Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 21.02.2016 04:15 
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RHEINGOLD

● RHEINGOLD (D|1977)
mit Elke Haltaufderheide, Rüdiger Kirschstein, Gunther Malzacher, Alice Treff, Reinfried Keilich, Claudia Butenuth, u.a.
eine Visual Filmproduktion von Elke Haltaufderheide
ein Film von Niklaus Schilling


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»In und um Koblenz gehört sie mir...«

Nach einem ihrer zahlreichen Besuche bei ihrer Mutter (Alice Treff), trifft die Diplomatengattin Elisabeth Drossbach (Elke Haltaufderheide) ihren alten Jugendfreund Wolfgang Friedrichs (Rüdiger Kirschstein) im Zug wieder, dem Trans-Europa-Express "Rheingold", in dem er als Kellner für die Abteile und die Annehmlichkeiten der Gäste zuständig ist. Zwischen den beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebesaffäre, die fahrplanmäßig zwischen Genf und Düsseldorf stets unbeschwerte bis hemmungslose Formen annimmt. Bei einer der Fahrten fliegt die heimliche Liaison allerdings plötzlich auf, da Elisabeths Mann, der Diplomat Karl-Heinz Drossbach (Gunther Malzacher), ebenfalls mit dem "Rheingold" reist. Während der Fahrt kommt es zu einer fatalen Kettenreaktion und das Schicksal nimmt genau wie der TEE-"Rheingold" seinen unabänderlichen Lauf...

RHEINGOLD hat geschrieben:
»Am 15. Mai 1928 fuhr der berühmteste Expresszug der Deutschen Reichsbahn erstmals zwischen Hoek van Holland und Basel. Da er auf seiner Fahrt größtenteils dem Rheinlauf folgte, wurde ihm in Anlehnung an die bekannte Sage der Name "Rheingold" gegeben. Mit seinen violett/elfenbeinfarbenen Pullman-Wagen war er bei jedem Halt eine Sensation, und nicht selten erwarteten ihn die Menschen unterwegs an den Gleisen und winkten ihm zu. Seit 1965 ist die legendäre Strecke nun Teil des europäischen TEE-Netzes. Heute ist die Fahrzeit um drei Stunden kürzer. Aus dem Violett der Wagen ist Rot geworden, aber der Name ist geblieben. Noch immer bedeutet dieser Zug den Reisenden mehr, als mit ihm nur von einer Stadt in die andere zu gelangen.«

Das interessante Making-Of zu "Rheingold" weist gleich zu Beginn auf die Schwierigkeiten der Entstehung bei Niklaus Schillings Beitrag hin, weil die Finanzierung sich offenbar über mehrere Jahre hingezogen hatte. Mit einem Produktionsbudget von rund einer Millionen Mark über Selbstfinanzierung, Vorabkauf des Fernsehens und einer Prämie konnte das über lange Hand geplante Projekt schließlich auf die Beine gestellt werden. Von Basel ausgehend, fanden die Dreharbeiten vier Wochen lang an jedem zweiten Tag in einem als Filmstudio umfunktionierten Waggon statt. Der Kommentar weist auf eine Aussage des Schweizer Regisseurs Schilling hin, der von sich behauptet haben soll, zu Zügen ein erotisches Verhältnis zu haben, was man zunächst vielleicht nur mit leichtem Erstaunen quittiert, beim Anschauen des fertigen Films aber absolut begreifen wird, denn die Inszenierung des TEE-"Rheingold" geht weit über eine herkömmliche Hommage hinaus. Schnell und quasi zu jedem Zeitpunkt zeigt sich hier das Können und die Präzision von Schilling, der aus dieser zunächst übersichtlich klingenden Handlung ein nahezu brillantes Konglomerat aus Mythologie, Emotion, Realität, Traum und Vergangenheit erstellt. Die Faszination entfaltet sich dabei umgehend, selbst wenn man im Vorfeld daran dachte, diesen Zug eigentlich nur an sich vorbei fahren zu lassen. Schilling selbst spricht von einem Zugfilm »in absoluter Form«, der schon mit der komplizierten Planung und den widrigen Produktionsbedingungen scheitern kann. Betrachtet man das beeindruckende Gesamtergebnis, so kann man wohl davon ausgehen, dass er seinen Vorstellungen sehr nahe gekommen sein wird, außerdem war "Rheingold" Wettbewerbsbeitrag der Berlinale 1978, wurde darüber hinaus mit dem Filmpreis in Gold (Kamera) und in Silber in der Kategorie "Weitere programmfüllende Spielfilme" ausgezeichnet.

Die Geschichte beginnt mit einem Abschied am Düsseldorfer Bahnsteig und die Hauptpersonen werden in Windeseile vorgestellt, sodass der Verlauf vor allem von dieser Dreieckskonstellation, bestehend aus dem Ehepaar Drossbach und dem Liebhaber von Elisabeth vordergründig dominiert wird. Behandelt wird eine, dem Empfinden nach vertraute Geschichte, die sich vom Prinzip her genau in dieser Form permanent so abspielen könnte. Zwei der Personen haben eine gemeinsame, bürgerliche Vergangenheit, die eine Form niemals eingeschlafener Intimität mit sich bringt, die Zweierkonstellation der Eheleute stellt einen festen Bestandteil der besseren Gesellschaft, mit all ihren Verpflichtungen und Zwängen dar und die beiden Männer würden am liebsten nichts miteinander gemein haben, allerdings treffen sie sich dennoch auf gleichen Ebenen. Bei den Darstellern muss vor allem Elke Haltaufderheides atemberaubende Leistung gewürdigt werden, die es erneut schafft eine nahezu gespenstische Präsenz aufzubauen, deren Ruhe und das damit verbundene konträre Handeln den Zuschauer ganz empfindlich verwirrt. Das örtliche und zeitliche Vakuum des "Rheingold" bietet nach allen Heimlichkeiten keinen Schutz mehr vor Enthüllungen, sodass eine vorprogrammierte Katastrophe als lose Skizze im Raum stehen bleibt, die durch die präzise geplante Inszenierung Gestalt annehmen darf. Mutig stellt man sich gegen das Großthema Spektakel und setzt auf plötzlich einsetzende Irritationen und Schocks. Der Zug, der permanent in Bewegung ist, setzt seine Marschrichtung mit Spannung und Tempo gleich, Schilling spielt dabei die gesamte Palette seiner Möglichkeiten aus und alles wirkt wie aus einem Guss. Versehen mit Metaphorik und Anleihen aus der deutschen Sage, entstehen hochinteressante Variationen, die den intelligenten Aufbau unterstreichen und bilden, außerdem düstere Vorahnungen schüren.

Die Brisanz der Situation wird in einer Kurzschlusssituation forciert. Elisabeth überreicht ihrem Mann, der sie und ihren Liebhaber soeben auffliegen gelassen hat, einen Brieföffner, ein Geschenk ihrer Mutter für ihn. Eben diese sah man gleich zu Beginn am Bahnsteig, voller Sorge um ihre Tochter und in offensichtlich in diffusen Vorahnungen gefangen. Bereits hier entfaltet sich das unbeschreiblich Zynische dieser schicksalhaften Situation, da die besorgte Mutter das Mordinstrument lieferte. Die Drossbachs sitzen sich gegenüber, durch das Fenster sieht man die vorbeirauschende Landschaft, er begegnet ihr wie üblich mit diplomatischer Immunität und das offenbar in jeder erdenklichen Beziehung, sie liest die Illustrierte "Schöne Welt". Elke Haltaufderheides Gesichtsausdruck vermittelt Ruhe und Sicherheit, was dem Zuschauer suggeriert, dass nichts passieren wird. Nur Einstellungen aus der E-Lok zeichnen eine Hochgeschwindigkeit, eben jene, mit der man auf die Katastrophe zusteuert und die heulende Akustik des Triebwagens und der Schienen in Verbindung mit der Musik von Eberhard Schoener erzeugen mit einfachsten Mitteln Nervenkitzel. Der Brieföffner liegt auf dem Bordtisch und nimmt die Vibrationen der Fahrt an, er bewegt sich eigenständig und zitternd in die Richtung von Drossbach, man hört die Stimme des Nebenbuhlers, der die Fahrgäste bedient, plötzlich zeigt die Spitze der Tatwaffe auf den Diplomaten, als wolle sie ihn einladen, den richtigen Zeitpunkt wahrzunehmen. Beim Einfahren in einen Tunnel geschieht die Affekthandlung im Schutze der Dunkelheit und er sticht mehrmals auf seine Gattin ein, bis er in Koblenz fluchtartig den Zug verlässt, um ihn wenig später mit einem Taxi zu verfolgen. Die Intensität dieser Szenen und das unberechenbare Element wirken absolut packend, der Wettlauf mit Zeit, Zug und Tod beginnt.

Die weitere Fahrt ist geprägt von unterschiedlichsten Rückblenden, in denen die Protagonistin Eindrücke und Situationen der Zweisamkeit Revue passieren lässt, die bis ins Kindheitsalter zurückgehen. Bei dieser Gelegenheit lernt man auch die zwei Gesichter dieser Frau kennen, die zusätzlich hinter einer Maske und Fassade versteckt sind. Ihre Unempfindlichkeit wirkt nahezu schockierend, das Hinnehmen der Situation unbegreiflich, sodass empfindlich mit der Hilflosigkeit des Zusehers gepokert wird. Aber es scheint tatsächlich so zu sein als warte sie, und im Spektrum zahlreicher Möglichkeiten weiß der Zuschauer nicht, was schließlich passieren wird. Bei jedem Halt des "Rheingold" kommen und gehen neu integrierte Personen, wie beispielsweise der alte Herr, der seiner Enkelin anhand des Panoramablicks aus dem Fenster die Mythologie längs des Rheins erklärt, was gleichzeitig in eine intelligente Assoziation zu Elisabeth gesetzt wird. Des Weiteren sieht man eine Mutter und ihr ungehorsames Kind, einen Astrologen, der die Zukunft und Gegenwart deutet, oder einen Schwarzfahrer und Erfinder, die der Dame in Weiß alle das einseitige Gespräch halten. In der Phase der Angeschlagenheit reduziert sich außerdem die Affäre Wolfgang auf ihre bloße Mechanik. Niklaus Schilling verlangt dem Zuschauer recht viel ab, indem er buchstäblich Schicksal spielt und günstige Zeitpunkte wie im realen Leben einfach verstreichen lässt. Insgesamt präsentiert sich dieser Beitrag in einer bestechenden Form und es wird eine unbestimmte Faszination verbreitet, die nicht alle Tage zu finden ist. "Rheingold" kann sich schließlich einen sicheren Platz unter den bemerkenswerten deutschen Beiträgen dieser Zeit sichern und die Regie feiert nicht nur einen Arbeitssieg, sondern insgeheim einen Triumph, wenn sich alle Eindrücke gesetzt haben. Großartiges Kognitionskino, für das man bei Interesse unbedingt eine Fahrkarte lösen sollte!


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 21.02.2016 05:09 
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Wow. Sehr schöner Text zu diesem wundervollen Film, der dich sehr fasziniert haben muss. Mir hat er auch äußerst imponiert, und ich habe mich sofort in ihn verliebt.

Vor allem die Oberflächen hatten es mir angetan - ich denke dabei an das Zusammenspiel von Licht und Haut und Raum und Zeit. Der Kamerablick, alles fetischisierend und der Handlungslogik auch ein wenig entrückend, wenn vom Prinzip und der Struktur her ein Moment im Zug auf Spielfilmlänge gedehnt wird, und die Reise wie eine Reise durch das ganze Leben der Protagonistin wirkt. Wie wenn vor dem Tod nocheinmal das Leben flüchtig vorüberzieht...

Der Film wirkte auf mich auch schon ganz aus den 80ern, ein Ausblick auf Kommendes, auf den großartigen Manierismus des cinema du look.

Kenne sonst noch nichts von Schilling, aber er scheint ein Meister seines Faches zu sein. Ich finde es aber generell faszinierend, wenn Kameramänner zu Regisseuren werden, da dann oft eine ganz spezifische Bildsprache die Filme dominiert und formt, siehe beispielsweise bei Leuten wie Joe D'Amato oder Jack Cardiff.

Naja, jedenfalls toll, zu nächtlicher Stunde so ein wundervolles Review auf Dirty Pictures zu entdecken, und dann auch noch zu einem deutschen Film, der mal wieder die Vielfalt und Grenzenlosigkeit des deutschen Kinos aufzeigt.

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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 21.02.2016 10:31 
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Prisma hat geschrieben:
»In und um Koblenz gehört sie mir...«


Das sage ich auch immer.... :D ;)


Nee, Spaß beiseite. Deine Vorstellung zu diesem mir bis dato leider unbekannten Film klingt hochinteressant und schürt die Laune darauf, zudem ich schon mein halbes Leben lang hauptsächlich mit der Bahn unterwegs bin und außerdem ein Teilstück der besagten Zugstrecke so gut wie das Innere meiner Westentasche kenne (inkl. des in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Hauptbahnhofs ;) )

:dh:


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 21.02.2016 13:02 
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Dr. Zombi hat geschrieben:
Wow. Sehr schöner Text zu diesem wundervollen Film, der dich sehr fasziniert haben muss.

Dankeschön! Ja, es stimmt wirklich dass mich "Rheingold" sehr fasziniert, richtiggehend gepackt hat. Wenn ich bedenke, dass ich den Zug tatsächlich nur an mir vorbeifahren lassen wollte, war es eine sehr große Überraschung. Ich hatte den vor Jahren schon einmal gesehen, konnte mich aber (glücklicherweise) an so gut wie nichts mehr erinnern, sodass es wie eine Erstsichtung war. Aus dieser nicht vorhandenen Erinnerung hielt ich den Film dann für belanglos. Niklaus Schillings Werk habe ich mir die Tage sogar zweimal unmittelbar hintereinander angeschaut, was bei mir so gut wie nie vorkommt. Um ehrlich zu sein, bin ich mit großen Vorbehalten an diesen Beitrag herangegangen, weil ich doch seinen Nachtschatten so schwerfällig fand, den ich mir jetzt aber nochmal dringend anschauen muss. Vielleicht sehe ich ihn ja endlich auch mal mit den Augen, von denen ich überall immer nur gehört habe.

Es war auch so, dass ich innerhalb eines Jahres nun Einiges und ganz gezielt mit Elke Haltaufderheide (meistens als Elke Hart) gesehen habe, weil mich die Schauspielerin ebenso fasziniert hat. Ursprünglich hatte ich sie ganz schnell abgeschrieben und ihr alles mögliche unterstellt, nur eben nichts Positives. Aber sie lässt irgendwie nicht mehr los mit ihrer nahezu beispiellosen Aura. Ich hatte in diesem Zusammenhang ganz bewusst das Wort gespenstisch verwendet. Sie bekommt von mir noch eine extra Vorstellung zu "Rheingold". Den Film hatte ich mir übrigens nur wegen den Wallace-Schauspielerinnen Alice Treff und Claudia Butenuth zugelegt, die ja nur Mini-Rollen bekleiden. Umso größer war die Freude über diesen brillanten Film.



Dr. Zombi hat geschrieben:
zu einem deutschen Film, der mal wieder die Vielfalt und Grenzenlosigkeit des deutschen Kinos aufzeigt.

Genau das gleiche dachte ich mir nach dem Anschauen auch und dass ich wieder vermehrt auf Entdeckungsreise gehen möchte.


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 21.02.2016 13:14 
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Richie Pistilli hat geschrieben:
Prisma hat geschrieben:
»In und um Koblenz gehört sie mir...«


Das sage ich auch immer.... :D ;)

Erzähle uns doch ein paar Anekdoten aus deinem Revier! :D 8-)

Die Gegend und die Strecke kenne ich durch dort lebende Verwandtschaft und natürlich meinen Vater, einen Eisenbahn-Crack aus dem Buche, auch sehr gut. Ich habe als Kind in so gut wie jedem historischen Zug gesessen, vielleicht mag ich deswegen heute überhaupt kein Zugfahren mehr. Die Faszination ist aber geblieben. Ich sehe mir immer noch gerne Züge an, die E-Lok des "Rheingold" finde ich richtiggehend ästhetisch, was sehr gut zum Film passt. Aber zum Zug habe ich auch noch eine kleinere Hommage vorbereitet. Wenn dir Schillings Film also mal zwischen die Finger kommt, Richie, schau ihn dir ruhig mal an. So wie ich dich einschätze, kannst du ihm bestimmt Einiges abgewinnen!


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 21.02.2016 17:26 
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Hatte Glück, dass der bei mir in der Gegend vor ca. 2 Jahren zufällig im Kino lief. Eine kleine Schilling-Hommage letztes Jahr habe ich dann aber leider komplett verpasst. Jedenfalls war ich baff, als die Vorstellung losging und es sich um eine nigelnagelneue 35mm Kopie handelte, die außerdem noch aussah wie in den 70ern gezogen. Der Film war dann visuell auch ein Traum!

Wollte eigentlich auch was drüber schreiben, vor allem über die Szene mit dem Opa und dem kleinen Mädchen und der Legendenerzählung.

Fand Elke Haltaufderheide auch phänomenal und sehr enigmatisch. Sie trägt den ganzen Film. Ist aber generell toll, wenn Filmemacher ihre Lebensgefährtinnen Filmen. Da kommt oft was grandios Obsessives bei raus. Habe aber sonst glaube ich noch keinen Film mit ihr gesehen, bzw. wenn, dann nur in einer kleineren Rolle.

Nachtschatten hab ich noch zu Hause auf VHS, mal auf einem der dritten Programme aufgenommen. Müsste ich mir auch mal geben. Und das Bonusmaterial auf der Rheingold DVD. Die hatte ich noch gar nicht im Player - auch mal vor 10 Jahren günstig in einer Videothek gekauft. Ich glaube, das guck ich jetzt sofort. :mrgreen:

Es gibt noch sooooo viel zu entdecken!

Das deutsche Kino ist echt ein Fass ohne Boden. 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 21.02.2016 19:28 
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Sehr interessantes Bonusmaterial auf der DVD. Ist dann doch mehr als vermutet, und als auf dem Cover angedeutet.

Gerade auch zum ersten Mal den ziemlich tollen Trailer gesehen. Online leider nicht in besserer Qualität gefunden, aber zum anspitzen reicht's sicher. :)

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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 21.02.2016 20:19 
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Prisma hat geschrieben:
Das interessante Making-Of zu "Rheingold" ...


Ich nehme mal an, du hast das Making-Of auf der ems DVD geguckt? Hatte das da bei dir auch so ein abgehacktes, abrupt erscheinendes Ende? Bei mir beträgt die Laufzeit 11 Minuten und 49 Sekunden.

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BeitragVerfasst: 21.02.2016 20:55 
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Dr. Zombi hat geschrieben:
Ich nehme mal an, du hast das Making-Of auf der ems DVD geguckt?

Genau. Ist mir auch aufgefallen, dass es so plötzlich aufhört. Mir kam es so vor, als sei es mitten im Satz unterbrochen worden.
Aber es stimmt, beim Bonusmaterial bekommt man mehr als erwartet, ich fand es sehr interessant, was Schilling selbst zu sagen hatte.
Außerdem war der Einblick in die Arbeit sehr aufschlussreich, vor allem bekommt man eine leichte Ahnung, was es heißt, minutiös planen zu müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 21.02.2016 21:03 
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Hmm, ja, vielleicht ist da was schiefgegangen. Oder der Beitrag wäre ein paar Sekunden später zu Ende gewesen...

Ich fand auch die Texte zu den Dreharbeiten sehr aufschlussreich. Und zu den verschiedenen Waggontypen - wenn auch für mich teilweise unverständlich, da ich mich mit solchen Dingen überhaupt nicht auskenne.

Die Trailer zu manch anderem Film sind auch sehr interessant.
Will jetzt unbedingt Peter Fonda in The Tempest sehen! :mrgreen:





Und guck heut Abend, angefixt von der Zugthematik, DERAILED mit Van Damme. 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 22.02.2016 03:07 
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Dr. Zombi hat geschrieben:
Hatte Glück, dass der bei mir in der Gegend vor ca. 2 Jahren zufällig im Kino lief.

Das muss ein tolles Erlebnis gewesen sein. Wenn ich mir vorstelle, wie alleine schon der Zug gewirkt haben muss, da könnte man glatt ein bisschen neidisch werden. :D


Dr. Zombi hat geschrieben:
Wollte eigentlich auch was drüber schreiben, vor allem über die Szene mit dem Opa und dem kleinen Mädchen und der Legendenerzählung.

Das hat im ersten Moment etwas strapaziös auf mich gewirkt, vor allem weil man permanent die kämpfende Elisabeth beobachten muss.
Aber das ist schon sehr intelligent gemacht worden, vor allem weil es sich 1:1 auf die Hauptdarstellerin projizieren lässt.
Ich bin da auch nicht näher drauf eingegangen, weil ich in der deutschen Sagen-Landschaft zu wenig bewandert bin.
Die Erzählstimme des Großvaters lieferte übrigens Rudolf Schündler, wenn mich nicht alles getäuscht hat?


Dr. Zombi hat geschrieben:
Das deutsche Kino ist echt ein Fass ohne Boden.

Da sage ich doch glatt glücklicherweise! Ich bin auch immer wieder überrascht, was es noch alles zu entdecken gibt.
Oftmals tauchen hochinteressante Sachen auf, von denen man vorher noch nie etwas gesehen und gehört hat.
"Rheingold" war mal wieder ein schöner Beleg dafür, warum ich gerade mit dem deutschen, zeitgenössischen Kino so sehr verbunden bin. 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 22.02.2016 06:21 
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Prisma hat geschrieben:
Erzähle uns doch ein paar Anekdoten aus deinem Revier! :D 8-)


Das kann ich Keinem antun... Die Provinzmetropole an Rhein und Mosel ist grausam 8-)


Prisma hat geschrieben:
Wenn dir Schillings Film also mal zwischen die Finger kommt, Richie, schau ihn dir ruhig mal an. So wie ich dich einschätze, kannst du ihm bestimmt Einiges abgewinnen!


Danke für den Hinweis, da ich die DVD bisher noch überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Mein Einkaufszettel wurde aber zwischenzeitlich um den Titel ergänzt :)


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 22.02.2016 10:21 
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Richie Pistilli hat geschrieben:

Das kann ich Keinem antun... Die Provinzmetropole an Rhein und Mosel ist grausam 8-)



Banause! :o

Aber danke an prisma für die Vorstellung, den Film muss ich mir als Einheimischer doch mal besorgen. :D

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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 22.02.2016 12:08 
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Richie Pistilli hat geschrieben:
Das kann ich Keinem antun... Die Provinzmetropole an Rhein und Mosel ist grausam 8-)

Wem sagst du das. Ich lebe ja schließlich auch längs der Provinzmetropole, allerdings nur an der Mosel. :lol:


Dr. Freudstein hat geschrieben:
Aber danke an prisma für die Vorstellung, den Film muss ich mir als Einheimischer doch mal besorgen

Gerne! ;) Die DVD bekommt man so gut wie geschenkt, wie ich gesehen habe. Bin schon gespannt auf eure Meinungen!


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 22.02.2016 17:42 
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TRANS-EUROP-EXPRESS RHEINGOLD


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In Niklaus Schillings "Rheingold" kommt es neben der ausgezeichneten Geschichte zu der ausgiebigen Inszenierung des gleichnamigen Zuges und natürlich der E-Lokomotive der DB-Baureihe 103, dem damaligen Prestigeobjekt der Deutschen Bundesbahn. Im Film wird dem Zuschauer suggeriert, dass es sich immer um ein und den selben Zug handelt, allerdings erkennt man beim genauen Hinschauen auf die Betriebsnummern an der Front des Triebwagens, dass es sich um etliche verschiedene Typen der gleichen Baureihe handelt, was die unterschiedlichen Nummerierungen belegen. Es wäre nicht fair von einem Goof zu sprechen, da es sich praktisch um ein Ding der Unmöglichkeit gehandelt hat, immer die gleiche Lokomotive, bei einer Drehzeit von vier Wochen, filmen zu können, weil man sich selbstverständlich nach dem Fahrplan der DB zu richten hatte. Der Trans-Europ-Express stand in langer Tradition und stellte den Schnellzugverkehr der ausschließlich ersten Klasse dar, was im Film ebenfalls recht gut veranschaulicht wird. Elke Haltaufderheide verbringt den Großteil ihrer Zeit beispielsweise im sogenannten Konferenzabteil, ihre Szenen auf der Bordtoilette führen einem den luxuriösen Standard des Zuges vor Augen, der Kellner ist permanent für die Annehmlichkeiten der Fahrgäste unterwegs, außerdem konnte man in den Speisewagen ausweichen. Der TEE führte außerdem häufig einen Aussichtswagen mit Panoramadach oder einen Barwagen mit sich und die großräumigen Abteile waren voll klimatisiert. Die Serienversion der BR 103 verfügte über Spitzengeschwindigkeiten bis zu 200 km/h und machte schnelles und komfortables Reisen möglich, In den Jahren 1970 bis 1974 wurden 145 Fahrzeuge hergestellt und abgenommen, bis sie Ende der 90er Jahre so gut wie vollkommen ausgemustert wurden.

Niklaus Schilling inszeniert den Zug wie erwähnt nicht nur ausgiebig, sondern auch sehr spektakulär und es lässt sich tatsächlich beinahe eine Zuneigung hinein interpretieren. Manchen Zuschauern wird es ähnlich gehen, da die vielen Sequenzen voller Ästhetik stecken und Fortschritt, Leistung, Kraft und Aerodynamik demonstrieren. Aber gerade "Rheingold" hätte ohne eine so tatkräftige Titelrolle nur halb so gut funktioniert und man muss die Veranschaulichung als festen, oder vielmehr existenziellen Bestandteil ansehen. Nach persönlichem Empfinden, handelte es sich bei der 103 schon immer um einen der schönsten Hingucker im Plandienst, wenngleich mein Lieblingsmodell immer schon die Diesellokomotive V 200 war. Wie erwähnt bin ich, was das Thema Eisenbahn betrifft, von Hause aus vorbelastet. Dem "Rheingold" habe ich als Kind schon oft zugewunken, und war auch schon drin, Besuche am Rhein waren in dieser Beziehung irgendwie immer ein kleines Happening, da der hiesige Schienenverkehr nicht allzu viel Außergewöhnliches zu bieten hatte. Als Märklin-Eisenbahner hatte die riesige Sammlung meines Vaters vom Schweizer Krokodil bis zum Schienenzeppelin alles zu bieten, so natürlich auch das Modell der BR 103, welches aber aufgrund der Hochwertigkeit nicht oft zum Einsatz kam. Züge wecken auch heute noch mein Interesse, das heißt, ich schaue sie mir ziemlich gerne an, was auch bei Flugzeugen so ist. Aber komischerweise sitze ich heute weder gerne im Zug, noch in einer Maschine, was ich kaum erklären kann. Naja, vielleicht ist einfach das Auto schuld? Wie dem auch sei, dieser kleine Exkurs, der sicherlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, beziehungsweise Richtigkeit erhebt, gehört für mich in diesem speziellen Fall einfach zur Filmvorstellung dazu, aber leider sind meine schienengebundenen Kindheitserinnerungen nur noch schemenhaft vorhanden.


www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 22.02.2016 21:06 
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Dr. Freudstein hat geschrieben:
Richie Pistilli hat geschrieben:
Das kann ich Keinem antun... Die Provinzmetropole an Rhein und Mosel ist grausam 8-)

Banause! :o

Wenn ich in Deiner bahnkulturellen Ecke wohnen würde, dann wäre ich der zentralen Metropole gegenüber auch milder gestimmt, aber da dem leider nicht so ist, bin ich ausschließlich dem neumodischem Bahnterror ausgesetzt. An der innerstädtischen DB-Zentralanlegestelle gibt es nur Hektik, schlechtgelaunte Menschen (mit und ohne Uniform), technische Störungen und Verspätungen zu vermelden, und bei Dir? Nur wenige Fußminuten entfernt eröffnet sich dem Bahninteressierten ein wahrhaftes Paradies aus vergangenen Zeiten:
Das Koblenzer DB Museum! Der Balsam für die Seele :D


Bild


Abgelegen von provinzstädtischen Grausamkeiten kann man sich hier noch in aller Ruhe und zudem völlig friedlich in freier Natur der Bahngeschichte vergangener Tage hingeben. Mit einem solchen Background um die Ecke, würde ich hier auch andere Töne spucken.. :evil:

:lol: ;)



Wenn DB-Nerds den Geburtstag der von Prisma ausführlich vorgestellten DB BR 103 im Koblenzer Bahnmuseum feiern, dann klingt das folgendermaßen:


"Am 14. Juni 1965 erblickte E03 001 das Licht der Schienenwelt. Aus dieser Vorserien Lokomotive entwickelte sich die E-Lok Legende 103.
Zu diesem Anlass veranstaltete das DB Museum Koblenz genau 50 Jahre später ein Fest zu diesem Geburtstag. Neben der E03 001 und den Museumseigenen 103er (103 233 und 103 235), nahmen die 103 101, 103 113 und 103 226 an der Lokparade teil. (103 220 konnte leider nicht an der Parade teilnehmen.) Weiterhin bespannte die 103 113 zweimal den TEE von Koblenz über Köln wieder nach Koblenz.

Alles gute zum Geburtstag E03 001 und viel Spaß beim Anschauen.
" :P


www.youtube.com Video From : www.youtube.com



Nee, Spaß beiseite. (Jetzt wird es ernst) Habe mir heute während der Nachhausefahrt (selbstverständlich mit der Bahn) die abgestellten Wagen und Lokomotiven auf Höhe des Museums mal etwas genauer angeschaut und dabei voller erstaunen festgestellt, dass sich dort zahlreiche Teile des Rheingold TEEs auf den Abstellgleisen tummeln: :shock:


Bild Bild Bild Bild

Es gibt ihn also doch noch, den guten alten TEE....




Und für die richtig Bahnvernarrten unter uns gibt dann auch auch noch 3 weitere Videos des Koblenzer Bahnmuseums zu bestaunen:

Historische PERSONENZUGPARADE: Sommerfest DB Museum Koblenz 2014

65 Jahre Deutsche Bundesbahn | DB Museum Koblenz

Sommerfest DB Museum Koblenz 2015



Immer noch Banause? ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 22.02.2016 22:20 
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Richie Pistilli hat geschrieben:
Immer noch Banause? ;)

Nein, rehabilitiert! :D

Vielen Dank für deine Mühe und diesen zusätzlichen Beitrag, das wird ja noch zu einem richtigen Eisenbahnfreunde-Thread! :lol:
Als ich mir die Bilder und Videos angeschaut habe, dachte ich, mir das tatsächlich irgendwann mal live anschauen zu wollen.
Das Bild mit dem Aussichtswagen auf dem Abstellgleis sah aber schon stark nach Eisenbahnfriedhof aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 22.02.2016 22:44 
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Prisma hat geschrieben:
Richie Pistilli hat geschrieben:
Immer noch Banause? ;)

Nein, rehabilitiert! :D


Schwein gehabt :lol:

Hoffe nur, der Doc sieht das genau so :? :D


Prisma hat geschrieben:
Das Bild mit dem Aussichtswagen auf dem Abstellgleis sah aber schon stark nach Eisenbahnfriedhof aus.


Schätze mal, dass der Museumsverein diesen bestimmt wieder restaurieren und instand setzen möchte. Die Bilder stammen natürlich aus dem Netz, zeigen aber alle das Koblenzer Abstellgleis mit seinen vergangenen Bahnschätzen. Fahre dort tatsächlich Tag für Tag auf dem Weg zur Arbeit mit der (meistens noch intakten) Bahn vorbei und habe mir aufgrund Deines Beitrags heute zum ersten mal bewusst angeschaut, was da so alles an bahnhistorischen Schätzen auf den Abstellgleisen des Museums herumlungert :shock: Da geht so Einiges, sag ich Dir! :)


Abschließend folgt noch ein zeitgeschichtlicher Werbe Film der DB aus den 70ern, indem auch die DB BR 103 die Hauptrolle spielt:


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 23.02.2016 00:52 
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Richie Pistilli hat geschrieben:
Immer noch Banause? ;)


Ich nehme alles zurück und ziehe meinen Hut vor so viel Bahnwissen. Wenn du das nächste mal aus deiner feinen Vorstadtsiedlung zur mir ins Ghetto kommst, lade ich dich zur Entschädigung gerne in das Museum ein und wir gucken uns dannach zusammen den Film an, wenn ihn einer von uns beiden bis dahin im Besitz hat. ;)

Trotzdem...wir sind hier vielleicht etwas provinziell und kulturell nicht sehr undergroundig, aber immerhin die schönste Stadt an Rhein und Mosel. Zugegebenermaßen auch die einzigste... :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 23.02.2016 01:01 
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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 23.02.2016 07:41 
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Dr. Freudstein hat geschrieben:
Ich nehme alles zurück und ziehe meinen Hut vor so viel Bahnwissen. Wenn du das nächste mal aus deiner feinen Vorstadtsiedlung zur mir ins Ghetto kommst, lade ich dich zur Entschädigung gerne in das Museum ein und wir gucken uns danach zusammen den Film an, wenn ihn einer von uns beiden bis dahin im Besitz hat. ;)

Trotzdem...wir sind hier vielleicht etwas provinziell und kulturell nicht sehr undergroundig, aber immerhin die schönste Stadt an Rhein und Mosel. "Zug"egebenermaßen auch die einzigste... :lol:


Uff, da bin ich jetzt wieder etwas erleichtert :heat: Also, die Bezeichnung Ghetto habe ich aber nicht in den Mund genommen und würde mir zudem auch nie in den Sinn kommen (war übrigens auch mein favorisierter Stadtteil bei der letzten Wohnungssuche gewesen ;) ), aber bei einem gemeinsamen Musuemsbesuch mit anschließender Rheingold-Film Session wäre ich sofort dabei. Komme dann auch von der zentralen Zuganlegestelle aus mit der Bahn angereist :P

Unser Städtchen schaut schon nicht schlecht aus und die Umgebung ist auch sehenswert, wenn da aber nicht immer die kleinen, alltäglichen Grausamkeiten wären.... :)


Für alle begeisterten Hobbylokführer gibt es den TEE übrigens auch im Modelleisenbahnformat für den heimischen Garten:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 23.02.2016 12:11 
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Habe hier noch irgendwo den deutschen Trailer, war des öfteren auf UFA Vhs drauf. Den Trailer fand ich stark und wollte den Film immer mal sehen. Nie dazu gekommen....

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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 24.02.2016 02:49 
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reggie hat geschrieben:
Den Trailer fand ich stark und wollte den Film immer mal sehen. Nie dazu gekommen....

Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Ich kann mir vorstellen, dass "Rheingold" auch was für dich wäre. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: RHEINGOLD - Niklaus Schilling
BeitragVerfasst: 01.03.2016 17:29 
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Grad mal meinen daily Kanal gecheckt, wusste doch ich hab den Trailer hochgeladen...

[BBvideo]http://www.dailymotion.com/video/xxi96o_rheingold-trailer_shortfilms[/BBvideo]

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