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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: UNSER PARIS - Elisabeth Vogler
PostPosted: 07.03.2019 17:48 
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Produktionsland/Jahr: Frankreich 2018
Darsteller: Noémie Schmidt, Grégoire Isvarine, Marie Mottet, Lou Castel, Alexandre Schreiber, Margaux Bonin, Julia Kouakou
Drehbuch: Elisabeth Vogler, Rémi Bassaler, Paul Saïsset, Souliman Schelfout
Produziert von: Olivier Capelli, Laurent Rochette, Aurélien Winterman
Musik: Jean-Charles Bastion

Die junge Pariserin Anna (Noémie Schmidt) verpasst ihren Flug, um Greg (Grégoire Isvarine) in Barcelona zu besuchen. Ihr Missgeschick erweist sich als lebensrettend, denn der Flieger stürzt ab. Anna wird sich der Flüchtigkeit ihrer Existenz bewusst und evaluiert ihre Lebensentscheidungen. In den Straßen von Paris macht sie einen Trip durch ihr Unterbewusstsein, bei dem Traum und Realität sowie Vergangenheit und Zukunft ineinander verschwimmen...
(Filmstarts.de)

So kann's gehen - da schaut man sich einen Trailer an, findet ihn interessant bis aufregend, dazu die Inhaltsangabe, wo von einem Trip durchs Unterbewusstsein und dem verschwimmen von Traum und Realität die Rede ist.
Schaut aus und klingt wie geschaffen für mich.
Beim eigentlichen Film hat sich dann allerdings schnell Ernüchterung eingestellt.
Der vermutete/erhoffte hypnotische, surreal anmutende Bilderreigen macht nur einen sehr kleinen Teil aus, wechselt sich mit mehr oder weniger langen Passagen ab, in denen bruchstückhaft Erlebnisse aus Annas bisherigem Leben gezeigt werden, die mit einem Off-Kommentar von ihr unterlegt sind.
Das wird trotz der schönen Bilder und der kurzen Laufzeit von nur 84 Minuten dann sehr anstrengend, geht für mein Gefühl sehr in Richtung "Prätentiöser, pseudo-philosophischer Möchtegern-Kunstfilm".
Die farbintensiven, abstrakten Bildkompositionen der offensichtlichen surrealen Phasen verkommen zu einer notdürftigen Überbrückung dieses im Grunde zarten Hauchs von Nichts an Story.
Normalerweise würde man dazu style-over-substance sagen, aber damit würde ich es mir jetzt zu einfach machen.
Ich würde noch weiter gehen und sagen, was hier stellenweise betrieben wird, ist style-over-boredom.
Für mich fühlt es sich jedenfalls so an, als wäre mit diesen visuellen Spielereien einfach eine narrative Einfallslosigkeit überdeckt worden.
Als Gesamtwerk wirkt der Film auf mich viel zu gewollt und viel zu künstlich.
Groß und eben wirklich gekonnt und nicht nur gewollt, sind eigentlich nur die genannten Sequenzen farblichen Overkills und experimenteller Montage.
Ansonsten ist das einzig Große am Ende nur das Fragezeichen, die Ratlosigkeit darüber, was das denn gewesen sein soll.
Von dem, was der Trailer mich erwarten ließ, ist der Film also letztendlich in fast jeder Hinsicht weit entfernt.
4/10

Trailer:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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