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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: PAISA - Roberto Rossellini
PostPosted: 22.08.2013 20:53 
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Italien 1946

Darsteller: Renzo Avanzo, Lorena Berg, Merlin Berth, Raymond Campbell, Mats Carlson

Paisa schildert die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges in Italien. Vorallem das aufeinandertreffen der drei Völker und die dadurch entstehenden verständigungsprobleme und wie sie überwunden werden.
So haben auch alle ihre original Sprache behalten und es wurde untertitelt. Die deutschen redeten am wenigsten, so gab es viele untertitel. Aber egal ....

In der ersten Story bekommen wir einen ersten Landungstrupp der Amerikaner zu sehen der in mitten lauter deutscher operiert und von einem italienischen Mädchen über einen Vulkanpass an den deutschen vorbei geführt werden soll. Diese hofft vl. auch auf ihre verlorenen Eltern zu stoßen.
In einer alten Festung macht man rast, das Mädel und ein Aufpasser bleiben zurück. Beide entwickeln trotz der verständigungsprobleme Sympatien für einander...
Die deutschen lassen aber nicht lange auf sich warten....
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Ein Besoffener MP wird von einem kleine Italienischen Jungen durch ein zerbomtes Neapel geführt. Er will ihn vor der MP retten, als dieser aber irgendwann einschläft klaut er diesem die Stiefel...
Später entdeckt der MP den Jungen wieder und fordert seine Stiefel zurück, der junge soll ihn zu seinem zuhause Bringen.
Da merkt er in welchen ärmlichen verhältnissen der Junge lebt und das dieser Vollwaise ist....
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Amerikanische Ärztin die vor dem Krieg in Italien lebte, sucht zusammen mit einem Italiener, den Partisanen Führer "Lupo". Ein alter Freund von ihr, niemand weiß ob er überhaupt noch lebt. Der Italiener geht mit da dort wo sie hin will sein Zuhause ist, Frau und Kinder... Dort wo sie hin wollen wimmelt es vor deutschen...
Am ende liegt ein Sterbender Partisan in ihren Händen und sie erfährt eine schlimme Nachricht...
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Drei amerikanische Feldpriester besuchen ein Kloster um mal etwas abstand vom Krieg zu gewinnen... Drei sehr nette Herren die den Mönchen sehr Sympatisch sind. Doch dann erzählt der Christ ihnen das seine Zwei Kollegen, Jude und Lutherist sind.
Ein Unding für die Mönche, aber der Christ erzählt das die beiden im Krieg seine besten Freunde wurden und ihm egal ist welchen Glaubens sie sind. Mensch bleibt Mensch...
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Auch die Huren werden beleuchtet.... Die Italienerinnen hatten kein Geld und Nahrung war knapp. Da kamen die amerikanischen Befreier gerade recht. Sie brachten den Mädels Geld in die Taschen, sie konnten sich wieder was leisten.
Auch wenn es verboten war und die MP hart durchgriff...
Eines der Mädels angelt sich auf der Straße einen besoffenen G.I. und schleppt ihn auf ihr zimmer.
Aber er will keinen Sex, denn er hat die Huren satt. Er erzählt ihr das sich die italienischen Frauen sehr verändert hätten, gegen dem Anfang als sie Frisch einmarschiert waren. Da wurden sie herzlich empfangen und er lernte Francesca kennen eine Liebenswerte und Hilfsbereite Italienerin. Nach den langen Kämpfen war es eine Wohltat so empfangen zu werden, leider musste seine Einheit weiterziehen und er sah sie nie wieder...
Bis jetzt, denn Francesca liegt neben ihn, sie hatte ihn wegen der vielen Männer schon vergessen. Aber als er ihr die Geschichte erzählt dämmert er es ihr.
Sie will sich mit ihm nochmal an ihrem alten Haus treffen, aber sie wartet vergebens...
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Vor dem D-day, opperiert der OSS auf Italienischem Boden, unterstützt von den Partisanen. Diese werden wie die Hunde von den Deutschen gejagt und an den Bäumen aufgeknüpft...
Ihr Operationsgebiet ist der Fluss Po.
Die deutschen Schnallen ihre Schlinge immer änger, können sie ihnen noch länger entkommen????
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Der Film zeigt Schonungslos den Kriegsaltag und das leiden der Bevölkerung, die opfer der Partisanen, der Amerikaner und die grausamen Deutschen. Die werden hier extrem grausam dargestellt...
Bereits in der ersten Episode reagieren die Einwohner eher misstrauisch auf die Amerikaner und das Mädchen, die bereitwillig ihre Hilfe zusagt. Hier zeigen sich gleich die Verständigungsschwierigkeiten, die sich aus den unterschiedlichen Sprachen, mancherlei Missverständnissen sowie unterschiedlichen Weltanschauungen ergeben . Hier darin gipfelnd, dass die Amerikaner das Mädchen fälschlicherweise für den Mörder ihres Kammeraden halten der aber von einem deutschen erschossen wurde. Dies zieht sich dann durch den ganzen Film....

In mal sehr und mal weniger unterhaltsammen Episoden. Schlecht ist keine geworden, am besten war noch die letzte mit dem OSS und den Partisanen, da wurde auch mal geballert. Aber nicht deswegen...

8/10 Als ich ihn das erste mal im TV sah war ich mehr beeindruckt...

Die Koch Dvd bietet den film in Akzeptabler Qualli wenn man das Alter bedenkt. Habe jetzt nicht in erinnerung ob meine TV aufnahme ein besseres Bild bietet...


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 Post subject: Re: PAISA - Roberto Rossellini
PostPosted: 14.04.2015 21:35 
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Ich sehe es ziemlich genau wie du, reggie.
Die einzelnen Episoden sind meist recht unterhaltsam, mitunter aber auch sehr zäh.
Das keine davon schlecht ist, ist ja schon insofern klar, weil eben alles sehr realitätsnah gehalten ist.
Von daher denke ich, ist dieser Film unbedingt sehenswert, wenn man sehen will, wie es damals zum Ende des Krieges hin, den Soldaten und auch der Bevölkerung ergangen ist.
Obwohl mir Rossellinis Erstlingswerk bei Erstsichtung gar nicht so gut gefallen hat, war ich von dem hier doch positiv überrascht.
Das ganze ist durchwegs gut gespielt und über die Inszenierung kann man sich auch nicht beklagen.
Auch die Musik von Renzo Rossellini hat mir recht gut gefallen, wenn ich sie auch besonders hervorragend finde.
Welche Episode die beste war, kann ich gar nicht sagen, aber wirklich schwach war sicher keine.
Insgesamt ist es ein sehr sehenswerter Film, auch wenn mir persönlich die Herangehensweise von De Sica im Neorealismus mehr zusagt.
Auch ich gebe 8/10.


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