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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 23.04.2016 21:28 
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Hier nun der Meinungs- und Diskusionsthread zum Thema

PHANTASTISCHE FILME IN DEUTSCHLAND/ÖSTERREICH DER 30er JAHRE

Das Thema scheint ja doch einige Leute mehr zu interessieren, als ich vielleicht dachte und deswegen gibt es nun diesen zweiten Thread zum Thema :)

Bis jetzt habe ich 3 Filme im Hauptthread eingetragen. Waren die ersten Drei noch aus dem Jahre 1929, so wird die Nr. 4 ein Film sein, der im Jahre 1930 entstanden ist. Somit sind wir/ich nun vollends in den 30er Jahren angekommen. Und da wird es noch interessanter und spannender. Das ganze macht mir großen Spass, weil es für mich u.a. eine kleine Herausforderung war, nachzuforschen und alles zusammen zutragen. Zumal ich eh immer sehr gerne in irgendwelchen alten Filmsachen herumwühle.

Hier kann nun nach herzenslust über dies Thema diskutiert und Meinungen abgegeben werden :)
Graf von Karnstein
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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 23.04.2016 23:24 
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Zunächst mal danke für den sehr interessanten Thread. Bin sehr gespannt, was da alles noch kommt. Sicher ist u. a. mit "Fährmann Maria" zu rechnen.

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Higurashi no Naku Koro ni


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 24.04.2016 21:29 
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...und der Tod steht am Ufer und will vom Fährmann übergesetzt werden, um denjenigen zuholen, dessen Zeit gekommen ist.

Jaaaaa,.... dieser Film wird selbstverständlich auch noch Einzug halten, wenn widerum seine Zeit gekommen ist :)

Ich gehe hier Chronologisch vor und es werden noch jede Menge sehr interessanter Filme aus teilweise verschiedenen Ländern folgen, u.a. natürlich Deutschland. Heute hat der erste deutsche Phantastische Film seinen Platz im Hauptthread gefunden :)

Alraune würd ich gerne mal sehen, war mir bisher nicht vergönnt.
Ich sah mal Ausschnitte vom Film innerhalb irgend einer Doku., das wars aber auch schon.

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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 25.04.2016 08:54 
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Gibt es überhaupt was von den zu besprechenden Filmen auf DVD?

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Higurashi no Naku Koro ni


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 25.04.2016 11:57 
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Speziell zum Thema, gibt es meistens nur die allseits bekannten Filmklassiker auf DVD.
Handelt sich in der Regel beispielsweise um alte US-Filme, wie Frankenstein, King Kong usw.
Universal brachte doch mal eine Box mit verschiedenen Filmen zu bekannten Horrorgestalten raus.
Da ist z.B. Dracula (mit Bela Lugosi), Wolfman (der 40er Jahre Werwolf-Film), Frankenstein, Phantom der Oper (40er Jahre) usw. enthalten. Sogar auch auf Bluray erhältlich.

Bei den meisten anderen Filmen, die im Hauptthread noch folgen werden, ist leider bis heute nix erschienen. Ganz zu schweigen von denen, deren ehemals deutsch synchronisierten Fassungen oder nur OmDU eh irgendwie verschollen sind, da seitdem nie wieder aufgeführt.

Und bei den alten deutschen 30er Jahre Phantastik-Filmen sieht es eh so ziemlich mau aus :(
Es sollte zumindest auch mal dieser alte deutsche Film hier erscheinen, dessen Cover schon vorab zum Verkauf auf den üblichen Plattformen angeboten worden war.

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Eines der bekanntesten Fotos aus dem Film. Schönes Bild mit der hübschen Sybille Schmitz :)
Sollte schon vor etlichen Jahren erscheinen, nur bis heute FEHLANZEIGE :motzschild:

Weiß gar nicht WARUM :roll: Wenn jemand darüber etwas mehr weiß, bitte um Infos.
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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 25.04.2016 16:58 
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Ja, der FÄHRMANN MARIA mit Sybille Schmitz ist bisher aus auch mir unbekannten Gründen nicht erschienen.

In der gleichen DVD- Reihe ist aber zumindest ein anderer zum Thread-Thema passender Film veröffentlicht worden: F.P.1 ANTWORTET NICHT (1932), wunderbarerweise ebenfalls mit Sybille Schmitz in einer der Hauptrollen.


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 25.04.2016 19:38 
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F.P.1 ANTWORTET NICHT ist ein hinreißender Abenteuerfilm mit leichtem SF-Touch und einem Hans Albers der gegen sein Image besetzt wurde (und mit viel Charme und Rauhbein erstklassig spielt).

Und auch wenn die beiden natürlich überhaupt nicht verglichen werden können, kommt F.P.1 lange nicht an FÄHRMANN MARIA ran, dessen wunderschöne Bilder und mythische Erzählweise mich jedesmal auf Neue begeistern. FÄHRMANN MARIA würde ich bis auf Weiteres als Sybille Schmitz' besten Film ansehen. Wobei ich VAMPYR von 1932 zugegeben noch nicht kenne ...

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 25.04.2016 20:52 
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Schmutziger_Maulwurf wrote:
... mit leichtem SF-Touch...



Und davon gab es seinerzeit ja noch mehr deutschsprachige Produktionen z. B. DER TUNNEL (1933/Kurt- Curtis -Bernhardt) oder GOLD (1934/Karl Hartl).


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 25.04.2016 22:57 
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Ich hab F.P.1 schon ewig auf meiner Liste, hab mich aber nie getraut die zu holen, weil ja nicht alle Fassungen drauf sind. Gibt's da mittlerweile was vernünftiges im Ausland?


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 26.04.2016 16:56 
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Ennio Tesoro wrote:
Ich hab F.P.1 schon ewig auf meiner Liste, hab mich aber nie getraut die zu holen, weil ja nicht alle Fassungen drauf sind. Gibt's da mittlerweile was vernünftiges im Ausland?


Eine ausländische DVD-Veröffentlichung mit der deutschen und englischen Variante mit Conrad Veidt ist OOP und teuer.
Die französische Version mit Charles Boyer konnte ich bisher nicht entdecken.


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 26.04.2016 18:06 
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Graf von Karnstein wrote:
Da die Technik der Tonfilm-Synchronisationen damals noch schwierig und keinesfalls ausgereift war, tat man das, was damals sicherer war. Man drehte zeitgleich eine andere Sprachfassung mit u.a. anderen Darstellern, wie man beispielsweise am französischen Plakatmotiv sieht. Der gleiche Regisseur fertigte eine französische Fassung an, mit französischen Darstellern. Das machte man in Deutschland seit dem Jahre 1929 öfters, nachdem dies vorher schon in den USA erfolgreich angewendet worden war.

Meines bescheidenen filmwissenschaftlichen Wissens nach war dieses Prozedere (Sprachfassung mit anderen Darstellern) allerdings bis Kriegsende Usus. Klassische Synchron-Arbeit gab's erst nach dem Krieg. Dass es gewisse Gehversuche schon in den 30ern/40ern gab, will ich nicht ausschließen.

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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 26.04.2016 18:38 
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Frank wrote:
Ennio Tesoro wrote:
Ich hab F.P.1 schon ewig auf meiner Liste, hab mich aber nie getraut die zu holen, weil ja nicht alle Fassungen drauf sind. Gibt's da mittlerweile was vernünftiges im Ausland?


Eine ausländische DVD-Veröffentlichung mit der deutschen und englischen Variante mit Conrad Veidt ist OOP und teuer.
Die französische Version mit Charles Boyer konnte ich bisher nicht entdecken.

Hast Du da vielleicht einen Link zur Hand welche Auflage das ist?


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 26.04.2016 20:14 
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Die DVD ist auf der deutschen, englischen und französischen Amazon-Seite zu finden.


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 26.04.2016 20:47 
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Frank wrote:
Schmutziger_Maulwurf wrote:
... mit leichtem SF-Touch...



Und davon gab es seinerzeit ja noch mehr deutschsprachige Produktionen z. B. DER TUNNEL (1933/Kurt- Curtis -Bernhardt) oder GOLD (1934/Karl Hartl).


Die Filme habe ich eh in meiner chronologischen Liste vermerkt und werden im Hauptthread zu gegebener Zeit dort ihren rechtmäßigen Platz finden. Einen Film sah ich schon vor 2 Wochen, den anderen werd ich schauen, wenns soweit ist.

Heute hat allerdings ein anderer Film, Film Nr. 05 auch aus Deutschland Einzug gehalten :)
Film Nr. 06 ist ein Knaller und wird einer der Höhepunkte innerhalb dieses Themas sein, zumal ich den gesehen habe. Nur was für Nostalgiker und Liebhaber von alten Filmen :)






TRAXX wrote:
Graf von Karnstein wrote:
Da die Technik der Tonfilm-Synchronisationen damals noch schwierig und keinesfalls ausgereift war, tat man das, was damals sicherer war. Man drehte zeitgleich eine andere Sprachfassung mit u.a. anderen Darstellern, wie man beispielsweise am französischen Plakatmotiv sieht. Der gleiche Regisseur fertigte eine französische Fassung an, mit französischen Darstellern. Das machte man in Deutschland seit dem Jahre 1929 öfters, nachdem dies vorher schon in den USA erfolgreich angewendet worden war.

Meines bescheidenen filmwissenschaftlichen Wissens nach war dieses Prozedere (Sprachfassung mit anderen Darstellern) allerdings bis Kriegsende Usus. Klassische Synchron-Arbeit gab's erst nach dem Krieg. Dass es gewisse Gehversuche schon in den 30ern/40ern gab, will ich nicht ausschließen.


Ja,.. es gab diverse Anfangsschwierigkeiten, dennoch hatte man schon in den 30er Jahren sowas wie echte Pionierarbeit geleistet, denn davon zeugen ja so einige alte Synchronisationen. Vorher wurde der sogenannte Nadelton (Schallplatte) durch den Lichtton auf Filmstreifen ersetzt. Schon 1930 war man in der Lage Musik und Geräusche auf einer einzigen Tonspur aufzunehmen. Davon zeugen Filme wie WESTFRONT 1918 (Deutschland 1930) von G.W.Papst oder IM WESTEN NICHTS NEUES (USA 1930) von Lewis Milestone. Später konnte man Tondialoge, Musik, Geräusche etc. mischen und daraus eine Tonspur anfertigen. Obwohl hier und da damals definitv Synchros zu mehr oder weniger Filmen angefertigt wurden, fertigte man Filme mit OmDU an und/oder drehte in den gleichen Kulissen zeitgleich mit verschiedenen Darstellern. Meistens war es in Deutschland für Frankreich und England. Selbst Mitte der 30er Jahre zeigte Österreich bespielsweise auch noch Filme im OmDU, obwohl widerum auch einiges synchronisiert wurde.

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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 27.04.2016 15:49 
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Je mehr ich von diesem Faden lese, desto mehr glaube ich, Du solltest das noch erweitern und dann als Taschenbuch raus geben.

Das Thema hätte es verdient


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 27.04.2016 16:30 
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Graf von Karnstein wrote:

Ja,.. es gab diverse Anfangsschwierigkeiten, dennoch hatte man schon in den 30er Jahren sowas wie echte Pionierarbeit geleistet, denn davon zeugen ja so einige alte Synchronisationen. Vorher wurde der sogenannte Nadelton (Schallplatte) durch den Lichtton auf Filmstreifen ersetzt. Schon 1930 war man in der Lage Musik und Geräusche auf einer einzigen Tonspur aufzunehmen. Davon zeugen Filme wie WESTFRONT 1918 (Deutschland 1930) von G.W.Papst oder IM WESTEN NICHTS NEUES (USA 1930) von Lewis Milestone. Später konnte man Tondialoge, Musik, Geräusche etc. mischen und daraus eine Tonspur anfertigen. Obwohl hier und da damals definitv Synchros zu mehr oder weniger Filmen angefertigt wurden, fertigte man Filme mit OmDU an und/oder drehte in den gleichen Kulissen zeitgleich mit verschiedenen Darstellern. Meistens war es in Deutschland für Frankreich und England. Selbst Mitte der 30er Jahre zeigte Österreich bespielsweise auch noch Filme im OmDU, obwohl widerum auch einiges synchronisiert wurde.



Ein bekanntes passendes Beispiel eines zeitgleich gedrehten phantastischen Films findet sich mit der spanischen Fassung von DRACULA (1931), welche gelegentlich gelungener als der Bela-Lugosi-Film angesehen wird.
Interessant und unfreiwillig komisch wurde es, wenn US-Stars ihre Rollen für eine ausländische Version selber übernahmen und sich dann z. B. an der deutschen Sprache versuchten - siehe u. a. Laurel & Hardy.


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 28.04.2016 14:08 
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Ennio Tesoro wrote:
Je mehr ich von diesem Faden lese, desto mehr glaube ich, Du solltest das noch erweitern und dann als Taschenbuch raus geben.

Das Thema hätte es verdient

Wäre eine Option, aber wahrscheinlich bin ich nicht so geeignet, ein Buch zu realisieren.
Wüßte im Augenblich auch gar nicht, wie das dann vonstatten gehen sollte.
Bin eben für sowas einfach zu doof, da keine Ahnung :boys_0137: :mrgreen:






Frank wrote:
Ein bekanntes passendes Beispiel eines zeitgleich gedrehten phantastischen Films findet sich mit der spanischen Fassung von DRACULA (1931), welche gelegentlich gelungener als der Bela-Lugosi-Film angesehen wird.

Ja,... der wird sogar häufiger, als der bessere Film angesehen. Und der ist übrigens auch länger, als der Lugosi-Film.

Die USA hatten eh Anfang 1930 beschloßen, für den Lateinamerikanischen Filmmarkt, Filme (fast) zeitgleich in spanischer Sprache mit u.a. spanisch sprechenden anderen Schauspielern zu produzieren. Das kam u.a. daher, weil beispielsweise besonders Mexico US-Filme mehr und mehr ablehnten. Die Mexikaner wollten kein US-lastiges Kino mehr in ihrem Lande haben. Sie wollten mehr eigene Filme machen. Das taten sie auch. Damit Mexico filmmarktmäßig für die USA zumindest erhalten blieb, wurde das eben so gehandhabt und/oder in spanisch synchronisiert. In diesem Falle konnten die USA auch nicht auf spanische Untertitel setzen, weil es widerum in Mexico zu wenige Kinozuschauer gab, die lesen konnten.

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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 28.04.2016 18:23 
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Der spanische Dracula wurde von Universal auch in Deutschland auf DVD veröffentlicht.

Danke für die Vorstellung von LA FIN DU MONDE.

Der Film erinnert mich an JOHN CARPENTER'S CIGARETTE BURNS (2005), in welchem der Held auf die Suche nach einem geheimnisvollen Film namens LA FIN ABSOLUE DU MONDE geschickt wird.
Diese TV-Episode wiederum erinnert mich an den vielleicht größten Roman über Filmkult und alte Filme überhaupt - das Ausnahmewerk FLICKER (Schattenlichter) von Theodore Roszak, welches ich hiermit ins Bewusstsein rufen und sehr empfehlen möchte.


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 03.05.2016 15:36 
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Mit dem heutigen Filmeintrag im Hauptthread, hat ein Phantom Einzug gehalten
Aber keinesfalls das in der Oper ;) Handelt sich aber ebenso um einen Klassiker :)

ZWISCHENSTAND:
Die ersten 10 Filme aus damaligen Deutsch/österreichischen Kinozeiten sind nun drin Image

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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 09.05.2016 18:23 
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"Das Geheimnis des Dr. Mirakel" (Film Nr. 12) ist ein sehr schöner, atmosphärisch dichter und unheimlicher Gruselfilm, den sich kein Freund der alten UNIVERSAL-Horror-Filme entgehen lassen sollte.
Wer einen regionalcodefreien DVD-Player besitzt, könnte sich bei entsprechender Neigung die DVD für ca. 10,- € besorgen und sollte nicht traurig über fehlenden deutschsprachigen Ton sein - Bela mit Originalstimme ist immer ein Gewinn.
Selber besitze ich die DVD allerdings noch nicht, da ich mir bereits zu VHS-Zeiten viele recht rare UNIVERSAL-Horror-Filme als Originalkassetten gekauft hatte - so auch dieses Highlight.


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 09.05.2016 21:53 
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Für mich mein liebster US-Grusler der 30er (und ich liebe Dracula, Frankenstein, Dr. Jekyll, White Zombie, et al). Ein absolutes Meisterwerk, in jeglicher Hinsicht.

Und ja, Bela ist (ebenso wie z.B. Arnold) auf Englisch unübertroffen. :D

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To please the majority is the requirement of the Planet Cinema. As far as I'm concerned, I don't make a concession to viewers, these victims of life, who think that a film is made only for their enjoyment, and who know nothing about their own existence.


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 10.05.2016 14:34 
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Ich habe derzeit einige Filme zum Thema, die ich u.a. eh noch schauen muß und wenn nichts weiter dazwischen kommt, dann bekomme ich noch ein paar Filme dazu. Ich muß ja zumindest einen kleinen Teil der Filme gesehen haben :)

Ich habe doch tatsächlich noch zwei weitere phantastische Filme ausfindig gemacht, die auch damals definitiv im Kino gezeigt wurden. Den Anspruch auf 100%ige Vollständigkeit hatte ich eh nicht so recht, aber das beweist mir zumindest wiederholt, das daß Ganze nicht so einfach war/ist. Zum Glück handelt es sich um Filme, die chronologisch etwas später im Hauptthread noch ihre Erwähnung finden werden :D

Nachher trage ich den 13. Film ein, der aufgrund eines Umstandes ein wenig aus dem Rahmen fällt.
Den kennt wahrscheinlich eh keiner und ich habe den widerum nie gesehen :mrgreen:

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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 10.05.2016 18:17 
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Du hast eindeutig zu viel freie Zeit, Graf! :D

Für eine Buchveröffentlichung müsstest du dir die Filme schon anschauen. Die meisten kannst du über die Murnau-Stiftung sehen. Ich glaube, die verleihen auch Filme, allerdings auf 35mm! Das sind dann von den Originalen recht brauchbare Abzüge auf Farbfilm. Das Schwarz-Weiß des Originals wirkt dann etwas blass. Atmosphärisch nicht zu vergleichen, aber immerhin! (Und nicht ganz billig :D ) Ich meine, auch im Frankfurter filmmuseum kannst du dir die Filme anschauen. Einfach Zeit mitbringen.

Den Fährmann Maria habe ich auf VHS, mal im TV mitgeschnitten, nur leider besitze ich keinen brauchbaren Videorekorder mehr. Kennst du die Historie des Films? Der Regisseur war ein Bekannter von Goebbels oder einer anderen Nazi-Größe, so konnte er ungehindert drehen und brauchte sein Drehbuch nicht der Zensur vorlegen. Der Goebbels ist dann aus allen Wolken gefallen, als er im Kino mitansehen musste, wie Häscher das Schmitzchen verfolgen, die eindeutig an gewisse Herren in schwarzen Uniformen erinnerten! Da war der Regisseur allerdings schon ins Ausland geflohen!

Der Traum des Allan Gray (oder Vampyr) ist ein Muss! Den sollte man unbedingt gesehen haben. Ich besitze die englische Eureka - Masters of Cinema #25-DVD, die ist prima! Den fand ich total gruselig! Auch weil mal deutsch, mal französisch geredet wurde! Und dass ein oder zwei Akte aus Versehen dem hellen Tageslicht ausgesetzt wurden und deshalb sehr grobkörnig sind, verstärkt den Traum noch immens. Fand auch Dreyer und beließ es dabei. Ich glaube, er öffnete auch die anderen Filmdosen mit purer Absicht, weil er den effekt so gut fand!


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 10.05.2016 20:06 
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dr.freudenstein wrote:
Für eine Buchveröffentlichung müsstest du dir die Filme schon anschauen. Die meisten kannst du über die Murnau-Stiftung sehen. Ich glaube, die verleihen auch Filme, allerdings auf 35mm! Das sind dann von den Originalen recht brauchbare Abzüge auf Farbfilm. Das Schwarz-Weiß des Originals wirkt dann etwas blass. Atmosphärisch nicht zu vergleichen, aber immerhin! (Und nicht ganz billig :D ) Ich meine, auch im Frankfurter filmmuseum kannst du dir die Filme anschauen. Einfach Zeit mitbringen.

Den Vorschlag einer Buchveröffentlichung hatte hier auch schon Ennio Tesoro gemacht.
Naja,.... ich bin in erster Linie nur ein Filmliebhaber und weniger ein Buchautor, denke ich zumindest :boys_0137:

Filme von der Murnau-Stiftung sind hierzulande nicht billig.
Ich begnüge mich zumindest erstmal mit dem, was ich nach meinen Mitteln bekommen kann und habe inzwischen eine kleine Ansammlung von diesen alten Filmen zusammen und bin damit zufrieden :) Das ich eh nicht alle Filme sehen kann, war mir vorher bewußt. Und nach Frankfurt komme ich eh nicht.


dr.freudenstein wrote:
Den Fährmann Maria habe ich auf VHS, mal im TV mitgeschnitten, nur leider besitze ich keinen brauchbaren Videorekorder mehr. Kennst du die Historie des Films? Der Regisseur war ein Bekannter von Goebbels oder einer anderen Nazi-Größe, so konnte er ungehindert drehen und brauchte sein Drehbuch nicht der Zensur vorlegen. Der Goebbels ist dann aus allen Wolken gefallen, als er im Kino mitansehen musste, wie Häscher das Schmitzchen verfolgen, die eindeutig an gewisse Herren in schwarzen Uniformen erinnerten! Da war der Regisseur allerdings schon ins Ausland geflohen!

Der Film wird später, zu gegebener Zeit im Hauptthread eh seinen Platz finden.
Über die Historie des Films las ich mal was. Ob der Goebbels tatsächlich aus allen Wolken fiel, weiß ich nicht und da müßte ich selbst mal noch einiges ausfindig machen. Aber erstmal Danke für diese interessante Filmhistorie :)

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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 15.05.2016 19:03 
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"Unheimliche Geschichten" (1932) stellt ein Kuriosum dar, handelt es sich doch um ein rares Beispiel frühen deutschen Tonfilmschaffens im Horror- oder zumindest Gruselfilmgenre.
Auf geniale Art und Weise werden Erzählungen von Poe und Stevenson zu einer spannenden und mysteriösen Geschichte miteinander verwoben.
Richard Oswald, ein Meister im Regiestuhl, und große Darsteller (u.a. Paul Wegener, Harald Paulsen) sorgen für ein qualitativ hochwertiges Filmerlebnis.
Glücklicherweise hat dieser seltene alte Gruselfim im Gegensatz zu manch anderem hier besprochenen Titel "überlebt", da immerhin im Jahre 1995 eine VHS von TAURUS VIDEO mit einer Laufzeit von 84 Minuten veröffentlicht wurde.


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 15.05.2016 20:02 
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Danke für Deine Meinung und Einschätzung, Frank.

Frank wrote:
Glücklicherweise hat dieser seltene alte Gruselfim im Gegensatz zu manch anderem hier besprochenen Titel "überlebt", da immerhin im Jahre 1995 eine VHS von TAURUS VIDEO mit einer Laufzeit von 84 Minuten veröffentlicht wurde.

Ja,... das habe ich auch gemerkt, als ich einige Zeit später nach meinem Eintrag im Hauptthread mal bei Amazon nachgeschaut habe. Mir fiel nämlich ein, das Filmjuwelen den Stummfilm Unheimliche Geschichten veröffentlicht hatte. Und da wollt ich nachschauen, ob vielleicht als Bonus der Tonfilm mit enthalten ist. Dem ist leider nicht so. Aber ich sah dann diese VHS-Kasette. Nur schreckt mich da der Preis ab :(

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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 15.05.2016 21:53 
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Graf von Karnstein wrote:
Danke für Deine Meinung und Einschätzung, Frank.

Frank wrote:
Glücklicherweise hat dieser seltene alte Gruselfim im Gegensatz zu manch anderem hier besprochenen Titel "überlebt", da immerhin im Jahre 1995 eine VHS von TAURUS VIDEO mit einer Laufzeit von 84 Minuten veröffentlicht wurde.

Ja,... das habe ich auch gemerkt, als ich einige Zeit später nach meinem Eintrag im Hauptthread mal bei Amazon nachgeschaut habe. Mir fiel nämlich ein, das Filmjuwelen den Stummfilm Unheimliche Geschichten veröffentlicht hatte. Und da wollt ich nachschauen, ob vielleicht als Bonus der Tonfilm mit enthalten ist. Dem ist leider nicht so. Aber ich sah dann diese VHS-Kasette. Nur schreckt mich da der Preis ab :(


Wenn damals die Rechte bei Kirch lagen, könnte es allerdings sein, dass der bei den Juwelenfilmern noch kommt. Vorausgesetzt natürlich, dass der zu dem Riesenpaket gehört, dass jetzt FJ innehat.


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 16.05.2016 12:19 
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ugo-piazza wrote:
Wenn damals die Rechte bei Kirch lagen, könnte es allerdings sein, dass der bei den Juwelenfilmern noch kommt. Vorausgesetzt natürlich, dass der zu dem Riesenpaket gehört, dass jetzt FJ innehat.

Ja,... das wäre eine Möglichkeit und läßt zumindest hoffen. Der Film lief, laut Ofdb damals bei Premiere und später nochmal bei Sky. Aber vielleicht lesen ja einige Labels/Labelsprecher ein wenig mit und können vielleicht den einen oder anderen Film lizensieren/auftreiben usw.

Ps:
Nächster Film folgt nachher :)

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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 24.05.2016 17:37 
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Der kultivierte Graf Zaroff als Großvater des Hinterwäldlerfilms? Diese Aussage will mir aber so gar nicht schmecken.

Zaroff ist natürlich auch nach über 80 Jahren, ich persönlich ziehe da freilich die 70er-Version des Herrn Jesus F. vor. 8-)


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 Post subject: Re: Diskusionen zu den Phantastischen Filmen in D/Ö der 30er Jahre
PostPosted: 24.05.2016 18:04 
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Den in den Kulissen von KING KONG (1933) gedrehten "Graf Zaroff" mit dem jungen Joel McCrea und der wunderbaren ersten "Scream-Queen" Fay Wray sehe ich als den Prototyp für das Untergenre "Menschenjagdfilm".

A GAME OF DEATH (1945), RUN FOR THE SUN (1956, Der Sonne entgegen, mit Richard Widmark, dt. DVD erhältlich), SURVIVING THE GAME (1994) sowie nicht zuletzt "Das 10. Opfer" (1965, Elio Petri) und die bundesdeutsche TV-Produktion DAS MILLIONENSPIEL (1970) sind weitere Vertreter eines Themas, welches mittlerweile in scheinbar unendlicher Anzahl (Rambo, Predator usw.) variiert wurde.



... und manchmal kommt zusätzlich noch das gute alte Backwoods-Feeling hinzu, z. B. in OPEN SEASON (1974, Jagdzeit) - um nicht immer nur den Klassiker von John Boorman zu bemühen !


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