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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 05.11.2011 12:29 
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Picnic at Hanging Rock
(Picknick am Valentinstag)
Australien 1975 - Directed by Peter Weir
Starring: Rachel Roberts, Vivean Gray, Helen Morse, Anne-Louise Lambert, Karen Robson, Margaret Nelson...


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Miranda (Anne-Louise Lambert) und ihre Freundin Sara (Margaret Nelson), zwei Schülerinnen des renommierten Appleyard Colleges, unterhalten sich, gut gelaunt, in ihrem Zimmer der exklusiven Privatschule. Plötzlich verdunkelt sich Mirandas Gesicht, sie sieht ihre Freundin ernst an und meint zärtlich aber bestimmt: "You must learn to love someone else, apart from me, Sara. I won't be here much longer." Die Art und Weise, wie sie die Worte ausspricht respektive betont, läßt einen unwillkürlich frösteln. Als ob es sich dabei um eine unumstößliche Tatsache handelt, gegen die es sich nicht einmal lohnt anzukämpfen. Etwas später verursacht eine zweite Szene ähnliche Schauer des leisen Grauens, gepaart mit einer großen Portion Traurigkeit und Melancholie: Miranda (die an einer Stelle im Film mit einem Botticelli-Engel verglichen wird) entfernt sich mit einigen Mitschülerinnen von der Gruppe, um die gewaltige, legendenumrankte Felsformation "Hanging Rock" etwas näher zu erkunden. Kurz bevor sie sich außer Sichtweite befindet, dreht sie sich scheinbar spontan um und winkt. Man spürt sofort, daß es sich hierbei nicht um ein belangloses "bis bald"-Winken handelt, sondern daß dies ein endgültiges "lebt wohl" bedeutet. Und dieses Gefühl bzw. Wissen versetzt dem Zuschauer einen schmerzhaften Stich.

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Peter Weirs Picnic at Hanging Rock basiert auf Joan Lindsays gleichnamiger Novelle aus dem Jahre 1967 und ist ein wunderbar leises, gefühlvolles, entschleunigtes Wunder von einem Film. Die Zeit scheint stillzustehen, während sich das Drama unendlich langsam aber unaufhaltsam entfaltet. Oder genauer: die Dramen; denn während noch die Suche nach den auf unerklärliche Weise verschwundenen Mädchen läuft, bahnt sich im Internat eine weitere Katastrophe an. Picnic at Hanging Rock ist kein Film zum bloßen Anschauen. Picnic at Hanging Rock muß man erleben! Man muß eintauchen in diese uns unbekannte Welt (ein Großteil des Filmes spielt am 14. Februar des Jahres 1900 im australischen Victoria), die auf den ersten Blick so wunderschön ist, daß es fast weh tut, und in der sich doch bei näherer Betrachtung schreckliche, unerklärliche Dinge ereignen. Peter Weir schafft es mit seinem DoP Russell Boyd und der grandiosen Musikuntermalung von Bruce Smeaton und dem Panflöten-Virtuosen Gheorghe Zamfir, eine unglaublich dichte, beklemmende Atmosphäre zu kreieren, eine traumähnliche, unwirkliche Stimmung, die so atemberaubend wie einzigartig ist. Oneiroid heißt das Zauberwort, denn Picnic at Hanging Rock ist ein Traum von einem Film.

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Und wenn er endet, mit einem eingefrorenen Bild eines wahren Gänsehaut-Momentes, dann wird man sich erst der vollen Wucht dieses Kunstwerkes bewußt. Denn Picnic at Hanging Rock läßt einen nicht so einfach los, er hält die Gedanken auf Trab, so daß man gar nicht anders kann, als über diesen so schrecklich-schönen wie mysteriösen Film zu sinnieren. Peter Weir und sein Drehbuchautor Cliff Green deuten vieles an und erklären nichts. Das mag einige Zuschauer vor den Kopf stoßen, doch wer sich auf den Film mit all seinen Rätseln und Subtexten einläßt, der wird mit einem faszinierenden Filmerlebnis belohnt, das nicht von dieser Welt scheint und kaum in Worte zu fassen ist. Wäre der Film ein Gemälde, dann würde er im Museum of Modern Art in New York hängen, vermutlich zwischen zwei Picassos. Denn Picnic at Hanging Rock ist ein zeitloses Meisterwerk.

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 06.11.2011 13:40 
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Einer der besten und schönsten Filme der 70er Jahre, mag den auch sehr gerne. Ich war sogar -zufällig - letztes Jahr in Australien in der Gegend, wo der Film gedreht wurde. Wunderschön da!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 06.11.2011 14:40 
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Hab ihn mir mal im TV angesehen, als mir ein Kollege aus einem anderen Forum dazu geraten hat. War echt beeindruckt von diesem eher ruhigen, dafür sehr gefühlvollen Film!

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 07.11.2011 20:00 
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Wir haben eine Peter Weir-Reihe gekauft, inkl. "Picknick", allerdings hauptsächlich fürs TV, da ja die Kinowelt-Releases noch relativ frisch sind. Da machen wir aber sicher auch nochmal neue Releases mit Blu-ray dazu.


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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 07.11.2011 20:34 
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Wow, PICKNICK AM VALENTINSTAG wäre echt feinstes Fresschen für'n BD-Player. :a75-1: :231: :jc_goodpost:

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 08.11.2011 10:10 
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Au ja, PICKNICK und DIE LETZTE FLUT auf BD wären in der Tat sehr dufte!

@TRAXX: deine Avatare oszillieren zwischen trashig und sexy :) Wer ist die momentane Süße??

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 08.11.2011 18:18 
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Lesotho hat geschrieben:
@TRAXX: deine Avatare oszillieren zwischen trashig und sexy :) Wer ist die momentane Süße??

Das liegt einfach daran, dass ich mich selbst auch als "trashig und sexy" betrachte.... oder besser: als "trashig aber sexy" :P

Das Sweety ist Maria Ozawa, eine japanische Porno-Actrice, die sich ab und zu auch mal gerne in Extrem-Splatter wie INVITATION ONLY oder EROTIBOT verirrt.

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 10.11.2011 16:39 
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"Trashig aber sexy" - sozusagen ein brisantes und tabuloses Lebensmotto! gefällt mir, Sehr schön :D
Ah, der Name Maria Ozawa sagt mir was (ich schmutziger, alter Mann). Ist echt ne Hübsche, obwohl ich sonst nicht so auf Ladys aus Asien stehe (und nein, auch nicht auf Ladyboys aus Asien).

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 12.11.2011 19:33 
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Einer der unheimlichsten Filme, die ich je gesehen habe! :?

Sehe ich das richtig, dass Peter Weirs andere Werke jedoch nicht so wirklich mit diesem zu vergleichen sind?

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 12.11.2011 20:30 
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Die Frage ist: in welcher Hinsicht vergleichbar?

Den Mysterien Australiens widmet er sich z. B. auch in "Die letzte Flut".

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 14.11.2011 12:07 
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Ja, "Die letzte Flut" finde ich fast genauso gut, sehr sehenswert. Von seinen früheren Filme (=australischen Filmen) kenne ich sonst nur "The Cars that ate Paris", der war sehr skurril und "Ein Jahr in der Hölle" mit Mel Gibson und Sigourney Weaver, der ist auch sehr gut. Die späteren Hollywood-Filme sind uneinhetlich - manche gut, manche arg öde.

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 27.08.2013 00:38 
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Wow, was für ein Film. Würde ich schon fast als kleinen Horrorfilm bezeichnen, auch wenn diese Bezeichnung vielleicht übertrieben daherkommen mag. Aber diese düstere Grundstimmung ... Panflötenmusik, schöner Sommertag - aber trotzdem passieren mysteriöse Dinge. Diese Leiterin fand ich stellenweise auch irgendwie unheimlich.

Meines Erachtens Peter Weir's bestes Werk. Spätere Filme waren zwar auch nicht schlecht, aber erreichten nicht die klasse von "Picknick". Beeindruckend auch der Ersatz der Musik wie etwa die Panflöte, aber auch Mozart und Beethoven. Ähnlich imposant fand ich später Maurice Jarre's Score zu "Der einzige Zeuge", der teilweise sogar an Vangelis erinnert.


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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 31.08.2013 09:16 
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PICKNICK AM VALENTINSTAG ist zunächst ein impressionistischer Horrorfilm, der aber in der 2. Hälfte dann von ganz anderen Dingen erzählt. ich halte ihn auch für Weirs besten Film. 9/10


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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 14.02.2019 22:53 
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Ich werde mich jetzt wahrscheinlich wieder sehr unbeliebt machen, aber ich habe an dem Film nicht viel gefunden.
Was sollte das überhaupt sein - naturalistischer Psychohorror, Mystery-Drama, ein (misslungener) Mindfuck?
Irgendwie ist es alles und doch nichts.
Es gab für mich keinerlei emotionale Anhaltspunkte, nichts, das mich je zum Nachdenken angeregt hätte, geschweige denn, dass ich nach der Sichtung aus irgendeinem Grund länger darüber nachdenken könnte/wollte.
Ich habe dazu auch schon ein paar Mal gelesen, der Film wäre gar nicht zu verstehen, sondern zu fühlen, aber auch da war beinahe nichts.
Das war weder berührend, noch aus irgendeinem Grund berauschend oder spannend, ich habe es, ehrlich gesagt, nicht einmal als sonderlich tragisch empfunden.
Mir schien es immer nur ziemlich unglaubwürdig, dass ein Fels oder eine Felsspalte für das mysteriöse Verschwinden mehrerer Menschen verantwortlich sein soll.
Habe mich nur gefragt, was daran und an dem ganzen Film überhaupt der große Geniestreich sein soll.
Ich fand das alles so glaubwürdig wie mordende Autoreifen oder Aufzüge.
Dieses PICKNICK AM VALENTINSTAG ist eigentlich auf allen Ebenen ziemlich teilnahmslos an mir vorübergezogen.
Das einzige, wo ich sagen kann, das hat mir wirklich gefallen, ist die Musik in Kombination mit den Naturaufnahmen.
Das ist wirklich schön, aber ansonsten ist für mich nicht viel dran, an dem Film.
Tut mir leid, aber das war wirklich nichts, bleibt m.E. bestenfalls im Durchschnitt stecken.
5-6/10

So, und jetzt können gerne die schlauen Köpfe und Interpretationsgenies unter uns daherkommen und mir erklären, was ich, ihrer Meinung nach, nicht verstanden habe.
Auf die Plätze, fertig, los!


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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: 14.02.2019 23:40 
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Das letzte Mal habe ich den Film bei der Fernseherstausstrahlung in den 1970er Jahren gesehen. Das einzige, an was ich mich konkret erinnern kann, ist, daß ich mich am Ende gelangweilt habe.

Zu der Zeit brachten ARD und ZDF (vermutlich eher ARD) immer wieder mal Themenreihen wie „der neue australische Film“, „der neue skandinavische Film“ oder zum Beispiel „der neue lateinamerikanische Film“, wo in lockerer Folge Filme ausgestrahlt wurden, die man sonst nicht - im Kino oder sonstwo - zu sehen bekam.

Unter den australischen Streifen gab es zu der Zeit andere, die mich mehr ansprachen. Aber ich war da noch jugendlich und würde es heute womöglich anders sehen. Ich habe mir jedensfalls die jüngste Arte-Austrahlung aufgezeichnet und werde mir den Film bei Gelegenheit noch mal vor Augen führen.

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
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Anlässlich eines Filmabends mit Kollegen habe ich vor ein paar Jahren einmal zwei meiner absoluten Lieblingsfilme vorgestellt: WICKER MAN und PICKNICK AM VALENTINSTAG. Begeisterung hat keiner dieser beiden Filme ausgelöst, meine Faszination für diese beiden Filme übertrug sich nicht auf die anderen Leute. Jeder Mensch nimmt die Welt eben anders wahr. Dies zeigt sich eindrücklich auch immer wieder bei unserer grossen Leidenschaft, dem Film. Wer also PICKNICK AM VALENTINSTAG langweilig findet, muss nicht zwangsläufig den Film nicht verstanden haben, lieber Sbirro! Auf Dich wirkt die Atmosphäre dieses Filmes nun halt nicht so stark, wie sie es jetzt beispielsweise bei mir tut und dann kann der Film durchaus als langweilig empfunden werden. Jeder Film wirkt auf jeden Menschen wieder anders, dass hat es mit der Wahrnehmung nun mal so auf sich. Deswegen wirst Du als Filmkritiker nun bestimmt nicht exkommuniziert, aus meiner Sicht triffst Du bei genügend vielen Filmen den Nagel auf den Kopf, kein Grund zur Sorge also!


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BeitragVerfasst: Gestern 13:03 
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Der Film ist nichts für junge Leute, da kann der Sbirro erst mal nichts dran machen. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: Gestern 19:28 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
Der Film ist nichts für junge Leute, da kann der Sbirro erst mal nichts dran machen. ;)

Dümmste Argumentation!
Ich z.B. hab PICKNICK AM VALENTINSTAG als sehr junger Mensch (ca. als 10jähriger) gesehen und fand den irgendwie sehr unheimlich.
Wahrscheinlich weil eben nichts aufgelöst und man völlig im Dunklen gelassen wurde. Wer oder was hat das angestellt? Was genau ist eigentlich passiert und warum? Ja, unbefriedigend, normalerweise, hier allerdings extrem wirkungsvoll.

All das konnte ich auch als Kind schon in PICKNICK AM VALENTINSTAG erfühlen. Ich finde dieses Alters-Argument generell dämlich und anmaßend von oben herab, aber hier nochmals im Besonderen, da, wie gesagt, ein junger Mensch noch viel beeindruckter von dem Film sein könnte, als ein abgekläreter Erwachsener.

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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: Gestern 20:36 
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TRAXX hat geschrieben:
Jimmy Stewart hat geschrieben:
Der Film ist nichts für junge Leute, da kann der Sbirro erst mal nichts dran machen. ;)

Dümmste Argumentation!
Ich z.B. hab PICKNICK AM VALENTINSTAG als sehr junger Mensch (ca. als 10jähriger) gesehen und fand den irgendwie sehr unheimlich.
Wahrscheinlich weil eben nichts aufgelöst und man völlig im Dunklen gelassen wurde. Wer oder was hat das angestellt? Was genau ist eigentlich passiert und warum? Ja, unbefriedigend, normalerweise, hier allerdings extrem wirkungsvoll.

All das konnte ich auch als Kind schon in PICKNICK AM VALENTINSTAG erfühlen. Ich finde dieses Alters-Argument generell dämlich und anmaßend von oben herab, aber hier nochmals im Besonderen, da, wie gesagt, ein junger Mensch noch viel beeindruckter von dem Film sein könnte, als ein abgekläreter Erwachsener.


Na jut, dann präzisiere ich (mal halbwegs ernsthaft und nicht so unverfroren ironisch dahingeloddelt wie oben) dahingehend, dass der Film möglicherweise, gegebenenfalls, eventuell nicht die adäquate Kost für eher rational veranlagte (junge) Menschen sein könnte.

Sbrirro ist ja kein Doofi und hätte das sicher auch so verstanden - trotzdem Danke, lieber TRAXX!


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 Betreff des Beitrags: Re: PICKNICK AM VALENTINSTAG - Peter Weir
BeitragVerfasst: Gestern 23:15 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
TRAXX hat geschrieben:
Jimmy Stewart hat geschrieben:
Der Film ist nichts für junge Leute, da kann der Sbirro erst mal nichts dran machen. ;)

Dümmste Argumentation!
Ich z.B. hab PICKNICK AM VALENTINSTAG als sehr junger Mensch (ca. als 10jähriger) gesehen und fand den irgendwie sehr unheimlich.
Wahrscheinlich weil eben nichts aufgelöst und man völlig im Dunklen gelassen wurde. Wer oder was hat das angestellt? Was genau ist eigentlich passiert und warum? Ja, unbefriedigend, normalerweise, hier allerdings extrem wirkungsvoll.

All das konnte ich auch als Kind schon in PICKNICK AM VALENTINSTAG erfühlen. Ich finde dieses Alters-Argument generell dämlich und anmaßend von oben herab, aber hier nochmals im Besonderen, da, wie gesagt, ein junger Mensch noch viel beeindruckter von dem Film sein könnte, als ein abgekläreter Erwachsener.


Na jut, dann präzisiere ich (mal halbwegs ernsthaft und nicht so unverfroren ironisch dahingeloddelt wie oben) dahingehend, dass der Film möglicherweise, gegebenenfalls, eventuell nicht die adäquate Kost für eher rational veranlagte (junge) Menschen sein könnte.

Im Allgemeinen könntest du schon recht haben, aber wenn ich, in meinem Alter, als junger Mensch mich in einem Forum herumtreibe, das sich mit einem absoluten Nischenthema beschäftigt, dann sollte eigentlich schon von daher klar sein, dass ich in gewissen Bereichen anders denke, als das Gros der jungen Leute heutzutage.
Wie wäre es sonst zu erklären, dass ich Filme wie FAHRRADDIEBE, UMBERTO D, 8 1/2, SMDLVT, DER EISKALTE ENGEL, VIER IM ROTEN KREIS, 2001, LOST HIGHWAY oder MULHOLLAND DRIVE, wie die "normale" Jugend heute sagen würde, "abfeiere" (mir kommt schon das Kotzen, wenn ich das Wort nur schreibe)?
Klar, das sind alles irgendwo Klassiker, aber sie erfordern etwas, das die heutigen jungen Leute beim Filmschauen, meinen Erfahrungen nach, nicht mehr sehr schätzen.
Nämlich: Man braucht für all diese Filme Ruhe, Geduld, Aufmerksamkeit und sollte das Hirn einschalten.
Gut, was 8 1/2 und die genannten Lynchs betrifft, sollte man möglichst erst nachher und nicht schon währenddessen darüber nachdenken, aber nicht einmal das wird noch gern getan.
Eher hört man nachher nur, dass der jeweilige Film zu lang, zu langsam, zu langatmig, zu verwirrend oder - als alternative Ausweichmöglichkeit jeder tiefergehenden Auseinandersetzung - unlogisch gewesen wäre.
Ich suche nach Filmen, die ich mir mit irgendjemand anderem anschaue, immer gerne den Dialog und versuche immer herauszufinden, was der andere wirklich denkt.
Aber meistens wird dann mit den genannten "Argumenten" abgeblockt und das aber leider allgemein durch alle Altersgruppen.
Schade, aber so ist es leider, wenn man einem Menschen etwas, das einen selbst begeistert, zeigen will, derjenige aber Film nur noch als reine Unterhaltung, als reine Berieselung sieht (was die genannten Filme aber nun mal alle nicht sind) und sich nach der Sichtung nicht weiter damit beschäftigen will.
Ich habe eben das Pech, dass ich eigentlich nur solche Leute um mich habe, ich bin in meinem Verwandten/Bekanntenkreis leider der einzige Filmfan.
Und es wird mit voranschreitender Zeit sicher nicht einfacher werden, Leute meines Alters zu finden, die über das Thema Film (und speziell Filme abseits des Mainstreams) so denken, wie ich.


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