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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 13.01.2012 20:08 
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Nachdem ich mich ja kürzlich in einem anderen Thread zu meinem akuten Tatort-Fimmel bekannt habe, möchte ich mich - vor allem aufgrund des kindlichen Erfahrungsschatzes als einstiger Gegner der Reihe - gern mit euch über alle Facetten der Dauerreihe austauschen. Auch wenn ich weiß, daß viele hier eher die alten Folgen lieben werden, so wird doch spätestens bei Dominik Graf als Regisseur auch hier dem ein oder anderen das Herz aufgehen. Zunächst aber mein Programm für heute:

ARD - 21:45 - Die Heilige (2010)
MDR - 00:00 - Ein Fall für Ehrlicher (1991)

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 14.01.2012 16:41 
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Stimmt genau!

Ich liebe die alten Folgen und bin meist seeeehr enttäuscht, wenn ich die aktuellen Folgen schaue. In letzter Zeit glotz ich als alter Tatort-Fan gar nicht mehr gerne hin. Die Ermittler stehen immer stärker im Vordergrund, meist ist der Fall selbst nur noch Nebensache.

Zum Glück gibt es viele alte Folgen auf DVD. Mann, was konnte der Trimmel bechern, der hat jeden Verdächtigen einfach unter den Tisch gesoffen ud dann haben die geplaudert. So herrlich inkorrekt ist er dann ins Auto gestiegen und ins Büro gefahren!

Kressin hat jede Ische erstmal ins Bett gezerrt und die Mädels haben ihm dann ihre Geheimnisse ins Ohr gestöhnt.

Was waren das für schmierige Kleinganoven noch in den 70ern! Man denke an Artur Brauss, Volker Eckstein, Martin Semmelrogge, Gerd Baltus, Dirk Galuba, Stefan Behrens, ...

Herrlich, diese Kücheneinrichtungen und Wohnzimmerstuben bei den kleinen Mietmenschen und was schwelgten die großen Tiere in Villen mit Pool!

Und diese herrlichen Autos! Der spießige BMW im Derrick, Köster führ auch nach fast 10 Jahren noch seinen ollen Mercedes, während die Ganoven um ihn herum mit Maserati und co unterwegs waren!

Und heute?

Die Täter sind sowas von fern von bürgerlicher Nähe. Das Blut fließt Literweise. Die Täter fast schon skandinavisch gestört, dabei gibt es hier gar keine Wintersonnenwende... Ich meine, wenn jemandem, wie in Skandinavien schon mal passiert - drei Monate die Sonne ausbleibt, der Schnee drei Meter hoch vor der Tür liegt, da wird man schwermütig! Aber die paar Stunden weniger Sonne im Winter fallen doch kaum ins Gewicht - vom Schnee man ganz zu schweigen!

Nee, mit den meisten neueren Produktionen kannst du mich jagen. Oft war ja in den alten Folgen der Täter früh bekannt und man wusst nur nicht, wie er gefasst wird. Das war spannend mit anzusehen, wie sich jemand rauswindet. Und die alten Kommissare haben nicht selten mit ansehen müssen, wie Familien an einem Verbrechen auseinanderbrechen. In den jüngeren Folgen kennt der Zuschauer fast nur die Familie des Kommissars.

Das war früher anders. Beispiel: Ich sehe sehr gerne Derrick. Das tun viele andere auch. Jetzt die Frage: Wo wohnt Derrick? Mit wem lebt er zusammen? Mit wem lebt Harry Klein? Ist er verheiratet? Köster hatte in den ersten Folgen eine Freundin. Schon nach wenigen Folgen verschwand sie mir nichts, dir nichts vom Bildschirm. Wie lebten Trimmel, Kressin etc. privat? Haferkamp war da schon etwas anders, das Familienleben spielte schon eine größere Rolle. Zuende mit den Kommissaren alten Schlags war es dann mit Schimanskis großem Erfolg. Fortan spielte das Privatleben der Kommissare eine immer größere Rolle. Und seien wir mal ehrlich - viele Schimanski-Tatorte waren wegen ihm gut, weniger wegen den Fällen. Auch das kann man sehr gut auf DVD bewundern, da sind doch einige Schimi-Folgen ganz schön zäh! Der Fall fesselt oft null die Bohne!

Außerdem finde ich das 90-Minuten-Format für einen TV-Krimi etwas lang.

Aber das alles ist ja nur meine Meinung :D


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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 14.01.2012 21:32 
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Ich mag einige alte Episoden. Kressin ist für mich das Non Plus Ultra. Haferkamp hat einige interessante Episoden und die Schimanskis kenne ich in und auswendig. So gut ich die Schimanski Tatorte finde, muss ich sie wirklich nicht noch einmal sehen, geschweige denn sammeln.

Von Kressin kaufe ich jede Veröffentlichung.

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 15.01.2012 16:58 
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Meine Lieblinge sind Trimmel, Finke und Kressin. Da gibt's die besten Fälle, ähm, Drehbücher.

Aber später gab es auch Highlights - wenn ich an die merkwürdige Odenthal-Folge denke, da saß ich mit meinem Kumpel vor der Glotze in der Studi-WG bei einer (oder zwei) Flasche(n) Bier, und ungelogen - selbiges wurde über den Tisch gespuckt, als der Wasserturm plötzlich seinen "Fuß" einzog und das Raumschiff der Aliens dann in den Weltraum flog. Also, diese Akte-X-Folge war klasse und zählt sicher zu den kuriosesten Folgen, Nina Hagen war doch auch dabei, oder?

Oder die ersten Folgen mit der Hannoveranerin Lindholm. Die Metzelfolgen der hessischen Ermittler Sawatzki / öhm... wie hieß der andere gleich noch mal? TOD IM HÄCKSLER war ein Klassiker. Oder der Krimi in dem Gefrierhaus, der so brutal war, dass er geschnitten wurde. Mit Matthias Habich. Eklig.

Und PEGGY HAT ANGST. Mit dem tollen WHY CAN THE BODIES FLY von WARNING. Das Lied wurde dann nach der Ausstrahlung der Folge ein Hit.

Gerne mal sehen würde ich den Tatort TOTE TAUBE IN DER BEETHOVENSTRAßE von Sam Fuller.


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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 28.10.2013 01:08 
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Na hat der Graf geregelt? Und wer hat die Pösterchen bemerkt? Super Fernsehunterhaltung.

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 28.10.2013 15:36 
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Nix hat der geregelt!

Ich als bekennender TATORT-Hasser hab mich gestern mal wieder erbarmt und 90-minutenlang jene Folge über mich ergehen lassen, in der Hoffnung, dass dieser hier von euch so vergötterte Dominik Graf ev. tatsächlich mal was abliefert. Und was war's? Biedere deutsche Krimikost. Ein inszenatorischer Einheitsbrei, der den Zuschauer nicht verwirrt, sondern langweilt mit all seinen Ebenen und ach so verschachtelten Story-Elementen. Ein bischen Gentrifizierungskritik hier, ein bischen Rechtsradikalismus da, ein Abstecher in die NS-Vergangenheit und als Kirsche obendrauf die blutbeschmierten Titten von Meret Becker - uhh ja, und das beim heiligen TATORT zur Prime Time! Und schon kann sich die deutsche Fernseh-Seele echauffieren bis zum Gehtnichtmehr!

Nee! Das war nix!


Und ja, ich hab die Plakate gesehen! Graf sollte sich schämen solche Referenzen in einen Haufen Scheisse einzubinden!

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 28.10.2013 15:51 
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TRAXX hat geschrieben:
[...] obendrauf die blutbeschmierten Titten von Meret Becker - [...]


Und wie sind ihre Titten so? :shock: :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 28.10.2013 16:22 
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Intergalactic Ape-Man hat geschrieben:
Na hat der Graf geregelt?

Ich habe mal zwei, drei Foren überflogen, in denen bis jetzt schon reichlich Beiträge geschrieben wurden. Man kann wirklich sagen, dass es dort zu buchstäblich 99,5 % ausschließlich Verrisse gehagelt hat. Nicht mal eine Handvoll Postings loben erfrischende Originalität oder was auch immer. Der gesamte Rest ist eine Breitseite, die am laufenden Band den Daumen nach unten senkt.

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Intergalactic Ape-Man hat geschrieben:
Und wer hat die Pösterchen bemerkt?

Ja, die waren zu sehen. Ganz ehrlich: Was soll's? Im 1987er TATORT "Die Macht des Schicksals", in dem Hans Clarin einen irgendwie an Jess Franco erinnernden Regisseur spielt, der mit seiner Frau künstlerisch verbrämten Schweinkram produziert, hingen in der Kulisse auch Poster zu Exploitation-Streifen wie TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS etc. herum. Das ist ein netter Insider, aber nicht unbedingt mehr als das.

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Wobei diese schrille Quasi-Parodie ein echter Knaller ist, da sie dem Anschein nach erst einmal ganz "normal" aussieht, wie ein üblicher Helmut-Fischer-Tatort eben, aber dann herrlich absurd dem Affen Zucker gibt (super Dialoge auch). Sicher sind seither über 25 Jahre vergangen, einen Vergleich möchte ich also erst gar nicht versuchen. Aber für meine Begriffe war's gestern einfach stellenweise zu sehr "drüber" und das in einer Weise, die nicht erfrischend provokant war, sondern nervös-hektisch.

Irgendwer hat mal das Sounddesign von Fassbinders DIE DRITTE GENERATION als "Schallterror" bezeichnet, weil die Tonspur (die Ausdruck der modernen "Informationsflut" sein sollte) zu Lasten der Verständlichkeit ging. Bei Grafs gestrigem TATORT wirkte das teilweise ähnlich. Überlagern und Wegnuscheln als Stilmittel des Sounddesigns - nur wozu? Ein Stilmittel muss nicht gut oder wirkungsvoll sein, nur weil es eingesetzt wird.

Nee, der erste Eindruck war absolut nicht so grandios. Am besten erst einmal setzen lassen und vielleicht später ein zweites Mal anschauen. Einer der Graf-Adepten wird uns sicher in der Zwischenzeit aufklären, dass hier auf genialische Weise unser aller Erwartungshaltungen BEWUSST unterlaufen wurden und wir diesen Anflug von "Ultrakunst" eben nur nicht verstanden haben. Wer das Aufnehmen verpasst hat: Heute Nacht kommt die Wiederholung in der ARD.


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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 28.10.2013 18:29 
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tomasmilian hat geschrieben:
Wer das Aufnehmen verpasst hat: Heute Nacht kommt die Wiederholung in der ARD.

Alternativ auch (von 20 bis 6 Uhr) in der Mediathek zu sehen.

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Wiederaufführung | Alte Filme. Neu entdeckt.


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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 28.10.2013 21:51 
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KualaLumpur hat geschrieben:
TRAXX hat geschrieben:
[...] obendrauf die blutbeschmierten Titten von Meret Becker - [...]


Und wie sind ihre Titten so? :shock: :lol:

Mach dir selbst n Bild... ich würd' mich für die Dinger nicht 90-minutenlang quälen... :P

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 28.10.2013 22:06 
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tomasmilian hat geschrieben:
Irgendwer hat mal das Sounddesign von Fassbinders DIE DRITTE GENERATION als "Schallterror" bezeichnet, weil die Tonspur (die Ausdruck der modernen "Informationsflut" sein sollte) zu Lasten der Verständlichkeit ging. Bei Grafs gestrigem TATORT wirkte das teilweise ähnlich. Überlagern und Wegnuscheln als Stilmittel des Sounddesigns - nur wozu? Ein Stilmittel muss nicht gut oder wirkungsvoll sein, nur weil es eingesetzt wird.

Nee, der erste Eindruck war absolut nicht so grandios. Am besten erst einmal setzen lassen und vielleicht später ein zweites Mal anschauen. Einer der Graf-Adepten wird uns sicher in der Zwischenzeit aufklären, dass hier auf genialische Weise unser aller Erwartungshaltungen BEWUSST unterlaufen wurden und wir diesen Anflug von "Ultrakunst" eben nur nicht verstanden haben.

Tschuldigung, aber ich hab selbst das nirgendwo sehen können. :? :shock:
Also selbst auf der rein inszenatorischen Ebene, und die mal kurz nur auf Bild & Ton reduziert, habe ich nichts Absonderliches ausmachen können. Weder einen Schallterror, noch ein Schnittgewitter oder ähnliche Gimmicks. Das war alles eng und steif im vorgegebenen ARD-Korsett eingequetscht: Schuss-Gegenschuss, aufdringliche Ausleuchtung, Kamerawinkel wie aus dem Handbuch etc.

Das einzige, das etwas vom Üblichen abwich, war dass auf inhaltlicher Ebene überfrachtet wurde - nur leider war das null interessant.

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 30.10.2013 15:25 
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Mache um sowas normalerweise einen großen Bogen, aber den letzten Tatort hab ich mir auch mal aufgenommen, wegen Dominik Graf und so... hab noch keinen seiner Filme gesehen und wollte das nun mal ändern.

Was ich hier lese, klingt ja aber schon wieder nicht sonderlich berauschend. :|

Können die Graf-Kenner denn mal sagen, ob es sich bei dem Streifen um ein Werk handelt, das repräsentativ für das Schaffen des Regisseurs ist?

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 30.10.2013 21:39 
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TRAXX hat geschrieben:
Das einzige, das etwas vom Üblichen abwich, war dass auf inhaltlicher Ebene überfrachtet wurde - nur leider war das null interessant.
Die Geschichten waren in der Tat etwas zu viel des Guten: Korruption, Morde, Zerstörung gewachsener Stadtviertelstrukturen, Familiendrama, Ausläufer alter und neuer Balkan-Konflikte (Ustascha-Faschisten), Drogen, zum Schluss dann noch ein lange zurückliegendes Geheimnis aus der Nachkriegszeit sowie ein quasi-apokalyptischer Zusammenbruch (CONTRONATURA meets THE FALL OF THE HOUSE OF USHER). Die beiden Kommissare erklären danach bei einer internen Befragung (somit auch dem Zuschauer), was sich eigentlich genau und warum ereignet hat.

Graf-Fans werden einwenden, dass zahlreiche TATORT-Fans wohl keine großen Experimente wollen - vor allem stilistisch soll es nicht zu wild und ausgefallen sein. Das war in den Foren häufiger so zu lesen. Man würde es sich aber zu einfach machen, die Kritik einfach nur auf die festgefahrene konservative Haltung von Teilen des Publikums zurückzuführen - nach dem Motto: Die Couch Potatoes sind halt zu altbacken, die können was Gutes einfach nicht mehr würdigen.

An einigen Stellen war es mir einfach zu aufdringlich, als wollte man über die Schnittfrequenz und mit inszenatorischer Nervosität eine Dynamik herstellen, die es an einigen dieser Stellen gar nicht brauchte. Kann man natürlich auch als absichtliche Überforderung des Zuschauers sehen, aber es war wie erwähnt passagenweise einfach zu bemüht. Viel gewollt, manchmal zuviel - hat daher nicht immer funktioniert.

Chet hat geschrieben:
Können die Graf-Kenner denn mal sagen, ob es sich bei dem Streifen um ein Werk handelt, das repräsentativ für das Schaffen des Regisseurs ist?
Nun, mit repräsentativ ist das so eine Sache, schließlich arbeitet Graf durchaus vielfältig. Der Actionthriller DIE KATZE etwa ist eine ganz andere Art von Film verglichen mit dem Drama DIE FREUNDE DER FREUNDE, das wiederum ganz anders inszeniert ist als EINE STADT WIRD ERPRESST. Völlige Skurrilitäten wie der Trio-Film DREI GEGEN DREI (schöne Anekdoten gibt's da von der Entstehung) sind allerdings die Ausnahme, würde ich mal sagen.

Ich fand den letzten TATORT keineswegs katastrophal, würde mich aber auch dagegen verwahren, ihn nur deshalb gut zu finden, weil er halt von Dominik Graf ist. Manchmal kommt es mir so vor, als hätten Leute, die lange Zeit pauschal gegen den deutschen Film waren, auf einmal einen Regisseur entdeckt und würden seine Werke manchmal ein bisschen zu gut wegkommen lassen, weil er eben zu einer Art Lieblingskind geworden ist.

Nächsten Dienstag läuft Grafs FRAU BU LACHT im BR: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Ist von Monty Python geklaut, aber trotzdem eine sehr lustige Szene ...


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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 31.10.2013 11:29 
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TRAXX, ich schließe mich dir an: bin absoluter TATORT-Hasser. Meine Ex-Freundin war TATORT-Fan und ich habe ihr zuliebe einige Folgen geguckt (was macht man nicht alles aus Liebe und ich wollte ja nicht als verbohrt und uneinsichtig gelten, ich Schleimer) und JEDES MAL hieß es danach: na gut, der war jetzt nicht so gut. Es war jedes Mal ein dröge, langweilige und völlig unspannende Sache für mich - egal, ob der "Krimi" nun aus Köln, München, Münster oder Berlin kam. Ich empfands als reine Zeitverschwendung. :evil:

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 31.10.2013 16:32 
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Lesotho hat geschrieben:
TRAXX, ich schließe mich dir an: bin absoluter TATORT-Hasser. Meine Ex-Freundin war TATORT-Fan und ich habe ihr zuliebe einige Folgen geguckt (was macht man nicht alles aus Liebe und ich wollte ja nicht als verbohrt und uneinsichtig gelten, ich Schleimer) und JEDES MAL hieß es danach: na gut, der war jetzt nicht so gut. Es war jedes Mal ein dröge, langweilige und völlig unspannende Sache für mich - egal, ob der "Krimi" nun aus Köln, München, Münster oder Berlin kam. Ich empfands als reine Zeitverschwendung. :evil:

Ich denke mal dass das Gros der TATORT-Liebhaber aus Leuten besteht, die nicht viele Filme schauen und wenn sie schauen, dann meistens seichte Mainstreamkost. Und für ein solches Publikum ist dann eine TATORT-Folge irgendwie eine angenehme Erhöhung ihrer Sehgewohnheiten - okay, akzeptiert.
Was ich aber gar nicht checke ist, wie Leute mit einem breitgefächerten (und fast schon avantgardistischem) Filmgeschmack TATORT abfeiern können ohne Ende. Also Leute, die sich z.B. hier tummeln und die ganze Giallo-Enzyklopedie rückwärts pfeifen können, wie können die sich ernsthaft an sowas wie TATORT ergötzen?
Ich hab leider einige davon auch in meinem persönlichen Bekanntenkreis.

Es ist ja auch nicht so, dass ich in allen Regenbogenfarben kotzen muss, wenn ich einen TATORT sehe - ich versteh nur den Hype darum nicht. Wo ist da der Reiz? Und was ich ganz besonders nicht checke ist: Warum sehen alle TATORTs gleich aus? Wieso verlässt man nicht mal diesen drögen TV-Look? Allein letzteres würde mir schon reichen. Einfach mal etwas stylisher, schick ausgeleuchtet, ein paar abgefahrene Kamerafahrten etc. - das wär schon n guter Anfang.

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 31.10.2013 17:12 
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Ich glaube es geht beim TATORT eher um das gemeinschaftliche Schauen. Viele treffen sich ja mit Freunden oder der Familie zur Sonntagabend-Unterhaltung. Und wenn man dann ein paar Jahre älter ist, erfüllt einen der TATORT mit Wehmut und man guckt ihn aus Gewohnheit. So zumindest mein Eindruck. :|


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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 31.10.2013 17:14 
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Mitleidsglotzen. :P :mrgreen: ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 31.10.2013 17:17 
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TRAXX hat geschrieben:
Mitleidsglotzen. :P :mrgreen: ;)

Wohl eher ein Ritual! :mrgreen:
Außerdem sind Krimis in Deutschland - warum auch immer - verdammt beliebt.
Unglaublich wie viele Krimis und Krimiserien im dt. TV laufen.
Seltsamerweise will aber niemand im Kino dt. Krimis/Thriller sehen. Vermutlich weil schon so viele im TV laufen.


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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 31.10.2013 17:45 
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KualaLumpur hat geschrieben:
Seltsamerweise will aber niemand im Kino dt. Krimis/Thriller sehen. Vermutlich weil schon so viele im TV laufen.

Ich glaube das liegt eher daran, dass die Kinoregisseure so selten den vom TV eingefahrenen Weg verlassen mögen. Nach dem Motto "Das kenne die Leute, das mögen sie", wird im Kino halt auch nichts Neues gezeigt. Warum sollte also jemand einen Haufen Geld für etwas ausgeben, was er in der Glotze auch haben kann.

Es gab mal vor 10 oder so Jahren einen Münchener Tatort in Echtzeit. Sauspannend, der eine Kommissar im steckengebliebenen Aufzug mit einem Mörder, der andere draußen unterwegs und ahnungslos. Die Filmhandlung fing am Sonntag um 20:15 an und hörte um 21:45 auf. Warum so ein Format nicht größer gepusht wurde erschliesst sich mir auch nicht. Aber wie gesagt, warum die bekannten Wege verlassen ...?

_________________
Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 01.11.2013 03:06 
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Äußerst interessante Reaktionen. Hätte ich gar nicht mit gerechnet. Ich habe meine kurze Tatort-Euphorie ja wegen dieses Syndroms schnell wieder abgeworfen:
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Dominik Graf schätze ich in der Tat für ein paar sehr interessante Arbeiten und interessiere mich daher auch für seine Tatorte. Nach dem Schweiger war es auch erst der zweite dieses Jahr für mich. Im Kontrast muß man sagen, deutlich besser. Ich wollte mich im angesprochenen Film auch gar nicht verschwurbeln. Der steht durchaus noch einen Schritt hinter Frau Bu, der deutlich mehr Bedeutung hat. ABER: Meine Eltern fanden den neuen Graf wirr. Ich hingegen empfand ihn einfach entspannt als einen etwas überdurchschnittlichen Fernsehkrimi auf Weltniveau, dem das deutsche Lokalkolorit gut zu Gesicht steht. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Empfand die Machart einfach näher an dem, was ich mir gern ansehen möchte. Aus dem Bauch heraus. Damit war die Welt für mich in Ordnung und mit Poster war halt ein nettes Gimmick oben drauf dabei.

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 29.10.2014 00:37 
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Für alle, die wie ich die alten Folgen auch wegen ihres Zeitkolorits so schätzen, die passenden Wiederholungen im November:

08.11. SINGVOGEL um 21:45 im NDR
Manfred Krug und Charles Brauer alias Stoever und "Brocki" in einem Fall im Milieu der Gefängnismafia aus dem Jahr 1994, wo noch nicht gesungen wird... Mit den Gaststars Mark Keller, Rüdiger Vogler und Claude-Oliver Rudolph.

09.11. STUTTGARTER BLÜTEN um 23:00 im SWR
Kommissar Lutz, dargestellt von Werner Schumacher, ermittelt 1973 in einem Falschgeldfall, der ins Gefängnis nach Stammheim führt. Nach einem Buch von Wolfgang Menge und unter der Regie von Theo Mezger agieren u.a. Manfred Seipold und Rainer Basedow. Dazu als damals obligatorischer Gastkommissar Gustl Bayrhammer aus München.

Das war's leider schon...


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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 30.12.2015 14:25 
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Wie in jeder Serie, gibt es gute, weniger gute (mittelmaß) und schlechte Folgen. Das trifft auch auf die Tatort-Reihe zu. Möglicherweise hat ein jeder so seinen Ermittler-Favoriten oder favorisiert ein Ermittlerduo, das er gerne sieht.

Zur Tatort-Nostalgie:
Bei mir war es füher beispielsweise der Kommissar Haferkamp, dargestellt von Hansjörg Felmy, der mit seinem älteren Kollegen Willi (Willy Semmelrogge) in diversen Fällen polizeilich ermittelte. Und ich seh Felmy heute noch gerne, wenn er mal im TV wiederholt wird und auch die Folgen gefielen mir durchweg gut :)

Wer mir auch noch als Ermittlerduo bisher gut gefiel, waren die Tatorte mit NINA KUNZENDORF & JOACHIM KROLL. Die Folgen waren schnörkellos inszeniert, atmosphärisch gut, teilweise düster und auch die Geschichten hatten es insich. Das alles konnte sich sehen lassen und hoben sich meiner Meinung nach vom üblichen Tatort-Einerlei wohltuend ab :good: Fand die beiden im Grunde klasse. Schade, das es nicht mehr Folgen geworden sind, weil wohl einer von beiden nicht mehr weitermachen wollte. Die kamen leider nur auf 5 oder 6 Folgen :(

Der Grund, warum ich hier den Thread ausgrabe ist der, weil ich mir vorgestern den ersten Tatort mit Till Schweiger ansah. Titel: WILLKOMMEN IN HAMBURG
Herr Schweiger ist NICK TSCHILLER, ein ehemaliger SEK-Beamter der nun bei der Hamburger Kriminalpolizei ist und hier seinen Einstand gibt. Wegen des Verdachts von Zwangsprostitution, will Nick und sein Kollege Yalcin eine Wohnung überprüfen. Dabei geht es auch sofort rund, denn es kommt zu Schiessereien und am Ende sind drei Verbrecher tot und Yalcin verwundet. Nick wird von seinen Vorgesetzten kritisiert und muß vor einer Staatsanwätin Rede und Antwort stehen. Der Fall von Zwangsprostitution zieht Kreise, denn der Schwerverbrecher Astan, der im Gefängnis sitzt will durch Zeugen-Beseitigung beim anstehenden Prozess freigesprochen werden. Aber nicht nur mit Astan hat es Nick zu tun, sondern auch mit einem seiner ehemaligen Kollegen beim SEK, der wohl die Seiten gewechselt hat und für den Astanclan tätig ist. Ferner will Nick eine 15jährige davor bewahren, diesen Mädchenhändlern zum Opfer zu fallen, denn auch sie soll umgebracht werden.

Also mir hat der Tatort soweit gut gefallen. An Mr. Schweiger muß ich mich zwar noch ein wenig gewöhnen, aber so schlecht finde ich den nicht im Tatort. Auch Action, Thrill und Spannung konnten sich sehen lassen. Zwar verleugnet der Tatort seine Krimivorbilder made in USA nicht, aber für deutsche Tatortverhältnisse kann man sagen, das man hier eher nicht die übliche Krimihausmannskost zu sehen bekam, zumal es hier deutlich rauher zugeht.

Heute Abend ab 21:45 Uhr folgt der zweite Tatort mit Nick Tschiller, Titel: KOPFGELD
Werde mir den ebenfalls anschauen.

Und dann folgt ja die Tatort-Doppelfolge mit T. Schweiger, deren 1. Teil am Neujahrstag ab 20:15 Uhr gesendet wird. Sollte zwar schon im November gezeigt werden, aber durch die Anschläge in Paris wurde alles verschoben. Werde ich auch schauen. Interessant dürfte sein, das hier die langjährige und derzeit immer noch sehr populäre Gesangs-Königin Deutschlands, HELENE FISCHER mit dabei ist. Sie gibt ihr Debüt in Sachen Film und stellt eine russische Killerin dar, die Nick das Leben zusätzlich noch schwerer macht. Helene mit Kanone und herum ballernd,....ja,....wurde auch mal Zeit, das sie im Film landet und irgendwie freue ich mich auf die kommenden Tatorte :D

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 30.12.2015 17:31 
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Also ich fand die beiden bisherigen TATORT Folgen mit Schweiger grossartig, wobei mir der zweite Teil sogar noch einen Tick besser gefallen hatte. Habe mir schon damas gedacht: das wuerde ich so gerne auch im Kino sehen, und freue mich wie ein 5jaehriger, dass dieser voellig abwegige Gedanke nun Realitaet wird! Der erste Tatotort seit Schimanski vor 30 Jahren wieder im Kino!

Ueberzeugt hat mich vor allem Christian Alvarts erstklassige Regieleistung. Dass er dabei wohl alle weiteren Schweiger-Tatorte uebernimmt kann man nur als Gluecksfall bezeichnen. Ausserdem finde ich es schoen, dass der Kommissar nun endlich mal ein asozialer Unsympath ist, der nicht als Identifikationsfigur taugt und auch nicht zum Schmunzeln anregt. Ein egomaner Fiesling der allen in seiner Umgebung schadet: wann hat es das zuletzt im Tatort gegeben? Ich glaube, noch nie!

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 30.12.2015 19:59 
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@Dr.Zombi

Die Tatort-Folgen mit T. Schweiger scheinen ja irgendwie zusammenhängend zu sein. Nach der kommenden Doppelfolge (Teil 3 & 4) soll der 5. Teil im Kino laufen. Finde solche Art von Vermarktungsstrategie eher weniger toll, gerade weil es sich um den Abschluß diesen ganzen Falls handelt. Wäre es einfach ein unabhängiger Tatort wie seinerzeit damals bei den beiden Schimanski-Tatorten, würde ich es soweit noch in Ordnung finden, aber so :roll:

Die Tatorts mit Schweiger, kannte/kenne ich nicht, bis auf den ersten, den ich erstmals vorgestern sah. Der zweite soll besser sein,....mal sehen. Werde ihn nachher schauen und bin gespannt :)

Und so asozial ist Nick Tschiller nun auch wieder nicht. Er geht eben etwas radikaler gegen kriminelle Elemente vor. Seine Vorgesetzten faseln was vom Bruch des "KIEZ-FRIEDENS". So nach dem Motto: Bloß nicht an bestehende kriminelle Gegebenheiten in Vierteln der Stadt rütteln. Anscheinend macht Nick diesen Müll nicht mit und tut was. Das macht ihn für mich zumindest eher sympathisch, obwohl er damit bei anderen aneckt. naja,...mal sehen wie es weitergeht!

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 30.12.2015 21:32 
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Tja, dass das alles nicht so prickelnd ist, was Tschiller tut, wird vor allem im zweiten Teil ueberdeutlich. Er ist halt nicht der Hellste. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 31.12.2015 01:17 
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Spielt Till Schweiger (heißt der eigentlich Schweiger, weil man ihm beim reden nie versteht :mrgreen: ) eigentlich noch oder ist der in den Filmen nur noch er selbst? :mrgreen:

PS: Wie weit ist er mit dem Bau seines "Flüchtlings"heimes? :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 31.12.2015 11:18 
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So,...gestern nun den zweiten Tatort, Kopfgeld mit T. Schweiger gesehen.
Gleich bei der zweiten Anfangsszenerie mußte ich lachen. Im Bett sind Nick und die Staatsanwältin bei der Sache, aber plötzlich kam seine 15jährige Tochter herein und kurz darauf auch noch seine Noch- oder Ex-Ehefrau. Amüsante Situation, würde ich sagen :mrgreen:

Ansonsten finde ich den 2. Film nicht besser oder schlechter als den ersten Tatort. Die Geschichte wird gut weitergeführt. Der im Gefängnis sitzende Astan läßt einen Anschlag auf Nick verüben. Sein Auto explodiert, aber Nick und seine Frau können sich rechtzeitig retten. In den Medien wird aber sein Tod verkündet, damit er als angeblich Verstorbener besser und weiter gegen den Astanclan vorgehen kann.

Dr. Zombi hat geschrieben:
Tja, dass das alles nicht so prickelnd ist, was Tschiller tut, wird vor allem im zweiten Teil ueberdeutlich. Er ist halt nicht der Hellste. :mrgreen:

Du meinst wahrscheinlich die Szene, in der er kurz darauf bei Astan im Gefängnis auftaucht und er ihm damit beweist, das er nicht tot ist,....ja das war nicht gerade klug von ihm :mrgreen: Was er damit beweisen und bezwecken wollte, erschließt sich mir auch nicht so recht :? , aber egal, denn auch hier gab es genug Thrill, Spannung und Action.

Der Astanclan besteht wohl aus mehreren Familien, aber einer aus dem ganzen Astanclan ist ganz offenbar gegen Drogenhandel, Zwangsprostitution und sonstige kriminellen Machenschaften der ganzen Bande. Er nennt sich FRIEDENSRICHTER ASTAN und diese Figur finde ich recht interessant, auch wenn diese eine Nebenrolle spielt. So bewahrt er Nick vor einem weiteren Anschlag in dessen Wohnung, indem er vorher einen Killer tötet, als Nick noch gar nicht zuhause war.

Auch ein sogenannter Maulwurf befindet sich bei der Polizei und der nennt sich KROHNER (wird von Ralph Herforth dargestellt). Aber der hat so seine ganz eigenen Beweggründe dafür. Die nicht sehr feine englische Art war allerdings der Überfall auf die Staatsanwältin, die daraufhin im Krankenhaus landet. Mit so einer Frau vergnügt man sich doch lieber auf ganz andere Weise, als sowas anzustellen,.....tz tz tz :dr: ;) :mrgreen:

Naja, jedenfalls hat mir der weitere Tatort um die Figur Nick Tschiller ebenfalls gefallen. Zwar nun nicht unbedingt anspruchsvoll, aber Unterhaltung pur war/ist es allemal und somit keineswegs langweilig :)

Morgen folgt nun der 3. Tatort, Titel: Der große Schmerz und Auftakt für HELENE FISCHER, als russische Auftragskillerin, die nicht nur Nick im Visier hat, sondern auch Frau & Tochter. Bin neugierig und gespannt :)

Chet hat geschrieben:
Spielt Till Schweiger (heißt der eigentlich Schweiger, weil man ihm beim reden nie versteht :mrgreen: ) eigentlich noch oder ist der in den Filmen nur noch er selbst? :mrgreen:

Naja, das muß man schon irgendwie in Kauf nehmen, wenn man sich einen Film mit ihm ansieht und sei es auch ein Tatort :mrgreen: Im ersten Tatort gab es eine Szenerie, wo eine Kassiererin Nick nicht verstand und er daraufhin meinte, das er nun mal ein wenig nuschelt. Nun ja,....könnte man als ein wiederholtes Eingeständnis seiner selbst werten :mrgreen: Aber mich stört dies nicht wirklich, denn ich verstehe alles soweit ganz gut :D

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 31.12.2015 19:20 
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Hab gestern KOPFGELD zum 2. Mal geschaut. Gefällt mir nur durchschnittlich, ist mir einfach too much an vielen Stellen.
WILLKOMMEN IN HAMBURG fand ich dagegen klasse, so dass ich mir vor wenigen Tagen die DVD gekauft habe, die etwa 3 min länger als die TV-Ausstrahlung ist (und ja FSK 16 hat)
Ich muss sie aber noch sichten, scheint ja noch mehr Gewalt im Spiel zu sein.
Auf Teil 3 und 4 freue ich mich, meine Erwartungen sind allerdings nicht so hoch. Vielleicht freue ich mich dann umso mehr :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 01.01.2016 11:31 
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wuthe57 hat geschrieben:
Hab gestern KOPFGELD zum 2. Mal geschaut. Gefällt mir nur durchschnittlich, ist mir einfach too much an vielen Stellen.
WILLKOMMEN IN HAMBURG fand ich dagegen klasse, so dass ich mir vor wenigen Tagen die DVD gekauft habe, die etwa 3 min länger als die TV-Ausstrahlung ist (und ja FSK 16 hat)
Ich muss sie aber noch sichten, scheint ja noch mehr Gewalt im Spiel zu sein.
Auf Teil 3 und 4 freue ich mich, meine Erwartungen sind allerdings nicht so hoch. Vielleicht freue ich mich dann umso mehr :mrgreen:


Tatsächlich :o ,.... 3 Minuten länger :shock:
Ich fand Willkommen in Hamburg für Tatort-Verhältnisse schon rauh.
Hm :boys_0137: , aber wenn Du es schon ansprichst, so könnte bei der Folge Kopfgeld auch ein wenig was fehlen, denn mir kam z.B. die Szenerie wo Nick alles in Brand steckte und einer der Verbrecher zur Fackel wurde, ein wenig abgebrochen vor.

Mal sehen, wie es heute Abend sein wird.
Vielleicht findet sich ja diesbezüglich bei schnittberichte was, sofern sowas wie Tatort dort zu finden ist.
Ansonsten wüßte ich nicht, wo vielleicht über zensierte Tatortfolgen berichtet wird :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: TATORT - Deutschtümelei in Serie
BeitragVerfasst: 01.01.2016 12:07 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:
Und dann folgt ja die Tatort-Doppelfolge mit T. Schweiger, deren 1. Teil am Neujahrstag ab 20:15 Uhr gesendet wird. Sollte zwar schon im November gezeigt werden, aber durch die Anschläge in Paris wurde alles verschoben. Werde ich auch schauen. Interessant dürfte sein, das hier die langjährige und derzeit immer noch sehr populäre Gesangs-Königin Deutschlands, HELENE FISCHER mit dabei ist. Sie gibt ihr Debüt in Sachen Film und stellt eine russische Killerin dar, die Nick das Leben zusätzlich noch schwerer macht. Helene mit Kanone und herum ballernd,....ja,....wurde auch mal Zeit, das sie im Film landet und irgendwie freue ich mich auf die kommenden Tatorte :D


Helene als Lederbraut, die "ficken" sagt, scheint mir der einzig plausible Grund zu sein, sich den anzuschauen...


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