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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DIE AUSSENSEITERBANDE - Jean-Luc Godard
PostPosted: 16.02.2017 23:59 
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Produktionsland/Jahr: Frankreich 1964
Darsteller: Anna Karina, Sami Frey, Claude Brasseur, Danièle Girard, Louisa Colpeyn, Chantal Darget, Ernest Menzer
Drehbuch: Jean-Luc Godard
Produziert von: Philippe Dussart
Musik: Michel Legrand

Die junge Odile (Anna Karina) arbeitet als Aupair-Mädchen bei einem reichen Paar in Paris und besucht nebenbei eine Sprachschule. In einem Englischkurs lernt sie den ruhigen Kleinkriminellen Franz (Sami Frey) kennen, der ihr wenig später seinen draufgängerischen Freund Arthur (Claude Brasseur) vorstellt. Odile ist sofort fasziniert von der rüden Art des Machos, der von Franz erfahren hat, dass sich im Haus von Odiles Gastgebern eine große Geldsumme zwielichtiger Herkunft befinden soll. Arthur plant einen großen Coup, bei dem Odile den beiden Freunden Zutritt zu der Villa verschaffen soll, damit sie dann das Geld entwenden können. Die Realisierung des Diebstahls gestaltet sich jedoch weitaus komplizierter als sich die drei gedacht haben…
(Ofdb)

Ich habe zwar Godard eigentlich schon ad acta gelegt, nachdem die drei Filme, die ich bisher von ihm gesehen habe, alle nicht mehr waren als gepflegte Langeweile.
Aber bekanntlich bestätigen Ausnahmen die Regel.
DIE AUSSENSEITERBANDE soll ja Godards am leichtesten zugänglicher Film sein und Tarantino hat immerhin seine (mittlerweile angeblich nicht mehr existente) Produktionsfirma danach benannt.
Diese Tatsache ist, ehrlich gesagt, auch der einzige Grund, warum ich den Film sehen wollte.
Im Grunde ist es eine Parodie der Pulp-Kultur, die lose auf dem Roman "Fool's Gold" von Dolores Hitchens basiert.
Der Film wirkt tatsächlich nicht so sehr auf Kunst getrimmt, wie man es von Godard gewohnt ist.
Trotzdem konnte er sich einen gewissen "künstlichen" Touch nicht verkneifen.
Nehmen wir die Szene in der Bar: Franz ruft eine Schweigeminute nur unter den Freunden aus und für (nicht ganz) eine Minute herrscht tatsächlich Stille.
Kein Ton, nur das Bild von drei Freunden, die an einem Tisch sitzen.
Die anschließende Tanz-Szene bietet ähnlich ungewöhnliches: Die Musik wird immer wieder unterbrochen und ein Off-Sprecher (im Original Godard selbst) offenbart dem Zuschauer die gegenwärtigen Gedanken der Protagonisten.
Damit wird auch der zweite Teil des Films eingeläutet: In den Köpfen von Franz und Arthur reift der Einbruchsplan und so wendet sich das Geschehen dem Krimi zu.
Aber auch da wird auf Lockerheit nicht vergessen, denn es gibt ja auch noch die "Louvre-Sequenz".
Ich für meinen Teil kann nur sagen, ich habe mir diesmal nicht zuviel erwartet, Godard hat den Roman wirklich interessant und durchwegs unterhaltsam in bewegte Bilder umgesetzt.
Dazu noch der nette jazzige Score von Michel Legrand, das hat mir, in dem Fall, schon gereicht für einen zwar nicht großartigen, aber mehr als brauchbaren Film.
7,5/10

Trailer:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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