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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: IM MANTEL DER NACHT - Gilles Grangier
PostPosted: 09.04.2019 15:24 
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Alternativtitel: Das Geheimnis der Dame in Weiß
Produktionsland/Jahr: Frankreich 1958
Darsteller: Jean Gabin, Nadja Tiller, Danielle Darrieux, Roger Hanin, Paul Frankeur, Hazel Scott, Robert Manuel, Robert Berri, François Chaumette
Drehbuch: Gilles Grangier, Jacques Robert, Michel Audiard
Produziert von: Lucien Viard
Musik: Jean Yatove

Bei der Untersuchung des Mordes an einem Nachtclubbesitzer trifft Inspektor Vallois auf dessen ehemalige Geliebte, die Sängerin Lucky. Sie bezirzt Vallois und versucht gleichzeitig, ein dunkles Geheimnis zu bewahren.
(Moviepilot)

Das ist wieder einmal ein schöner France-Noir.
Einer, der nicht auf irgendeine stringente Krimihandlung setzt, nicht das Hauptaugenmerk auf die Aufklärung des Mordes legt, sondern vorrangig an den Beziehungen der Figuren untereinander interessiert ist.
Da natürlich besonders an der von Inspektor Vallois (Jean Gabin) und Lucky (Nadja Tiller), der zwar anfangs davon ausgeht, dass sie ihren Geliebten erschossen hat, sie aber nicht festsetzen will, sondern sich ihrer annimmt, als er merkt, dass sie morphiumsüchtig ist.
Er versucht zunächst viel mehr dahinterzukommen, wie sie da hineingeraten ist und macht es sich zum Ziel, sie aus dem Dreck herauszuziehen.
Dabei treibt er sich viel in Clubs, Bars und (wenn es sein muss) auch in Stundenhotels herum.
Damit wird eine gewisse Grunddynamik geschaffen, denn der Inspektor ist ja praktisch fast ständig irgendwo unterwegs.
In solchen Clubs und Bars ist natürlich eines omnipräsent: Musik - Grangier bzw. Yatove gibt uns eine Extraportion Jazz.
Und gerade davon profitiert der Film auch sehr, von dieser Club-Atmosphäre und der Musik bzw. den gelegentlichen Gesangseinlagen von Hazel Scott.
Wenn man also Jazz mag (und dazu zähle ich mich), dann dürfte IM MANTEL DER NACHT schon von daher eine Wonne sein.
Das lässt die Schwere der klassischen breit orchestrierten Noir-Melodien vergessen, lädt ein zum Versinken in diesen wunderbaren Klangteppich.
In dem Moment ist alles drumherum zweitrangig, es zählt nur das momentane Feeling.
Bis jetzt haben wir also zwei Grundpfeiler des Films: Vallois und Lucky und deren Beziehung zueinander und auf der anderen Seite die Atmosphäre, das pulsierende Nachtleben in den Clubs von Paris.
Weiter oben habe ich geschrieben, es ginge nicht primär um die Ermittlungsarbeiten, aber auch darin liegt ein großes Plus, nämlich besonders in den Szenen, wenn sich der Inspektor in die Apotheke bzw. ins Haus der Apothekerin (Danielle Darrieux) begibt, die mit Lucky befreundet ist und ihr das Morphium beschafft hat.
Das nämlich sind die kurzen Momente, in denen sich der Film vom allgemein vorherrschenden beschwingten Ton wieder auf die ernsteren, emotionaleren bekannten Noir-Pfade begibt.
Hin und wieder tut das auch ganz gut, Abwechslung muss ja auch sein.
Damit ist der Film ausgewogen und am Ende führt genau das sogar noch zu einer der schönsten Szenen des Films, wenn Gabin den wahren Schuldigen und dessen Fassade genüsslich demontiert.
Was hätte man an IM MANTEL DER NACHT noch besser machen können?
Mir fällt nicht viel ein, daher gebe ich ihm 8,5/10.

Trailer:
www.dailymotion.com Video from : www.dailymotion.com


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