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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: BATAILLON DER VERLORENEN - Francesco Rosi
PostPosted: 20.11.2014 18:54 
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Italien/Jugoslawien 1970

Darsteller: Mark Frechette, Alain Cuny, Gian Maria Volonté, Giampiero Albertini, Pier Paolo Capponi
Score: Piero Piccioni

Der erste Weltkrieg, 1916 an der italienisch - österreichischen Grenze. Während es zunehmend schwierig wird, die italienischen Soldaten zum Kämpfen zu animieren, hat es General Leone ausgerechnet auf einen kargen Berggipfel abgesehen, den inzwischen die österreichische Armee besetzt hält. Dieser Berggipfel ist uneinnehmbar und gerade deshalb wollen ihn die Italiener einnehmen!!! :o :lol: Langsam haben es die Soldaten satt und würden Leone am liebsten Tod sehen...
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Wer Francesco Rosi kennt, der weiß das in seinen Filmen immer die Wahrheit gezeigt wird und das er oft eine unschöne Wahrheit aufdeckt, ohne Rücksicht auf Verluste, sei es bei Regierungsdingen oder Mafiösen Angelegenheiten... Normalerweise ist sein Metier eher der Gegenwartsfilm, hier rechnet er aber mit der Vergangenheit ab..
Dem ersten Weltkrieg und dessen Sinnlosigkeit die hier gezeigt wird, in aufwendigen Kriegsbildern zeigt er wie die italienischen Soldaten verheizt werden. Nur wegen einiger Sturer und man kann schon sagen, extrem Dummer hohen Tiere. Da werden Leute absichtlich in den Tod geschickt, da man denkt es könnte ja doch klappen, obwohl klar das es nicht funktioniert.
Mann trauert hier aber über niemand einzelnen, man klagt niemand einzelnen an, es ist das Gesamte System auf das Rosi abziehlt...
Ein brutaler und schonungsloser Krieg, der hier echt packend gezeigt wird, mit tollen darstellern und aufwendigen Schlachten. Tote gibt es hier massig zu sehen...
In einer Szene hören die Österreicher gar von sich das schiessen auf und Flehen die Italiener an doch das anstürmen aufzugeben, denn überwinden können sie ihre Stellungen nie und nimmer..
Wer Kriegsfilme mit ausufernden Schlachten mag ist hier richtig! Der film ist eine einzige riesige und auch sinnlose Schlacht...
9/10

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Ausschnitt aus der Kriegsaction:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com

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 Post subject: Re: BATAILLON DER VERLORENEN - FRANCESCO ROSI
PostPosted: 20.11.2014 19:07 
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Gute Beschreibung,reggie ;)
Mit Kriegsfilmen kann ich kaum was anfangen,kannste an einer Hand abzählen.
Aber den hat mir mal ein Forianer empfohlen und großes Interesse entfacht.
Hab den Streifen dann wieder vergessen - bis heute :lol:


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 Post subject: Re: BATAILLON DER VERLORENEN - FRANCESCO ROSI
PostPosted: 21.11.2014 07:57 
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Oh, den würde ich gerne einmal sehen!!!

Man hört ja über diesen Film nur positives im Netz.

Er soll ja früher häufig im Fernsehen gezeigt worden sein.
Schade, da ist er mir entgangen und heutzutage gibts ja fast nur Hollywood-Blockbuster-Kacke im TV! :evil:

Bitte liebe Labels, macht euch ran!!! :!: Raro hat ihn wohl auch mit schönem Bonusmaterial auf italienisch veröffentlicht. 8-)


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 Post subject: Re: BATAILLON DER VERLORENEN - Francesco Rosi
PostPosted: 15.12.2014 15:52 
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Ich kann mit Kriegsfilmen generell eher wenig anfangen und kenne daher auch nur die allerwichtigsten, aber bei dem hab ich mir gedacht: Erster Weltkrieg, dazu noch Gian Maria Volonté und das ganze unter der Regie eines Politexperten, der aber auch Action ganz gut in Szene setzen kann... könnte interessant sein...
Das war es dann auch und noch mehr als das.
Es ist nämlich kein normales Kriegsdrama, sondern stellenweise schon eher ein Spektakel und dabei trotzdem immer sehr um Realitätsnähe bemüht.
Hier wird der Krieg nämlich als das dargestellt, was ein Krieg immer ist: Ein sinnloses, schonungsloses Gemetzel.
In dem Fall mit gefühlten 1000 Statisten, zeigt Francesco Rosi das ganze in sehr aufwändig inszenierten Schlachten, dessen Bilder aber dafür umso realistischer wirken.
Auch wenn die Actionszenen immer sehr aufwendig wirken, so sind sie doch meisterhaft inszeniert, wie z.B. bei der Szene mit dem nächtlichen Angriff, bei dem man zwar nicht viel sieht, der aber trotzdem auch sehr atmosphärisch ist.
Wie üblich bei solchen Filmen, speziell, wenn sie von Politregisseuren inszeniert sind, wird auch mit Blut nicht gespart, so sieht man bei einem Angriff z.B. jemanden, dem das halbe Gesicht zerschossen wurde.
Kein schöner Anblick, aber es zeigt eben wieder, wie wichtig Rosi eine möglichst realistische Darstellung der Kriegsgräuel ist.
Außerdem sticht eine Szene besonders hervor, als bei einem Angriff der Italiener, die Österreicher sie anflehen, es doch aufzugeben, weil sie wissen, dass die Italiener chancenlos sind.
Die Musik von Piero Piccioni geht in diesen kolossalen Schlachten ein wenig unter, passt aber, wenn sie eingesetzt wird.
Auch auf schauspielerischer Ebene gibt's überhaupt nichts zu kritisieren.

Fazit: Kriegsdrama einmal anders - und auf diese Art weitaus besser, als das meiste, was sonst so hochgelobt wird, innerhalb des Genres.
9,5/10


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 Post subject: Re: BATAILLON DER VERLORENEN - Francesco Rosi
PostPosted: 18.12.2014 20:28 
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Sbirro Di Ferro wrote:
Hier wird der Krieg nämlich als das dargestellt, was ein Krieg immer ist: Ein sinnloses, schonungsloses Gemetzel.



Kriege sind zwar meist schonungslos, aber dann doch nur selten sinnlos.

In Rosis Film ist er zumindest für die meisten der gezeigten Soldaten sinnlos, weil sie im Prinzip für ihre eigene Unterdrückung kämpfen.


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 Post subject: Re: BATAILLON DER VERLORENEN - Francesco Rosi
PostPosted: 18.12.2014 20:36 
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Sbirro Di Ferro wrote:
Wie üblich bei solchen Filmen, speziell, wenn sie von Politregisseuren inszeniert sind, wird auch mit Blut nicht gespart, so sieht man bei einem Angriff z.B. jemanden, dem das halbe Gesicht zerschossen wurde.


Ist es üblich bei solchen Filmen (von denen du ja nur die wichtigsten kennst ;) ), dass sie von Politregisseuren inszeniert werden?


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 Post subject: Re: BATAILLON DER VERLORENEN - Francesco Rosi
PostPosted: 18.12.2014 23:35 
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:shock: Welcher Politregisseur hat denn noch einen Kriegsfilm gedreht??

Rosi hätte den Film eh nicht gemacht, hätte er nicht damit was aufzeigen wollen was im argen lag...

Im übrigen geht es im Krieg immer blutig zu, auch bei nicht Politfilmern gab es Blut, da Rosi eh ein Mann des Realismus war, durfte das freilich nicht fehlen...(übertrieben hat er es damit ja auch nicht)

@ spirro, bitte schreib doch mit etwas mehr bedacht, solche Aussagen sind schon etwas lächerlich ;)

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 Post subject: Re: BATAILLON DER VERLORENEN - Francesco Rosi
PostPosted: 19.12.2014 08:18 
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reggie wrote:
Im übrigen geht es im Krieg immer blutig zu


In der Realität schon, aber in Filmen nicht immer.
Beim dreckigen Dutzend z.B. gab es fast kein Blut, soweit ich mich erinnere und bei Stosstrupp Gold auch nicht (gut, das ja auch eher eine Parodie).
Ich kenne nur einen Kriegsfilm, der in Sachen Blutgehalt jenem hier nahekommt, nämlich SOLDAT JAMES RYAN, den fand ich aber ehrlich gesagt nicht besonders gut.


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 Post subject: Re: BATAILLON DER VERLORENEN - Francesco Rosi
PostPosted: 20.12.2014 10:26 
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Das mit dem Filmblut fing ja auch erst so richtig in diesen Jahren an. Ab den 70ern floß auch im Kriegsfilm, wie in jedem anderen Genre, meist reichlich Blut.

Daß der Rosi Film auffallend blutig war, daran kann ich mich übrigens gar nicht mehr erinnern.


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 Post subject: Re: BATAILLON DER VERLORENEN - Francesco Rosi
PostPosted: 15.08.2020 02:54 
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Batallion der Verlorenen. Guter Italienischer Kriegsfilm. Sehenswert !

Finde ihn sogar etwas besser als zB. " Wege zum Ruhm " Hat mehr Action.

Film wäre auch guter Antikriegsfilm.

Schulnote - 2

Guter Kriegsfilm

:D


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