Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 05.08.2010 18:43 
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Das Totenschiff ist einer der besten deutschen Filme der fünfizger Jahre. Der junge Horst Buchholz, Mario Adorf und Elke Sommer spielen in dieer Verfilmung des berühmten Romans von B. Travern.

Buchholz spielt einen Mann der aus ärmlichen Verhältnissen kommend sein Glück als Matrose auf einem Seelenverkäufer sucht. Der Film ist sozialkritisch angelegt und wirklich sehenswert.

9/10 Punkte

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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 06.08.2010 11:44 
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Das ist in der Tat ein wunderbar atmosphärisches Stück deutscher Filmkunst.

Vor der bei uns erhältlichen, ***räusper***, DeLuxe Edition sei aber ausdrücklich gewarnt! Die Schärfe ist dermaßen übersteuert, dass einem die Augen tränen und das Bildformat wäre ebenfalls korrekturbedürftig. Wegen dieses Etikettenschwindels täte ich den Verantwortlichen bei Black Hill gerne eine zweiwöchige Kreuzfahrt in somalischen Gewässern spendieren.

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Je älter ich werde, desto weniger Zeit habe ich, sachlich zu bleiben


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"-Ach ja? Aber das ist ja absurd! Heutzutage weiß doch jeder, daß das ein Ammenmärchen ist."
(Das Geheimnis von Schloß Monte Christo)


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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 28.08.2013 15:36 
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Habt ihr das Buch dazu gelesen?
Stanislaw sagte beim Raufgehen, daß das Herausfallen der Roste Blut kostet. Damit meinte er, wenn einer rausfällt. Jetzt waren sechs raus. Sie einzusetzen kostete nicht nur Blut und nicht nur abgestoßene Fleischstücke und abgeschmorte Hautfetzen, das kostete blutendes Sperma, herausgezerrte Sehnen, das Mark floß einem wie wässrige Lava aus den Knochenröhren, die Gelenke krachten wie Holz, das gebrochen wird. Die Arbeit kroch und würgte in unsre Kadaver, während wir mit den Rosten würgten.
Was dann noch an Beschreibungen folgt würde sogar dem Ahab und dem Hiob das Blut in den Adern gefrieren lassen. B.Traven haut bei der Beschreibung der Abgründigkeit der Besatzung und des Schiffes auf die Kacke das es spritzt. Es wird grotesk.
Es wird teilweise ermüdend was er sich da für Dinger aus den Fingern saugt.
Ansonsten bleibt viel hängen aus Travens tatsächlichen Lebensansichten. Also unterdrückte Arbeiterschaft unterdrückt unterdrückte Arbeiterschaft, unsinnige Staatsgrenzen, Kritik des Kapitalismus. Noch mehr Kapitalismuskritik.
Aber, ich will nicht klagen. Es ist ein gut lesbarer Roman, ein Abenteurerroman. Kein Moby Dick aber doch empfehlenswert.

Der Film: Der Buchholz erinnert mich ein wenig an den Zac Efron. Also hübsch anzusehen aber sein schauspielerisches Talent hat mir öfter die Hände vor die Augen geführt zum nicht hinschauen müssen. Toll natürlich Mario Adorf, ich finde es ja unglaublich, er sah da mit diesem rassigen schwarzen Vollbart schon aus als wäre er 40 aber der Film ist ja aus den 50ern. Am besten war aber zwangsläufig Helmut Schmid als Heizer. Da habe ich auch ab und an die Hände vor die Augen gehalten weil ich mich beschützen wollte vor ihm. Ich hatte Angst. Ansonsten, die Drehorte waren stimmig, der Plot war auch ausreichend.
Erfreulicher Film, es gibt eigentlich keinen Grund den nicht schauen zu wollen. :lol:

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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 28.08.2013 16:03 
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ultrastruktur wrote:
Habt ihr das Buch dazu gelesen?

Bisher noch nicht. Aber wenn ich Bock drauf habe, werde ich einfach mal meinen Vater nach einer seiner vielen Ausgaben fragen, die er bei sich im Regal hat.

Der Film hat mir auf jeden Fall auch sehr gefallen.

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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 28.08.2013 18:32 
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Das Buch ist hervorragend. So wie ich den mutmasslichen Lebenslauf Travens einschätze, würde es mich nicht wundern wenn er eigene Erfahrungen und die von Kameraden hat einfliessen lassen. Die Erzählung ist aus den Zwanzigern, und da waren die Zeiten arbeitstechnisch einfach noch anders, und auf einem Dampfschiff erst recht. Mich hat es öfters gegraut beim Lesen, und ich glaube nicht dass Traven allzusehr überzogen hat. Der Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig, yes Boys, das ist eben so wenn man Erfolg haben will, und da muss man durch, und wer da nicht mitkommt geht unter und kommt nie wieder nach oben. Aber man gewöhnt sich recht schnell an diesen Stil, und er passt auch sehr gut zur Geschichte und vor allem zum Erzähler.

Der Film ist genauso hervorragend. Und auch wenn ich jetzt Haue bekomme (und wir wissen ja alle, dass Haue die Welt regiert ...), aber Horst Buchholz spielt hier genial. Jung, aufbrausend, unstet in seinen Gefühlen, schnell zu begeistern, schnell zu erregen, etwas hochnäsig, wie man halt so ist mit geschätzt Anfang Zwanzig. Wenn er da steht, die Hände in den Hosentaschen, eine Mischung aus Trotz und Neugierde in den Augen, das ist einfach nur toll. Daneben ein begeisternder Mario Adorf, zu dem Buchholz Gefühle wie zu einem Vater entwickelt, und bei dem er sich geborgen fühlt. Und dann wieder dieser Trotz, die Rebellion, aber man braucht ja was zu fressen, also doch wieder zurück zum Pott. Einfach nur stark, wie Buchholz diese widerstreitenden Gefühle rüberbringt. Und daneben eben dieser Ruhepol Adorf, der weiss wie das Leben läuft, und dass er von dem Kahn nie wieder runterkommen wird, also warum aufregen. Aber es wäre doch so schön wenn man noch mal ...

Nicht zu vergessen eine blutjunge Elke Sommer in einer ihrer (wie ich finde) schönsten Rollen. Man möchte den beiden zurufen innezuhalten, ihr Glück zu fassen und nicht mehr loszulassen, und doch ist die Abenteuerlust Buchholz' stärker als die Liebe, und das ist so traurig ... Die Liebesepisode find ich insgesamt stärker geraten als im Buch, gefühlsgeladener, und gerade dadurch wird auch die Figur Buchholz' nochmal plastischer.

Auch die anderen Rollen sind hervorragend besetzt: der bereits erwähnte Helmut Schmid als Heizer, Alf Marholm als schurkischer Kapitän, Günter Meisner als Trimmer, Werner Buttler als 1. Offizier ...

8/10 und eine unbedingte Empfehlung für Buch und Film!

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 28.08.2013 19:11 
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MMeXX wrote:
ultrastruktur wrote:
Habt ihr das Buch dazu gelesen?

Aber wenn ich Bock drauf habe, werde ich einfach mal meinen Vater nach einer seiner vielen Ausgaben fragen, die er bei sich im Regal hat.
.

So sollten Väter sein! 8-)

Aber eine interessante Sichtweise Buchholz': Er spielt einen Teenager der goffmansches Theater spielt - sich seiner Rolle nicht so schlüssig ist und sich gibt, wie sich ein Teenager oft gibt: Ein ahnungsloser Naseweis der Unsicherheit mit Ignoranz übertünscht. :mrgreen:
Zur Kapitalismuskritik: Mir kommt gerade noch Klassenverhältnisse von Straub in Erinnerung. Dort sitzt ein Bub' ebenfalls im Schiff, Richtung besseres Leben in den USA. Mario Adorf ist auch dabei, dazu ein gebeutelter Heizer und ne Prise Kapitalismuskritik gibt's auch noch dazu.

B.Traven ist ja momentan auch ziemlich en Vogue. Alva Noto und Blixa Bargeld haben als ANBB das Lied Ret Marut Handshake veröffentlicht, ein anderer Name von Traven (Gibt's bei Youtube). Golo hat einen biographischen Comic über B.Traven veröffentlicht vor 2 Jahren im Avant-Verlag .
Und hier ist ein sehr guter Artikel zu Traven:
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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 28.08.2013 19:17 
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Ich habe den Film vor sehr vielen Jahren im TV gesehen. Zu der Zeit wurde der Film noch von einer Programmansagerin angesagt und diese teilte mit, dass sich „Das Totenschiff“ innerhalb der Liste "Die 100 besten Filme aller Zeiten" befindet.

Muss ich mir unbedingt mal zulegen und wieder ansehen. Damals fand ich den Film recht gut.

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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 28.08.2013 20:30 
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DAS TOTENSCHIFF (1959)

mit mit Horst Buchholz, Mario Adorf, Helmut Schmid, Alf Marholm, Werner Buttler, Dieter von Keil, Panos Papadopulos, Günter Meissner und Elke Sommer
eine Produktion der Ufa | Producciones José Kohn im Ufa Filmverleih
ein Film von Georg Tressler


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»Die Yorikke!«


Der amerikanische Seemann Philip Gale (Horst Buchholz) geht in Antwerpen an Land, und um die harte Arbeit für kurze Zeit zu vergessen, zieht es ihn in das Amüsierviertel der Stadt. Er lernt ein leichtes Mädchen (Marieluise Nagel) kennen und verbringt die Nacht mit ihr. Am nächsten Tag stellt er fest, dass ihm sein Geld gestohlen wurde, doch viel schlimmer ist, dass seine Papiere verschwunden sind. Außerdem ist sein Schiff bereits vor dem abgemachten Termin ausgelaufen. Ohne seine Seemannspapiere ist es ihm unmöglich, an eine Heuer zu kommen und er wird von der belgischen Polizei abgeschoben. Es heißt sogar, dass man ohne Papiere so gut wie tot sei. Philip muss irgendwie nach Marseille kommen, weil man dort auch ohne Legitimation eine Arbeit bekommen könne. Auf seiner Reise lernt er die junge Mylène (Elke Sommer) kennen, die beiden verlieben sich ineinander, doch Philip zieht weiter, da er zurück nach Amerika gelangen will. An seinem französischen Ziel angekommen, findet er zu seinem Glück tatsächlich eine Heuer als Trimmer auf einem Schiff. Die "Yorikke" entpuppt sich aber als erschreckend heruntergekommener Frachter, auf dem die Arbeitsbedingungen nicht nur knochenhart, sondern auch unmenschlich sind. Er freundet sich mit dem Kohlenschlepper Lawski (Mario Adorf) an, der ihm die unglaubliche Wahrheit anvertraut. Die "Yorikke" ist ein Totenschiff, das viel zu hoch versichert auf offener See untergehen soll. Wird der Plan des skrupellosen Kapitäns (Alf Marholm) aufgehen und wird es tatsächlich die letzte Fahrt der "Yorikke" werden?

Regisseur Georg Tressler arbeitete in "Das Totenschiff", nach "Die Halbstarken" und "Endstation Liebe", bereits zum dritten Mal mit seinem Star Horst Buchholz zusammen, den er als modernen und unkomplizierten Schauspieler bezeichnete. Diese deutsch-mexikanische Co-Produktion der Ufa wurde ebenfalls zum großen Erfolg und beeindruckt in ihrer realistischen und ungeschönten Umsetzung und in der tragischen Darstellung von Einzelschicksalen. Der Film wurde wirklich in allen Belangen eine Meisterleistung und wirkt auch nach über fünfzig Jahren kein bisschen angestaubt. Es werden Ängste angesprochen, die jeden plagen können. Plötzlich und ohne eigenes Verschulden in einem Alptraum zu landen, sich bei zwei Möglichkeiten der Entscheidung für die fatalste Variante zu entscheiden, jemandem komplett ausgeliefert zu sein und aus der Situation nicht mehr herauszukommen, oder ohne Identität zu sein.

Hauptdarsteller Horst Buchholz ist hier nur innerhalb der Geschichte auf einem falschen Dampfer. Ansonsten ist zu sagen, dass man mit dem charismatischen Schauspieler hier die allererste Wahl getroffen hatte. Er spielt unkonventionell und flexibel, es schimmern immer mal gerne wieder Kostproben seines Humors durch, der sich im weiteren Verlauf in Galgenhumor verwandeln wird. Er wirkt im Film jeder Anforderung und jeder Situation gewachsen, sein breites Repertoire und seine natürliche, sympathische Erscheinung lassen das Publikum in jeder Minute mitfiebern. Mario Adorf, der schon alleine durch seine markante Erscheinung so wirkt, als sei er unverzichtbares Inventar für dieses Schiff, steht ihm in nichts nach. Er lockt Philip unter Vorspiegelung falscher Tatsachen auf die "Yorikke" um es mit seiner Hilfe bei der eigenen Arbeit leichter zu haben. Aus der anfänglichen Antipathie entsteht schließlich eine Freundschaft, die vieles aushalten lässt. Helmut Schmid spielt die Rolle des wenig umgänglichen Heizers Martin, unter dessen Aggressionen sein Umfeld stark zu leiden hat. Er wird einige Male mit Philip aneinander geraten und es entsteht ein Kampf zwischen mentaler und körperlicher Überlegenheit. Helmut Schmid habe ich selten so überzeugend gesehen. Ebenfalls hervorragend wirkt Alf Marholm als Kapitän den Totenschiffs. Er vereint Skrupellosigkeit und Zynismus in einer ganz bitteren Mischung und wirkt genau wie Werner Buttler, der hier als seine rechte Hand fungiert, abstoßend und beunruhigend. Die darstellerischen Leistungen sind bis in die Nebenrollen auf deutlich gehobenem Niveau zu bewundern.

Bevor der nackte Kampf ums Überleben losgeht, strahlt Elke Sommer als letzter Hoffnungsschimmer für den Seemann Philip auf. Er trifft sie per Zufall und Mylène wird das einzige Mädchen in seiner wohl langen Liste sein, an die er mit aufrichtigem Gefühl zurückdenken wird. Elke Sommer wirkt hier wie der Prototyp der Versuchung. Sie erscheint unschuldig und verhält sich auch dementsprechend scheu und zurückhaltend. Sie ist kein leichtfertiges Mädchen und träumt von einer gemeinsamen, bürgerlichen Zukunft. Andererseits hat sie durch ihre offene Art etwas indirekt Aufforderndes an sich, von ihrer klassischen Schönheit ganz zu schweigen. Elke Sommer sieht man rund zehn Minuten, ziemlich am Anfang der Geschichte, und ihre kleine Rolle ist gar nicht so unwichtig gewesen. Nicht nur der Zuschauer, vor allem aber Philip wird noch mehrmals an sie denken. Mit ihr bekam die Hoffnung eines ihrer schönsten Gesichter, doch es wird eine andere Dame in das Leben von Philip treten, die "Yorikke". Horst Buchholz und Elke Sommer funktionieren hier als junges Paar jedenfalls hervorragend.

Eine weitere wichtige Hauptrolle spielt die uralte, verkommene und kurz vor dem Kollaps stehende "Yorikke", die hervorragend in Szene gesetzt wurde. Als sie das erste Mal auftaucht, herrscht Stille bei der Besatzung, die Musik versetzt einen großen Paukenschlag. Die ersten Bilder im Profil und an Deck verschlagen einem beinahe die Sprache, und man zweifelt sofort an der Seetüchtigkeit dieses Frachters. Alles ist verdreckt, heruntergekommen und trostlos, erstaunt beobachtet man nur einen riesigen Haufen Schrott. Das raffinierte bei der Umsetzung ist, dass nicht wie man sagt das Unheil naht, sondern dass die Besatzung dem Unheil hinterher läuft. Besorgte und resignierte Mienen veranschaulichen, dass die Beteiligten es mit einer ausweglosen Situation zu tun haben. Dieses Schiff beherbergt ein Sammelsurium an Gestalten, die entweder einiges auf dem Kerbholz haben, oder die vor dem Schicksal davon laufen möchten. Die Besatzung besteht somit bereits aus Toten, im sozialen, gesellschaftlichen oder sogar moralischen Sinne. Das Schiff wirkt wie ein Fluch und schwebt selbst an Land wie ein Schatten über der Crew. Eine Einstellung zeigt Horst Buchholz und Mario Adorf bei einer Unterhalung, man sieht das Panorama der Stadt in der sie angelegt haben und in der Ferne sieht man die "Yorikke" in ihrer Silhouette, die wie eine schwarze Witwe lauert.

Das Bemerkenswerte an dieser Produktion ist neben der kompetenten und eindringlichen Umsetzung, dass die gesellschaftskritischen Untertöne genau wie die Anprangerung eines kalten Kapitalismus auch heute noch brandaktuell sind, und wohl immer bleiben werden. Natürlich ist das Zeitfenster ausschlaggebend, aber man könnte die "Yorikke" im übertragenen Sinne heute mit diversen anderen Misständen vergleichen. Für damalige Verhältnisse ist außerdem das Aufzeigen oder Andeuten von "Milieustudien" verhältnismäßig offen gewesen, der Film zeigt sich unmissverständlich und vor allem direkt. "Das Totenschiff" verläuft sehr spannend und präsentiert insbesondere im letzten Drittel spektakuläre Szenen und extravagante Kamerafahrten, die Musik von Roland Kovac erweist sich als stets situationsgerecht, und kann sich ebenso sinnlich, wie auch aufwühlend präsentieren. Georg Tressler inszenierte nach der Romanvorlage von B. Traven einen herausragenden Spielfilm, der mit seiner sparsamen Ausnutzung von Effekten nicht nur durchweg überzeugend geworden ist, sondern auch zu Denken gibt. Die schauspielerischen Aktivitäten sind darüber hinaus als herausragend einzustufen. Sehenswert!


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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 10.09.2013 19:54 
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Im September 1959 berichtete die Star-Revue über den Schauspieler "Heinz Drache"
im Zusammenhang mit dem Film "Das Totenschiff":

Jetzt gilt Drache sogar schon als der Star von morgen. Das wurde ihm jüngst bei dem Wirbel
um das "Totenschiff" bescheinigt.
Als Horst Buchholz, der von dem mexikanischen Co-Produzenten José Kohn für die Hauptrolle
engagiert worden war (Gage: 200.000 DM) plötzlich seine Mitbestimmung an der Drehbuchgestaltung
anmeldete, machte Ufa-Boss Arno Hauke seinem Partner Kohn den telegraphischen Vorschlag,
für Buchholz ("Er stellt Forderungen wie ein Weltstar") den deutschen Darsteller Heinz Drache
zu verpflichten, den die Ufa ohnedies für den besseren halte.
Drache bekam die Rolle nicht, denn Kohn lehnte ab und Buchholz zeigte sich einsichtig.


Nichts gegen die schauspielerischen Qualitäten von Heinz Drache, aber ich finde,
diese Rolle hätte einfach nicht zu ihm gepasst. Er war damals ja auch schon Mitte Dreißig.
Allerdings kenne ich den Roman nicht.


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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 11.09.2013 13:06 
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Gut dass Kohn damals ablehnte, Heinz Drache könnte ich mir ebenfalls in dem Film beim besten Willen nicht vorstellen.
Ich sehe ihn gerade neben Elke Sommer... Das hat schon was unfreiwillig Komisches oder eher was Undenkbares, denn ihn konnte man nur neben ganz bestimmte Schauspielerinnen stellen, die entweder eigensinnig-emanzipiert, oder eben vollkommen langweilig, bieder und nur dazu abgerichtet waren, ihn anzubeten.


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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 11.09.2013 13:43 
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Arno Hauke hatte ja von Film an sich so gut wie keine Ahnung. er sagte selbst mal: "Wusste nur, dass die Leinwand vorn und der Projektor hinten ist."

Und daran ist er dann schließlich leider auch gescheitert. Nur fleissiger Buchhalter sein war damals schon zuwenig.

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FILM MÄG, Print-Fanzine im 13. Jahrgang

"Danach kam ja nur noch der subventionierte Staatsfilm."
(Herbert Fux. Er meinte die Zeit ab Mitte der 70er.)


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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 21.08.2014 18:49 
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Ich habe nun vor ein paar Tagen endlich auch das Buch fertig gelesen. Und meine Fresse, was für ein Schlag ins Gesicht. Der Film ist ja an diversen Stellen horrorartig, aber das Buch setzt da gleich mehrfach einen drauf. Die von ultrastruktur zitierte "Rost raus"-Szene ist da schon ein gutes Beispiel. Besonders enorm fand ich die Tatsache, dass das Buch es immer wieder schafft, noch eine Stufe schärfer zu werden, wenn man denkt, es geht nun wirklich nicht mehr schlimmer. Es ist sicher "lustig", wenn während des Lesens ständig Buchholz und Adorf in der Phantasie über die Yorikke laufen. Bisher war ja "Farewell to Arms" von Hemingway mein persönlicher Liebling, aber das Totenschiff kratzt mindestens am Throninhaber. ;) So fertig, wie mich das Buch zurückgelassen hat, so verprügelt und völlig desillusioniert, den Tränen nahe ich nach den letzten Zeilen dalag, so groß ist jetzt der Appetit auf mehr Traven-Werke. Der Film ist ungeheuer stark, das Buch ist in seiner Weltsicht aber noch deutlich extremer und stellt (zumindest bei mir) den Horror der
"Tod durch gllühende Kohlen"-
Szene locker in den Schatten. Einfach Wahnsinn!

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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 10.08.2019 15:51 
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"Das Totenschiff" (Deutschland / Mexiko 1959)
mit: Horst Buchholz, Mario Adorf, Helmut Schmid, Elke Sommer, Alf Marholm, Werner Buttler, Panos Papadopoulos, Edgar O. Feiss, Günter Meisner, Albert Bessler, Claudia Gerstäcker, Karl Lieffen, Alfred Balthoff, Marieluise Nagel, Erik Radolf, Dieter von Keil, Bernhard Caspar, Emmy Burg u.a. | Drehbuch: Hans Jacoby, Georg Tressler und Werner Jörg Lüddecke nach dem Roman von B. Traven | Regie: Georg Tressler

Philip Gale, ein amerikanischer Seemann, versäumt nach einer Nacht in Antwerpens Amüsierviertel nicht nur sein Schiff, sondern bemerkt auch noch den Verlust seines Bargeldes und seiner Arbeitsbewilligung. Ohne Papiere darf er nicht an Bord eines regulären Schiffes, weswegen er versucht, sich nach Marseille durchzuschlagen, wo man es angeblich mit Ausweispapieren nicht so genau nimmt. Er heuert auf dem Frachter "Yorikke" an, der einen heruntergekommenen Eindruck macht. Der polnische Kohlenschlepper Lawski erzählt ihm vom perfiden Plan des Kapitäns: Die "Yorikke" ist weit über Wert versichert und soll auf offener See untergehen....

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Als die Ufa im Jahr 1962 Insolvenz anmelden musste, wurde nach Schuldigen gesucht und neben dem Chef Arno Hauke auch Spielfilme ausgemacht, die vom Publikum nicht angenommen wurden - unter anderem die Produktion "Das Totenschiff", für die anfangs entweder Rolf Thiele oder Alfred Weidenmann als Regisseur vorgesehen waren. Georg Tressler, den Horst Buchholz vorgeschlagen hatte, setzte sich am Ende für die Spielleitung durch. Die Presse nahm den Film bei seiner Uraufführung zwiespältig auf. Dabei war lange am Drehbuch gearbeitet worden, einige Änderungen diskutiert und verschiedene Möglichkeiten erwogen worden. Der Autor der Vorlage musste das Script absegnen, was er kurz vor Beginn der Dreharbeiten auch tat. Die vielen Querelen rund um die Produktion des schonungslosen Stoffes befeuerten die Stimmung, welche den Film dominierte, zusätzlich und gehören nicht nur zur Legendenbildung, was bei Unstimmigkeiten zwischen den Schauspielern anfing und mit einem Gerichtsprozess zwischen den Produktionspartnern endete. Der raue Ton herrschte also nicht nur auf der Leinwand, sondern auch hinter den Kulissen, wobei es gar nicht so einfach war, diese überzeugend in Szene zu setzen. Ein gemieteter Schoner wurde auf alt getrimmt und diente als "Yorikke" dem Sinnbild für den Niedergang der Menschheit. Viele Szenen wurden jedoch in den Studios in Berlin Tempelhof gedreht, wo u.a. die Maschinenräume des Schiffes nachgebaut wurden. Die optische Brillanz der bedrohlichen Sequenzen ist sehr einnehmend und realistisch und lässt vergessen, dass viele tödlich wirkende Handlungselemente auf Hebebühnen gedreht wurden statt auf offener See. Die Dramatik der sich zuspitzenden Ereignisse sorgt zusammen mit der aufwühlenden Musik von Roland Kovac für Nervenkitzel und Anteilnahme, die am Ende selbst jene Charaktere erfasst, die sich anfangs als wenig vertrauenswürdig erwiesen. Wie die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm wirkt deshalb jener Abschnitt des Films, der die Begegnung zwischen dem Seemann Philip mit der Bahnwärtertochter Mylène thematisiert.

Philip und Mylène - abseits der lauten, geschwätzigen Spelunken und fern von der kohlengeschwärzten, abgewrackten "Yorikke" - bewegen sich die beiden in einer sonnengefluteten, friedlichen Illusion, wohlwissend, dass ihr kleines Glück nicht von Dauer sein wird. Ihre erste Begegnung am Bahndamm vermittelt Vertrauen, ein natürliches Bedürfnis, jemandem glauben zu können. Vorurteilsfrei wie unschuldige Kinder finden sich Philip und Mylène in Gesten der Zuneigung und Worten der Verbundenheit. Die anfängliche Scheu weicht der Neugier und diese wiederum der Angst, den anderen bald wieder zu verlieren und dann noch einsamer zu sein als zuvor, weil der Verlust gegenwärtig wird und das Vakuum, das vorher schon existierte, nun durch die Sehnsucht nach dem Traumbild nachhaltig betont wird. Während von Plänen und Aufgaben gesprochen wird, eilen die Gedanken bereits wieder voraus, in eine ungewisse Zukunft, aber eine Zukunft ohne den anderen. Die Poesie dieser fragilen Momente lässt die Luft vibrieren und für einen Augenblick vergessen, dass ein Schiff wartet, so unbarmherzig wie der Tod auf die Lebenden. Wie eine warme Sommerbrise, die er immer dann im Nacken spürt, wenn er sich fragt, wie es weitergehen soll, wird Mylène als Synonym für verlorenes Glück noch lange in seinen Gedanken fortbestehen. Sie gibt ihm für Augenblicke Halt durch die Kraft der Erinnerung und tröstet ihn in Stunden der Hoffnungslosigkeit. Einen Freund findet Philip in Stanislav Lawski, der zunächst an seinen eigenen Vorteil denkt, im klugen und unkonventionellen Amerikaner dann jedoch einen Verbündeten findet, der sich von der dumpfen Masse der Seemänner abhebt, die teils stoisch, teils mürrisch ihren Dienst auf der "Yorikke" tun, ohne an ein Gestern oder ein Morgen zu denken. Einige von ihnen sind verurteilte Verbrecher, die andernfalls am Galgen gelandet wären, wenn sie nicht vom Kapitän eingestellt worden wären. Die Voraussetzungen für Spannungen und Konflikte liegen deshalb auf der Hand und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich der emotionale Sprengstoff entlädt.

Horst Buchholz war bereits auf dem Sprung nach Amerika, als er das Engagement für "Das Totenschiff" annahm. Die Zerrissenheit, nirgends einen sicheren Hafen zu haben, an dem er anlegen kann, ohne sich entweder als Gast oder als Gejagter zu fühlen, verkörpert er in seiner Rolle trotz aller Verzweiflung mit einer Spur Eigensinnigkeit und der Absicht, sich nichts gefallen zu lassen. Er schlägt sich wacker und geht Risiken ein, als er sich mit den harten Männern der "Yorikke" anlegt, wohlwissend, dass er auf keinem anderen Schiff unterkommen wird. Das Abhängigkeitsverhältnis scheint viele Schikanen zu rechtfertigen, die nicht nur ihn betreffen, sondern jeden mit eiserner Faust traktieren, der sich noch nicht resigniert in sein Schicksal ergeben hat. Die obskuren Machenschaften des Kapitäns finden den passenden Rahmen auf dem schäbigen Kahn, der längst dem Tode geweiht ist und dennoch Heimat bietet für jene, deren Lebensweg den rauen Stürmen ihrer persönlichen Existenz nicht standhalten konnte und die in der "Yorikke" eine ebenso gebeutelte, unbarmherzige Leidensgefährtin sehen. Hineingepfercht in enge Kojen und gegen den Stillstand anschaufelnd unter Hitze und Anspannung, werden Meisner, Schmid und Adorf ordentlich an die Kandare genommen. Zunächst sieht es so aus, als wäre die Besatzung des Schiffes ebenso furchteinflößend wie der dunkle Schatten der "Yorikke", die wie ein schlafendes Monster in Lauerstellung verharrt, um unvermittelt zuschlagen zu können. Kolosse wie Helmut Schmid und Mario Adorf stemmen sich gegen die Glut aus den Kohlekesseln ebenso wie sie gelernt haben, ihre Muskeln gegen aufmüpfige Kameraden einzusetzen. Weitaus verheerender sind jedoch Alf Marholm und Werner Buttler, die ihre hinterhältigen Absichten weniger offen zeigen, dafür jedoch zerstörerische Fantasien pflegen. Die Mannschaft ist für sie nur die Staffage für einen Versicherungsbetrug und bedeutet ihnen ebenso wenig wie die heruntergewirtschaftete "Yorikke". Mit Gewalt wird das Werk vollendet, das ohnehin früher oder später durch den Zahn der Zeit seinen Lauf genommen hätte.


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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 10.08.2019 22:33 
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Claudius Seidl schreibt in "Der Deutsche Film der Fünfziger Jahre":

"Den schönsten, den besten unter den Abenteuerfilmen jener Zeit, vielleicht sogar den schönsten Film, den das deutsche Kino der Fünfziger überhaupt hervorbrachte, hat Georg Tressler gedreht. Heute erinnert sich kaum noch jemand an Das Totenschiff, auch als der Film 1959 in die Kinos kam, war er kein großer Erfolg.
... seit Helmut Käutners frühen Filmen hatte es so etwas im deutschen Film nicht mehr gegeben: eine beiläufige, fast zufällige, völlig unaufgeregte Inszenierung, die sich Zeit nahm auch für scheinbar Unwichtiges, die Atmosphäre wichtiger nahm als Handlung und Erzählung.
... Tressler ließ seinen Darstellern viel Freiheit bei der Gestaltung ihrer Rollen, eben deshalb schwangen keine falschen Töne mit, er vertraute auf deren geistige und physische Präsenz - und Buchholz, Adorf, Elke Sommer, aber auch Helmut Schmid und Karl Lieffen rechtfertigten dieses Vertrauen.
Oft wird behauptet, es gebe in der Filmkunst keine verkannten Genies. Tressler hat mit Das Totenschiff das Gegenteil bewiesen. Nur einige verschworene Filmkenner wissen überhaupt von diesem Film. Der größte Teil des Publikums aber ahnt nicht einmal etwas von der Existenz des Totenschiffs, eines der besten deutschen Filme, die je gedreht wurden."


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 Post subject: Re: DAS TOTENSCHIFF - Georg Tressler
PostPosted: 24.06.2020 20:48 
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"Das Totenschiff" ist ein Film, der immer wieder für Begeisterung sorgen kann, vorausgesetzt man kann die vollkommen trostlose Geschichte und den destruktiven Charakter bedingungslos annehmen. Eingefangen in imposanten Schwarzweiß-Aufnahmen, schildert Regisseur Georg Tressler eine beklemmende Abwärtsspirale, aus der es kein Entkommen gibt; eine Tatsache, die bereits ab den ersten Momentaufnahmen klar wird. Die Chronologie eines Abstiegs wird von Hauptdarsteller Horst Buchholz außergewöhnlich intensiv gezeichnet, und überhaupt machen die lebenden Toten auf der kaum mehr seetüchtigen "Yorikke" einen hervorragenden Eindruck, insbesondere Mario Adorf, Helmut Schmid, Werner Buttler und Alf Marholm. Ausgestattet mit unbändiger Bildgewalt, spürbarer Härte und Grausamkeit, Spannung, Tragik sowie exzellenten schauspielerischen Leistungen, ist "Das Totenschiff" zweifellos in der Liste der besten Filme der 50er Jahre zu finden.


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