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ZUM TEUFEL MIT DER PENNE - Werner Jacobs
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Author: Prisma [ 11.05.2018 04:17 ]
Post subject: ZUM TEUFEL MIT DER PENNE - Werner Jacobs



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● DIE LÜMMEL VON DER ERSTEN BANK TEIL 2 - ZUM TEUFEL MIT DER PENNE (D|1968)
mit Peter Alexander, Hansi Kraus, Heintje, Hannelore Elsner, Sabine Bethmann, Rudolf Schündler, Willy Millowitsch,
Balduin Baas, Inge Wolffberg, Joachim Teege, Hans Terofal, Joachim Strietzel, Heidrun Hankammer und Theo Lingen
eine Produktion der Rialto Film Preben Philipsen | Terra Filmkunst | im Constantin Filmverleih
ein Film von Werner Jacobs


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»Ich glaube, Sie sind wieder einer Halluzination zum Opfer gefallen!«

Der Fernsehreporter Peter Roland (Peter Alexander) plant einen Film zum Thema "Bildungsnotstand" zu drehen, doch er sucht noch nach geeignetem Material. Somit wendet er eine List an und schleust sich anstelle seines Schwagers, Dr. Burki (Joachim Teege), als Schweizer Austauschlehrer in das Mommsen-Gymnasium in Baden-Baden ein. Dort möchte man sehen, ob der Pädagoge es mit der berüchtigten 10a aufnehmen kann, welche bislang noch jeden Lehrer in den Wahnsinn treiben konnte. Nach kurzer Zeit geschieht jedoch etwas Sonderbares, denn die Klasse fängt an, unter seiner liberalen Führung zu funktionieren, was Oberstudiendirektor Taft (Theo Lingen) vor ein Rätsel stellt. Wann wird der Schwindel auffliegen..?

Nach dem großen Erfolg des ersten Lümmelfilms bewies Produzent Horst Wendlandt umgehend, dass er als Konkurrenz nicht am schlafen war und brachte mit "Zum Teufel mit der Penne" den erfolgreichsten Paukerfilm überhaupt heraus. Teil II konnte seinerzeit an die 8 Millionen Zuschauer in die Kinos locken, was ein eindeutiger Beweis dafür ist, dass sich das zeitgenössische Publikum derartige Geschichten wünschte. Werner Jacobs' Beitrag weist einige Unterschiede zu den übrigen Filmen auf, was sich insbesondere bei den Charakteren und den hierbei zugeordneten Darstellern zeigt. So führte zum Beispiel Peter Alexander den Film an, Uschi Glas wurde durch Hannelore Elsner für die Rolle der Marion ersetzt, außerdem war Heintje als Vertragsschauspieler der Constantin Film zu sehen, der hier hauptsächlich mit Gesangsauftritten in Erscheinung tritt. Das Konzept ging also mehr als auf, doch in der Rückschau hat "Zum Teufel mit der Penne" wesentlich mehr Schwächen als die Konkurrenz. Das Ensemble wirkt schlecht ausbalanciert, da beinahe jeder recht aussichtslos gegen die Übermacht Peter Alexander ankämpfen muss, der das vollkommen auf ihn zugeschnittene Szenario dominiert.

Auch das Austauschen verschiedener Interpreten kommt nicht besonders gut an, was insbesondere für Hannelore Elsner und Ruth Stephan als Dr. Pollhagen zutrifft. Des Weiteren müssen Heintjes Ariola-Schlager einem wohl irgendwie gefallen, um sie nicht als durchgehend störend zu empfinden; auch Peter Alexander lässt es sich nicht nehmen, einige seiner Evergreens zum Besten zu geben. Nach persönlichem Ermessen schaden diese musikalischen Seitenstränge der Handlung und dem Film erheblich, denn er wirkt unnötig gestreckt. Im Bereich der zu erwartenden Streiche leistet Routinier Hansi Kraus wie erwartet sehr gute Arbeit und er zählt neben Rudolf Schündler, Balduin Baas, Hans Terofal und Theo Lingen zu den sichersten Bänken des gesamten Szenarios. Ansonsten hat man es mit einem eher mäßigen Skript zu tun, das sich zwar neuer Impulse bedient, aber schlussendlich nur wenige gelungene Variationen anbieten kann. Auf der Habenseite darf jedoch betont werden, dass "Zum Teufel mit der Penne" schön fotografiert und letztlich noch sicher und weitgehend zufriedenstellend über die Ziellinie gebracht ist. Insgesamt ist es Werner Jacobs aber nicht gelungen, sich zu verbessern. Daher ist die Fortsetzung nicht so gerne gesehen.

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