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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: WENN ES NACHT WIRD IN PARIS - Jacques Becker
PostPosted: 18.08.2018 22:30 
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Originaltitel: Touchez pas au Grisbi
Produktionsland/Jahr: Frankreich, Italien 1954
Darsteller: Jean Gabin, René Dary, Michel Jourdan, Jeanne Moreau, Lino Ventura, Dora Doll, Paul Frankeur, Daniel Cauchy
Drehbuch: Jacques Becker, Maurice Griffe, Albert Simonin
Produziert von: Robert Dorfmann
Musik: Jean Wiener

Ein Goldbarrenraub. 2 Ganoven. 50 Millionen Francs. Es hätte das perfekte Verbrechen und die Chance auszusteigen werden können. Bis der unvorsichtige Riton stolz alles seiner Freundin Josy erzählt. Die spielt ein falsches Spiel mit ihm und steckt es im Gegenzug ihrem Freund, dem Zuhälter und Drogenboss Angelo. Dieser plant nun seinerseits sich das Gold gewaltsam anzueignen. Deshalb lauern seine Männer Ritons Partner Max auf, doch der kann den Angriff erfolgreich abwehren, nicht jedoch die Entführung seines tüddeligen Kumpanen Riton...
(Ofdb)

Wenn Noir, dann ist man, in meinen Augen, mit französischen Produktionen im Normalfall gut beraten.
Vorliegendes Beispiel allerdings ist trotz der beachtlichen Besetzung m.E. nicht gerade die größte Sternstunde des France-Noir.
Jacques Becker lässt Jean Gabin als Gentleman-Gauner, der sich gerne mit jüngeren Damen umgibt, aufmarschieren und beschert ihm damit seinen ersten Nachkriegserfolg - gut.
Außerdem gibt er dem damals noch jungen, unerfahrenen Lino Ventura dessen erste Rolle und präsentiert uns Jeanne Moreau als Femme Fatale - auch gut.
Weiters die Musik von Jean Wiener mit einer prägnanten, wiederkehrenden Mundharmonika-Melodie, die einen schönen Kontrast zum sonstigen Jazz setzt.
Beste Voraussetzungen für einen gelungenen Film, möchte man meinen.
Doch diesmal kommt es anders, denn aus irgendeinem Grund wollte mir das alles nicht so recht gefallen.
Ich meine, schlecht ist der Film sicher nicht, aber irgendwie schleppt sich das Ganze ziemlich dahin.
Da haben wir eine Männerfreundschafts-Geschichte, wo der eine, der unvorsichtige, manchmal sehr naive, entführt wird (Riton; René Dary) und der andere, der alte Hase, der Gentleman-Casanova, der aber bei Bedarf seine guten Manieren auch schon einmal vergessen kann (Max; Jean Gabin) ihn befreien soll, sich das aber auch schon zweimal überlegt, weil ihm eben dessen Art schon langsam auf die Nerven geht.
Eine emotionale Zwickmühle für Max, woraus eigentlich Spannung entstehen müsste, was aber nicht passiert.
Ein gewisses Tempo in der Inszenierung ist immer noch da, (und die Darsteller natürlich auch) was den Unterhaltungsgrad noch relativ hoch hält, aber ich weiß nicht so recht.
Irgendwie ist das alles nicht so recht das Wahre.
War's beim ersten Mal schon eine Enttäuschung, ist er jetzt nicht viel besser.
Für den oberen Durchschnittsbereich reicht's noch, aber für mehr beim besten Willen nicht.
6,5/10

Trailer:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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