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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DER ALTE MANN UND DAS KIND - Claude Berri
PostPosted: 22.09.2015 16:10 
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Produktionsland/Jahr: Frankreich 1967
Darsteller: Michel Simon, Alain Cohen, Charles Denner, Luce Fabiole, Roger Carel, Paul Préboist, Jacqueline Rouillard, Aline Bertrand, Sylvine Delannoy
Drehbuch: Claude Berri, Gérard Brach, Michel Rivelin
Produziert von: André Hunebelle & Paul Cadéac
Musik: Georges Delerue

Frankreich im Jahr 1944, zur Zeit der deutschen Besatzung. Claude ist acht Jahre alt. Wie alle Kinder seines Alters macht er Dummheiten und hat nur eines im Kopf: spielen. Doch er ist Jude und seine Eltern wechseln immer wieder den Wohnort aus Angst, denunziert zu werden. Schließlich hilft ihnen eine den Juden wohl gesonnene Bekannte. Der Junge wird zu ihren Eltern, zwei älteren Herrschaften, aufs Land geschickt, um den drohenden Bombenangriffen zu entgehen. Pépé ist Anhänger Pétains, den er seit seiner Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg verehrt, und zutiefst antisemitisch eingestellt. Er ahnt nichts von Claudes Herkunft, der geschickt einen katholischen Jungen mimt, und nimmt sich liebevoll des Kindes an, das ihm den heiß ersehnten Enkel ersetzt.
(Moviepilot; gekürzt)

Das ist das Spielfilm-Debüt von Claude Berri.
Eine sehr schöne Tragikomödie, wobei die Tragik lediglich in der Geschichte besteht.
Denn alles, was man hier sieht, ist eindeutig eine Komödie.
Die Kriegsthematik läuft lediglich im Hintergrund ab, wird nie offensichtlich.
Claude hat Spaß mit seinem "Großvater", ihm gefällt das Leben am Land, auf dem Bauernhof.
Dort kann er in Ruhe leben und bleibt vor Bombenangriffen verschont.
In der Schule aber gefällt es ihm gar nicht, denn er ist dort unbeliebt, wird ständig gemobbt.
Seine "Großeltern" sind ihm anfangs noch nicht so ganz geheuer, aber es entwickelt sich doch schnell eine tiefe Freundschaft, zwischen Claude und Pépé und so kann er mit ihm auch über die Probleme in der Schule reden.
Nach einiger Zeit verträgt er sich dann aber auch mit den Gleichaltrigen des Ortes.
Da ist z.B. ein kleiner Bub darunter, der fast ununterbrochen einen Finger in der Nase hat. :)
Also es ist schon durchgehend ein gewisser Humor vorhanden.
Michel Simon liefert eine hervorragende Leistung als "Großvater" ab und Alain Cohen spielt die Rolle des Claude ebenfalls sehr überzeugend.
Passend dazu die Musik von Georges Delerue, der damit noch einmal den trotz der Grundthematik unbeschwerten, fröhlichen Charakter des Films hervorhebt.

Mir hat der Film jedenfalls ausgezeichnet gefallen, schade, dass er anscheinend (zumindest auf deutsch) so selten ist.
9/10

Französischer Trailer
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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