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5 FREUNDE IN DER TINTE - Katrine Hedman
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Author: Prisma [ 23.12.2019 13:31 ]
Post subject: 5 FREUNDE IN DER TINTE - Katrine Hedman



5 FREUNDE IN DER TINTE

● DE 5 I FEDTEFADET / 5 FREUNDE IN DER TINTE / FÜNF FREUNDE IN DER TINTE (DK|D|CDN|1970)
mit Lone Thielke, Mads Rahbek, Niels Kibenich, Sanne Knudsen, Ove Sprogøe, Werner Abrolat, Frank Nossack, Hubert Mittendorf,
Kristian Paaschburg, Lily Broberg, Astrid Villaume, Max Gårdsted, Marie Brink, Jørn Walsøe Therkelsen und Manfred Reddemann
eine Produktion der Panorama Film A/S | Terra Filmkunst | im Constantin Filmverleih
ein Film von Katrine Hedman


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»Das werden langweilige Ferien!«

Julius (Mads Rahbek), Richard (Niels Kibenich), Anne (Sanne Knudsen) und Georg (Lone Thielke) begeben sich gemeinsam auf eine Radtour. Nach kurzer Zeit taucht ein Junge auf, der sich ihnen anschließt und sich ihnen förmlich aufdrängt. Richard Kent (Kristian Paaschburg) ist aus sehr reichem Hause und als ihm Rooky (Frank Nossack) auf dieser Tour begegnet, einem ehemaligen Leibwächter seines Vaters, wird es gefährlich für den Jungen und die anderen. Richard Kent soll entführt werden und dabei helfen, die diebe in sein Elternhaus zu bringen, die es dort auf wertvolle Dinge abgesehen haben. Im Eifer des Gefechts kommt es allerdings zu einer fatalen Verwechslung, denn Julius' Bruder Richard wird gekidnappt, wobei Anne hilflos zuschauen muss. Da sie jedoch mitbekommen hat, wohin man ihren Bruder verschleppt hat, begeben sich die Kinder auf die Suche. Die Spur führt in ein altes, abgelegenes Herrenhaus. Vor Ort machen die Kinder einige sehr unangenehme Bekanntschaften...

Nach der Verfilmung "De fem og spionerne" aus dem Produktionsjahr 1969, die auf Enid Blytons Buch "Fünf Freunde auf neuen Abenteuern" basiert, entstand in Zusammenarbeit mit der deutschen Terra Filmkunst eine weitere Verfilmung unter der Leitung von Regisseurin Katrine Hedman. Diese zweite Adaption behandelt den Stoff "Fünf Freunde geraten in Schwierigkeiten", die Fans der Autorin oder etwa der Serie von 1978 nicht unbekannt sein dürfte. Hedman, deren Regie-Karriere sich nur über einen kurzen Zeitraum von fünf Jahren erstreckte, in welchem lediglich vier Spielfilme zu Buche stehen, inszenierte einen heiteren, absolut auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnittenen Abenteuerfilm, der mit gut aufgelegten Kinderdarstellern und seiner atmosphärischen Finesse überzeugen kann. Auffällig und sicherlich gewöhnungsbedürftig sind Teile der deutschen Synchronisation, die insbesondere die Namen der Kinder eindeutscht beziehungsweise verändert, was hierzulande weder aus der beliebten Serie, noch von den Europa-Hörspielen bekannt war. Nichtsdestotrotz kann die Geschichte innerhalb der soliden Bearbeitung überzeugen und sorgt für heiter bis spannende Momente, die in einen klaren Aufbau gebettet wurden. Zunächst überwiegen vergnügliche Strecken, sodass die Integration der jungen Protagonisten buchstäblich zum Kinderspiel wird, da sie sich ganz unbelastet präsentieren können. Wortwitz und Ausgelassenheit dominieren das erste Drittel des Verlaufs, bis es zu ersten unangenehmen Begegnungen kommen wird, für die sich vornehmlich Interpreten von deutscher Seite zur Verfügung stellen. Die Kinderdarsteller Lone Thielke, Mads Rahbek, Niels Kibenich und Sanne Knudsen wirken trotz ihres zuvor absolvierten Auftritts im Vorgängerfilm unverbraucht und gut aufgelegt, auch wenn ihnen vielleicht hin und wieder Vergleiche zusetzen, die zu anderen Formaten gezogen werden und unbedingt von persönlichen Präferenzen abhängig sind.

Eine unbeschwerte Radtour gipfelt in einer Entführung, die zugegebenermaßen etwas zu harmlos über die Bühne zu gehen scheint, allerdings kommt der Motor der Geschichte dadurch recht gut in Gang, da es sich um eine fatale Verwechslung handelt. In einem Herrenhaus spielen sich dunkle Machenschaften ab, die die Kinder anzuziehen scheinen wie ein Magnet. Gegen deren gute Kombinationsgabe und Wachheit kommen die Verbrecher nur vermeintlich an, da sie sie maßlos unterschätzen. Alte Bekannte des überwiegend deutschen Genre-Films liefern die passenden Gauner-Visagen und agieren immer aggressiver, da sie bemerken, dass die jungen Detektive sie auszustechen drohen. Insbesondere Manfred Reddemann als Krimineller in Gentleman-Fasson kann einen überzeugenden Eindruck hinterlassen, doch leider weicht die Spannung zugunsten einer vollkommen kindertauglichen Inszenierung, die mit anderen Eindrücken zu punkten versucht und dies unterm Strich auch gut schafft. An manchen Stellen wirkt der Verlauf vielleicht etwas zu sehr in die Länge gezogen, doch als Ausgleich bekommt der interessierte Zuschauer genügend Berührungs- und Sympathiepunkte geboten. Schöne Landschaftsaufnahmen und atmosphärische Schauplätze sorgen für Flair und Stimmungen, die interessante Wechselspiele zwischen Unbeschwertheit und Gefahr eingehen. Insgesamt ist "5 Freunde in der Tinte" als gelungener Beitrag zu bezeichnen, der sich sehr nah an den Bedürfnissen des Zielpublikums orientiert und sich etwaige Ausreißer oder gar Kapriolen aufspart. Erwähnenswert ist sicherlich noch der Auftritt von Ove Sprogøe, der hier wie bereits im Vorgänger als Onkel Quentin zu sehen ist, und einem breiten Kino-Publikum aus den "Olsenbande"-Filmen bekannt sein dürfte, wenngleich Sprogøe hier nur einen sehr kurzen Auftritt hat. Alles in allem ist dieses Abenteuer der beliebten Jung-Detektive geglückt und kann vor allem aufgrund seiner Schnörkellosigkeit überzeugen und pointiert unterhalten.

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