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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DIE TITTE UND DER MOND - Bigas Luna
PostPosted: 09.05.2020 23:06 
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Produktionsland/Jahr: Spanien, Frankreich 1994
Darsteller: Biel Duran, Mathilda May, Gérard Darmon, Miguel Poveda, Genís Sánchez, Abel Folk
Drehbuch: Bigas Luna & Cuca Canals
Produziert von: Andrés Vicente Gómez
Musik: Nicola Piovani

Der neunjährige Tete (Biel Duran) lebt mit seinen Eltern in einem katalanischen Küstenort und hat mit Eifersucht zu kämpfen - er fühlt sich durch seinen neugeborenen Bruder von der Brust der Mutter (Laura Mana) verdrängt. Er träumt davon wieder Milch von Mamas Brüsten zu trinken. Sein einziger Vertrauter ist der Mond, dem er von seinem Kummer erzählt. Der Wunsch wird ihm in Gestalt einer attraktiven Zirkustänzerin erfüllt, in die Tete sofort vernarrt ist. Estrellita (Mathilda May) lässt sich mit ihrem älteren Mann Maurice (Gérard Darmon) am Strand in einem Wohnwagen nieder. Auch der jugendliche Flamencosänger Miguel (Miguel Povede) buhlt um die Aufmerksamkeit der begehrenswerten Frau. Es kommt zum Konflikt zwischen den beiden Männern und Tete beschließt Estrellita nach Milch von ihrer Brust zu fragen.
(Filmstarts.de)

Ich hatte ja Luna fast schon wieder abgeschrieben, nach zwei sehr enttäuschenden Filmen, erst beim dritten Versuch war ich dann halbwegs zufrieden.
Mit LA TETA Y LA LUNA gelingt ihm jetzt noch einmal ein deutlicher Sprung nach oben, was (zumindest nach den ersten zwei Filmen) überhaupt nicht absehbar war.
Hier verarbeitet Luna, laut eigener Aussage, Kindheitserinnerungen, die ihn (zufälligerweise?) auf die Spuren Fellinis führen.
Der Zirkus als zentrales Element, die Frauen an sich als eine Art Gottheit, zu denen speziell Tete fasziniert aufschaut, der teilweise kindlich-verspielte (manchmal auch kindische) Humor.
Zwischendrin auch quasi ein Hohelied auf die weibliche Brust als Quelle des Lebens, wenn man so will.
Und das alles umgibt eine oft traumartige Atmosphäre, was die stilistische Nähe zu Fellini unterstreicht.
Also wenn ich vieles erwartet habe, aber das nie und nimmer.
Wenn ich so überlege, was ich an den vorherigen Filmen zu beanstanden hatte... - keine Spur mehr davon.
Kein stockender Erzählfluss, keine losen Enden in der Geschichte, nicht eine auch nur im Geringsten amateurhaft inszenierte Szene.
Nichts mehr von alldem, plötzlich ist alles rund und abgeschlossen und ich hoffe, das ist nicht nur eine Ausnahme.
Für DIE TITTE UND DER MOND gebührt ihm aber nach allem auf jeden Fall ein lautes Bravo! :231:
8/10

Trailer:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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