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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
PostPosted: 29.03.2010 18:08 
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Eigentlich ist es wirklich verwunderlich, dass die Black-Emanuelle-Reihe in einem so italo-spezialisierten Forum bisher kaum Erwähnung gefunden hat. Denn was Bitto Albertini da in Gang gesetzt hat und vor allem wie es dann von D'Amato fortgesetzt wurde, gehört einfach zum Non-plus-Ultra im Bereich sleaziger Erotikstreifen. Nicht zu vergessen auch die erstklassigen Scores von Nico Fidenco.

Beim ersten Teil warte ich immer noch auf eine gute VÖ und den hab ich auch noch nie gesehen, aber zumindest die D'Amato-Beiträge wurden ja inzwischen vom US-LABEL Severin in solider bis exzellenter Form veröffentlicht, von daher ist es mir jetzt auch egal, ob die mal irgendwann noch hierzulande erscheinen.

Wie gesagt, ich kann nur nochmal eine Kaufempfehlung für die beiden Boxen von Severin aussprechen, die nebenbei auch sehr lohnenswerte Soundtrack-CDs enthalten. Zur Zeit sind sie noch zu vernünftigen Preisen erhältlich, aber man weiß ja wie schnell sich das manchmal ändern kann.

Ich denke, ich werde mir in nächster Zeit mal wieder den ein oder anderen Film aus der Reihe ansehen und dann nochmal näher darauf eingehen.

Bis dahin würden mich echt eure Meinungen interessieren!

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Last edited by Chet on 25.08.2010 22:30, edited 2 times in total.

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 Post subject: Re: Die Black-Emanuelle-Reihe - Joe D'Amato, Bitto Albertini
PostPosted: 29.03.2010 22:12 
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Gibt in Italien eine super DVD vom ersten Teil mit allen HC inserts seit 2 Monaten. Kann ich nur empfehlen.

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Post subject: Re: Die Black-Emanuelle-Reihe - Joe D'Amato, Bitto Albertini
PostPosted: 17.08.2010 19:26 
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BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato

OT: Emanuelle e gli ultimi cannibali (1977)

*** The link is only visible for members, go to login. ***


Reporterin Emanuelle ist diesmal an einer Kannibalen-Story dran und macht sich daher zu einer riskanten Expedition in den Amazonas auf...

Das dünne Handlungsgerüst ist selbstverständlich hauptsächlich Vorwand, um in den exotischen Kulissen zu schwelgen und zahlreiche Sexszenen zu präsentieren, aber gerade Letztere sind doch mit außergewöhnlich viel Gefühl für Dynamik und Rhythmus umgesetzt - diese Art zu inszenieren hatte D'Amato definitiv drauf wie kaum ein anderer. Der Kannibalen-Quatsch nimmt zum Glück nicht allzu viel Raum ein, ein paar wüste Splattereinlagen mussten dann aber doch sein. Nebenbei werden noch sämtliche Abenteuerfilm-Standards abgegrast (Leute werden von Schlangen angegriffen, versinken im Schlamm etc.), immerhin die Dschungel-Locations sorgen jedoch in den besten Momenten für eine recht dichte Atmosphäre. Gefallen hat mir auch das nachdenkliche Ende, weil es so bemüht, aber doch sympathisch wirkt.
Der große Star des Films soll natürlich Laura Gemser sein, wobei Nieves Navarro (die hier wirklich fantastisch aussieht!) ihr in einigen Szenen locker die Show stiehlt. Ebenfalls mit von der Partie ist Gabriele Tinti, und Nico Fidencos schwül groovender Score passt wieder einmal wie die Faust aufs Auge.

Im Grunde die ganze Schmuddel-Palette, die man von D'Amato erwartet, aber dessen inszenatorischen Fähigkeiten ist es zu verdanken, dass hier alles etwas aufwändiger und gewaltiger wirkt, und man daher schon fast von einem Sleaze-Epos sprechen kann.


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 Post subject: Re: Die Black-Emanuelle-Reihe - Joe D'Amato, Bitto Albertini
PostPosted: 17.08.2010 22:20 
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Immer wieder gern gesehenes Filmchen von Meister D'Amato mit einem schmackes-bombigem Titelsong!

Gruß, G.


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 Post subject: Re: Die Black-Emanuelle-Reihe - Joe D'Amato, Bitto Albertini
PostPosted: 20.08.2010 20:48 
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Wisst ihr irgendwie ob di ekommende XT-VÖ zu empfehlen ist?


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 Post subject: Re: Die Black-Emanuelle-Reihe - Joe D'Amato, Bitto Albertini
PostPosted: 20.08.2010 21:13 
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Nu isses eh egal, ist bestellt!


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 Post subject: Re: Die Black-Emanuelle-Reihe - Joe D'Amato, Bitto Albertini
PostPosted: 22.08.2010 21:01 
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Mich interessiert´s zwar nicht die Bohne, aber vielleicht interessiert´s ja wen... :roll:

Quote:
In ca. 10 Tagen erscheinen folgende große Hartboxen von XT Video:

Nackt unter Kannibalen Cover A, Gold Edition lim. 333 gr. Hartbox
Nackt unter Kannibalen Cover B, Metalic-Rot Edition lim. 333 gr. Hartbox
Nackt unter Kannibalen Cover C, Ultra Retro Edition lim. 333 gr. Hartbox
Nackt unter Kannibalen Cover D, Bavaria Cover lim. 555 gr. Hartbox

Diese Boxen enthalten jeweils 3 DVD´s und sind komplett neu abgetastet, das heisst super Bild... Metallic Rot und Gold sind glitzernde Hochglanz-Boxen.


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"Wir raten ab!" - Der katholische Filmdienst

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 Post subject: Re: Die Black-Emanuelle-Reihe - Joe D'Amato, Bitto Albertini
PostPosted: 22.08.2010 22:32 
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ALLE GEKAUFT...






... NICHT!


Ich verstehe diesen ganzen Hartboxenwahn nicht.


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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
PostPosted: 25.08.2010 22:20 
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Hab den Thread-Titel doch mal geändert. Sonst gibt's doch auch für alles Einzelthreads, warum also nicht für diese Klassiker... ;)

Zu den anderen Teilen werde ich dann zu gegebener Zeit auch noch Threads eröffnen, es sei denn, es kommt mir jemand zuvor. Aber so hoch im Kurs scheinen diese Filme ja hier eh nicht zu stehen, was ich eigentlich gar nicht nachvollziehen kann - für mich ist das Italo-Kino pur!

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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
PostPosted: 29.03.2011 14:50 
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Black Emanuelle und die letzten Kannibalen (Italien 1977, Originaltitel: Emanuelle e gli ultimi cannibali)

Laura und Nieves nackt im Busch

Bei ihrem "Undercovereinsatz" in einem Irrenhaus, stösst die Journalistin Laura (Laura Gemser) auf eine interessante Patientin. Auf dem Bauch der jungen Frau befindet sich eine rätselhafte Tätowierung, die auf einen Kannibalenstamm in Südamerika hinweist. Dieses Volk gilt seit mehreren Jahrzehnten als verschollen, doch dadurch wird Neugier der emsigen Gemse zusätzlich angestachelt. Zusammen mit dem Experten Professor Mark Lester (Gabriele Tinti) macht sich Laura auf in den Busch, ihr Boss übernimmt die Kosten für den Trip. Zunächst trifft Lester auf seinen alten Bekannten Wilkes (Geoffrey Copleston), von dessen Stützpunkt aus man sich tiefer in Dschungel begibt. Isabelle (Mónica Zanchi), Wilkes Tochter, kennt sich in der Gegend aus, sie beliefert per Boot jeden Monat eine Mission, auch die Nonne Schwester Angela (Annamaria Clementi) geht an Bord. Bei einem Zwischenstopp trifft die Gruppe auf den Jäger Donald McKenzie (Donald O'Brien), der mit seiner Gattin Maggie (Nieves Navarro aka Susan Scott) und einem Helferlein namens Salvadore (Percy Hogan) unterwegs ist. Die Ehe der McKenzies scheint schwer angeschlagen zu sein, Laura und Mark beobachten schmunzelnd, wie Maggie mit dem strammen Salvadore im Busch verschwindet. Bald sollen solche Problemchen zur Nebensache werden, denn tatsächlich machen Kannibalen die Gegend unsicher. Die "Reisegruppe" muss erste Verluste hinnehmen, der Ausflug in den Dschungel wird nun tatsächlich zum Horrortrip, zum Kampf ums nackte Überleben. Gibt es ein Entkommen aus der grünen Hölle...???

Hach, es war wieder schön. Joe D'Amato wächst mir von Jahr zu Jahr mehr ans Herz, auch dieser Mix aus Erotik, Abenteuer und Kannibalengemetzel findet meine volle Zustimmung. Aus dem ursprünglichen deutschen Titel "Nackt unter Kannibalen", wurde im Zeitalter der DVD "Black Emanuelle und die letzen Kannibalen", was immerhin dem italienischen Originatitel 1:1 entspricht (Inzwischen ist der Film in etlichen Varianten erschienen, darunter auch wieder unter dem alten Titel). Der geschätzte Herr Aristide Massaccesi (Joe D'Amato) platzierte seinen Allerwertesten nicht nur auf dem Regiestuhl, er dachte sich die Story aus, schrieb am Drehbuch mit. Selbstverständlich übernahm er auch die Kameraarbeit, die bekanntlich sein ursprüngliches Arbeitsfeld darstellt. Wie immer dürfte die Regie D'Amatos von einigen Filmfreunden mit Skepsis betrachtet werden. Ich mag seinen Stil sehr, er schafft es stets seinen Werken eine ganz besondere Atmosphäre einzuhauchen. Schmuddel und Schund fängt kaum jemand so kunst- und stilvoll ein, ich liebe es! Über dem Treiben schwebt der locker-flockige Score von Nico Fidenco, der immer den richtigen Ton trifft.

Wer sich mit Nacktheit und erotischen Szenen genrell nicht anfreunden kann/mag, sollte besser gleich die Finger von diesem Flick lassen (Oder sich endlich überzeugen lassen). Freilich nutzt D'Amato nahezu jede Gelegenheit, um seine attaktiven Damen nackt zu zeigen, teilweise im Nahkampf mit den anwesenden Kerlen, dazu streut der geschäftstüchtige Lustmolch ein paar (recht zahme) Lesbenszenen ein. Ich höre schon das übliche Gezeter, dass diese Momente die Handlung nicht voranbringen. Hey, die erotische Schlagseite gehört bei D'Amato eben dazu. Wenn die erotischen Szenen dann auch so ansprechend und schön ausgeführt sind, erfreuen sich meine entzündeten Augen sehr gern daran. Auch wenn ich Laura Gemser "eigentlich" nicht sonderlich attraktiv finde -sie ist mir schlicht und ergreifend zu dürr- kann ich mich der Anmut der dunklen Schönheit nicht entziehen. Dies scheint mir der richtige Zeitpunkt zu sein, um ein paar Worte zu den Darstellern zu schreiben. Wer sich bereits ein wenig mit dem italienischen Genrekino beschäftigt hat, wird sich über die ilustre Besetzungsliste freuen, beglückt über das Wiedersehen mit einigen bekannten Gesichtern sein.

Aus "Emanuelle" wurde in der deutschen Synchronisation "Laura". Laura Gemser wirkt hier nicht ganz so ausgemergelt wie ein einigen anderen Filmen, was ihrem Erscheinungsbild sehr zugute kommt. Zwar bin ich eher etwas üppigeren Rundungen zugeneigt, doch an den stehenden Saugvorrichtungen der Dame würde ich mich gern verlustieren, keine Frage (Contenance, altes Ferkel!). Wie dem auch sei, Frau Gemser spielt auch bekleidet überzeugend, die Rolle der mutigen Journalistin passt zu ihr. Mein sinnlicher Höhepunkt kommt jedoch in Form von Nieves Navarro daher. Nieves spielte in diversen Giallo-Perlen mit, für mich stand sie jedoch immer ein wenig im Schatten von Edwige Fenech. In den späten siebziger Jahren war sie jedoch zu einem ultrascharfen Geschoss gereift, erblühte in ihren späten Dreissigern/frühen Vierzigern zu voller Schönheit. Hier kommt sie als versoffenes Luder daher, nur durch die Gier nach Reichtum an ihren Gatten gefesselt. Wenn Nieves auf dem Nachtlager die Finger kreisen lässt, sorgt dieser Anblick für einen stark beschleunigten Puls, garantiert! Mónica Zanchi hat gegen die anmutige Laura und die wilde Nieves keinen leichten Stand, kann aber mit ihrer schüchtern angelegten Erotik auf sich aufmerksam machen. Beim geilen Joe bleibt auch das Nönnchen nicht verschont, doch Annamaria Clementi wird nur im Schlaf leicht bekleidet gezeigt, die Show überlässt man den bereits genannten Damen. Vor lauter Freude über Laura und Nieves, geraten die Herren der Schöpfung ein wenig in den Hintergrund. Unfair, denn Gabriele Tinti und besonders Donald O'Brien machen einen guten Job. Percy Hogan soll nicht unterschlagen werden, sein durchtrainierter Körper dürfte weibliche Zuschauer und interessierte Herren erfreuen. Die Kannibalen werden von kleinen, dünnen Männlein dargestellt, die laut D'Amato von den Philippinen stammen.

"Nackt unter Kannibalen" ist ein kurzweiliges Vergnügen, aus den tiefen Häuserschluchten von New York, entführt uns der Film mitten in die grüne Hölle des Todes (die man gekonnt vortäuscht). Auf den ersten Blick mag es nicht auffallen, doch D'Amato hat einiges an Stoff in diesen Streifen gepackt. Ein stimmungsvoller Auftakt im Irrenhaus, inklusive einer blutigen Attacke als frühzeitiges Schockmoment, jede Menge knisternde Erotik, überzeugende Dschungelatmosphäre. Dazu blutige Kannibalenexzesse, die für empfindliche Zuschauer zu viel sein dürften, für den gierigen Gorebauern aber nicht ausufernd genug sein werden. Joe D'Amato gelingt es vortrefflich, aus den vorhandenen Zutaten ein sehr schmackhaftes Menü anzurichten, genau die richtige Mischung zu treffen. Dank der guten Besetzung und der handwerklich soliden Ausführung, ist der Film ein sehr liebenswerter Vertreter seiner Zunft geworden.

Mir liegt die oben abgebildete DVD von X-Rated vor. Die Bildqualität möchte ich als mittelprächtig bezeichnen, leider wurde keine anamorphe Abtastung vorgenommen. Wie üblich kommt die Scheibe in einer grossen Hartbox ins Haus, die mit unterschiedlichen Covern erhältlich war. Es gab auch eine Ausgabe mit Bonus-DVD. Eine neuere Auflage stammt von XT, die mit jeder Menge Boni als "Remastered 3-Disc Edition" angeboten wird (Vielleicht werde ich mir die Variante von XT als Ergänzung beschaffen).

Mag ich, will ich, gebt mir mehr! Zunächst ziehe ich 7/10 (gut), doch da ist noch Luft nach oben. Die zusätzlichen "Wohlfühlpunkte" muss ich nicht zusätzlich ins Spiel bringen, oder...?

Lieblingszitat:

"Aber keine Angst, ich treibe mich in keinem Irrenhaus mehr rum. Ich gehe nur zu den letzten Kannibalen."

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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
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Einer meiner Lieblings-D`Amato-Filme.Ein erotischer Kannibalenfilm mit einem super Soundtrack,wundervollen Aufnahmen (Nieves wird im Dschungel von hinten hergenommen während ihr
(Film-)Ehemann Donal O`Brian dabei zuschaut),Geschlechtsteile werden gegessen oder abgeschnitten,ein bischen Lesbensex hier und da,ein rauchender Affe und ein Tauziehen der etwas anderen Art.Note 1.

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"Berlin (EZ) | 10. Mai 2012 | Deutsche Fernsehzuschauer und Kinofans können aufatmen: Hamburger Studenten haben eine Software entwickelt, die Til Schweiger aus Filmen entfernt und damit eine erhebliche Qualitätssteigerung garantiert."


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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
PostPosted: 30.03.2011 01:56 
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Ich mag den Streifen wie der AL auch ziemlich gerne und gerade diese unheimlich krude Mischung aus Softsex- und Kannibalenstreifen ist eine einzige, unglaubliche Wohltat. Damit muss man einfach klar kommen bzw. ein Faible dafür haben. Ich persönlich finde den Film einfach klasse und mir gefällt es einfach immer wieder, wie der Joe hier alle Register zieht und Schmuddelsex zum Kannibalenmampfen bringt. Außerdem ist der Soundtrack auch nicht zu verachten.


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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
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Hat jemand den Durchblick bei weiteren Black Emanuelle Flicks?

• Emanuelle nera orient reportage (Black Emanuelle - 2. Teil, 1976): DVD aus den USA (Severin) oder DVD aus Italien (Stormovie)?
• Emanuelle nera in America (Emanuelle in America, 1977): DVD aus den USA (Blue Underground) oder DVD aus Italien (Stormovie)?

Taugen die US-Boxen von Severin? Ich bestelle nicht gern Boxsets aus den USA, weil diese meist beim Transport ramponiert werden. Hilfe, ich bin süchtig und brauche den Stoff!

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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
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Habe beide Boxen von Severin und würde die auch durchaus weiterempfehlen. Für dich sollten das eigentlich no-brainer sein ;)

Wenn ich heute Abend ein bisschen Zeit habe, poste ich ein paar Screenshots. Mkay?!?

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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
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trAp JAw wrote:
1. Habe beide Boxen von Severin und würde die auch durchaus weiterempfehlen.
2. Für dich sollten das eigentlich no-brainer sein ;)
3. Wenn ich heute Abend ein bisschen Zeit habe, poste ich ein paar Screenshots. Mkay?!?


1. Das ist eine Ansage, ich mache mir -irre wie ich bin- immer ein wenig Sorgen bei US-Importen, da die Versandverpackungen meist nicht besonders sicher sind, leider immer wieder Transportschäden auftreten. Ein zerstörtes Amaray ist kein Thema, doch eine geschredderte Box ist ärgerlich.

2. No-brainer? Na, dann passt der Stoff doch prima zu mir! :D

3. Sehr angenehm! :D

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So Blap, wo fange ich an... :lol:

Die Severin-Boxen und die BU-Scheibe von EMANUELLE IN AMERICA sind Must-Haves - für dich sowieso! :mrgreen: Severin hat zwar die D'Amato-Flicks geschickt über beide Boxen verteilt, wahrscheinlich damit man auch wirklich beide kauft, aber die Anschaffung lohnt sich definitiv. Gerade EMANUELLE AND THE WHITE SLAVE TRADE und EMANUELLE AROUND THE WORLD sind absolute Highlights der Reihe. Von den Non-D'Amatos sind BLACK EMMANUELLE, WHITE EMMANUELLE (wieder mit Nieves Navarro! ;) ) und SISTER EMANUELLE ebenfalls einen Blick wert. Und last but not least: die ultimative Super-Duper-Beilage sind ja erstmal die beiden Soundtrack-CDs von Nico Fidenco. :D

Bei mir sind die Boxen damals von Axelmusic unbeschadet angekommen.

So, ich hoffe ich konnte dich jetzt endgültig überzeugen! :lol: :)

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@ Blap: Das no-brainer bezog sich nicht direkt auf die Filme, sondern auf dein Zögern bezüglich der (längst überfälligen) Order der Boxen ;)
Ich muss dich allerdings enttäuschen und kann erst morgen die Screenshots posten, da ich hier lediglich ein Netbook ohne opt. Laufwerk zur Verfügung habe :x

Falls du die Boxen noch nicht kennst (leider nur Handy):


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Ja, ich werde wohl zugreifen müssen. Danke, trap Jaw und Chet.

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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
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Emanuelle e gli Ultimi Cannibali
(Nackt unter Kannibalen / Emanuelle and the Last Cannibals / Trap Them and Kill Them)
Italien 1977 - Directed by Aristide Massaccesi

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Kurz nachdem sie am Ende einige Kannibalen aus ihren Booten geschossen und einen besonders hartnäckigen Vertreter dieser Zunft den Gewehrkolben mit Wucht ins Gesicht geschmettert hat, sinniert Emanuelle [1] nachdenklich und ins Leere starrend: "Ich hätte nie gedacht, daß ich auf einen Menschen schießen könnte. Vielleicht ist es wahr, daß ein Journalist für einen guten Artikel alles tut. Eigentlich müßte ich zufrieden sein, denn ich habe eine sensationelle Reportage in der Tasche. Aber ich bin es nicht." Ihr Begleiter, Professor Mark Lester (Gabriele Tinti, von 1976 bis zu seinem Tod 1991 mit Laura Gemser verheiratet), legt seine Hand beruhigend auf ihre Schulter. "Es ist nicht unsere Schuld", sagt er. Und dann dudelt auch schon wieder der von Nico Fidenco geschriebene und von Ulla Linder gesungene, wunderbar abscheuliche Disco-Song Make Love on the Wing los: "I'm your queen, you're my king, I feel good now, happy like a clown..." Friede, Freude, Eierkuchen also? Mitnichten.

Schon zu Beginn hätte es Emanuelle (die statueske Schönheit aus Indonesien, Laurette Marcia Gemser aka Laura Gemser [2]) dämmern müssen, daß diese Expedition anders als der Besuch im hiesigen Streichelzoo verlaufen wird. Doch ihre hübsche Spürnase hat die Witterung bereits in dem Moment aufgenommen, als eine Krankenschwester schreiend und mit abgebissener Brust den Gang eines Irrenhauses entlang torkelte. Die Verursacherin der Bluttat, eine im Amazonasgebiet aufgegabelte junge Frau (Dirce Funari), sagt zwar trotz Emanuelles unorthodoxer Verhörmethoden - die Starreporterin der Evening Post massiert ihr wie selbstverständlich das Unterstübchen - kein Wort, doch das Tattoo über ihrem Schamhügel spricht eine deutliche Sprache. Eine Expedition nach Südamerika ist rasch organisiert, und die Suche nach den letzten Kannibalen kann beginnen. Unterwegs trifft man auf den impotenten Großwildjäger Donald McKenzie (Donald O'Brien [3]), der mit seiner nymphomanen Göttergattin Maggie (die umwerfende Nieves Navarro aka Susan Scott [4]) im Dschungel nach Diamanten sucht. Ebenfalls mit von der Partie sind mit Schwester Angela (Annamaria Clementi) und der jungen Isabelle (die Schweizerin Mónica Zanchi) zwei hübsche Frauen. Das trifft sich gut, betrachten die Kannibalen Titten doch als nahrhaftes Leckerli für zwischendurch, und rituellem Geschlechtsverkehr sind sie auch nicht gerade abgeneigt.

Um das Interesse an der erfolgreichen Black Emanuelle-Reihe nicht erlahmen zu lassen, ist Aristide Massaccesi aka Joe D'Amato [5] dazu übergangen, die einstige Erfolgsformel (Laura Gemser + schöne Frauen + softer Sex + exotische Locations = Kassenerfolg) mit diversen, eher befremdlichen Zutaten anzureichern. So trifft die scharfe Reporterin in Emanuelle in America auf Snuff-Filmer und muß sich in Emanuelle e gli Ultimi Cannibali gar mit Kannibalen herumschlagen. Bei italienischen Kannibalenfilmen haben Tiere ja generell nichts zu lachen. Glücklicherweise hält sich D'Amato diesbezüglich sehr zurück, denn abgesehen von einer Python, die Emanuelles Körper etwas zu stürmisch erkundet, gibt es keine Opfer zu beklagen. Überhaupt ist Emanuelle e gli Ultimi Cannibali trotz einiger harter Goreeskapaden bei weitem nicht so unangenehm grimmig wie seine unerquicklichen Artverwandten von Umberto Lenzi und Ruggero Deodato. D'Amatos Hauptaugenmerk liegt eher auf Sex, Abenteuer, und noch mehr Sex. Emanuelle ist kein Kind von Traurigkeit und verführt so ziemlich alles, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Und auch Maggie läßt nichts anbrennen; wenn ihr Selbstbefriedigung zu langweilig wird, versichert sie sich einfach der Dienste eines muskulösen Schwarzen, der sie gekonnt von hinten zu bearbeiten weiß.

Doch spätestens wenn weibliche Bäuche auf- und Brustspitzen abgeschnitten werden, ist Schluß mit lustig, wobei auch Männer nicht immer ungeschoren davonkommen [6]. Im Gegensatz zu üblen Machwerken wie Le Notti Erotiche dei Morti Viventi (In der Gewalt der Zombies) oder dem noch wesentlich übleren Porno Holocaust (Insel der Zombies) geht D'Amatos Rechnung hier auf, ist ihm mit Emanuelle e gli Ultimi Cannibali doch ein wilder, unterhaltsamer und erotischer wenn auch nicht wirklich geschmackssicherer Genremix gelungen. Der großteils in Italien gedrehte Streifen punktet nicht nur mit vielen freizügigen Szenen und der einen oder anderen happigen Gore-Einlage [7], sondern glänzt auch mit einer tollen Mucke, lustigen Dialogen und einer angenehm lockeren, temporeichen Inszenierung. Da D'Amato einen zigarettenrauchenden Schimpansen zur Verfügung hatte, hat er ihn kurzerhand gleich in einer schönen Szene auf Zelluloid verewigt. Vielleicht hat er sich ja so über diesen coolen Affen gefreut, daß ihm die zahlreichen, teils haarsträubenden Goofs entgangen sind, über die man in dieser "wahren", angeblich auf dem Bericht einer gewissen Jennifer O'Sullivan basierenden Geschichte [8] bisweilen stolpert. Emanuelle e gli Ultimi Cannibali ist ein launiger Exploitationfilm von einem der ganz großen Meister des Faches, den auch jene Genrefans goutieren könnten, die beim Namen "Italo-Kannibalen" üblicherweise die Nase rümpfen. Ob man am Ende tatsächlich "happy like a clown" ist, wie Ulla Linder nicht müde wird zu singen, wage ich nicht zu beurteilen. Emanuelle ist es jedenfalls nicht, da ihr das Abenteuer doch etwas auf den Magen geschlagen ist. Abgesehen davon bezweifle ich stark, daß Clowns generell glückliche Menschen sind. Aber das ist eine andere Geschichte.

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[1] In der deutschen Synchronfassung hat man sie umgetauft: aus Emanuelle wurde Laura

[2] Vom Autor "MAERZ" in seinem formidablen Kannibalenfilmartikel in der Splatting Image # 8 liebevoll als "aromatische Samenpumpe" bezeichnet

[3] Eigentlich heißt der in Frankreich geborene Sohn eines Iren, der u. a. in I Quattro dell'Apocalisse, Keoma, Mannaja, Quel Maledetto Treno Blindato, Zombi Holocaust, I Guerrieri dell'Anno 2072 und in The Name of the Rose zu sehen ist, ja Donal O'Brien

[4] Pflichtfilme mit der heißblütigen, am 11. November 1938 geborenen und mit Regisseur Luciano Ercoli verheirateten Spanierin: Una Pistola per Ringo, I Lunghi Giorni della Vendetta, Le Foto Proibite di una Signora per Bene, La Morte Cammina con i Tacchi Alti, Tutti i Colori del Buio, Rivelazioni di un Maniaco Sessuale al Capo della Squadra Mobile, La Morte Accarezza a Mezzanotte, Passi di Danza su una Lama di Rasoio, Orgasmo Nero

[5] 15.12.1936 – 23.01.1999. Laut Internet Movie Database ist er stolzer Besitzer von sage und schreibe 69 Pseudonymen! Die schönsten davon sind wohl Enrico Biribicchi, Hugo Clevers, Igor Horwess, Arizona Massachusset und Chang Lee Sun

[6] Schon nach wenigen Minuten führt Professor Lester der neugierigen Journalistin stolz einen "authentischen" Film vor, der die Kannibalen in Aktion zeigt. Ein Ehebrecherbestrafungsritual wurde geheim und unter Lebensgefahr durch die Büsche hindurch gefilmt. Neben einer Frau, die ihren Kopf verliert, ist auch zu sehen, wie ein Penis amputiert wird. Dieses immer wiederkehrende Motiv in italienischen Kannibalenfilmen wurde allen Widrigkeiten zum Trotz in leckerem Close-Up eingefangen, also bitte eine Runde Applaus für den wagemutigen Kameramann!

[7] Die Qualität der Splatterszenen schwankt von recht gut (das Öffnen eines Bauches) bis völlig lächerlich (das halbierte Opfer)

[8] Eine Texttafel zu Beginn verkündet feierlich: "This is a true story as reported by Jennifer O'Sullivan"

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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
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Danke für die ausführliche, schöne Rezension, die mich daran erinnert, meine D'Amato-Bildungslücke schleunigst zu schließen! :D Von Shriek Show ist/war eine Blu-ray angekündigt, an die man angesichts des bisherigen Outputs ( Sado, Zombies unter Kannibalen), nicht allzu hohe Erwartungen haben sollte...

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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
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Muss ehrlich sagen, dass ich diesen Film mag und das eigentlich von Jahr zu Jahr mehr.

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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
PostPosted: 17.06.2012 12:33 
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(Für alle, die den Titelsong noch nicht kennen - aber Achtung, das Ding setzt sich im Kopf fest und läßt sich so schnell nicht vertreiben!)

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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
PostPosted: 10.03.2014 23:30 
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Gestern im Kino erneut gesichtet, wobei die Vorführung mit einer Einführung (was insoweit passend ist, weil hier ja auch gerne was eingeführt wird) über das Schaffen Joe D'Amatos generell und seine "Black Emanuelle"-Streifen speziell verbunden war.

Ich mag D'Amato eigentlich gar nicht, gebe auch gerne zu, von seinem Schaffen nicht wirklich viel zu kennen. Mein persönlicher Liebling von Onkel Joe ist ja (Tusch, bitte!) sein Söldnerklassiker "Die Aasgeier kommen", vermutlich der einzige D'Amato, der je ab 16 freigegeben wurde...

Für mich wirkte Joe immer wie jemand, der stets häufig den entscheidenden Schritt zu viel machte. Ich möchte nicht sehen, was eine Frau mit einem Pferd noch anstellen kann, außer es zu reiten. Ich will auch diese Pseudo-Snuff-Szenen aus dem gleichen Film nicht sehen, abgesehen davon, stößt es mich zutiefst ab, dass man seinerzeit die (falsche) Info streute, man habe echten Snuff gekauft und in den Film eingebaut (so erzählt es Joe mal in einem Interview mit dem englischen "Delirium"-Magazin). Unterste Schublade, sorry!

Insofern stört es mich auch nicht im geringsten, dass der (dem CDU-Politiker Jürgen Wohlrabe gehörende) Verleih "Jugendfilm" (!) diesem Film für den Kinoeinsatz die härtesten Spitzen abschnitt (die VHS ist identisch). Besser das als im Kino abgeschnittene Schwänze zu sehen! Generell finde ich die praktizierte Vermischung von sehr harter Gewalt und sehr viel Sex sehr obskur, denn zumindest bei mir will das eine nicht so ganz zum anderen passen.

Die Offenherzigkeit von Susan Scott verwundert, wenn man an ihre Eleganz zu Giallo-Zeiten denkt, soll aber nicht weiter kritisiert werden. :D Nicht weniger verwundert ist man, dass man einen renommierten Anthropologie-Professor für eine "Expedition" gewinnen kann, bei der nicht einmal ein Funkgerät mitgenommen hat. Und die Frage, warum eigentlich ein seit Jahrzehnten ausgestorbener Kannibalismus-Kult wieder aufgeflammt ist, wird überhaupt nicht mehr aufgegriffen. :?

Also machen wir uns nichts vor, dies hier ist Mittelmaß, für das sich niemand den Unterleib abreißen würde, wenn nicht Laura G. ihren geil-genialen Wassergöttinnen-Trick abziehen würde.

PS: Die Musik von Nico Fidenco ist geil!

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PPS: Warum läuft der Thread nicht unter dem Kinotitel? :? So sucht man sich ja 'nen Wolf...

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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
PostPosted: 14.05.2015 10:24 
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Für den 17.08.2015 ist der Streifen von 88 Films (UK) auf BD angekündigt! Da mir das Werk in den letzten Jahren mehr und mehr ans Herz gewachsen ist, darüber hinaus die alte DVD viel Raum für Verbesserungen bietet, werde ich auf jeden Fall zuschlagen. Sehr angenehm!

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 Post subject: Re: BLACK EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN - Joe D'Amato
PostPosted: 15.09.2020 04:40 
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Black Emanuelle und die letzten Kannibalen (Joe D‘Amato, 1977) 6/10

In einer New Yorker Irrenanstalt kommt es zu einer kannibalistischen Attacke einer jungen Frau mit einer Tätowierung, die eindeutig einem ausgestorbenen Indianerstamm aus dem südamerikanischen Regenwald zugeordnet werden kann. Dadurch wittert die mehr oder weniger zufällig anwesende Blitzreporterin Emanuelle ihre Chance auf eine Reise nach Amazonien. Zusammen mit dem Museumsdirektor Mark geht es zuerst in die Kiste, dann auf Reisen, und dann beides zusammen. Im Dschungel trifft man dann auf das Pärchen Donald und Maggie, ihres Zeichens Jäger. Dass die beiden allerdings keine Tiere jagen sondern Diamanten aus einem abgestürzten Flugzeug stibitzen wollen, dass wissen Emanuelle und Mark nicht. Ist für die Handlung allerdings auch nicht relevant …
Ach ja, und irgendwann finden die Abenteurer dann auch den Stamm der Mampfomampfos. Oder richtiger: Die Mampfomampfos finden die Abenteurer. Sie finden sie vor allem recht appetitlich. Eine unerbittliche Jagd auf die weißen Eindringlinge beginnt.

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So einen Film wie NACKT UNTER KANNIBALEN zu erschaffen, das konnten glaube ich nur die italienischen Filmemacher. Ein unglaublicher Hybrid aus Erotik und Kannibalen-Horror, aus professionell gedrehten und wunderbar aussehenden Traumaufnahmen und unglaublich miesem Gegurke. Gecastet mit erstklassigen Schauspielern mit bekannten Namen, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihre Kleidung vom Leib reißen und poppen, unabhängig von Sinn oder Unsinn der Popperei. Der Trieb muss befriedigt werden, da müssen die tödlichen Kannibalen einen Strauch weiter halt einfach mal zurückstehen. Gifttiere oder gar Schlangen? Pff, die einzige interessante Schlange ist die zwischen den Beinen des nächsten Mannes. Basta!

Da haben wir also auf der einen Seite einige wirklich erotische Momente: Emanuelle und ihr Lover am Ufer des Hudson River, und Emanuelle ist anzusehen wie sehr sie die körperliche Nähe während ihrer letzten Reportage vermisst hat. Emanuelle und Isabelle am Wasserfall, sich gegenseitig entdeckend. Wunderbare poetische Momente voller Zärtlichkeit.
Und dann auf der anderen Seite das Martyrium von Schwester Angela. Das Leiden von Maggie. Hier hat es blutige und schreckliche Augenblicke, die definitiv unter die Haut gehen (das Wortspiel ist jetzt nicht beabsichtigt), und sehr gut und eindringlich gefilmt sind. Doch dann kommt der Tod von Donald, und der Zuschauer fragt sich ernsthaft, was D’Amato geritten hat, etwas so Lächerliches tatsächlich in Szene zu setzen …

Trotzdem, dieses direkte Nebeneinander von Herz und Schmerz, das hat schon was. Dieses Lavieren zwischen Lust und Leid, zwischen Leben und Tod, das erzeugt eine unnachahmliche und ganz eigene Stimmung. Und wenn dann am Ende des Films Laura Gemser wie die Venus aus den Fluten auftaucht um ihr Opfer entgegenzunehmen, mit dem sie dann Hand in Hand gen Wasser und Freiheit enteilt, dann weiß ich, dass ich mit der Sichtung dieses Films definitiv alles richtig gemacht habe. Diese Szenen gehören zum gleichzeitig Spannendsten und Erotischsten, was ich seit langer Zeit gesehen habe, und in dieser Kombination sogar als einzigartig erachte.

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Darum sollte man über NACKT UNTER KANNIBALEN ob seines Titels, seiner Thematik und der vielen nackten Haut nicht gleich den Stab brechen, sondern sich lieber über eine Wundertüte voller Überraschungen freuen. Und über die Einfallslosigkeit der moderneren Filme kann man den Kopf dann noch viel mehr schütteln …

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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