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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 22.11.2009 19:38 
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Originaltitel: Milano Odia: La Polizia Non Può Sparare
Darsteller: Tomas Milian, Henry Silva, Ray Lovelock, Laura Belli
Jahr: 1974

Inhalt:
Der wahnsinnige Giulio (Tomas Milian) und zwei Kollegen planen Marilu, die Tochter eines reichen Firmenchefs zu entführen um eine halbe Milliarde Lire Lösegeld zu erpressen. Kommissar Grandi (Henry Silva) wird auf den Fall angesetzt. Grandi bleibt nicht viel Zeit, sich Sache aufzuklären. Giulio bringt jeden um, der sich gegen ihn stellt, egal ob Freund oder Feind. Und Giulio hat nicht vor, Marilu nach Übergabe des Geldes am Leben zu lassen...

Quelle: ofdb.de

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 25.11.2009 19:46 
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Mein Fazit:
Der Berserker ist für mich einer der Besten Filme dieser Art.
Das Drehbuch ist in sich schlüssig , fast schon realistisch im Vergleich zu ähnlichen Filmen und Lenzi verseht es den Film ohne längen zu inszenieren .
Die Konzentration auf die Verbrecher läßt das ganze zu einem Gangster und nicht zu einem
Polizeifilm werden - und das ist auch gut so , denn ich habe manchmal Probleme wenn Polizisten sinnlos metzeln .... bei Verbrechern ist das dagegen OK (einfach ein Teil vom Job).
Optisch sieht das ganze wirklich toll aus und wirkt auch durchdacht - keine unübersichtlichen
Ballerorgien .
Dazu ein unauffälliger aber gelungener Score von Ennio Moriccone.

Auch die Schauspieler sind gut gewählt - Thomas Milan als immer rücksichtsloser werdender Wahnsinniger reißt jede Szene in der er Auftritt an sich .
Auch Ray Lovelock überzeugt als naiver und schwächster Part des Trios.
Henry Silva als schweigsamer , direkt hilfloser Polizist ist sich gewöhnungsbedürftig , zumal seine Rolle nicht im Mittelpunkt steht doch auch er kann überzeugen - gerade am Ende .
Beachtlich ist bei ihm immer diese Ruhe und Kälte die er ausstrahlt .
Alle anderen machen ebenfalls einen Guten Eindruck .

Wie es sich gehört ist dieser Film wie man heute sagt Frauenfeindlich, allerdings mach er aus dem Polizist der am Ende das Gesetz in die eigenen Hände nimmt keinen Held - beachtlich !
Schlußendlich gibt es in diese "Welt" nur Verlierer ......

Für mich ein Klassiker 10 von 10 Punkten

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 25.11.2009 19:49 
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Ich fand Henry Silva einfach nur farblos. Tomas Millian hätte hier einen würdigen Gegenpart gebraucht. Ansonsten ein guter Film.

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 25.11.2009 19:50 
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Ja, Silva ist in dem Film wirklich sehr blass. Aber okay, Milian läßt seinem bzw. seinen Kollegen im Film ja kaum die Möglichkeit, sich auch etwas in Szene zu setzen. Der spielt ja wie der Derwisch in diesem Film.


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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 25.11.2009 21:04 
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Hier mein -schon etwas älterer- Senf zu diesem Prachtwerk:

Der Berserker

Giulio Sacchi (Tomas Milian) ist ein mieser, kleiner Verbrecher. Als er bei einem Banküberfall Mist baut, bekommt er eine ordentliche Abreibung von seinem Boss. Giulio hat nun die Schnauze voll. Zusammen mit zwei Freunden, entführt er die Tochter eines reichen, alten Sackes. Dabei dreht er völlig am Rad. Wer ihm auch nur im Ansatz im Wege steht, wird ohne Rücksicht brutal aus dem Weg geräumt. Kommissar Grandi (Henry Silva) ist Giulio zwar auf den Fersen, doch festnageln kann er den durchgeknallten Gangster nicht...

Tomas Milian ist einfach ein Knaller. Was er hier abzieht ist unglaublich geil. Völlig durchgedreht, schreckt er als Psychopath vor keiner Greueltat zurück.Dagegen verblassen alle anderen Darsteller zu Statisten. Henry Silva, den ich ebenfalls gern sehe, kann Milian in keinster Weise Paroli bieten. Wobei man Silva auch zu Gute halten muss, dass seine Screentime weitaus geringer ausgefallen ist als die von Hauptakteur Milian.

Solide Regie von Umberto Lenzi, netter Soundtrack von Ennio Morricone, ordentliche DVD von "New World Entertainment". Poliziotti Fan, was willst du mehr?

8/10 sind angesagt, aber für die phantastische Performance von Tomas Milian muss es noch einen Bonus geben.

8,5/10


***

Ein wenig sehr kurz geraten, dieser Film wäre eines ausführlicheren Kommentares würdig. Aus heutiger Sicht würde ich den Streifen vielleicht sogar noch ein wenig höher bewerten, das Teil rockt einfach wie die Hölle!

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 25.11.2009 21:16 
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denn ich habe manchmal Probleme wenn Polizisten sinnlos metzeln .... bei Verbrechern ist das dagegen OK (einfach ein Teil vom Job).


Bei mir ist es gerade umgekehrt. :mrgreen: Sacchi lässt ja massenweise Unschuldige über die Klinge springen (die Szene in der Villa insbesondere hat mir den Film sehr verleidet); wenn Merli und Co. dagegen mal etwas kräftiger hinlangen, weiß man wenigstens, dass es die Richtigen erwischt. 8-)


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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 25.11.2009 23:07 
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BERSERKER zählt zu meinen Lieblingsfilmen. Milian dominiert und trägt den Film was ihr ja bereits geschrieben habt.
Silva ist wirklich nicht gerade bei der Sache, erfüllt aber seinen Zweck.
Muss mal schaun, dass ich ein Poster davon krieg... :mrgreen:

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 26.11.2009 00:05 
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Einer der ersten Filme dieses Genres, den ich gesehen habe - und nach wie vor einer meiner Lieblings-Poliziotteschi. Ich finde allerdings, dass Silva gut in die Rolle des etwas trägen und überbeherrschten (schon leicht resignierten) Polizisten passt, dem aufgrund der Gesetzeslage die Hände gebunden sind.
Das mit der oben erwähnten "Frauenfeindlichkeit" konnte ich allerdings nicht erkennen. Entweder bin ich schon ziemlich abgestumpft oder ich habe irgendetwas übersehen...
Sacchi ist meiner Meinung nach nicht Frauen- sondern einfach Menschenfeindlich. Er ist ein eiskalter Narzisst ohne Mitgefühl mit seinen Opfern - egal ob Mann oder Frau.
Die Darstellung von Gewalt (gegen Frauen) erfolgt nach meinem Verständnis in diesem Kontext...

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 27.11.2009 04:36 
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Bombastisch - hab beim ersten Sehen kaum die Kinnlade wieder zugekriegt. Silva spielt doch absolut großartig, ich glaube kaum, daß der Film so eine Wirkung hätte wenn zwei Berserker am Werk wären.


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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 27.11.2009 12:38 
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Asa Vajda wrote:
Einer der ersten Filme dieses Genres, den ich gesehen habe - und nach wie vor einer meiner Lieblings-Poliziotteschi. Ich finde allerdings, dass Silva gut in die Rolle des etwas trägen und überbeherrschten (schon leicht resignierten) Polizisten passt, dem aufgrund der Gesetzeslage die Hände gebunden sind.
Das mit der oben erwähnten "Frauenfeindlichkeit" konnte ich allerdings nicht erkennen. Entweder bin ich schon ziemlich abgestumpft oder ich habe irgendetwas übersehen...
Sacchi ist meiner Meinung nach nicht Frauen- sondern einfach Menschenfeindlich. Er ist ein eiskalter Narzisst ohne Mitgefühl mit seinen Opfern - egal ob Mann oder Frau.
Die Darstellung von Gewalt (gegen Frauen) erfolgt nach meinem Verständnis in diesem Kontext...


Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich wieder ZU akademisch werde... es gibt einen riesigen Unterschied zwischen Menschenverachtung IN einem Film und einem menschenverachtenden Film an sich (was wiederum noch LANGE nicht heißt, dass der Regisseur selbst dann auch menschenverachtend ist, aber das wäre dann der nächste Schritt). "120 Tage von Sodom" etwa zeigt unfassbar menschenverachtende Szenen, will aber gerade dadurch ja ein enorm humanistisches Statement transportieren...

In diesem Zusammenhang finde ich den "Berserker" arg problematisch. Es sind halt nicht den menschenverachtenden Charaktere etc., die mich stören, sondern die Instrumentalisierung dieser Charaktere (v.a. natürlich Milian), um rein selbstzweckhafte Gewalt auf eine spekulative Art darzustellen, die zumindest meine Geschmacksgrenzen sprengt. Hier haben wir also menschenverachtende Charaktere in einem menschenverachtenden Film, der Gewalt zelebriert, um rein niedere Instinkte beim Publikum zu befriedigen. Und da das in DEM Ausmaß bei Lenzi sonst in keinem Film so zelebriert wird, sind mir die Bauchschmerzen beim "Berserker" einfach zu stark, um ihm eine gute Note zu geben.
(Andere Lenzis, etwa "Camorra" oder "Spasmo" etc. hingegen gefallen mir ganz gut, aber diese Diskussionen haben wir im alten Forum ja auch schon geführt...)

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 27.11.2009 12:56 
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Ich verstehe dein Problem mit diesem Fall nach deinen Ausführungen überhaupt nicht ...

Wenn ein wahnsinniger Verbrecher sinnlos Gewalt anwendet, so ist das doch eigentlic sein "Job"...
Die Verbrecher sind ja hier nicht die "Helden".....

In vielen anderen Filmen gehen die ermittler aber genau so vor, wie die Verbrecher und werden als Helden gefeiert... - Das ist für mich Moralsch deutlich bedenklicher ....

Wobei wenn man solch einen Film ansieht sollte man da nicht zu empfindlich sein .....

Peter

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 27.11.2009 12:59 
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Du bringst es auf den Punkt, Berserker gehört schon zu den krasseren Poliziottis.
Trotzdem genialer Streifen, ein Tiefblick in die dunkle Seite der menschlichen Seele....

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 27.11.2009 21:41 
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Silva spielt doch absolut großartig, ich glaube kaum, daß der Film so eine Wirkung hätte wenn zwei Berserker am Werk wären.


Sehe ich auch so. Milian spielt eh alle anderen restlos an die Wand, da passt "Eisenvisage" Silva schon ganz gut ins Bild. Außerdem zeigt Silva z.B. in "Der Mafiaboss" ja auch, daß er durchaus zu mehr Mimik imstande ist. Ich liebe ihn einfach, wenn er immer den Grinsekasper spielt, sobald Nutten auftauchen...

Quote:
Es sind halt nicht den menschenverachtenden Charaktere etc., die mich stören, sondern die Instrumentalisierung dieser Charaktere (v.a. natürlich Milian), um rein selbstzweckhafte Gewalt auf eine spekulative Art darzustellen, die zumindest meine Geschmacksgrenzen sprengt.


Da ist schon was Wahres dran! Trotzdem bin ich fast zusammengebrochen in der Szene, als Milian den Erpresserbrief diktiert. "Sonst...sonst... ficken wir sie in den Arsch!" Das ist gewiss nicht politisch korrekt, aber jo mei! - macht trotzdem Spaß! Ich schäm mich auch dafür... :oops:

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 28.11.2009 00:39 
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Thomas Morus wrote:
In diesem Zusammenhang finde ich den "Berserker" arg problematisch. Es sind halt nicht den menschenverachtenden Charaktere etc., die mich stören, sondern die Instrumentalisierung dieser Charaktere (v.a. natürlich Milian), um rein selbstzweckhafte Gewalt auf eine spekulative Art darzustellen, die zumindest meine Geschmacksgrenzen sprengt. Hier haben wir also menschenverachtende Charaktere in einem menschenverachtenden Film, der Gewalt zelebriert, um rein niedere Instinkte beim Publikum zu befriedigen. Und da das in DEM Ausmaß bei Lenzi sonst in keinem Film so zelebriert wird, sind mir die Bauchschmerzen beim "Berserker" einfach zu stark, um ihm eine gute Note zu geben.
(Andere Lenzis, etwa "Camorra" oder "Spasmo" etc. hingegen gefallen mir ganz gut, aber diese Diskussionen haben wir im alten Forum ja auch schon geführt...)


Ich denke nicht, dass es die vorrangige Intention des Regisseurs war, die niederen Instinkte beim Publikum zu befriedigen. Schlussendlich kann dieser Effekt auch bei "120 Tage..." eintreten (wie bei jedem anderen Film, in dem explizite Gewaltszenen vorkommen) - es liegt immer im Auge des Betrachters und die Wahrnehmung und Beurteilung hängt von der Einstellung des Zuschauers/der Zuschauerin ab.
Natürlich ginge ich niemals so weit zu behaupten, dass der Film eine humanistische Grundaussage vermitteln will.
Dennoch bin ich der Meinung, dass "Der Berserker" schlicht und einfach die Realität und die politische Situation zu der damaligen Zeit in Italien wiederspiegelt. Es handelt sich nicht um frei erfundene Tatmotive und Charaktere, sondern um die menschlichen Abgründe, wie sie sich damals und auch heute noch in zum Teil weitaus schlimmerem Ausmaß in jeder Gesellschaft auftun.
Die Radikalität des Films ist meiner Meinung nach beabsichtigt und auch notwendig, um aufzuzeigen, welche Verbrechen geschehen (sind) und welche Menschen (und Motive) dahinterstehen.
Die Diskussionen aus dem alten Forum kenne ich (leider) nicht.

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 29.11.2009 21:14 
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m aufzuzeigen, welche Verbrechen geschehen (sind) und welche Menschen (und Motive) dahinterstehen.


Welche besonderen Motive sollen das denn sein? Schlichte Habgier ist das, würd' ich behaupten.


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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 29.11.2009 21:19 
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Von "besonderen" Motiven war ja auch gar nicht die Rede :D

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 11.12.2009 16:24 
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Asa Vajda wrote:

Ich denke nicht, dass es die vorrangige Intention des Regisseurs war, die niederen Instinkte beim Publikum zu befriedigen. Schlussendlich kann dieser Effekt auch bei "120 Tage..." eintreten (wie bei jedem anderen Film, in dem explizite Gewaltszenen vorkommen) - es liegt immer im Auge des Betrachters und die Wahrnehmung und Beurteilung hängt von der Einstellung des Zuschauers/der Zuschauerin ab.
Natürlich ginge ich niemals so weit zu behaupten, dass der Film eine humanistische Grundaussage vermitteln will.
Dennoch bin ich der Meinung, dass "Der Berserker" schlicht und einfach die Realität und die politische Situation zu der damaligen Zeit in Italien wiederspiegelt. Es handelt sich nicht um frei erfundene Tatmotive und Charaktere, sondern um die menschlichen Abgründe, wie sie sich damals und auch heute noch in zum Teil weitaus schlimmerem Ausmaß in jeder Gesellschaft auftun.
Die Radikalität des Films ist meiner Meinung nach beabsichtigt und auch notwendig, um aufzuzeigen, welche Verbrechen geschehen (sind) und welche Menschen (und Motive) dahinterstehen.
Die Diskussionen aus dem alten Forum kenne ich (leider) nicht.


Ich bin eigentlich ganz Deiner Meinung: allein der Betrachter "entscheidet", welche Instinkte bei welchem Film bei ihm wie angeregt werden. Es werden sich ein paar Bekloppte bestimmt auch auf "120 Tage von Sodom" einen runtergeholt haben.
Dennoch beinhalten Filme ja auch gewisse explizite oder implizite "Marker", also Hinweise, die - in Zusammenhang mit verschiedenen externen Faktoren - eine bestimmte Rezeption des ganzen einfach mehr nahelegen als eine andere. So kann man z.B. auch, wasweißich, "Erin Brockovich" als Wichsvorlage benutzen, weil man Julia Roberts geil findet. Dass der Film diese Art der Herangehensweise aber eher nicht als nahelegt, sollte wohl klar sein.
Ich glaube halt, im Berserker genug Hinweise zu finden, die eine Interpretation des Films als "niedrige Instinkte befriedigend" sehr plausibel machen . Andere Analysen, etwa die vielzitierte des Gesellschaftsporträts, finde ich weniger schlüssig, da sie höchstens oberflächlich angedeutet und meines Erachtens einzig als Vehikel für die Gewaltschau benutzt werden. Wer ein sozial relavantes Italo-Krimi-Ding sehen will, sollte sich Damiani oder Elio Petri anschauen.
Aktuelles Beispiel "Saw": alle Teile kommen ja immer auf dieser moralischen Schiene daher. Nach dem Motto: Die ganzen Heuschrecken unserer Gesellschaft kriegen aufs Maul. Doch es würde doch HOFFENTLICH niemand auf die Idee kommen, die "Saw"-Reihe als gesellschaftskritischen Beitrag ernstzunehmen, oder???!

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 12.12.2009 13:11 
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In Einem stimme auch ich dir zu: es ginge auch für meinen Geschmack zu weit, den Film als "Gesellschaftskritik" bezeichnen zu wollen.
Was mich an "Berserker" fasziniert ist die realitätsnahe, schonungslose Darstellung und die Charakterisierung des Verbrechers. Gerade Erstere hilft, ein glaubwürdiges Bild von Sacchi zu zeichnen und die Radikalität seiner Handlungen zu betonen.
Der Film zeigt Gewalt, so wie sie ist und beschönigt nichts. Die Zeiten waren damals rau und Verbrechen mehr oder weniger an der Tagesordnung.

Allerdings erscheint mir nach dem Lesen deines Reviews zu "Milano Kaliber 9" unsere Diskussion als reichlich merkwürdig. Aufgrund deiner bisherigen Argumentation in diesem Thread finde ich Sätze wie (Zitat): "Die Gewaltdarstellungen sind im wahrsten Sinne recht blutleer,..." recht eigenartig.
Wie kannst du es für dich vereinbaren, einerseits über Humanismus und Menschenverachtung zu schreiben und gleichzeitig eine Schauspielerin wie Barbara Bouchet als (Zitat) "fesche Brustmieze" zu bezeichnen?

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 12.12.2009 13:41 
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Der Film ist definitiv der beste Poliziotteschi neben Der Viper! Für mich ist ebenfalls die Darstellung des Giulio Sacchi das Grandiose an dem Film. Klar, die Gewalt mag ein wenig überzogen sein aber eben deshalb wirkt das Ganze sehr realistisch. Und eben diese überzogene Gewalt war damals, so wie es mein Vorredner bereits sagte, in Italien an der Tagesordnung. Ich mag den Film sehr, definitiv einer der besten italienischen Filme aller Zeiten!


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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 12.12.2009 13:44 
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@Asa: War klar, dass das kommt ;-)
Also, ich versuch es mal so: ich habe absolut nichts gegen (von mir aus auch krasse) Gewalt und Schmuddel in einem Film. Wichtig ist nur, dass die Gewaltdarstellung A: einem "höheren" Zweck dient bzw. das schlüssig so interpretiert werden kann (120 Tage von Sodom, Last House on the left, Clockwork Orange etc. etc.) oder eben B: so unrealistisch, durchstilisiert, comichaft etc. ist, dass mich das Ganze so wenig berührt, dass es wieder Spaß macht.

Ich weiß, das ist ein sehr schmaler Grad, aber so ist es bei mir halt. Bloße Action-No-Brainer, die - ist natürlich auch wieder Interpetationssache - gar nicht den Anspruch stellen, ernst genommen zu werden bzw. den Zuschauer irgendwie zu "berühren" und sich daher in ihrer Gewaltdarstellung nicht allzuweit ins Sadistische bzw. Menschenverachtende reinwagen, können noch so bluttriefend, gedärmespritzend und schmuddelig sein. Diese Filme gucke ich dann wie Abziehbilder, wie Comic-Strips, habe Spaß am Abwegigen, am Genrekino etc.
Die Regel "Je mehr Blut, umso menschenverachtender" gibt es ja wohl nicht, oder? Sonst wäre Braindead ja einer der menschenverachtendsten Filme überhaupt. Und das ist ja offensichtlich quatsch. Denn es geht bei "Menschenverachtung ja um was anderes:
In dem Moment, wo ernsthaft und ohne Stilisierung, ohne comichafte Übertreibung, ohne Augenzwinkern und vor allem auch, ohne "höheren" Zweck (didaktisch, diskursiv, politisch, ästhetisch...) Sadismus, Quälerei und pure Gewalt auf der Leinwand zelebriert wird, und hier muss bei weitem nicht so viel Blut fließen, hört bei mir der Spaß auf.

Aber: das ist wie gesagt ein schmaler Grad. Dass man so ne Nummer wie "Milano Kaliber 9" aber nun echt nicht als wirklich ernstzunehmenden Film ansehen kann, hätte mir hier halt ein bisschen mehr Kunstblut nicht geschadet ;-)

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 12.12.2009 17:33 
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Thomas Morus wrote:
1.) Die Regel "Je mehr Blut, umso menschenverachtender" gibt es ja wohl nicht, oder? Sonst wäre Braindead ja einer der menschenverachtendsten Filme überhaupt. Und das ist ja offensichtlich quatsch.

2.) Denn es geht bei "Menschenverachtung ja um was anderes:
In dem Moment, wo ernsthaft und ohne Stilisierung, ohne comichafte Übertreibung, ohne Augenzwinkern und vor allem auch, ohne "höheren" Zweck (didaktisch, diskursiv, politisch, ästhetisch...) Sadismus, Quälerei und pure Gewalt auf der Leinwand zelebriert wird, und hier muss bei weitem nicht so viel Blut fließen, hört bei mir der Spaß auf.


1.) Kein Quatsch fürs AG Tiergarten... die liessen sogar das verstümmelte IMV-Tape wegen menschenverachtender Gewaltdarstellung nach §131 StGB beschlagnahmen. :shock:

2.) Da fängt der Spass manchmal erst an ! 8-) ;)
Gerade wenn es so schön menschenverachtend, frauenfeindlich & rassistisch wird und das auch noch komplett ernst gemeint ist (u. gerade im Italo-Bereich ist dies häufig der Fall), suhlt man sich doch wie ein Ferkel im Sleaze und hat völligen Fun am Bruch, an der Tatsache dass das Ganze weder in A (einem "höheren" Zweck dient) oder B (comichaft) eingeordnet werden kann.

Was mich langweilt (und da muss ich gar nicht, wie du, moralisierend daherkommen) sind Filme, die versuchen ultraböse zu sein indem sie meinen ein Tabu nach dem anderen zu brechen.
Machwerke wie CHAOS oder MURDER SET PIECES.

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PostPosted: 12.12.2009 21:31 
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TRAXX wrote:

1.) Kein Quatsch fürs AG Tiergarten... die liessen sogar das verstümmelte IMV-Tape wegen menschenverachtender Gewaltdarstellung nach §131 StGB beschlagnahmen. :shock:


Jau, DIE Jungs sind so drauf, das ist richtig :roll:

TRAXX wrote:

2.) Da fängt der Spass manchmal erst an ! 8-) ;)
Gerade wenn es so schön menschenverachtend, frauenfeindlich & rassistisch wird und das auch noch komplett ernst gemeint ist (u. gerade im Italo-Bereich ist dies häufig der Fall), suhlt man sich doch wie ein Ferkel im Sleaze und hat völligen Fun am Bruch, an der Tatsache dass das Ganze weder in A (einem "höheren" Zweck dient) oder B (comichaft) eingeordnet werden kann.


Das ist eine sehr interessante Einstellung, die ich aber nicht teile. Bin prinzipiell im wahren Leben auch eher ein Mensch mit hohen moralischen Standards. Ein Film, der diese (meine) Standards negiert, kann für mich durchaus hoch-interessant sein oder auf einem gewissen Gebiet (Ästhetik, Effekte) auch gute Noten kriegen. Aber um einem Film wirklich eine richtig gute Gesamtbewertung geben zu können, darf er doch meinen Standards nicht komplett widersprechen. Dann könnte ich ja auch das "Suhl-im-Sleaze"-Argument nutzen, um mit Kumpels Abends beim Bier "Jud Süß" o.ä. zu schauen. Ich meine: wo hört es dann auf?

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 12.12.2009 23:23 
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...Dein GraT ist in der Tat SEHR schmal... (Wie gut, dass es ausreichend Schubladen gibt!)

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 12.12.2009 23:38 
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Asa Vajda wrote:
...Dein GraT ist in der Tat SEHR schmal... (Wie gut, dass es ausreichend Schubladen gibt!)


Oh Gott, das ist mir ja peinlich... "G r a D" !!! Und dann schreib ich auch noch so nen überheblichen Quatsch ;-)
Aaah!
Ich geh jetzt erstmal zur Strafe "Der schmale Grat" gucken... :oops: :oops: :oops: :oops: :oops: :shock: :shock: :shock: :shock:

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PostPosted: 13.12.2009 00:52 
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Thomas Morus wrote:
TRAXX wrote:

1.) Kein Quatsch fürs AG Tiergarten... die liessen sogar das verstümmelte IMV-Tape wegen menschenverachtender Gewaltdarstellung nach §131 StGB beschlagnahmen. :shock:


Jau, DIE Jungs sind so drauf, das ist richtig :roll:

TRAXX wrote:

2.) Da fängt der Spass manchmal erst an ! 8-) ;)
Gerade wenn es so schön menschenverachtend, frauenfeindlich & rassistisch wird und das auch noch komplett ernst gemeint ist (u. gerade im Italo-Bereich ist dies häufig der Fall), suhlt man sich doch wie ein Ferkel im Sleaze und hat völligen Fun am Bruch, an der Tatsache dass das Ganze weder in A (einem "höheren" Zweck dient) oder B (comichaft) eingeordnet werden kann.


Das ist eine sehr interessante Einstellung, die ich aber nicht teile. Bin prinzipiell im wahren Leben auch eher ein Mensch mit hohen moralischen Standards. Ein Film, der diese (meine) Standards negiert, kann für mich durchaus hoch-interessant sein oder auf einem gewissen Gebiet (Ästhetik, Effekte) auch gute Noten kriegen. Aber um einem Film wirklich eine richtig gute Gesamtbewertung geben zu können, darf er doch meinen Standards nicht komplett widersprechen. Dann könnte ich ja auch das "Suhl-im-Sleaze"-Argument nutzen, um mit Kumpels Abends beim Bier "Jud Süß" o.ä. zu schauen. Ich meine: wo hört es dann auf?

Och, JUD SÜß, der ist eher gähnend langweilig. Diese hin und wieder aufflackernden subtilen anti-semitischen Spitzen bringens nicht, das reicht nicht zum Wohlfühl-Suhlen. ;)
Nee, mal im Ernst.
So wie Belmondo zB in DER AUSSENSEITER einen "schwarzen Affen" nach dem anderen vermöbelt, gegen Schwule pöbelt u. Ausländer nur als kriminellen Abschaum behandelt - das unterläuft meine moralischen Standards ungemein... und gerade deswegen: ein riesengrosser Fun-Movie... für mich, at least...

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 13.12.2009 01:43 
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TRAXX wrote:
Nee, mal im Ernst.
So wie Belmondo zB in DER AUSSENSEITER einen "schwarzen Affen" nach dem anderen vermöbelt, gegen Schwule pöbelt u. Ausländer nur als kriminellen Abschaum behandelt - das unterläuft meine moralischen Standards ungemein... und gerade deswegen: ein riesengrosser Fun-Movie... für mich, at least...

Sorry, hier ist es mir gerade beim Lesen etwas sauer aufgestoßen.

Nichts gegen anspruchslose/sleazige/trashige Unterhaltung, aber muss man wirklich alles abfeiern, nur weil es irgendwie inkorrekt ist?

Ich z.B. schätze an den Italo-Streifen auch ihre weltoffene Art, was sich erstens schon in der Machart bemerkbar macht, nämlich dass die Darsteller meist aus verschiedensten Ländern kommen, und zweitens auch oft in den filmischen Inhalten deutlich wird (gerade in Gialli sind die Protagonisten doch auch oft Ausländer).
Da kann ein Film noch so sleazig sein, aber auf die von dir beschriebenen Inhalte kann ich gut verzichten, selbst wenn ich sie nicht ernst nehmen würde.
Fun sieht für mich anders aus.

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 13.12.2009 02:15 
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Chet wrote:
TRAXX wrote:
Nee, mal im Ernst.
So wie Belmondo zB in DER AUSSENSEITER einen "schwarzen Affen" nach dem anderen vermöbelt, gegen Schwule pöbelt u. Ausländer nur als kriminellen Abschaum behandelt - das unterläuft meine moralischen Standards ungemein... und gerade deswegen: ein riesengrosser Fun-Movie... für mich, at least...

Sorry, hier ist es mir gerade beim Lesen etwas sauer aufgestoßen.

Nichts gegen anspruchslose/sleazige/trashige Unterhaltung, aber muss man wirklich alles abfeiern, nur weil es irgendwie inkorrekt ist?


Nö, eben nicht.
Wenn's gewollt auf Inkorrekt gebürstet ist, finde ich es billig u. da fühle ich mich verarscht als Zuschauer.
Im realen Leben misachte ich zB Selbstjustiz, aber ich kann Merli & Nero bei ihren Filmeinsätzen diesbezüglich voll abfeiern.
Worin liegt nun bitte der Unterschied: Rassismus, Homophobie, Misogynie, Anti-Semitismus, Selbstjustiz, Folter, Vergewaltigung, Faschismus etc. = alles in der moralischen Rot-Zone.
Wenn dies nun filmisch dementsprechend sleazy angerührt wird lass ich's mir eben schmecken.

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 13.12.2009 11:59 
TRAXX wrote:
Wenn dies nun filmisch dementsprechend sleazy angerührt wird lass ich's mir eben schmecken.


So sehe ich es auch.
Wären es heutige Filme hätte ich ein Problem damit.


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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 13.12.2009 13:26 
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italostrikesback wrote:
TRAXX wrote:
Wenn dies nun filmisch dementsprechend sleazy angerührt wird lass ich's mir eben schmecken.


So sehe ich es auch.
Wären es heutige Filme hätte ich ein Problem damit.


Das ist auch 'ne interessante Meinung. Da wir ja logischerweise immer eine gewisse "zeitliche" Distanz zum Gezeigten haben, können wir das ganze aus einer weniger verbissenen Position heraus betrachten, da ist eine "Mittelbarkeit" immer schon mit eingebacken... finde ich schlüssig. Trotzdem ziehe ich auch hier eben noch Grenzen, die einige andere halt nicht ziehen (Was nicht heißt, dass ich hier jemanden verurteilen will: der Filmgeschmack hat ja SELTENST direkt etwas mit dem eigentlichen Wesen der Person zu tun!!!).

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 Post subject: Re: DER BERSERKER - Umberto Lenzi
PostPosted: 13.12.2009 15:26 
Die Filme von denen wir sprechen sind heute sowieso nur noch einem kleinen Publikum zugänglich, die meist Distanz zum Gezeigten besitzen, sonst könnten sie diese Filme gar nicht konsumieren.
In heutigen Filmen, die in der Realität stattfinden, hätte ich damit ein wirkliches Problem weil aktuelle Filme auch eine gewisse Verantwortung im Bezug aufs Massenpublikum besitzen sollten.
Wenn man die Masse an Zuschauern mit Filmen die in der heutigen Zeit spielen erreicht, erreicht man auch immer einen Teil an naiven Menschen die nicht wirklich unterscheiden können.
Genau diese Leute besitzen aber im Normalfall nicht den Intellekt alte Filme ansehen zu können, weil sie schon die Schlaghosen und Frisuren der Darsteller nicht akzeptieren könnten und daß ist auch gut so.


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