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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: VERBOTENE LUST IM SPERRBEZIRK - Adrian Hoven; Wolfgang G. Kruse
PostPosted: 01.02.2019 17:53 
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Verbotene Lust im Sperrbezirk – Adrian Hoven, Wolfgang G. Kruse

(D 1983)

6.1.2019, Kino (Kommkino Nürnberg, 35mm, DF)



Inhalt:

4500 Mädchen treten in den 50 Peepshows deutschlandweit auf: „Genießen Sie es, oder sind sie auch einer dieser Moralapostel?“ Der Film schildert die abwechslungsreichen Erlebnisse einiger dieser Mädchen und lässt sie auch in Interviews zu Wort kommen. So gerät ein „blonder Bomber mit Zwillings-Flak“ ins Visier eines Fotographen, der es ehrlich mit ihr meint, nachdem er sie nach den Probeaufnahmen abgeschleppt hat, eine weitere Dame lässt sich nach einem Auftritt tags darauf von einem Besucher in einer Kneipe abschleppen („Nun, mein Vorbild ist Marquis de Sade. Er war der perverseste Lustmolch aller Zeiten und ich bin sein legitimer Nachfolger“), zwei weitere werden von einem anderen Besucher auf einer Yacht vernascht, nachdem sich „ein Hurrican direkt unter seinem Arsch zusammenbraut“ und 3 Aktricen heizen einem Spanner mit einem Lesbendreier ein, „bis ihm das Ding in der Hose explodiert“ – der gesellt sich irgendwann dazu: „Das darf nicht wahr sein, ich werd verrückt, in meinem Drehbuch steht genau das selbe. (…) Das wird ein knackiges Lustspiel“. Irgendwann kriecht er völlig erledigt aus dem Auto und robbt zu seinem: „Ich fühl mich wie ein Deckhengst nach der Kastration, ich kann ja nicht mal mehr wiehern. Kennt ihr die Nummer? Das ist Fury auf dem Weg zur Schlachtbank.“ Kurze Zeit später hat sich der Deckhengst erholt und macht sich an „Blacky“ ran, die begeistert meint: „Das gibt´s doch nicht, der Typ ist total versext.“ Auch ein Segelflugzeug und Wasserskifahrten sind Schauplätze erotischer Heiterkeiten, bis Rosi schließlich in einem abschließenden Interview meint: „Ich würd nie wieder zurück gehn in den Haushalt, wo man nur für andere Leute die Drecksarbeit macht. Jetzt bin ich in der Peepshow. Und diesen Entschluss bereu ich auch nicht. Zum ersten mal verdien i a richtigs Geld. Weil vorher, des war ja a Hungerlohn“.


Review:

Adrian Hoven ist allseits als Regisseur und Produzent bekannt; gedreht hat er u.a. „Hexen – Geschändet und zu Tode gequält“ (1973), produziert die sehr sehenswerten Jess-Franco-Filme „Necronomicon – Geträumte Sünden“, „Rote Lippen – Sadisterotica“ und „Küss mich, Monster“ (alle 1967). In „Verbotene Lust im Sperrbezirk“ zeigt er zwischen pseudodokumentarischen Szenen – eine Aktrice wird im tiefsten bayrisch von Margot Mahler synchronisiert – dass sich auch das Privatleben der Mädchen in der Peepshow nur um Erotik und Jet-Set dreht. Die Wahrheit sieht wohl anders aus, der Film selbst ist in seiner Melange aus rotzigen Sprüchen, konsequenter Discomusik der Achtziger und meist attraktiven Frauen launig.

„Verbotene Lust im Sperrbezirk“ stand bereits auf einem früheren Filmkongress des Hofbauer-Kommandos auf dem Programm und wurde auf dem 18. außerordentlichen Kongress als Abschlussfilm vom mittlerweile wesentlich größeren Publikum positiv aufgenommen.


Fazit:

„Das wichst en letzten Spießer von der Galerie!“


Wertung:

6,5 / 10


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