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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 10.06.2012 17:31 
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Italien/Deutschland 1968

Darsteller: Lee Van Cleef, Joachim Fuchsberger, Heinz Reincke, Gampiero Albertini, Marino Mase, Götz George, Ivano Stacciolo, Helmut Schmid, Marilu Tolo, Romano Puppo

Ein Trupp Italo-engländer werden für die englische Seite nach Afrika in den Krieg gegen die Deutschen geschickt. Sie sollen eine Wasseroase erobern die von Italienern besetzt ist. Sie sollen deren Platz einnehmen und Italiener spielen...
Für die geplante Invasion benötigen die Aliierten das Wasser dringent...
Anfänglich läuft alle glatt, aber .... seht selbst ;)

Der Film ist jetzt nicht super Aufwendig, wartet aber mit einer wahren Wucht an super Darstellern auf, so das der Film eigentlich gar nicht scheitern kann :D
Fangen wir mal mit der Lagerhure "Marilu Tolo" an, bei einem Männerfilm muss das Ja ;)
Auf Italienischer Seite haben wir "Marino Mase" als Kommandant, dann bei den Italo-engländern "Lee van Cleef" der erfahrenste von allen, dem albträume vom Japankrieg plagen. Ein mir nicht so bekannter "Jack Kelly" gibt den Captain der das unternehmen leitet und geplant hat.
"Gampiero Albertini", "Ivano Staccioli" und "Romano Puppo" haben grössere Rollen bekommen.
Weiter zu den deutschen! "Blacky Fuchsberger", "Götz George", "Heinz Reincke" und "Helmut Schmid" sind eine geniale Bande! Vorallem Fuchsberger und Reincke kann man gar nicht böse sein, so war ich in der mitte des Filmes mal kurz dazu geneigt die Fronten zu wechseln :)
Es wird schon oft geballert, dabei gehts recht Blutig zu, aber die meiste zeit spielt in dieser Oase, nur einmal wagen die Italiener einen Ausbruch in die Wüste mit typischen im Sand stecken bleiben des Lasters...
Paar explosiönchen gibts auch wenn Georges Panzerbrigarde anrückt um den Blacky rauszuballern...
Die Wahren Hauptdarsteller des Filmes sind am ende dann "Gampiero Albertini" und "Heinz Reincke". Weshalb schaut selbst!
8/10 mehr als solider WW2 Film!

Bilder der deutschen Dvd, ich selber hab ihn mir aufgenommen.... annähernd die gleiche qualli....
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Quelle: www.1advd.ch/details/film4875495.asp

www.youtube.com Video from : www.youtube.com

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 10.06.2012 19:26 
Leider kann ich mit der deutschen Cut Fassung gar nichts anfangen.


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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 11.06.2012 20:52 
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Den bekomm ich wohl bald ungeschnitten und auf Deutsch. Über die Bildquali kann ich aber noch nix sagen...

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 11.06.2012 20:57 
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Was wurde denn da eigentlich geschnitten????

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 11.06.2012 21:01 
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Keine Ahnung, ich wär auch mit der deutschen Fassung zufrieden gewesen, aber es hat sich grad eine Gelegenheit ergeben... ;)
Hier steht übrigens das die deutsche Fassung rund 25 Minuten gekürzt wurde ! :shock:
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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 11.06.2012 21:04 
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Reincke und Fuchsberger waren im fliegenden Klassenzimmer klasse. :)

Der Film war von 1987 bis 2006 indiziert, les ich gerade

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 11.06.2012 21:08 
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Ist der den sooo brutal das man den indizieren musste ? :?
Auf den Film bin ich sehr gespannt, kenn ich bislang noch ned...

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 11.06.2012 22:48 
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Naja geht schon ganz gut ab, blut gibts genug zu sehen, wenn da auch noch gekürzt wurde :o

Musst unbedingt berichten wenn du deine Uncut fassung hast ;)

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 12.06.2012 15:49 
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Klar, mach ich doch gern ! :)

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 18.06.2012 16:08 
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So, gestern die UNCUT Fassung gesehen ! Die in der deutschen Fassung fehlenden Szenen sind hier in italienisch OHNE Untertitel;
Am anfang dacht ich das stört nicht weiter, doch es hat sich leider ganz anders rausgestellt, da doch sehr sehr viele Dialogszenen fehlen, teilweise auch längere und bei manchen fragt man sich wie man die aus der deutschen Fassung entfernen konnte ! Vereinzelt sind es wichtige Szenen die auch noch totall harmlos sind die entfernt wurden. Ein wenig Gewalt fehlt auch ! Was genau fehlt kann ich nicht sagen da ich die ursprüngliche deutsche Fassung nicht kenne, aber was allein an Dialogen fehlt ist gewaltig !
Den Film selber fand ich durchschnittlich, zwar schön so viele bekannte Gesichter zu sehen, aber das hat mier hier nicht genügt ! Mir war der Film mit fast 2 Stunden zu lang, auch wenns genügend Action gab ! Überdurchschnittlich brutal ist er schon, aber auch nicht zu arg. Alles in allem vielleicht 6/10

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 18.06.2012 16:53 
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Italo-West-Fan wrote:
Mir war der Film mit fast 2 Stunden zu lang, auch wenns genügend Action gab !


Das wird sich der deutsche Verleih (Columbia) damals auch gedacht haben.
Deshalb wohl die Kürzungen, vor allem bei den Dialogszenen.


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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 18.06.2012 16:54 
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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 18.06.2012 17:10 
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Das Problem ist ja, das der Film meiner Ansicht nach in der duetschen Fassung garnicht funktionieren kann. Da fehlen oft 2 Minuten wichtige Dialoge, und die deutsche Fassung setzt dann mitten im Dialog ein, obwohl die Handlung (von der dt. Fassung aus gesehen) 2 Minuten vorher ganz woanders war... Ziemlich verwirrend das ganze...
Das kann aber auch sein, das das bei der dt. DVD/TV Fassung anders ist, für die Tijuana Version wurde wohl eine VHS als Tonmaster verwendet, den der Ton hat doch nicht die beste Qualität. Kann sein das die VHS noch kürzer war als die DVD. Keine Ahnug...

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 18.06.2012 18:10 
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Die deutsche Kinofassung lief 88 Minuten.
Offenbar hat das aber gut funktioniert, denn der Film war bei uns
kommerziell durchaus erfolgreich.


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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 18.06.2012 18:38 
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Müsste mir mal die deutsche Fassung ansehen um da direkt zu vergleichen ! Der läuft ja aicher bald wieder mal im TV...
In der Uncut Fassung werd ich mir den aber direkt wohl nicht mehr geben... Zumindest nicht die nächsten 7-8 Jahre ! ;)

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 30.06.2012 21:11 
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Hat sich denn Jemand die gekürzte deutsche DVD zugelegt und kann was zu Bild und Ton sagen? und ob sich der Erwerb überhaupt lohnt?

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 30.06.2012 22:09 
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Bild ist okay, Fassung wesentlich länger als die superkurze Toppic-Schrott-VHS, aber der Ton ist so totgefiltert, dass man leider teilweise kaum die Dialoge versteht :(

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 30.06.2012 22:12 
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biberwesen wrote:
Bild ist okay, Fassung wesentlich länger als die superkurze Toppic-Schrott-VHS, aber der Ton ist so totgefiltert, dass man leider teilweise kaum die Dialoge versteht :(


Mist mit dem Ton. Aber die DVD ist sehr günstig.

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 01.07.2012 08:36 
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In der ungekürzten Tijuana ist der Ton auch ziemlich übel ! :(

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 01.07.2012 10:42 
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Italo-West-Fan wrote:
In der ungekürzten Tijuana ist der Ton auch ziemlich übel ! :(



Hmm, hätten sich auch mehr Mühe geben könne. Habe die deutsche DVD für 4,55 Euro inc Versand bestellt.

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 23.07.2012 22:07 
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Alternativer Titel: Mit Eichenlaub und Schwertern
Produktionsland: Deutschland, Italien
Produktion: Alfonso Sansone, Artur Brauner
Erscheinungsjahr: 1968
Regie: Armando Crispino
Drehbuch: Menahem Golan
Kamera: Benito Frattari
Schnitt: Daniele Alabiso
Spezialeffekte: -
Budget: ca. -
Musik: Mario Nascimbene
Länge: ca. 89 Min. (deutsche DVD) 114 Min. (Japan DVD)
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Lee Van Cleef, Jack Kelly, Giampiero Albertini, Marino Masé, Götz George, Pier Paolo Capponi.


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Amerikanische Soldaten sollen unter der Führung von Hauptmanns Valli und Sergeant Sullivan ein italienisches Lager in Nordafrika unterwandern. Zu diesem Zweck gibt man sich als Italiener aus. Es dauert allerdings nicht lang bis das Lager von deutschen Verbündeten aufgesucht wird.

Der erste Blick auf die Besetzungsliste sagt: mit Lee van Cleef kann eh nichts schief gehen. Diese erste Inspiration bewahrheitet sich auch sehr schnell, denn Lee van Cleef nimmt als Sergeant Sullivan das Heft sofort in die Hand. Sergeant Sullivan zeigt seinem Vorgesetzten schnell dessen Grenzen auf, er fackelt nicht und hat auf Grund eines Traumas einen ziemlichen psychopathischen Einschlag. Lee van Cleef ist im Himmelfahrtskommando von El Alamein das mit Eichenlaub und Schwertern geschmückt ist, einfach großartig.

Der Film kommt sehr schnell zu Sache und zeigt wo es in den nächsten Minuten lang geht. Leider ist die anfängliche Action sehr dunkel gehalten. Die nächtlichen Nahkämpfe können so nicht in Detail erkannt werden. Die dabei eingesetzte Musik ist minimalistisch angelegt und sehr düster.

„Das Schicksal eines Professors der Soldat spielen muss ist leider: solche Helden wie sie zu ertragen“, so Oberleutnant Heitzel Agen gespielt von Joachim Fuchsberger zu Oberleutnant Rudi (Götz George). Die deutsche Fraktion Fuchsberger, George und Reinke macht ihre Sache zum Ende gut, kann allerdings nicht mit einem in allen Belangen brillierenden Lee van Cleef mithalten.

„Holen sie sich ihre Orden wie sie wollen, aber nicht mit dem Blut meiner Leute.“

In einigen Situationen macht das Trio auch zu sehr den Eindruck einer auf Butterfahrt befindlichen Spaßgemeinschaft und nimmt dem Film für ganz kurze Zeit die Ernsthaftigkeit. Dieses ist allerdings nur von kurzer Dauer und der Film findet sich in der Brutaloschiene, in der dieser nun mal gehört, wieder.

Das Himmelfahrtskommando El Alamein macht nämlich prinzipiell keine Gefangenen. Da geht es volle Breitseite nach vorn und ein Menschenleben interessiert unsere Helden einen Dreck. Dass hierbei auch gern auf eine bekannte Italo-Western-Mentalität zurückgegriffen wird, macht den Film noch angenehmer.

Fazit: Lee van Cleef lässt die morschen Knochen der Nazis erzittern und bittet zu einem brutalen Tänzchen in der ägyptischen Wüste. Klasse Deutsch-Italo-Kriegs-Action die auch für den Genreneuling interessant sein sollte. Leider ist der Film in Deutschland nur stark gekürzt erhältlich.


7,5/10

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 19.08.2012 14:11 
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sid.vicious wrote:
Leider ist der Film in Deutschland nur stark gekürzt erhältlich.


Habe eine TV-Ausstrahlung gesehen (WDR, 90 Min.)
Da - wie Italo West Fan weiter oben bestätigt hat - fast nur Dialogszenen fehlen,
haben die Kürzungen keine negativen Auswirkungen. Ich möchte fast sagen: Im Gegenteil.
Die TV-Fassung war inhaltlich verständlich und mehr Gerede hätte zu mehr Leerlauf geführt.
So funktioniert der Film ohne Hänger.
Der Ton war aber auch hier teilweise schlecht. Manche Dialoge und die Stimmen einiger
Akteure konnte man kaum verstehen.
Ich würde mich als "genre-fremd" bezeichnen und fand den Film ganz unterhaltsam.
Natürlich auch wegen der vielen bekannten Schauspieler.


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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 19.08.2012 17:05 
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Müsste mir die deutsche Fassung auch mal ansehen... :?
Aber das eilt nicht ! 8-)

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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 07.07.2016 10:39 
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Himmelfahrtskommando El Alamein - Armando Crispino

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Alternativtitel: Mit Eichenlaub und Schwertern, Sullivan's Marauders
Originaltitel: Commandos
Herstellungsland: Deutschland, Italien
Erscheinungsjahr: 1968
Genre(s): Drama, Krieg
Originalsprache: Italienisch
Länge : 112 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Drehbuch: Artur Brauner, Dario Argento, Menahem Golan
Produktion: Artur Brauner
Musik: Mario Nascimbene
Kamera: Benito Frattari
Schnitt: Daniele Alabiso
Darsteller: Lee Van Cleef, Jack Kelly, Giampiero Albertini, Marino Masé, Götz George, Pier Paolo Capponi, Ivano Staccioli, Marilù Tolo, Joachim Fuchsberger, Heinz Reincke, Helmut Schmid, Otto Stern



Ein Sondereinsatzkommando von italienisch stämmigen Alliierten wird im zweiten Weltkrieg mit einem Fallschirm über Afrika abgewogen. Sie sollen dort ein Wasserquelle der Italiener erobern, alle Italiener töten und diese durch eigene Leute ersetzten. Dieser Wasserquelle ist für den geplanten Angriff auf Nordafrika sehr bedeuten. Das Erobern klappt auch wunderbar, danach laufen die Dinger nicht mehr so am Schnürchen wie geplant. Die deutschen kommen mit Ihren Panzern vorbei und die Alliierten müssen Ihnen vorgaukeln sie seien die echten Italiener.

Der Angriff auf das Lager hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich wirklich Schwierigkeiten hatte zu unterscheiden wer zu wem gehört, da alle dieselbe Uniform trugen. Lee Van Cleef, Götz George und auch Heinz Reincke sind sehr überzeugen in Ihren rollen. Prinzipiell war dieser Film interessant gemacht. Auch gibt es ein paar Schöne Szenen in dem z.B. Lee Van Cleef seine Leute beim Trinken mit den Deutschen durch ein Loch im Fußboden beobachtet. An eine Musik kann ich mich nicht mehr erinnern. Allerdings zog sich der Film ganz schön. So richtig packen und in seine Handlung ziehen konnte mich der Streifen leider nicht. Vielleicht funktioniert der Film in der stark gekürzten deutschen Fassung besser. Das werde ich aber so schnell nicht überprüfen
Bei der Recherche zu dem Film bin ich wieder auf eine neue Genrebezeichnung gestoßen. Habe davon noch nie gehört. Laut der englischsprachigen Wikipedia handelt es sich hierbei um ein Macaroni Combat oder Macaroni War Film.

5/10


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 Post subject: Re: HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN - Armando Crispino
PostPosted: 10.10.2019 20:36 
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HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN

● COMMANDOS / HIMMELFAHRTSKOMMANDO EL ALAMEIN / MIT EICHENLAUB UND SCHWERTERN (I|D|1968)
mit Lee Van Cleef, Götz George, Joachim Fuchsberger, Jack Kelly, Pier Paolo Capponi, Heinz Reincke, Otto Stern,
Marino Masè, Helmut Schmid, Giampiero Albertini, Duilio del Prete, Ivano Staccioli, Lorenzo Piani und Marilù Tolo
eine Produktion der PIC | G.G.I. SpA | cCc Filmkunst | im Verleih der Columbia
ein Film von Armando Crispino


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»An der Front hatten wir erheblich mehr Ruhe als hier!«

Nordafrika gegen Ende des Jahres 1942. Deutsche Truppen sind unter Befehl von Generalfeldmarschall Rommel auf dem Vormarsch in Richtung Ägypten. Den US-Amerikanern Sergeant Sullivan (Lee Van Cleef) und Captain Valli (Jack Kelly) gelingt es mit ihren Leuten, das strategisch wichtige Lager in El Alamein in ihre Gewalt zu bringen. Um unerkannt zu bleiben, müssen sie einige Tage lang in italienischen Uniformen auf Verstärkung warten. Das Lager entwickelt sich zum Pulverfass, dessen Lunte bereits gezündet ist, zumal die deutschen Soldaten rund um Oberleutnant Heitzel (Joachim Fuchsberger) bereits eingetroffen sind. Wird sich die wacklige Tarnung aufrecht erhalten lassen..?

Die Karriere des italienischen Regisseurs Armando Crispino erstreckt sich leider nur über einen kurzen Zeitraum von gerade einmal weniger als zehn Jahren, in dem lediglich acht Spielfilme unter seiner Leitung entstanden, von denen heute nur noch wenige in Erinnerung geblieben sind. Crispino war unter anderem auch als Drehbuchautor tätig und diesbezüglich werden ihm häufig Unstimmigkeiten bezüglich der Kohärenz bescheinigt, was ebenso für manche Filme gilt, bei denen er als Regisseur tätig war. Vielleicht tut man dem Italiener Unrecht, wenn vorschnell mangelnde Routine oder Unerfahrenheit unterstellt wird, denn manche seiner Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen, da diese bei gerne angewandter, teils offensiver Härte und Brutalität auch Doppelbödigkeit in Genres anbieten, in denen solche Voraussetzungen weniger gefragt waren. Als eines der prominentesten Beispiele ist in diesem Zusammenhang sicherlich der in der Bundesrepublik unter dem Banner Bryan Edgar Wallace vermarktete Giallo "Das Geheimnis des gelben Grabes" zu nennen, der mehr offeriert, als ihm attestiert wird. Dies gilt bestimmt auch für seinen Kriegsfilm "Himmelfahrtskommando El Alamein", der erneut mit deutscher Beteiligung und internationalem Star-Aufgebot entstanden ist. Crispino geht auch in dieser 1968 entstandenen Produktion mit bewährter Handschrift vor, denn er verliert ungern Zeit, was der dramaturgischen Schärfe vielleicht vielerorts ein Dorn im Auge sein will. Im Gegensatz zu einer Originalfassung von 112 Minuten, kam der Film in der Bundesrepublik in einer um 24 Minuten gekürzten Fassung in die Kinos, was im Endeffekt für das Tempo, die Brisanz und fehlenden Atempausen sorgen wird, die die Geschichte nötig hat. Kriegsschauplätze werden von ausgehebelten Gesetzen beherrscht und es scheint, als existierten in der ägyptischen, von Schauplätzen auf Sardinien simulierten Wüste überhaupt keine Werte mehr, die die Zivilisation mühsam aufgebaut hatte.

Zu erkennen sind nur noch feindliche Lager und aus Strategie geschmiedete Allianzen, die bei jeder Gelegenheit dazu gemacht sein könnten, in Stücke zu zerfallen. Das Publikum darf sich unter Armando Crispinos drastischer, aber gleichzeitig hochwertiger Bebilderung auf schwere Gefechte und brutale Phasen gefasst machen, in denen er sich nicht scheut, Schockmomente zu konstruieren, um sie anschließend genüsslich auszureizen. Im Grunde genommen rückt die recht simple Geschichte zugunsten von Spektakel und Massakern schnell in den Hintergrund, und beinahe ist einem so, als bleibe nichts als Kugel- und Bombenhagel, Tod, Gemetzel und Verderben in der Erinnerung zurück. So einfach macht es sich dieser möglicherweise unterschätzte Beitrag allerdings nicht, denn lose Skizzen einzelner Schicksale deuten persönliche Niederlagen an. Interessant bei dieser brisanten Produktion bleibt schließlich, dass die Sinnlosigkeit derartiger Manöver und des Krieges im Allgemeinen unverschlüsselt an den Pranger gestellt werden - natürlich unter strikter Berücksichtigung des Publikumsinteresses, das bei solchen Veranstaltungen wohl nicht primär auf tiefschürfende Dramatik und entwaffnende Dialoge aus sein dürfte. Angesichts der gewählten Marschrichtung ist der Regie ein effektiver Mittelweg zwischen strapaziöser Unterhaltung und ein paar subtilen Elementen gelungen, wobei Letzteres beinahe im Rahmen von Kugelfeuer, Explosionen und Todesschreien untergeht. Der wohl interessanteste Kniff besteht allerdings in der Tatsache, dass sich nach dem bitteren Ende zeigen wird, dass es sich um kein im Vorfeld auf bestimmte Nationen beziehungsweise Personen zugeschnittenes, glorifizierendes Helden-Epos handelt, sondern sich nachhaltig um eine überaus destruktive Balance bemüht, die unterm Strich am meisten beeindruckt oder schockiert. Effektive Schützenhilfe hierbei leistet das internationale Star-Aufgebot, das mit denkwürdigen Leistungen aufrüstet.

Allen voran steht zweifellos Western-Ikone Lee Van Cleef als getrieben und bedenklich unemotional wirkender Sergeant Sullivan, der vor seiner blutigen Vergangenheit gezeichnet ist und flüchtet, diese aber stets zu Überholmanövern ansetzt, da sie ihn physisch und psychisch zu Grunde gerichtet hat. Zur Schau gestellt als Haupt-Aggressor der Geschichte, wirkt es geradezu so, dass er das Fass jederzeit zum überlaufen bringen könnte, was für eine unangenehme Spannung sorgt. Als Antagonist in den eigenen Reihen ist sein US-amerikanischer Kollege Jack Kelly zu sehen, der vergleichsweise zu weich und bedacht wirkt, um neben Sullivan bestehen zu können, obwohl dieser nicht das Privileg des Oberbefehls in der abgesandten Truppe genießt. Für Zündstoff ist also genügend gesorgt und wenn es schon intern zu eskalieren droht, stellt sich die berechtigte Frage wie es letztlich aussehen mag, wenn der tatsächliche Feind direkt vor den Soldaten steht. Diese Hochspannung definiert sich über den Verlauf gesehen als Leitmotiv und ist ausschließlich dazu gemacht, um in den entscheidenden Phasen hochzukochen. Gerne gesehene Darsteller repräsentieren die jeweiligen Truppen verschiedener Herkunftsländer und hier ist vor allem die ausgiebige Ansammlung deutscher Top-Interpreten zu nennen, die der Anforderung nach ein- bis zweidimensional denken und agieren. Es ist erstaunlich, wie frappierend echt die Darstellungen von Götz George oder Helmut Schmid in Sachen Ideologie oder Aggressivität wirken, wenngleich auch hier deutliche Gegenentwürfe von Joachim Fuchsberger oder Heinz Reincke angeboten werden, die sich im Endeffekt gegen die Eintönigkeit stellen. Gleiches kann durchaus von ihren italienischen Kollegen gesagt werden, die ebenfalls angemessene Zeichnungen durch Interpreten wie Pier Paolo Capponi oder Marino Masè erfahren. So wurde im schauspielerischen Bereich nichts dem Zufall überlassen, der am Kriegsschauplatz naturgemäß von Männern geformt wird.

In diesem Sinn ist zwischen all der nach Tod riechenden Luft und dem mit Blut getränkten Sand nur eine einzige Frauenrolle zu finden, die ausschließlich zur Verlustierung der Soldaten dient. Die italienische Interpretin Marilù Tolo als Adriana bringt es lediglich auf ein paar unscheinbare und wenig geschmackvoll arrangierte Szenen, in denen ausschließlich ihr Dasein als Objekt dokumentiert wird, doch unter Crispino wird es auch diesbezüglich keine Kehrtwende oder gar ein versöhnliches Ende geben, da so viele harte Schocks wie nur möglich gesetzt werden sollen. Die Simulation der Kriegsschauplätze ist gelungen und aufwändig inszeniert, genau wie die Simulation dieses vollkommen trostlosen und gottverlassen wirkenden Fleckchens Erde. Zahlreiche pyrotechnische Akzente und durchschlagende Bilder der Qual wollen das Verderben hautnah schildern und in diesem Zusammenhang ist nicht zu leugnen, dass die Regie eine nicht nur beunruhigende, sondern phasenweise sehr erschreckende Atmosphäre erschaffen konnte, das ihre eigentliche Intention nicht schuldig bleibt. "Himmelfahrtskommando El Alamein" möchte anscheinend genau der deprimierende Film über die schlimmste, künstlich am Leben gehaltene und niemals enden wollende Geißel der Menschheit sein, die er ist. Ohne Lichtblicke und Hoffnung fortfahrend, ist daher so gut wie vorbestimmt, dass sich der Verlauf nach und nach selbst exekutiert und sich kaum an Sympathieträgern - geschweige denn Überlebenden - interessiert zeigt. Unterm Strich bleibt vielleicht nur einer von zahllosen Kriegsfilmen, die möglicherweise mehr unterhalten als aufklären möchten, der aber vergleichsweise auch ebenso wie sein Regisseur unterschätzt wird. "Himmelfahrtskommando El Alamein" lässt sich bei Interesse an der Thematik sehr gut anschauen, außerdem kommen Anhänger der insbesondere deutschen Darsteller in den Genuss ungewöhnlicher Interpretationen, die nicht alle Tage abgerufen werden mussten. Ein Film, der trotz seiner reißerischen Seele das Potential besitzt, nachdenklich zu stimmen.


— ITALO-CINEMA —


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