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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: LA DANZA DE LA REALIDAD - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 28.10.2014 17:54 
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Produktionsland/Jahr: Chile, Frankreich 2013
Darsteller: Brontis Jodorowsky, Pamela Flores, Jeremias Herskovits, Alejandro Jodorowsky, Bastián Bodenhöfer, Adan Jodorowsky, Axel Jodorowsky
Drehbuch: Alejandro Jodorowsky
Produziert von: Alejandro Jodorowsky, Michel Seydoux, Moises Cosio
Musik: Adan Jodorowsky

Der Film beinhaltet sehr viel autobiographisches Material, basierend auf dem Buch, das Jodorowsky 2006 geschrieben hat.

Der junge Alejandro lebt mit seinen Eltern, die aus der Ukraine eingewandert sind, in Tocopilla, Chile.
Sein Vater Jaime ist überzeugter Kommunist und erzieht seinen Sohn sehr streng.
Er plant den chilenischen Präsidenten Carlos Ibáñez del Campo zu ermorden.
Um ihm näher zu kommen, lässt er sich bei ihm als Stallbursche einstellen.
Als er ihn dann endlich erschießen könnte, sind plötzlich seine Hände gelähmt.
Von diesem Zeitpunkt an scheint nichts mehr so zu sein, wie es gewesen ist...

Jodrowskys "Tanz der Realität" ist vielleicht tatsächlich sein realistischster Film, doch sind ihm gewisse Züge des Kunstfilms nicht abzusprechen.
Der Film steckt voller Kuriositäten und Zitate.
Gleich am Anfang bekommt man eine Hommage an SANTA SANGRE serviert; auch hier Clowns soweit das Auge reicht und ein Kind im Mittelpunkt.
So geht's allerdings nur die ersten Minuten, denn gleich darauf lernen wir Alejandros üppige Mutter kennen, womit wir auch schon bei den Kuriositäten wären.
Sie spricht nämlich nicht, sondern singt alles, was sie zu sagen hat und zwar in Arien; man sollte also als Zuschauer keine totale Abneigung gegen Opern haben.
Optisch erinnert sie an die Tabakverkäuferin aus Fellinis AMARCORD.
Desweiteren gibt's noch ein Zitat aus FANDO Y LIS, wenn seine Mutter Alejandro mit schwarzer Farbe einschmiert. (In Fando y Lis übergießen sich die beiden mit schwarzer Farbe)
Und zu guter Letzt auch noch was von Pasolini, nämlich die berühmt-berüchtigte in-den-Mund-pinkel-Szene aus DIE 120 TAGE VON SODOM.
Hier beugt sich Sara (die Mutter) über ihren Mann, der eigentlich schon fast tot ist, pinkelt ihn an und erweckt ihn so wieder zum Leben.
Eigentlich total bescheuert, aber da wir bei Jodorowsky sind, braucht man sich auch über so etwas nicht wundern.
Das war aber gar nicht so sehr das Problem, sondern eher die cock-and-ball-torture-Szenen.
Wie üblich gibt's also auch hier wieder eine recht ausgewogene Mischung von Genialität und Unsinn.
Musik wird nur selten eingesetzt und wenn, dann sind das meistens entweder mexikanische oder Wiener Walzer.
Schauspielerisch gibt's auch nichts zu kritisieren.

Fazit: Auch wenn ich manchmal mit mir kämpfen musste, die Sichtung nicht abzubrechen, so bin ich am Ende Jodorowsky doch dankbar für dieses Werk.
9/10

Wäre schön, wenn der eine deutsche Synchro bekommen würde.

Trailer
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Last edited by Sbirro Di Ferro on 23.03.2018 00:46, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: LA DANZA DE LA REALIDAD - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 20.03.2015 19:04 
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Alejandro Jodorwosky bietet zur Zeit (im Rahmen seiner Kickstarterkampagne zur Finanzierung seines neusten Projektes) seinen letzten Film La danza de la realidad zum kostenlosen Schauen auf vimeo an: *** The link is only visible for members, go to login. ***

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 Post subject: Re: LA DANZA DE LA REALIDAD - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 01.04.2017 15:35 
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Ich kann zwar eigentlich nicht spanisch, aber soviel verstehe ich auch, dass hier eindeutig von einer Trilogie die Rede ist.
Der zweite Teil ist ja vor kurzem auf DVD/BD erschienen.
Wenn ich an diese zwei Filme denke, wünsche ich mir doch sehr, dass Jodorowsky die Trilogie noch vollenden kann.
Er ist immerhin schon 88 Jahre alt, aber den Abschluss der Trilogie würde ich gerne noch sehen.
In diesem Sinne: Es möge ihm gelingen!


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