immer wieder in den Fokus von Industriespionage gerät, In diesem Fall handelt es sich nur um einen engen Vertrauten, doch der erfahrene Anhänger der "Fünf Freunde" ahnt bereits, wie sich die Dinge entwickeln werden, beziehungsweise müssen. Jungen Zuschauern ist es sicherlich vollkommen gleich, ob Vater Zufall den Protagonisten helfen wird, diesen wenig kniffligen Fall zu lösen, doch nach Jahren der Anhängerschaft haben sich tatsächlich die spektakulären von den durchschnittlichen Fällen getrennt. "Fünf Freunde und das Zigeunermädchen" ist definitiv eine der Episoden, die nur noch wenig Neues zu bieten haben und auch beim Thema Spannung und Extravaganz muss man leider etwas tiefer stapeln als sonst. Für durchschnittliche Eindrücke sorgen nicht zuletzt auch die beiden Titel der deutschen und englischen Version, die beinahe gar nichts über diesen Fall aussagen und falsche Erwartungen wecken. Sidney Hayers, der ja gerade als Regisseur für Serien kein Unbekannter ist, inszenierte insgesamt leider zu bescheiden und die neunzehnte Episode wirkt wie geklont, kommt trotz bekannter Muster daher lange nicht an die Qualität anderer Folgen heran. Der Verlauf gefällt sich in einer rasanten Note, achtet aber keineswegs darauf, für schlüssige Zusammenhänge zu sorgen, was aufgrund der relativ schwachen Ausgangslage bezüglich des Scripts auch kein Wunder ist. Also müssen es die fünf Protagonisten mit gewohnter Ermittlungsfreudigkeit und dem üblichen Charme richten.

Am Ort des Geschehens angekommen, hilft ihnen wie erwähnt ein glücklicher Zufall, um auf die entscheidende Spur zu gelangen. Mit einem Fernglas beobachten Dick und George eine Person in einem der Turmzimmer und Georges' Erinnerung lässt sie nicht im Stich, denn sie kann sich an das markante Gesicht erinnern, weiß nur noch nicht genau, woher sie es letztlich kennt. Bei den sich in der Nähe befindenden Zigeunern fragen sie nach einer Zeitung der letzten Tage und mithilfe der Titelseite, deren Schlagzeile mit dem Wort »Verräter« aufwartet, erkennen sie den Mann anhand des Fotos und identifizieren ihn als Professor Kirrins Kollegen Kane. In diesem Zusammenhang entstehen Szenen, die die gewohnte Situationskomik vieler Episoden aufkommen lassen. Die Zeitung war beispielsweise in stinkenden Fisch eingewickelt, an dem die alte Zigeunerin einmal herzhaft riecht, als ob es sich um eine Delikatesse handeln würde und auch zwischen den Freunden gibt es mehrere heitere Gespräche, in denen beliebte running gags zum Tragen kommen. Bei der hastig organisierten Befreiungsaktion kommen einige spannende bis gefährliche Phasen auf, da die Kinder durch das dunkle Gemäuer schleichen müssen und sie jederzeit von der Entführerhand gepackt werden könnten. Darstellerisch bewegt sich das Ganze auf gewohnt hohem Niveau und man kommt in den Genuss dieser immer noch besonders unverbrauchten Spiellaune. Auch die wenig bekannten Gastdarsteller hinterlassen solide Eindrücke, sodass das schnell herbei gekurbelte Finale schlussendlich doch versöhnlich stimmt. Insgesamt handelt es sich bei "Fünf Freunde und ein Zigeunermädchen" um eine der unspektakulären Folgen der geschätzten Serie, wobei sich dieser Eindruck sicherlich nach heutigen Ansprüchen formt. Für junge Zuschauer ist und bleibt auch diese vermeintlich schwächere Folge sicherlich ein Treffer.


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE
PostPosted: 30.07.2018 14:21 
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● Folge 20: FÜNF FREUNDE HELFEN IHREM KAMERADEN (1) / FIVE FALL INTO ADVENTURE (1) (GB|1979)
mit Marcus Harris, Gary Russell, Jennifer Thanisch, Michele Gallagher, Michael Hinz, Sue Best, Friedrich von Thun
Gäste: Julie Davis, Paul Antrim, Kenneth MacDonald, u.a.
eine Produktion der Southern Television | in Zusammenarbeit mit dem ZDF
Regie: Sidney Hayers



Am Strand lernen Julian, Dick, Anne und George das Mädchen Jo kennen und sie sind sich darüber einig, dass sie sich sehr verdächtig verhält. Wieder auf Kirrin Cottage angekommen, werden sie von der Polizei in Empfang genommen, denn Onkel Quentins Arbeitszimmer wurde durchwühlt, der sich gerade im Urlaub befindet. Die Vermutung liegt nahe, dass wichtige Papiere des Wissenschaftlers gestohlen wurden. Kurz darauf bricht Timmy zusammen, da er offensichtlich betäubt wurde. Der Verdacht fällt gleich auf Jo. Die merkwürdigen Geschehnisse gehen weiter und es stellt sich tatsächlich heraus, dass jemand hinter Quentins wissenschaftlichen Dokumenten her ist. Die Kinder entwickeln einen Plan, um den Dieben eine Falle zu stellen, doch er geht nicht auf, denn am Ende werden George und Timmy entführt...

Auch die bereits zwanzigste Folge der abwechslungsreichen "Fünf Freunde"-Serie bedient sich des bekannten Prinzips, dass Onkel Quentins geheime Dokumente allerlei lichtscheues Gesindel anlocken, und die Kinder deswegen noch alle Hände voll zu tun bekommen werden. Zu Beginn laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, denn Tante Fanny und ihr Mann wollen in Urlaub nach Málaga fahren, bis die daraus resultierende Hektik plötzlich von einem lauten Schrei verschärft wird. Anne beteuert, ein Gesicht am Fenster gesehen zu haben, doch die Erwachsenen tun dies ab, denn schließlich hat Anne mit den anderen schon genügend Gefahren durchlebt, sodass man schon einmal einen Albtraum bekommen könnte. Anne wiegelt daraufhin ebenfalls ab und räumt ein, wirklich nur geträumt zu haben, damit die Kirrins ihren wohlverdienten Urlaub nicht abblasen. Hoch atmosphärische Szenen bahnen schließlich den Einstieg in Sidney Hayes Beitrag und diese Strategie wird sich später noch als Leitfaden herausstellen, da die Spannung in dieser Folge ganz groß geschrieben wird. Wenig später wird auch schon die kleine Gegenspielerin der Freunde integriert, die beim kleinen Zuschauer äußerst negativ auffällt, schließlich verteilt sie zwei Kinnhaken, die Dick empfindlich treffen. Hinzu kommt, dass sie Timmy betäubt, der am Abend noch zusammenbrechen wird. Als die Kinder vom Strand zurückkehren, ist Quentins Arbeitszimmer auf den Kopf gestellt worden und sie werden von der Polizei in Empfang genommen. Spätestens jetzt weiß auch der letzte, dass es sich erneut um wissenschaftliche Spionage handelt. Im Schutze der Dunkelheit werden anschließend Forderungen gestellt, und diese Sequenzen machen wirklich einiges her. Die Jungdetektive wären nicht so erfolgreich, wenn nicht in Windeseile ein Plan ausgeheckt wäre, doch dieser schlägt fehl, denn das Mädchen Jo erweist sich als renitenter als befürchtet.

Bereits zum sechsten Mal bekommt der Zuschauer das Doppelfolgenformat angeboten, sodass man in den Genuss des obligatorischen Episoden-Cliffhangers kommt, der dieses Mal zugegebenermaßen etwas hinter der internen Konkurrenz hinterher hinkt, was aber nicht bedeutet, dass die Geschichte nicht rasant, aber vor allem gefährlich weitergeht. Der Verlauf wirkt gut konstruiert und verlässt sich lange Zeit auf nebulöse Hintermänner, die Kirrin Cottage beobachten und darauf warten, das ihre Forderungen erfüllt werden. Es wirkt, als liege eine besonders diffuse Gefahr in der Luft, da man außer Jo noch niemand anderen gesehen hat und das kleine Mädchen nicht als große Gefahr identifiziert. Hayers streut ein paar nette Überraschungen in die Story ein und als die schwere Nacht überstanden ist, scheint zunächst alles überstanden zu sein; es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass die "Fünf Freunde" Kriminelle in die Flucht schlagen konnten. Dem Eindruck nach nimmt insbesondere George die ganze Aktion etwas zu sehr auf die leichte Schulter, gerät dementsprechend in Gefahr, da ein Unbekannter zuschnappt. Plötzlich sind sie und Timmy entführt worden, was sich als noch massiveres Druckmittel herausstellen wird. Selbstverständlich brechen die Kinder auf, um ganz im Sinne des Episodentitels zu handeln. Ihr einziger Hinweis ist eine Nachricht von George, die Julian und Dick zu den sogenannten roten Türmen führen soll, doch die beiden sind bei der Findung auf die immer wieder auftauchende Jo angewiesen. Anne hingegen bleibt zu Hause, damit sie gegebenenfalls die Polizei alarmieren kann. Erfahrungsgemäß braucht man diese bei den Jungdetektiven zwar erst hinterher, aber sicher ist bekanntlich sicher. Teil 1 dieser Doppelfolge kann im Endeffekt wieder als Appetizer angesehen werden, und die weiteren Ereignisse dürfen mit Spannung erwartet werden, wenn man endlich die Hintermänner zu Gesicht bekommt. Insgesamt gesehen handelt es sich um einen starken Anfang.


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE
PostPosted: 01.10.2018 21:05 
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● Folge 21: FÜNF FREUNDE HELFEN IHREM KAMERADEN (2) / FIVE FALL INTO ADVENTURE (2) (GB|1979)
mit Marcus Harris, Gary Russell, Jennifer Thanisch, Michele Gallagher, Michael Hinz, Friedrich von Thun
Gäste: Julie Davis, David Lloyd Meredith, Geoffrey Moon, Paul Antrim, u.a.
eine Produktion der Southern Television | in Zusammenarbeit mit dem ZDF
Regie: Sidney Hayers



Auf der Suche nach George und Timmy erreichen Julian, Dick und Jo das Versteck, doch die Befreiung scheint wesentlich schwieriger und gefährlicher zu sein als befürchtet. George wird in einem Haus über den Klippen gefangen gehalten, doch die Kinder kommen nicht in das Gebäude hinein. Kurzentschlossen klettert Jo in halsbrecherischer Manier über die Fassade und kann George befreien, doch von Timmy fehlt jede Spur. In der Zwischenzeit wurden Dick und Julian von den Verbrechern in ein Verlies gesperrt und langsam aber sicher rennt die Zeit davon, da die kriminellen Männer jedes einzelne der Kinder kaltstellen will...

Nach den unheimlichen Vorgängen des ersten Teils geht es auch im Nachfolger nebulös weiter. Die Kinder begeben sich auf die gefährliche Fahrt mit dem Boot und nur Jo kann ihnen den Weg weisen. Immer noch ist nicht ganz klar, ob man der kleinen Göre trauen kann, aber Julian und Dick bleibt einfach keine Wahl. Wenig später ist auch schon das besagte Herrenhaus mit den roten Türmen auf den Klippen zu sehen. Jo kennt sich glücklicherweise vor Ort aus und führt die Jungs direkt vor die verschlossenen Pforten des Hauses. Die Angst bleibt bestehen, dass Jo sie in eine Falle locken könnte, immerhin ist ihr eigener Vater in die krummen Geschäfte involviert, aber das impulsive Mädchen kann in dem unwegsamen Gebiet wieder einiges an Boden gut machen. Es liegt eine spürbare Gefahr in der Luft, was durch die eindringliche Musik nur noch unterstrichen wird, und dann geschieht auch noch das Unvermeidliche, denn die Gangster packen zu. Der sogenannte rote Turm und sein mit einer Pistole bewaffneter Helfer Markoff sperren Julian und Dick in ein Verlies und plötzlich liegen alle Hoffnungen auf der unsicher geltenden Jo. Erstmals entsteht der Eindruck, dass die Souveränität der Kinder an einem seidenen Faden zu hängen scheint und man auf das Glück und den Zufall spekulieren muss. Das Geschehen ist permanent durchzogen von Streitigkeiten, die Dick und Jo austragen, sodass es eigentlich nie dazu kommen kann, das Mädchen vollkommen auf der Sympathieseite zu sehen, schließlich ist zu viel vorgefallen. Interessant in Folge 21 ist die Tatsache, dass die deutsche Version um einige Sequenzen gekürzt ist, insbesondere wenn sich vermeintliche Gewaltspitzen andeuten. In diesem Zusammenhang ist der unangenehm auftretenden Gehilfe Markoff zu nennen, der mit offensichtlich russischem Akzent spricht, den Kindern mit vorgehaltener Pistole gegenübertritt und ihnen unmissverständlich droht, auf sie zu schießen, beziehungsweise sie wortwörtlich zu töten.

Diese Aussagen waren seinerzeit wohl etwas zu heftig für die deutsche Ausstrahlung und sie wurden im Vorfeld entfernt, ohne synchronisiert zu werden. Bei all dem Wirrwarr ist natürlich auch Timmy nicht zu vergessen, der in dieser Episode wie ein Klotz am Bein wirkt, da er betäubt wurde, über den aber gleichzeitig einiges an Spannungsaufbau geschieht. Im zweiten Teil der Episode ist es Anne, die nur eine untergeordnete Rolle spielt, aber schließlich muss zu Hause auf Kirrin Cottage die Stellung gehalten werden. Erfahrungsgemäß dürfte die ängstliche Anne aber nicht gerade traurig darüber gewesen sein, denn zu viel Abenteuer und Gefahr haben nie ihr besonderes Gefallen gefunden. Die Folge lebt von einer durchgehenden Spannung und zahlreichen Wendungen, bis die Kinder den Tätern endlich entkommen können und sie Timmy gemeinsam zum Strand tragen können. Doch sie erleben eine böse Überraschung und das Ganze scheint wieder von vorne loszugehen. Erneut gelingt es Regisseur Hayers sehr gut, den Kern der Serie zu treffen und für eine spannungsgeladene Unterhaltung zu sorgen. Der Fall an sich ist unterm Strich vielleicht nicht der spektakulärste der Reihe geworden, zumal er auch noch über zwei Distanzen gehen muss, aber die inszenatorische Seite bleibt einwandfrei. Rasante Szenen mit subjektiven Kameraeinstellungen, Gangster die bedrohlich genug wirken, um an den Nerven zu zerren, und die Trennung der Kinder, die eine Art halbe Kraft suggeriert. Gegen Ende der Reihe waren derartige Variationen sicherlich nötig, um die abflachende Resonanz aufzuhalten, aber man es muss einfach sagen wie es ist, doch die besten und spannendsten Fälle waren bereits abgedreht worden. Am Ende gibt es in "Fünf Freunde helfen ihrem Kameraden" einen erinnerungswürdigen Showdown am Strand, und es bleibt die Gewissheit, dass die Freunde alles meistern können, auch wenn sie nicht in voller Besetzung agieren können.


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE
PostPosted: 19.07.2019 11:40 
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● Folge 22: FÜNF FREUNDE AUF GEHEIMNISVOLLER SPUR / FIVE RUN AWAY TOGETHER (GB|1979)
mit Marcus Harris, Gary Russell, Jennifer Thanisch, Michele Gallagher, Michael Hinz, Sue Best, Friedrich von Thun
Gäste: Mona Bruce, Patrick Troughton, Michael McVey, Peter Rutherford, u.a.
eine Produktion der Southern Television | in Zusammenarbeit mit dem ZDF
Regie: James Gatward



Als Tante Fanny und Onkel Quentin dringend wegen einer familiären Angelegenheit verreisen müssen, wird die Haushälterin Mrs. Stick eingestellt, um ein Auge auf die Kinder zu haben. Die unsympathisch wirkende Dame bringt auch ihren dubios wirkenden Mann und impertinenten Sohn Edgar mit, und schon bald weht ein ganz anderer Wind auf Kirrin Cottage. Nicht nur, dass die Sticks sich dort häuslich einrichten und sich wie die Hausherren aufführen, sie sperren zum Ärger der Kinder auch noch Timmy weg, da die ungebetenen Gäste ihn als gefährlich einstufen. Um die Ferien noch irgendwie zu retten, setzen die Freunde nach Kirrin Island über, doch plötzlich verschwinden Dick und George spurlos...

»Ich mag Kinder!« Mit diesem Satz empfiehlt sich die neue Haushälterin bei Tante Fanny, doch man mag ihr diesen wie auswendig gelernten Satz nicht so richtig abnehmen, denn immerhin konnte Timmys Spürnase bereits einen entscheidenden Hinweis geben, da er die kalt wirkende Dame mit seinem unfehlbarem Instinkt angeknurrt hatte. Mrs. Stick kommt auch bei den Kindern weniger gut an, denn schon kurz nach der Abreise der Kirrins übernimmt die neue Angestellte das Regiment auf Kirrin Cottage, außerdem sondiert ihr Ehemann das Terrain und stellt aufdringliche Fragen. Wenigstens kommen Julian, Dick und Anne wenig später per Zug an, um George zu unterstützen, doch auf der Rückfahrt vom Bahnhof sehen sie, wie ein Boot nach Kirrin Island übersetzt, was sich insbesondere in Georges Kopf festsetzt. »So ein Mist! Die Ferien fangen ja gut an...«, hört man George entnervt schnauben, doch sie ahnt noch nicht, dass es zu Hause noch schlimmer weitergehen wird. Die Kinder treffen auf Edgar, den furchtbaren Sohn der Sticks, und es darf bereits nach wenigen Minuten betont werden, dass es sich um eine der unsympathischsten jungen Gegenspieler der gesamten "Fünf Freunde"-Serie handelt. Der regelrecht widerlich anmutende Junge ist nicht nur frech und unkultiviert, sondern provoziert auch noch Timmy, was weder bei den Kindern noch den Zuschauern geduldet wird. Edgar stiehlt Äpfel, bewirft Timmy damit, sorgt dafür dass der Hund weggesperrt wird, schnüffelt in Quentins Arbeitszimmer herum und ist vorlaut und unverschämt, wo er nur kann. Da die Sticks sich sehr merkwürdig verhalten und offensichtlich etwas im Schilde führen, deutet sich der nächste Fall glasklar an, doch zwischenzeitlich flüchtet man auf die abgelegene Insel. Insbesondere bei den nächtlichen Aufnahmen kommt eine sehr geheimnisvolle Atmosphäre und gute Spannung auf, und man fragt sich, wohin dieser schwer zu ordnende Fall noch führen wird.

In diesem Zusammenhang lässt sich auch direkt das Manko der späteren Folgen erkennen, denn die Geschichten wirken in ihrer Erzählstruktur oft nicht mehr so kompakt wie einst. In "Fünf Freunde auf geheimnisvoller Spur" tappt man vielleicht etwas zu lange im Dunkeln und auch der Fall zählt sicherlich nicht zum spektakulärsten Stoff, den die Serie je gesehen hat, doch der routinierte Regisseur James Gatward bleibt dem Konzept der Serie treu, was insgesamt zufrieden stellt. Inzwischen gestalten sich die Ferien wie gehabt und entwickeln sich zum gefährlichen Abenteuer, da sich plötzlich mehrere Kontrahenten auf Kirrin Island zeigen. Die unterirdischen Gänge und Verliese eignen sich erneut sehr gut für Verschleppungen, sorgen aufgrund ihrer klaustrophobischen Anordnung für spannende und bedrohliche Momente. Insbesondere in den späteren Folgen zeigen sich wie in dieser Episode diverse Kürzungen bei Szenen, die jedoch für den Handlungsverlauf oder das Verständnis weniger relevant erscheinen. Wie üblich kommt es zu einem Tauziehen zwischen Julian und George, da erneut Kompetenzfragen gestellt werden, da sowohl Julian als auch George die Führungsrolle für sich reklamieren. Julian bezieht sich dabei auf sein Alter und George auf ihr Territorium, doch Kompromisse und gegenseitige Hilfe bilden ein starkes Team, das erfahrungsgemäß zum Erfolg kommt. Die Situation auf der Insel wird sich noch deutlich sowie sehr anschaulich zuspitzen, und im Endeffekt kann von einer Episode gesprochen werden, die insgesamt gelungen ist, da sie die Gesetze der Serie achtet. Dass es hier und dort zu hastig zugeht, und sich nur wenige Informationen über die Gauner ergeben, wirkt nicht störend, da die Inszenierung in sich recht stimmig ausgefallen ist. "Fünf Freunde auf geheimnisvoller Spur" ist sicherlich kein Highlight der zu diesem Zeitpunkt leider ausklingenden Reihe geworden, da die internen Vergleiche diesem Fall ein wenig zusetzen. Dass es sich wieder einmal um ein kurzweiliges und spannendes Ereignis mit solidem Timing handelt, steht jedoch außer Frage.


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE
PostPosted: 18.12.2019 22:20 
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● Folge 23: FÜNF FREUNDE AUF DEM LEUCHTTURM (1) / FIVE GO TO DEMON'S ROCK (1) (GB|1979)
mit Marcus Harris, Gary Russell, Jennifer Thanisch, Michele Gallagher, Michael Hinz, Sue Best, Friedrich von Thun
Gäste: Wayne Brooks, Paul Curran, Wolfe Morris, Timothy Bateson, John Tordoff, Cyril Cross, George Hilsdon, u.a.
eine Produktion der Southern Television | in Zusammenarbeit mit dem ZDF
Regie: Pat Jackson



Auf Kirrin Cottage finden wichtige wissenschaftliche Gespräche zwischen Onkel Quentin und seinem alten Freund Professor Hayling statt. Da Hayling seinen Sohn Tinker mit dabei hat und die Kinder Ferien haben, kommt es zu viel Unruhe im Haus, bis Quentin die Nerven verliert und Julian, Dick und Anne wieder nach Hause schicken will. Um das weitere Zusammensein nicht zu gefährden, haben die Kinder eine zündende Idee: da Tinker von seinem Vater einst einen Leuchtturm geschenkt bekam, möchten die Freunde ihren Urlaub dort verbringen. Kaum angekommen, wartet auch schon das nächste Abenteuer auf sie, da sie auf die Spur eines seit Ewigkeiten verschollenen Piratenschatzes kommen...

Wo eine Menge Licht war, werden sich auch irgendwann ein paar Schatten zeigen. Vielleicht trifft eine derartige Aussage ab einem gewissen Zeitpunkt auf so gut wie jede laufende Serie zu und die 23. Folge der "Fünf Freunde" kann, wenn überhaupt, als solcher Punkt identifiziert werden, da sich dem Empfinden nach zu viele Ungereimtheiten in dieser Bearbeitung tummeln. Der Zweiteiler "Fünf Freunde auf dem Leuchtturm" wurde von Gast-Regisseur Pat Jackson inszeniert und es lassen sich sogar ein paar untypische Stilbrüche ausfindig machen, die den Verlauf hin und wieder schwerfällig und abgehackt aussehen lassen, was auch an der Schnittschere liegen mag. Wahrscheinlich wurde zu diesem späten Produktionszeitpunkt bereits längst nicht mehr in Betracht gezogen, die Serie auch weiterhin herstellen zu wollen, doch derartige qualitative Einbußen waren bislang in keiner der vorigen Folgen zu beobachten. Zwar steht das Erfolgskonzept auch hier ganz prominent und sichtbar im Fokus, doch es bleibt ein unrunder Charakter zurück. Zunächst werden die Weichen für einen spannenden Fall gestellt und obligatorische Eindrücke wissen erneut zu fesseln. Da ein wie immer gereizt wirkender Onkel Quentin die Kinder so schnell wie möglich aus dem Haus haben möchte, um sich ungehindert seinen wissenschaftlichen Projekten widmen zu können, ist der Urlaub für die jungen Protagonisten so gut wie perfekt, der erfahrungsgemäß eher zu einem spannenden bis gefährlichen Abenteuer werden wird. Die herrliche Kulisse und die Eindrücke aus dem Inneren des Leuchtturms sorgen für eine starke Atmosphäre, genau wie die integrierten Personen zwischen Gut bis Böse. Leider gestaltet sich die Erzählweise ab dem Mittelteil als etwas zu sprunghaft, aber die mittlerweile routinierten Jung-Schauspieler bieten wie üblich ihre charismatischen Leistungen an, die mit zum Aushängeschild der Serie wurden.

Ein wertvoller Goldschatz lockt erwartungsgemäß nicht nur die Detektive an, sondern auch zwielichtige Gestalten, die sich erst durch allerlei Seemannsgarn eines alten Weltenbummlers animiert fühlen, der heißen Spur nachzugehen. Sympathien, Antipathien, Schwingungen und Stimmungen werden auch durch Regisseur Jackson ganz eindeutig angelegt und die Entourage zieht bei der Suche nach dem Ungewissen an einem Strang. Obligatorische Inhalte und schöne Bilder sorgen für die über die Zeit lieb gewonnenen Strecken, die hier vor allem im Bereich der Schauplätze zu finden sind. Der erwähnte Leuchtturm als extravagantes Domizil wird noch klaustrophobische Zustände vermitteln, außerdem irren die Freunde erneut in unterirdischen Gängen und Höhlen umher, die das Gefühl von Gefahr vermitteln. Thematisch gesehen kann "Fünf Freunde auf dem Leuchtturm" überzeugen, schwächelt aber wie erwähnt an einigen Unstimmigkeiten. Auffällig ist die große Masse an für die deutsche Fassung entfernten Szenen, die vor allem Gespräche zwischen dem Diebesgesindel schildern und das Verständnis ein wenig hemmen, da sich die unliebsamen Herren über ihre bevorstehenden Pläne und eine alte Sage unterhalten. Alle Hoffnungen liegen somit auf dem zweiten Teil dieser Episode, da das Potenzial an Spannung und bevorstehender Bedrängung sehr groß erscheint. Außerdem konnten Fortsetzungen erfahrungsgemäß nochmals für wesentlich stärkere Eindrücke sorgen, da sie das Tempo meistens forcieren und die Spannung bündeln konnten. Auch wenn am Ende des ersten Teils kein zufriedenstellender Cliffhanger geboten wird, deutet sich an, dass es schon bald sehr brenzlig zugehen dürfte, denn immerhin geht es nicht gerade um wenig. Bisweilen darf sich der treue "Fünf Freunde"-Fan also an den vornehmlich imposanten Schauplätzen und an der ungebrochen guten Spiellaune von Julian, Dick, Anne und George erfreuen.


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE
PostPosted: 23.12.2019 15:52 
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Es existieren nur wenige Konkurrenzverfilmungen neben der Serie von 1978 und den Europa-Hörspielen, die mein uneingeschränktes Interesse oder Gefallen über die Jahre wecken konnten, jedoch ist "5 Freunde in der Tinte" unterm Strich überzeugend ausgefallen. Die Verfilmung von Katrine Hedman im Spielfilmformat ist vom Muster her quasi identisch mit dem 1978 von Sidney Hayers inszenierten Zweiteiler, der aufgrund seiner kompakten Abhandlung weniger Längen aufweist. Als "Fünf Freunde"-Fan ist man erfahrungsgemäß nicht gleichzeitig Feuer und Flamme für alle möglichen Interpretationen der Stoffe, dennoch können Interessenten ruhig mal einen Blick riskieren, da es sich einfach um eine leichtfüßige Angelegenheit handelt. Die allgemeine Stilrichtung ist zwar oft eine andere, aber innerhalb der 78er Serie existieren ja sogar intern Unterschiede, die in der englischen und deutschen Synchronfassung zu finden sind. Das Original weist in diesem Zusammenhang etwas mehr Zug auf. Aufgrund der jüngsten Sichtungen kam es daher zu diesem kleinen Exkurs.


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 Post subject: Re: ENID BLYTON'S FÜNF FREUNDE
PostPosted: 04.10.2020 11:25 
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● Folge 24: FÜNF FREUNDE AUF DEM LEUCHTTURM (2) / FIVE GO TO DEMON'S ROCK (2) (GB|1979)
mit Marcus Harris, Gary Russell, Jennifer Thanisch, Michele Gallagher, Michael Hinz
Gäste: Wayne Brooks, Paul Curran, Wolfe Morris, Timothy Bateson, John Tordoff, Cyril Cross, George Hilsdon, u.a.
eine Produktion der Southern Television | in Zusammenarbeit mit dem ZDF
Regie: Pat Jackson



Julian, Dick, Anne, George und Tinker finden im Leuchtturm eine alte Karte, die genau aufweist, dass sich im Inneren des Gebäudes irgendwo ein Geheimgang befinden muss, den es ab sofort zu suchen gilt. Zuvor wurden die Kinder bereits auf einen vergessenen Piratenschatz aufmerksam gemacht, doch die Erzählungen von dem alten Seemann Mr. Boogle hörten sich eher nach Seemannsgarn an. Nach einiger Zeit entschlüsseln die jungen Abenteurer tatsächlich das Rätsel und finden den Geheimgang, den sie umgehend erforschen, bis sie fündig werden. Die Freude ist allerdings nicht von langer Dauer, denn umher schleichendes Diebesgesindel hat Wind von der Geschichte bekommen. Schon bald befinden sich die Freunde in einer sehr gefährlichen Situation wieder...

Während Teil 1 dieser Doppelfolge seine Schwierigkeiten hatte, in Fahrt zu kommen, dürfen sich die Ereignisse in der Fortsetzung bereits nach kürzester Zeit überschlagen, denn der Wettlauf nach einem lange verschollenen Goldschatz wird gleich von mehreren Seiten gleichzeitig in Angriff genommen. Während der Zuschauer die Ermittlungen der Kinder und des Rätsels Lösung transparent vor Augen geführt bekommt, und sich vielleicht etwas wundert, dass noch niemand zuvor auf diese doch nahe liegende Idee gekommen ist, wächst das Erstaunen noch mehr über die Tatsache, dass die Gauner nach eigenen Angaben seit 25 Jahren erfolglos nach dem Gold gesucht haben sollen. Betrachtet man sich die zwei unsympathischen Zeitgenossen, ahnt man schnell, warum diese Recherche nie von Erfolg gekrönt gewesen ist, denn sie arbeiten stets gegeneinander und haben ihre ganze Cleverness und Tatkraft offensichtlich in der ansässigen Hafenkneipe hinter die Binde gekippt. Atmosphärische und vielmehr obligatorische Szenen aus dem Geheimgang prägen diese Episode ebenso wie das extravagante Vakuum des Leuchtturms, in dem noch sehr spannende Momente der Bedrohung stattfinden werden. In der Zwischenzeit lernt man die Kinder abermals von ihrer besten Seite kennen, die für eine begrenzte Zeit das unbeschwerte Gefühl von Ferien genießen dürfen, bis plötzlich ihre Widersacher auftauchen. Es ist im Endeffekt überraschend, dass Regisseur Jackson seine Fortsetzung wesentlich dichter und spannender inszenieren konnte, zumal bestehendes Potenzial im Vorfeld kaum genutzt schien. Fairerweise sollte erwähnt sein, dass keine Episode solch empfindliche Kürzungen erfahren hatte, wie diese, wobei der Serie gegen Ende aber auch ein wenig die Luft ausging. In der Fortsetzung von "Fünf Freunde auf dem Leuchtturm" ist davon allerdings nicht viel zu merken, und das Publikum kann in alter Manier mitfiebern.

Als die Goldmünzen von den Kindern entdeckt werden, schaukelt sich die Spannung hoch, da sich die Gauner in einem der Parallelgänge befinden und alles mit anhören können. Julian und Dick erkunden den längst vergessenen, in Dunkelheit und Modrigkeit gehüllten Korridor aus Felswänden und unwegsamem Vorsprüngen, bis sie einstimmig erklären und sich eingestehen müssen, dass dieses Setting ihnen trotz aller Erfahrung Furcht einflößt. Schnell findet man sich zum Nerven aufreibenden Showdown im Leuchtturm wieder, und die Kinder werden mit etlichen perfiden Einfällen ihrer Gegner konfrontiert. Hieraus entwickelt sich ein Großteil der Spannung, aber auch über den Fakt, dass das Kreide fressende Diebesgesindel mit absoluter Entschlossenheit agiert. Blickt man auf die Gesamtserie, konnten sich die größten Spannungsmomente immer dann entwickeln, wenn es gewaltbereite Verbrecher gab, vor allem, weil es sich immer noch um eine Kinderserie handelt, die im Rahmen der Dialoge für die deutsche Fassung sogar entschärft wurde. Auch hier spitzt sich die Situation zu, da kriminelle Energien und sogar Naturgewalten ein Zeitdiktat vorgeben, das die Kinder an den Rand ihrer Kapazitäten bringt. Aus üblicherweise kollektiven Entscheidungen und Stärken entwickeln sich plötzlich Fraktionen, Unstimmigkeiten und interne Widerstände, die von purer Angst getrieben werden, sodass fremde Helfer aktiv werden müssen, außerdem die mechanischen Voraussetzungen des im Titel auftauchenden Leuchtturms. "Fünf Freunde auf dem Leuchtturm" trumpft insbesondere im zweiten Teil mit den typischen Charakteristika und Stärken der Serie auf und bedient sich mitunter ungewöhnlich vehementer Mittel, um das Publikum zu strapazieren, aber auch bei Laune zu halten. Nach einem eher gediegenen Vorgänger kommt diese Vorschlussrunde schließlich zu einem überraschend guten Ergebnis, das aus vielen Gründen in lebhafter Erinnerung bleiben dürfte.


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