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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 26.11.2009 14:21 
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Originaltitel: El Topo
Darsteller: Alejandro Jodorowsky, Brontis Jodorowsky, Jose Legarreta, Alfonso Arau, José Luis Fernández
Jahr: 1970

Inhalt: Um sich mit vier übersinnlichen Mächten zu messen, reitet ein schwarz gewandeter Revolvermann names El Topo durch die Wüste. Zum Beweiß seiner titanischen Stellung muß er eine Reihe Aufgaben lösen, die ihn bis an den Rand des Wahnsinns treiben.

Quelle: ofdb.de

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 26.11.2009 15:54 
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Für mich einer der besten Filme aller Zeiten. Habe ihn zuletzt im Kölner Filmhaus auf der Leinwand sehen dürfen und bin eigentlich immer noch geflasht. Wenn ich mal ganz viel Zeit hab, schreibe ich ein Review. Aber das Scheißding gibt so viel her, dass man da nicht mal so eben zwischen Tür und Angel was schreiben kann. Dieser Film HAT Tiefgang!

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 27.11.2009 12:57 
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Geiler Film - wird versammt nochmal Zeit, dass der auf Deutsch erscheint !
Wär doch was für Bildstörung ! :mrgreen:

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 27.11.2009 23:34 
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Die Syncro ist hier echt kultig finde ich...
Denke aber nicht das der so bald erscheinen wird!

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 28.11.2009 14:57 
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Kindler.Synchro rockt ! Besonders in so kleinen Filmem wie hier !
Ich hoffe noch immer auf Bildstörung... :mrgreen:

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 29.11.2009 17:45 
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Kenne ihn nur auf spanisch. Fand den Film aber schrecklich...Ein paar grandiose AUfnahmen in der Wüste aber ansonsten...

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 29.11.2009 18:12 
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Du brauchst definitiv die deutsche Syncro! Der Film ist schon grenzwertig und nicht immer ganz gefällig, aber die Syncro macht da viel!

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 01.12.2009 22:19 
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:?: Hat jemand von euch einen Mitschnitt der EL TOPO- Ausstrahlung auf arte vom 25.04.2008 ???

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 26.01.2010 12:12 
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Diabolik! wrote:
:?: Hat jemand von euch einen Mitschnitt der EL TOPO- Ausstrahlung auf arte vom 25.04.2008 ???


Wieso? Meines Wisses lief der Film da auch nur mit deutschen Untertiteln im O-Ton. Nimm die Anchor Bay Box. Die hat das beste Bild und der O-Ton (mit oder ohne UT) ist ziemlich leicht zu verstehen. Da das Englisch das Gesprochen wird sehr deutlich und langsam ist (Jodorowsky ist nicht so der "Englisch-Sprecher" ;) )


Santorro wrote:
Geiler Film - wird verdammt nochmal Zeit, dass der auf Deutsch erscheint !
Wär doch was für Bildstörung ! :mrgreen:


Ich denke da kannst du lange warte. Die Rechte liegen doch bei diesem Geschwister-Paar, die unglaubliche Summen für die Jodorowsky-Filme haben wollen und so ziemlich alles bei einer möglichen Veröffentlichung bestimmen wollen. Da haben Sie schon bei Anchor Bay die Daumenschrauben feste angezogen gehabt ;)


Zum Film:

Zu der Zeit, als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, war ich gerade voll in diesem "Kontroverses Kino"/ "Mitternachtskino"-Flash und habe auf gut Glück einfach mal die Jodorowsky Box bestellt. Und was soll ich sagen: Ich war Fan!

So bedeutungsschwanger der Film auch sein mag, habe ich den Film sofort verstanden. Er hat sich mir quasi offenbart. Und so ein Erlebnis hatte ich bis dahin noch nie. Ich sah ihn wieder und wieder und konnte einfach nicht genug bekommen von der Intensität des Films. Es war ganz großes Kino.
Ich verschlag dann Literatur zum Film und immer mehr entfernte sich der Film von mir, um so mehr ich an Hintergrund-Informationen und Interpretations-Ansätzen gelesen habe. Also legte ich alle Ansätze bei Seite und sah mir den Film ohne Vorbehalte und Wissen noch einmal an: Da war es wieder: Ein essenzielles Erlebnis.

So: Genug geschwafelt von Erlebnissen mit "El Topo" - Nur um es auf den Punkt zu bringen. Der Film wirkt um einiges besser, wenn man total unbefangen an den Film rangeht und auch erst gar nicht versucht in jede Kleinigkeit etwas reinzuinterpretieren. Es erschließt sich für jeden Zuschauer etwas - Bestimmt! Und das reicht auch!

"El Topo" steht in der Liste meiner Lieblingsfilme gaaaanz weit oben! :mrgreen:


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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 25.04.2010 17:25 
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Nachdem ich es bei EL TOPO vor vielen Jahren nur bis zur Hälfte geschafft habe (war wohl noch zu jung für sowas :mrgreen: ) habe ich den Streifen gestern komplett angesehen und bin absolut geflasht von diesem Werk. Und das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Für mich als Freund des Surrealismus eine wahre Offenbarung, wunderbar bildgewaltig, herrlich geschädelt (das Wort ist nur positiv und in keinstem Falle negativ gemeint) und echt fast vollkommen losgelöst von einer normalen bzw. herkömmlichen Narration der Geschichte. Für meinen Geschmack verliert er etwas an Kraft am Ende, ist ansonsten aber ein entfesseltes, offenbarendes Werk, so wie es auch schon der Logan so schön gesagt hat. Wollte mich ja schon mit einigen Interpretationsansätzen während des Filmes beschäftigen, aber die habe ich dann irgendwann mal beiseite geschoben und mich von der Wirkung des Films treiben lassen. Wirklich ganz großes (Kunst-)Kino.

Kann man mir übrigens mal noch etwas mehr über die deutsche Synchronisation erzählen? Habe die AB-Box und ihn mir auf Englisch angeschaut und nach meiner ersten Überlegung, kann ich mir so eine typische "Schmuddel"-, "Schmier-" bzw. "Kult"-Synchro bei so einem Film beim besten Willen nicht vorstellen. Selbst wenn so ein Topsprecher wie Kindler den Protagonisten spricht. Mich interessiert hier vor allem ob die Synchro sinnentstellend ist und was dazu dichtet oder sich an den Originaldialogen hält. Würde mir den Film schon auch mal auf Deutsch anschauen, aber ich denke, dass EL TOPO für mich persönlich einer der wenigen Filme wird, bei dem ich mich einer deutschen Synchronisation verwehre.


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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 25.04.2010 20:14 
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GrossOut wrote:
[...] Wollte mich ja schon mit einigen Interpretationsansätzen während des Filmes beschäftigen, aber die habe ich dann irgendwann mal beiseite geschoben und mich von der Wirkung des Films treiben lassen. [...]


Wie ich schon sagte, so funktioniert der Film echt besser. Ich habe nach den ersten Sichtungen im "Mitternachtskino"-Buch von James Hoberman und Jonathan Rosenbaum dazu den Artikel gelesen und verlor irgendwie die Freude am Sehen. So viel wollte ich von diesem "Rausch" gar nicht wissen. Ich muss nicht jede Geste in Verbindung mit irgendeinem tieferen Sinn sehen - Auch Bilder an sich können unbewusst Motive und Gefühle transportieren. Von daher: Lieber den Film unbelastet wirken lassen.


Würde mich auch interessieren: Ist die deutsche Synchro wirklich so eine "Siff-Synchro"? Seiner Zeit wurde "El Topo" ja auch als harter "Italo"-Western verkauft. Da werden sich einige Freunde des Genres gewundert haben ;)


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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 25.04.2010 22:01 
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Ich kenn den nur auf deutsch, von daher kann ich nicht vergleichen, aber als sonderlich siffig habe ich die dt. Synchro nicht in Erinnerung.

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 25.04.2010 22:08 
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Ne siffig ist die nich, aber die sprecher sind sehr, geil! Glaub man hört fast die ganze zeit ne off stimme vom Kindler wenn ich mich recht erinnere...

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 26.04.2010 08:32 
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Logan5514 wrote:
GrossOut wrote:
[...] Wollte mich ja schon mit einigen Interpretationsansätzen während des Filmes beschäftigen, aber die habe ich dann irgendwann mal beiseite geschoben und mich von der Wirkung des Films treiben lassen. [...]


Wie ich schon sagte, so funktioniert der Film echt besser. [quote]

Aber habt Ihr nicht auch manchmal das Erlebnis, dass ein Film GERADE wegen seiner Diskursivität direkt und unmittelbar einschlägt? Für mich ist es kein Widerspruch, gleichzeitig spontan geflasht und thematisch angeregt zu sein...
Es sind bei mir GERADE die besten Filmerlebnisse, wenn ich beim ersten Gucken nach und nach kapiere, worauf der Streifen diskursiv hinauswill, wenn man während der Sichtung gewissermaßen die "Argumentation" Stück für Stück unmittelbar nachvollziehen kann und am Ende merkt: wow, das funktioniert ja!
So ging es mir bei EL TOPO, wobei ich sagen muss, dass es ja - je nach Erfahrungs- und Erwartungshorizont des Zuschauers - prinzipiell unendlich viele Interpretationen für einen Film gibt. Bei mir war es halt die religiös/buddhistisch motivierte Erlösungsthematik, die mich besonders gepackt hat, und das in Kombi mit den geilen Bildern und der kompromisslosen Darstellung... und alles auf einmal beim ersten Gucken... Wahnsinn!

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 26.04.2010 10:29 
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Thomas Morus wrote:
Logan5514 wrote:
GrossOut wrote:
[...] Wollte mich ja schon mit einigen Interpretationsansätzen während des Filmes beschäftigen, aber die habe ich dann irgendwann mal beiseite geschoben und mich von der Wirkung des Films treiben lassen. [...]
Wie ich schon sagte, so funktioniert der Film echt besser.




Aber habt Ihr nicht auch manchmal das Erlebnis, dass ein Film GERADE wegen seiner Diskursivität direkt und unmittelbar einschlägt? Für mich ist es kein Widerspruch, gleichzeitig spontan geflasht und thematisch angeregt zu sein...
Es sind bei mir GERADE die besten Filmerlebnisse, wenn ich beim ersten Gucken nach und nach kapiere, worauf der Streifen diskursiv hinauswill, wenn man während der Sichtung gewissermaßen die "Argumentation" Stück für Stück unmittelbar nachvollziehen kann und am Ende merkt: wow, das funktioniert ja!
So ging es mir bei EL TOPO, wobei ich sagen muss, dass es ja - je nach Erfahrungs- und Erwartungshorizont des Zuschauers - prinzipiell unendlich viele Interpretationen für einen Film gibt. Bei mir war es halt die religiös/buddhistisch motivierte Erlösungsthematik, die mich besonders gepackt hat, und das in Kombi mit den geilen Bildern und der kompromisslosen Darstellung... und alles auf einmal beim ersten Gucken... Wahnsinn!


Nein, grundsätzlich bin ich ein "Fan" davon mich auch über das Sehen hinaus mit einem Film in irgendeiner Weise weiter auseinander zu setzten. Zum Beispiel habe ich zu "Possession" das Booklet und sämtlichen anderen Interpretationen und Begleittexte verschlungen. Und hier kam es auch wirklich Stückchen für Stückchen zu einem "Ah-Erlebnis". Doch bei "El Topo" haben mir die ganzen bedeutungsschwangeren "Aufdröselungen" nicht geholfen. Wie du schon sagtest kann man diesen Film auf unzähligen Ebenen analysieren. Und teilweise haben sich auch die Texte mit anderen Aussagen oder Kommentaren von Jodorowsky selber widersprochen. So das ich zum Entschluss kam "El Topo" für mich selber zu erschließen und meine eigenen Vermutungen und Gedanken dazu als richtig zu sehen.
Zusammengefasst kann man sagen, dass Jodorowskys "El Topo" vielleicht zu mächtig ist um ihn klar nach einem Muster zu interpretieren. Die Versuche den Film zu analysieren mögen vielleicht helfen und eigene Gedanken anregen, aber im Großen und Ganzen (so gilt es für mich) komme man besser mit dem Stoff und der Aussagen klar, wenn man eigenen Ansätzen mehr Aufmerksamkeit schenke, als fremden Texten!


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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 26.04.2010 11:32 
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Stimmt, andere Rezensionen eines Werks können höchstens Impulse geben, aber BESTIMMT nicht die eigene Deutung, das eigene Herangehen ersetzen.

Ich wollte nur darauf hinaus, dass man durchaus auch von diskursiven Erkenntnissen während des Filmerlebnisses total weggehauen werden kann, dass das "geflasht-sein" nicht nur durchs Kopf-Ausschalten und Wirken-Lassen passieren kann. Aber dann sind wir uns im Prinzip ja einig. :D

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 26.04.2010 12:21 
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Thomas Morus wrote:
Aber dann sind wir uns im Prinzip ja einig. :D


Jap, sind wir!

Im Bezug auf "Possession" haben mir die Interpretationen erst einmal den "Sinn" mancher Szenen nahe gebracht. Das war dann nach dem Lesen wirklich noch mehr ein Erlebnis!


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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 26.04.2010 14:11 
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Logan5514 wrote:
Thomas Morus wrote:
Aber dann sind wir uns im Prinzip ja einig. :D


Jap, sind wir!

Im Bezug auf "Possession" haben mir die Interpretationen erst einmal den "Sinn" mancher Szenen nahe gebracht. Das war dann nach dem Lesen wirklich noch mehr ein Erlebnis!

Na, dann sollte ich mir POSSESSION eventuell nochmals (gut vorbereitet) anschauen. Das war einer meiner furchtbarsten Kino-Erlebnisse beim SWC!

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 11.09.2010 16:30 
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Habe mir El Topo angesehen und muss gestehen, dass ich nicht sonderlich viel damit anfangen konnte. Der Film ließ mich ziemlich kalt und regte mich nicht sonderlich an. Gibt die eine oder andere makabere Szene, doch für meinen Geschmack zuviel Surrealismus und Irrationalität. Dazu sei gesagt, dass ich ihn auf Spanisch, mit englischen UTs gesehen habe.


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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 12.09.2010 17:29 
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Für mich einer der Filme, mit denen ich am wenigsten anfangen kann. Ich würde ihn sogar alles absoluten Trash bezeichnen.
Ich muss zugeben ich bin ein großer Italo-Western-Fan. Und dieser Film wird den Genre nahestehend beschrieben. Das war auch der einzige Grund warum ich ihn mir mal vor einigen Jahren angeschaut habe. Aber ehrlich, die investierte Zeit bereuhe ich bis heute. ;)

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PostPosted: 12.09.2010 17:45 
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El Puro wrote:
Für mich einer der Filme, mit denen ich am wenigsten anfangen kann. Ich würde ihn sogar alles absoluten Trash bezeichnen.
Ich muss zugeben ich bin ein großer Italo-Western-Fan. Und dieser Film wird den Genre nahestehend beschrieben. Das war auch der einzige Grund warum ich ihn mir mal vor einigen Jahren angeschaut habe. Aber ehrlich, die investierte Zeit bereuhe ich bis heute. ;)

0 / 10 Punkten


Hm, er gefällt dir nicht, ok! Allerdings ist der Film zu Null Prozent "Trash", hat damit gar nichts zu tun...

Btw: in dem Zusammenhang würde mich Stantons Meinung zu Jodorowskys Bildkomposition interessieren und das ist ernst gemeint 8-) ...denn der Film macht doch visuell einiges her oder nicht?

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 12.09.2010 17:54 
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Canisius wrote:

Allerdings ist der Film zu Null Prozent "Trash", hat damit gar nichts zu tun...



Sagst du. Aber "Trash" ist eine subjektive Meinung.
Oder willst du da jetzt eine gemeingültige Definition raushauen.
Von daher.... ;)


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PostPosted: 12.09.2010 17:59 
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El Puro wrote:
Aber "Trash" ist eine subjektive Meinung.


Wie kommst Du denn darauf ? :roll:


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PostPosted: 12.09.2010 18:06 
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El Puro wrote:
Canisius wrote:

Allerdings ist der Film zu Null Prozent "Trash", hat damit gar nichts zu tun...



Sagst du. Aber "Trash" ist eine subjektive Meinung.
Oder willst du da jetzt eine gemeingültige Definition raushauen.
Von daher.... ;)


Naja, deine Definition:..."ich kann mit dem Film nichts anfangen also ist er Trash" ist auf jeden Fall komplett falsch!

"Trashfilme" sind in erster Linie zunächst mal primär mit der Intention gedreht worden, Leute zu unterhalten und sollten dazu einige "handwerkliche" Mängel (Schauspieler, Kamera, Spezialeffekte, Story, Plot, Logik usw) aufweisen...einige dieser Punkte sollten bei einem Trashfilm erfüllt werden, meiner Meinung nach...Jodorowsky hat aber eher seine Visionen verfilmt (google mal "Surrealismus") als jetzt schnell etwas herunterzukurbeln, um damit abzukassieren...aber klar, ich mag Orson Welles, Godard & Pasolini nicht...also ist es legitim sie als "Trash" zu bezeichnen, laut deiner Logik...verstehst du, was ich meine? ;)

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 12.09.2010 18:26 
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Canisius wrote:
El Puro wrote:
Canisius wrote:

Allerdings ist der Film zu Null Prozent "Trash", hat damit gar nichts zu tun...



Sagst du. Aber "Trash" ist eine subjektive Meinung.
Oder willst du da jetzt eine gemeingültige Definition raushauen.
Von daher.... ;)


Naja, deine Definition:..."ich kann mit dem Film nichts anfangen also ist er Trash" ist auf jeden Fall komplett falsch!

"Trashfilme" sind in erster Linie zunächst mal primär mit der Intention gedreht worden, Leute zu unterhalten und sollten dazu einige "handwerkliche" Mängel (Schauspieler, Kamera, Spezialeffekte, Story, Plot, Logik usw) aufweisen...einige dieser Punkte sollten bei einem Trashfilm erfüllt werden, meiner Meinung nach...Jodorowsky hat aber eher seine Visionen verfilmt (google mal "Surrealismus") als jetzt schnell etwas herunterzukurbeln, um damit abzukassieren...aber klar, ich mag Orson Welles, Godard & Pasolini nicht...also ist es legitim sie als "Trash" zu bezeichnen, laut deiner Logik...verstehst du, was ich meine? ;)


Ja, klar. Ich verstehe was du sagen willst.
Doch das ist deine und ich wiederhole deine Definition von einem "Trashfilm". Doch es ist und bleibt keine allgemeingültige, oder ?

Und was du als Meisterwerk bezeichnest, kann ein anderer als Trash bezeichnen.
Und ich bezeichne El Topo nicht als "Trash", weil ich damit nichts anfangen kann, sondern weil er die beschriebenen Mängel in Story, Logik und Plot aufweist. Und ich kann nicht jede an den Haaren herbeigezogene Story mit dem Begriff Surrealismus beschreiben (das brauch ich auch nicht zu googlen). Zum Beispiel Töte Django ist auch surreal. Nur da hat Questi versucht, politische und moralische Ansichten zu verpacken. Nur selbst den Film bezeichnen einige als "Trash" (ich definiere ihn zum Beispiel als Meisterwerk).

El Topo ist meiner Meinung nach eine lose Abfolge von unsinnigen Szenen, deren geistlicher und anspruchsvoller Nährwert nicht erkennbar ist. Darüber hinaus ist keinerlei Spannungsbogen zu definieren. Das einzige was für mich zu erkennen ist, dass ein Regisseur hier versucht hat, seinen Selbstfindungstripp in "drogenkranken" Bildern unterzubringen. Und daher ist es für mich "Trash". Auch wenn du das vielleicht anders siehst. Und deshalb bleibt es ..... ja genau.... subjektiv.


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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 12.09.2010 20:19 
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Naja, Der Maulwurf bringt schon einige Trash-Elemente mit, vielleicht nicht so in den schön gefilmten Wüstenszenen wo der Film noch ein bisschen Western ist, aber die viele Szenen in der Stadt, die Klamotten der Sheriffs, die sauschlechten Bloodpacks, die Kulissen...das ist auch handwerklich nicht so wirklich gut... Mögen viele ein Meisterwerk darin sehen, ich häng den nicht hoch auf :?

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 12.09.2010 21:15 
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El Puro wrote:
Canisius wrote:
El Puro wrote:
Canisius wrote:

Allerdings ist der Film zu Null Prozent "Trash", hat damit gar nichts zu tun...



Sagst du. Aber "Trash" ist eine subjektive Meinung.
Oder willst du da jetzt eine gemeingültige Definition raushauen.
Von daher.... ;)


Naja, deine Definition:..."ich kann mit dem Film nichts anfangen also ist er Trash" ist auf jeden Fall komplett falsch!

"Trashfilme" sind in erster Linie zunächst mal primär mit der Intention gedreht worden, Leute zu unterhalten und sollten dazu einige "handwerkliche" Mängel (Schauspieler, Kamera, Spezialeffekte, Story, Plot, Logik usw) aufweisen...einige dieser Punkte sollten bei einem Trashfilm erfüllt werden, meiner Meinung nach...Jodorowsky hat aber eher seine Visionen verfilmt (google mal "Surrealismus") als jetzt schnell etwas herunterzukurbeln, um damit abzukassieren...aber klar, ich mag Orson Welles, Godard & Pasolini nicht...also ist es legitim sie als "Trash" zu bezeichnen, laut deiner Logik...verstehst du, was ich meine? ;)


Ja, klar. Ich verstehe was du sagen willst.
Doch das ist deine und ich wiederhole deine Definition von einem "Trashfilm". Doch es ist und bleibt keine allgemeingültige, oder ?

Und was du als Meisterwerk bezeichnest, kann ein anderer als Trash bezeichnen.
Und ich bezeichne El Topo nicht als "Trash", weil ich damit nichts anfangen kann, sondern weil er die beschriebenen Mängel in Story, Logik und Plot aufweist. Und ich kann nicht jede an den Haaren herbeigezogene Story mit dem Begriff Surrealismus beschreiben (das brauch ich auch nicht zu googlen). Zum Beispiel Töte Django ist auch surreal. Nur da hat Questi versucht, politische und moralische Ansichten zu verpacken. Nur selbst den Film bezeichnen einige als "Trash" (ich definiere ihn zum Beispiel als Meisterwerk).

El Topo ist meiner Meinung nach eine lose Abfolge von unsinnigen Szenen, deren geistlicher und anspruchsvoller Nährwert nicht erkennbar ist. Darüber hinaus ist keinerlei Spannungsbogen zu definieren. Das einzige was für mich zu erkennen ist, dass ein Regisseur hier versucht hat, seinen Selbstfindungstripp in "drogenkranken" Bildern unterzubringen. Und daher ist es für mich "Trash". Auch wenn du das vielleicht anders siehst. Und deshalb bleibt es ..... ja genau.... subjektiv.


Kurz vorweg: du weißt schon, dass „El Topo“ 1. KEIN WESTERN ist, 2. keine stringente Story erzählen möchte und 3. dass ABSICHTLICH kein Wert auf das Einhalten von Logik und oder den Plot gelegt wird oder? Die BILDER, das VISUELLE sind bei so einem WERK, DAS, worauf es ankommt! Du bezeichnest ihn ja selbst als einen "Selbstfindungstripp in "drogenkranken" Bildern"...was hast du denn erwartet, einen Italowestern...? Und was hat das mit Trash zu tun?

Du solltest, um Jodorowsky verstehen zu können (ich kanns auch nicht übrigens) vielleicht mal ein paar konkrete Erfahrungen mit halluzinogenen Substanzen machen…

Wenn du „El Topo“ ernsthaft als Trash ansiehst, hast du einfach keine Ahnung, was einen Trashfilm ausmacht! Der Punkt ist: Jodorowsky entzieht sich ja gerade durch seinen künstlerischen Hintergrund und seine Motivation (will er populistisch und exploitativ unterhalten und schnell Kasse machen, nein? Also nix mit Trash!) Filme zu drehen, TOTAL dieser „Trash“ Kategorie. Du kannst ihm 0/10 Punkten geben, ihn schlecht finden, kein Ding. Ihn als Trash zu bezeichnen, ist und bleibt einfach falsch! Vergleich doch mal einen Regisseur wie Ed Wood, der ja nun weltweit eine Trashikone ist mit Jodorowsky…alles der gleiche Trash oder wie?

Worauf ich hinaus möchte: der Begriff„Trash“ ist nicht deckungsgleich mit einem beliebigen „schlechten“ Film und auch nicht so subjektiv, wie du komischerweise anzunehmen scheinst! Gerade, wo wir uns hier verstärkt mit Eurotrash auseinandersetzen, ist so eine Unterscheidung wichtig. Nein, ich stelle keine allgemeingültige Definiton auf, gewisse Charakteristika müssen aber erfüllt werden…d.h. im Klartext: wenn du einen Film schlecht findest, ist das subjektiv. Nimmst du allerdings den Begriff „Eurotrash“ in den Mund, dann ist das plötzlich relativ klar abgesteckt, was du damit aussagen möchtest, verrückt oder?

So, weiter im Text: eine Sache hast du gut erkannt: natürlich kann man jeden Film als „Trash“ oder als „Meisterwerk“ titulieren, in dem Punkt stimme ich dir zu. Welche Relevanz diese Aussagen haben, ist aber eine ganz andere Geschichte.

In diesem Zusammenhang kommt es insbesondere darauf an, wer welche Urteile fällt und in welchem Kontext: wenn jmd. bspw. „Töte Django“ als Trash bezeichnet, muss man genau hingucken: ist dieser Mensch Italowesternfan, ein Westernfan generell oder das wichtigste überhaupt in meinen Augen: hat diese Person einen Bezug zu jenem Phänomen, was man gemeinhin als Eurotrash (IW, Eurocrime, Gialli, Sleaze, WomenInPrison, Horror, Eurospy, Peplum etc…) bezeichnet…wenn letzteres nicht der Fall ist, wie ich es bei dir vermute, dann macht die Unterhaltung keinen Sinn.
Spürst du diesen Wohlfühlfaktor,wenn du einen Fidani guckst…freust du dich diebisch, wenn ein Gabriele Tinti in Mario Bianchis „Die Ungreifbaren“ seine Freundin zusammenscheisst…?

Ohne dich persönlich angreifen zu wollen, muss ich leider sagen: dir fehlt schlicht und ergreifend der Zugang, das Hintergrundwissen und in besonderem Maße der Fanatismus, was (europäisches) Schundkino anbelangt. Denn ansonsten würdest du dich auch dem Spaghetti Western ganz anders nähern...nur hier und da ein paar Rosinen rauspicken, ist zu einfach. Die schlechten Filme gehören zum ganzen dazu, genau wie es in der Gesellschaft Ober-, Mittel- und Unterschicht gibt (ok, ein weit hergeholter Vergleich, aber egal). Das eine kann ohne das andere nicht existieren, auch ein Leone erfährt seine Wertigkeit doch nur dadurch, weil man einen Fidani oder einen Crea kennt und die einem zeigen, was man alles falsch machen kann…so, jetzt habe ich die Faxen dicke, bringen wir das Gesagte als Abschluss doch auf drei einfache Formeln, die das alles perfekt ausdrücken:

1. Trash ≠ schlechter Film
2. Jodorowsky ≠ Trash
3. El Puro ≠ Eurotrash

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 12.09.2010 22:54 
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1. EL TOPO ist keineswegs Trash, das ist leider auch keine "Definitionsfrage". Dazu ist der Film viel zu durchdacht und komponiert, allein die Bildgestaltung steht teilweise der Malerei näher als dem Film. Jodorowsky ist ja selber Maler und arbeitet u.a. seit langem als Texter im Graphic Novel-Bereich, z.B. mit Moebius. Also ein hochgradig visueller Künstler.
Der etwas "trashige" Eindruck rührt wohl eher vom beschränkten Budget, der Entstehungszeit und dem Herkunftsland (Mexiko).

2. Was man auch wissen sollte: Jodorowsky bezeichnet sch selbst als "Magier" und ist ein höchst spiritueller Mensch. EL TOPO steckt randvoll mit metaphysischer, religiöser und okkulter Symbolik, die man lesen können muss, um sie zu begeifen. Dabei verhält es sich ähnlich wie mit dem emblematischen Symbolkodex der mittelalterlichen Alchimisten. Der Uneingeweihte sieht nur wirres, irrationales Zeugs, der Eingeweihte liest es wie eine verschlüsselte Sprache. Stell dir ein HTML-Dokument vor: Als Nicht-Informatiker verstehst du nur Bahnhof.

3. TÖTE DJANGO ist kein Surrealismus, sondern eine Groteske.

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 12.09.2010 23:27 
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Danke Diabolik! ! :jc_goodpost:

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 Post subject: Re: EL TOPO - Alejandro Jodorowsky
PostPosted: 13.09.2010 00:48 
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Diabolik! wrote:
2. Was man auch wissen sollte: Jodorowsky bezeichnet sch selbst als "Magier" und ist ein höchst spiritueller Mensch. EL TOPO steckt randvoll mit metaphysischer, religiöser und okkulter Symbolik, die man lesen können muss, um sie zu begeifen. Dabei verhält es sich ähnlich wie mit dem emblematischen Symbolkodex der mittelalterlichen Alchimisten. Der Uneingeweihte sieht nur wirres, irrationales Zeugs, der Eingeweihte liest es wie eine verschlüsselte Sprache. Stell dir ein HTML-Dokument vor: Als Nicht-Informatiker verstehst du nur Bahnhof.


Schön beschrieben. Da ich weder Magier, noch Alchemist, sowie auch kein Informatiker bin ;) hat mich El Topo folgerichtig auch nicht gewinnen können. Ein Film sollte es, bei allem Anspruch künstlerisch wertvoll und hochwertig zu sein, dem Zuschauer ermöglichen in ihn eintauchen und ihm folgen zu können. Jodorowsky hat mir dies verwehrt. Deshalb war ich enttäuscht von El Topo. Nunja, was solls... seine Klientel besitzt der Film ja anscheinend.


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