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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 26.10.2013 23:06 
DER EXTERMINATOR
USA 1980
Darsteller: Robert Ginty, Christopher George, Samantha Eggar, Steve James
Regie: James Glickenhaus

Inhalt:
In den Strassen von New York bestimmen Drogen, Gewalt und Prostitution das Bild. Als der beste Freund eines Vietnamveterans von einer brutalen Strassengang zum Krüppel geschlagen wird, begibt sich dieser auf einen erbarmungslosen Ein-Mann-Feldzug gegen die Unterwelt New Yorks. Schon bald kennt und fürchtet man ihn überall als den "Exterminator".

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Der Exterminator in New York, 42th street im Jahre 1980. I love it!
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Meine Meinung zum Film:
Nun habe ich erstmals diesen "berüchtigenden" Film angesehen und gleich eine zweite Sichtung gebraucht um ihn zu mögen.
Regisseur James Glickenhaus schafft es nicht einen einzigen Moment Robert Gintys Charakter inklusive seines Vietnam Traumas glaubhaft rüberzubringen.
Streckenweise ist die Inszenierung nicht nur unlogisch, sondern in einigen Szenen auch noch ziemlich dümmlich geraten.
Nach der ersten Sichtung vorgestern, wollte ich den Film gleich wieder loswerden.
Trotzdem hatte ich den Film immer wieder im Kopf und konnte nicht anders als ihn ein zweites mal anzuschauen.
Beim zweiten Ansehen waren die oben genannten Mängel natürlich immer noch vorhanden aber plötzlich wurden mir auch besondere Qualitäten bewusst.
Der Film beginnt mit einer unglaublich explosiven Vietnamsequenz, die wirklich ihresgleichen sucht. Die Titelsequenz New York bei Nacht stimmt mit einem wunderschönen Song auf den Film ein. Das blutige Werk des Exterminators ist ziemlich derb in Szene gesetzt und bis heute echt schonungslos. Dass das alles noch im schmuddeligen und gefährlichen New York der beginnenden 80er Jahre spielt gibt dem Film eine besondere und heutzutage unwiederbringliche Atmosphäre des New Yorks von Taxi Driver, Maniac, Cruising usw.
Trotz der Nachteile kann der Film durch seine Vorteile bei mir punkten.
Der Film hat mir beim zweiten mal echt Laune gemacht, man muss nur wissen worauf man sich einlässt.

Objektiv hätte der Film weniger Punkte verdient aber rein gefühlsmäßig vergebe ich eine
8 von 10 Punkten.


Die Blu-ray von NSM hat eine ordentliche Bildqualität, ist aber auch weit entfernt von gut. Das Bonusmaterial ist fantastisch, unter anderem gibt es auch eine Dokumentation über die 42 th street. Das New York von damals, rund um die 42. Straße haben es mir schon angetan.
Da wird man beim EXTERMINATOR bestens bedient.

Ich weiß nicht wie gut man den Film bisher zu Gesicht bekam, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass die NSM den weltweit besten Transfer übernommen hat. Die durchschnittliche Bildqualität der Blu-ray passt aber zu diesem kleinen perversen Selbstjustiz Filmchen.


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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 26.10.2013 23:56 
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Ist zwar schon über 30 Jahre her (ich hab den Film als ziemlich trashig in Erinnerung.....), aber an die Fleischwolfszene kann ich mich noch ziemlich gut erinnern! :)
6/10 Patty Punkte!

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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 27.10.2013 00:21 
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Hab mir vor längerer Zeit die UK Arrow Blu Ray geleistet. Denke ist der selbe Transfer, sprich gutes raues Bild das nicht zu sehr gefiltert wurde. Was den Film genau das Richtige ist. Die Arrow hat auch das Interview mit Frank Henelotter ( Basket Case) auf der 42 Street mit drauf, welches mehr als interesant ist. Nehme an das NSM die Arrow als Vorlage für ihre Blu genommen hat. Also wer nicht unbedingt deutschen Ton braucht fährt mit der Arrow billiger.

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 27.10.2013 12:22 
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Die Anfangssequenz in Vietnam ist wirklich cool, auch die Titelsequenz im Nächtlichen NY ist gelungen.
Danach flacht der Film aber etwas ab, bleibt aber immer unterhaltsam.
So derbe hab ich den gar nicht in Erinnerung. Die Fleischwolfszene ist doch überhaupt nicht grafisch, irgend ne rote masse kommt raus, wie er zerschreddert wird gibts doch nicht zu sehen. Wasn da derb ????

Hab den damals via Madison, MVW oder MiB, irgend so ein Saftladen hat die Dvd gebracht, gesehen. Keine Erinnerung ob die Scheibe taugte, sicher ist die neue viel besser und der Film könnte gewinnen.
Ist aber kein Film der ein Update bräuchte...

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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 27.10.2013 12:57 
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reggie wrote:
So derbe hab ich den gar nicht in Erinnerung. Die Fleischwolfszene ist doch überhaupt nicht grafisch, irgend ne rote masse kommt raus, wie er zerschreddert wird gibts doch nicht zu sehen. Wasn da derb ????


Das "Derbe" entsteht im Kopf des Zuschauers. Je mehr man seine Vorstellungskraft bemüht, desto derber ist es. ;)

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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 27.10.2013 14:03 
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Ja sowas gibts sicher, in vielen Filmen. Meist ist das was man nicht sieht und man sich Kopf vorstellen muss viel erschreckender....

Aber hier war das doch dermaßen drüber, da hat man sich nichts im Kopf vorgestellt :lol: So aus meiner Erinnerung heraus...

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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 27.10.2013 15:07 
reggie wrote:
Ja sowas gibts sicher, in vielen Filmen. Meist ist das was man nicht sieht und man sich Kopf vorstellen muss viel erschreckender....

Aber hier war das doch dermaßen drüber, da hat man sich nichts im Kopf vorgestellt :lol: So aus meiner Erinnerung heraus...



Ja ja der Reggie ist schon viel zu abgestumpft, dass er sehen muss wie der Typ im Fleischwolf zerschreddert wird, weil ihn das Ergebnis nur an das Pfund Hackfleisch erinnert, welches seine Mutter in seiner Kindheit immer zu köstlichen Frikadellen verarbeitet hat. :lol:


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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 28.10.2013 19:13 
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Da ich die NSM-BD nicht kaufen werde, interessiert mich umso mehr ein Vergleich der US und UK Scheiben (Synapse/Arrow). Beim Biber finde ich leider nichts, wer kann helfen?

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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 28.10.2013 20:32 
Das Plakat ist einfach ein Stück zu cool für den Film.

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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 28.10.2013 20:51 
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italo wrote:
reggie wrote:
Ja sowas gibts sicher, in vielen Filmen. Meist ist das was man nicht sieht und man sich Kopf vorstellen muss viel erschreckender....

Aber hier war das doch dermaßen drüber, da hat man sich nichts im Kopf vorgestellt :lol: So aus meiner Erinnerung heraus...



Ja ja der Reggie ist schon viel zu abgestumpft, dass er sehen muss wie der Typ im Fleischwolf zerschreddert wird, weil ihn das Ergebnis nur an das Pfund Hackfleisch erinnert, welches seine Mutter in seiner Kindheit immer zu köstlichen Frikadellen verarbeitet hat. :lol:


Bei uns waren die aus Soja ;)

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 Post subject: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 30.04.2015 17:23 
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"Im Krieg muß man töten, um zu überleben...
Auf den Strassen New Yorks ist es oft das gleiche."

(Zitat des Filmplakates)


DER EXTERMINATOR
(Ot: THE EXTERMINATOR)
(USA 1980)

Robert Ginty - JOHN EASTLAND
Christopher George - JAMES DALTON
Steve James - MICHAEL JEFFERSON
Samantha Eggar - DR. MEGAN STEWART

Regie : JAMES GLICKENHAUS

Laufzeit ca. 97 min

FSK ab 18 Jahren


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Prolog
Irgendwann in der Zeit zw. 1961 und 1975 des amerikanischen Vietnamkrieges.
Es ist Nacht und im Dschungel Vietnams tobt der Krieg. Schüsse fallen, Explosionen und Feuerbälle erhellen die Dunkelheit. Drei US Soldaten, unter ihnen John und Michael werden von Vietnamesen der FNL gefangen genommen und gefesselt. Einer fragt John wann der nächste Angriff seitens der Amerikaner stattfinden soll und als der schweigt, wird einem anderen Gefangenen kurzerhand der Hals mit einer Machete durchtrennt. Der Kopf desjenigen hängt seitlich baumelnd herunter. Michael kann sich befreien, erschießt die Vietnamesen und rettet John somit das Leben. Beide werden mit einem Hubschrauber vom Ort des Geschehens weg geflogen.

NEW YORK 1980
John und Michael arbeiten beide bei einem Getränke- und Fleischwaren Großhandel. Der alte Chef des Ladens zählt gerade Geld zusammen, das er widerum zwei Mafiosis aushändigt die ohne Worte wieder verschwinden. Gleichzeitig bricht eine Bande der berüchtigten GHETTO GHULS in eine Getränkelagerhalle ein, um sich mit Bierdosen einzudecken. Sie werden von John dabei entdeckt, der sogleich ein Messer an seiner Kehle zu spüren bekommt. Michael kommt hinzu und beide können diese drei Kriminellen überwältigen.

Michael, der übrigens ein Schwarzer ist, ebenso seine Frau + zwei Kinder wird später von den GHETTO GHULS überfallen und brutal zusammen geschlagen. Ihm wird dabei das Rückgrat mit einer Stahlkralle kaputt gemacht, so das er querschnittsgelähmt im Krankenhaus liegen muß. John wendet daraufhin die Gesetze des Dschungelkriegs in der Großstadt an, um seinen Freund zu rächen. Die GHETTO GHULS werden von ihm eiskalt platt gemacht. Den einen pustet er mit seinem M-16 Gewehr über den Haufen, die anderen zwei fesselt er im Keller und die Ratten besorgen den Rest. Aber damit beginnt sein Kampf gegen den kriminellen Großstadtsumpf in New York.

John`s Losung ist einfach und die macht er später mit einen Brief an einer Nachrichtenanstalt deutlich:

"Die Bevölkerung New Yorks ist von Verbrechern lange genug terrorisiert worden!
Die Politiker sehen untätig zu, während Killer und Rowdys sich breit machen, auf unseren Strassen, in unseren Häusern, in Clubs usw.!
Von heute an wird sich das ändern!"

Unterschrift: DER EXTERMINATOR


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Was Regisseur James Glickenhaus hier inszenierte hat weniger mit einem Actionfilm zu tun, sondern mehr mit einer Mischung aus Thriller und Drama, einem Selbstjustizdrama. Dabei entwirft Glickenhaus ein verkommenes Bild der Strassen in New York, die durchsetzt sind mit Drogen, Prostitution, Strassenbanden, Schutzgelderpressern und sonstigen kriminellen Abschaum. Auch läßt er kein gutes Haar an diversen Politikern, wie im Falle eines Bürgermeisters. Dieser vom Volk Gewählte bangt um seinen Posten, denn als JOHN sich mit seinem Schreiben an die Öffentlichkeit wendet und der Politik Unfähigkeit vorwirft, so wollen diese ihn möglichst schnell mit Hilfe der CIA aus dem Weg geräumt wissen. Sie können vor den anstehenden Wahlen sowas gar nicht gebrauchen. Die Polizei unter der Leitung des Detektivs James Dalton versucht zwar den Exterminator aufzuspüren, sieht aber widerum seine Aktionen nicht ohne Sympathie.

Glickenhaus inszenierte wirklich gut choreographierte Gewalt- und Actionszenen die ohne jegliche Übertreibungen daher kommen, wie es leider nur allzu oft heutzutage der Fall ist. Dabei konnte er sich auf seinen Kameramann Robert M. Baldwin verlassen, der das ganze vorzüglich filmte, inklu. diverser guter Einstellungen usw. Auch die symphonische Musik von Joe Renzetti unterstützt das düstere Szenario sehr gut. Es sind auch u.a. die vielen kleinen kurzen Szenen, die einiges deutlich machen. z.B. die, wo JOHN durch die Strassen geht und er mittendrin mit offenbar multikulturellen kriminellen "Mitbürgern" entlang spaziert und dabei blöd angeredet wird. Dabei trifft er ein junges Mädchen die sich ihm anbietet. Er geht mit ihr mit und als sie sich auszieht sieht er oberhalb ihrer rechten Brust eine starke Branntwunde. Die bekam sie im Club namens CHICKEN PLACE, wo junge Mädchen und Jungen an gut zahlende perverse Wohlstandsbürger verkauft werden.

"Was sind das für Menschen, die zu sowas fähig sind?", fragt John das Mädchen und diese eher ruhige Stelle im Film sagt mehr aus, als übertriebene Szenarien.

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links, John und das Mädchen. rechts, John schießt auf Strassengangster

ROBERT GINTY, als sogenannter Vietnamveteran John Eastland erscheint hier anfangs eher unbedarft, aufgrund seiner harmlos wirkenden Erscheinung. Diese steht im krassen Widerspruch zu seinen gnadenlos ausgeführten Taten. Vorher wird er mit Leichtigkeit von den Ghetto Ghuls mit einem Messer bedroht, so das erst Michael dazu kommen muß, um ihn aus der Situation zu befreien. Später ist er ganz anders und hat hinterher einen gefesselten Kriminellen vor sich, den er mit seinem Flammenwerfer den Verbrennungstod ankündigt sollte dieser nicht gesprächig sein.

"Wenn Sie lügen, komme ich wieder!"

Das ist einer von John's Sätzen, wenn er Kriminelle dingfest gemacht hat die ihm einiges erzählen sollen und wehe sie haben gelogen, dann kommt John in der Tat zurück, wie im Falle des kriminellen Schutzgelderpressers und Fleischschiebers Gino Pontivini. Und nebenbei gesagt, dieses "Ich komme wieder" wird ja seit TERMINATOR 1984 mit Arnold Schwarzenegger in Verbindung gebracht. Ginty/Eastland geriet dabei in Vergessenheit. Robert Ginty macht seine Sache wirklich gut, aufgrund der genannten Eigenschaften. Er Übertreibt auch nicht mit diversen Mimiken, agiert hier eher ruhig, entschlossen und tut eben das was notwendig ist. Robert Ginty ist hierfür wirklich gut ausgesucht worden.

Dieser Film ist gewiss nichts für nebenbei und auch kein Actionspektakel, sondern ein eher düsteres Szenario eines Großstadtdramas, das es in sich hat. Hier waren auch zwei Special Make-Up Fachleute beteiligt, nämlich TOM BURMAN (Das Engelsgesicht) und STAN WINSTON (Aliens, Terminator ect.)

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ZUSATZINFORMATION:
Der Film kam damals ungeschnitten in die Kinos und auf VHS mit großen Cover beim Videoanbieter Thorn Emi heraus. Später in einer Neuauflage im kleinen Cover ist dieser Film trotz des Hinweises "Keine Vermietung an Kinder und Jugendliche" zensiert worden und das kam so:
Die damalige ZDF Sendung DREHSCHEIBE hatte diverse Gewaltfilme zum Thema und zeigte merkwürdigerweise keinen Ausschnitt aus einem 131er Horrorfilm, sondern eine Szene aus EXTERMINATOR und zwar die Stelle, wo Michael überfallen und ihm mit der Stahlkralle das Rückgrat verletzt wird. Das Publikum der Drehscheibe reagierte entsetzt bis fassungslos und es wurde darüber diskutiert. Das übliche eben. Aber seitdem fehlt die Szene mit der Stahlkralle, wobei die anderen Szenen drin geblieben sind, auch die Vietnamszenen. Es gibt auch noch eine 16er Fassung, aber die kann man sowieso ganz vergessen. Das östereichische Label NSM veröffentlichte letztes oder vorletztes Jahr ein schönes Mediabook mit DVD und Bluray zum Film. Eine sehr feine Sache, die ich empfehlen kann :)


10/10 Großstadt-Thrillern :jc_doubleup:
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Last edited by Graf von Karnstein on 07.01.2017 15:41, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 30.04.2015 18:03 
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Graf von Karnstein wrote:
Dabei trifft er ein junges Mädchen die sich ihm anbietet. Er geht mit ihr mit und als sie sich auszieht sieht er oberhalb ihrer rechten Brust eine starke Branntwunde. Die bekam sie im Club namens CHICKEN PLACE, wo junge Mädchen und Jungen an gut zahlende perverse Wohlstandsbürger verkauft werden.

"Was sind das für Menschen, die zu sowas fähig sind?", fragt John das Mädchen und diese eher ruhige Stelle im Film sagt mehr aus, als übertriebene Szenarien.


Ich habe den Film nicht gesehen, aber schwingt da nicht irgendwie ne leichte Doppelmoral mit? Ich meine: Er geht doch nicht mit ihr mit, um nen Kaffee zu trinken, oder? :lol:

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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 30.04.2015 20:24 
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DJANGOdzilla wrote:
Ich habe den Film nicht gesehen, aber schwingt da nicht irgendwie ne leichte Doppelmoral mit? Ich meine: Er geht doch nicht mit ihr mit, um nen Kaffee zu trinken, oder? :lol:


Nun ja,...ein klein wenig könnte man es annehmen. Ich versuche mal Deinen aus Deiner Sicht nicht ganz unbegründeten Einwurf zu beantworten.

Das junge Fräulein spricht ihn ja an. Er will aber nicht und geht weiter. Sie hinterher und hakt sich mit ihrem Arm bei ihm einfach ein. Sie drängelt sich ihm ein wenig auf. Das John, obwohl er mit ihr aufs Zimmer geht sowas wie Sex im Sinn hatte, kann ich so nicht bestätigen und es bleibt im dunkeln. John zieht sich im Zimmer auch nicht ansatzweise aus, ganz im Gegensatz zu der jungen Frau. So wie der Charakter John's hier aber dargestellt wird, würde es nicht zu ihm passen. Da er dem kriminellen Großstadtsumpf den Kampf angesagt hatte, nehme ich mal an, das er nur mitging, um hinter die Kulissen des Prostituierten-Milieus zu blicken. Denn nach dem die Frau ihm von Chicken Place erzählte, taucht er folgerichtig später dort auf, um mit dem perversen Gesindel aufzuräumen.

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PostPosted: 30.04.2015 22:16 
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Sehr gute Review danke. Nenne die Arrow Blu Ray und die alte Anchor Bay DVD mein eigen. Die Arrow BD ist absolut super.

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PostPosted: 30.04.2015 22:25 
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Graf von Karnstein wrote:
DJANGOdzilla wrote:
Ich habe den Film nicht gesehen, aber schwingt da nicht irgendwie ne leichte Doppelmoral mit? Ich meine: Er geht doch nicht mit ihr mit, um nen Kaffee zu trinken, oder? :lol:


Nun ja,...ein klein wenig könnte man es annehmen. Ich versuche mal Deinen aus Deiner Sicht nicht ganz unbegründeten Einwurf zu beantworten.

Das junge Fräulein spricht ihn ja an. Er will aber nicht und geht weiter. Sie hinterher und hakt sich mit ihrem Arm bei ihm einfach ein. Sie drängelt sich ihm ein wenig auf. Das John, obwohl er mit ihr aufs Zimmer geht sowas wie Sex im Sinn hatte, kann ich so nicht bestätigen und es bleibt im dunkeln. John zieht sich im Zimmer auch nicht ansatzweise aus, ganz im Gegensatz zu der jungen Frau. So wie der Charakter John's hier aber dargestellt wird, würde es nicht zu ihm passen. Da er dem kriminellen Großstadtsumpf den Kampf angesagt hatte, nehme ich mal an, das er nur mitging, um hinter die Kulissen des Prostituierten-Milieus zu blicken. Denn nach dem die Frau ihm von Chicken Place erzählte, taucht er folgerichtig später dort auf, um mit dem perversen Gesindel aufzuräumen.


Gut, kann man gelten lassen. :mrgreen:

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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 25.01.2019 14:52 
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Der Exterminator ("The Exterminator" USA 1980, Regie: James Glickenhaus)

In den Strassen von New York bestimmen Drogen, Gewalt und Prostitution das Bild. Als der beste Freund eines Vietnamveterans von einer brutalen Strassengang zum Krüppel geschlagen wird, begibt sich dieser auf einen erbarmungslosen Ein-Mann-Feldzug gegen die Unterwelt New Yorks. Schon bald kennt und fürchtet man ihn überall als den "Exterminator".
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Warum sich mit Pseudo-Retro-Ploitation (gibt's das?) aus der heutigen Zeit zufriedengeben, wenn man die Originale haben kann? ;-)

Meine letzte Sichtung dieses Rächer-Streifens liegt lange zurück. Damals war ich vor allem beeindruckt von der brilliant getricksten Enthauptungs-Sequenz, gleich im Prolog des Films. Hierbei handelt es sich um einen Effekt von Stan Winston, der damals noch unbekannt war. Von ihrer Wirkung hat diese Szene (zumindest bei mir) nichts eingebüßt. Überhaupt war dieser Film für mich eine echte Wiederentdeckung. Ein schnörkellos inszenierter Rächerfilm, der übrigens einige Parallelen zu Fulcis "New York Ripper" aufweist, was nicht nur an der Tatsache liegt, dass beide Filme in New York spielen. Auch wenn ich hier eher Zufall vermute, finde ich das schon irgendwie witzig. Mit Christopher George (als ermittelnder Detective) ist dann auch ein guter Bekannter am Start. Er war auch in Fulcis "Ein Zombie hing am Glockenseil" zu sehen.

Im Gegensatz zu ähnlich gelagerten Filmen ala "Ein Mann sieht rot" glorifiziert James Glickenhaus seinen "Helden" nicht, sondern zeigt einen desillusionierten und frustrierten Menschen, traumatisiert durch seine Vietnam-Erfahrungen. Die Gewalt wird nicht stilisiert, sondern passiert dreckig und ohne coole Sprüche. Auch geht er bei seinem Rachefeldzug nicht immer mit Bedacht vor und gefährdet schon mal unnötigerweise sich selber und auch unbeteiligte Leute. Dies macht den Film aber m. E. noch etwas glaubhafter und passt zur innerlich zerrissenen Hauptfigur.

8/10

Die DVD von MWV ist Open Matte, hat ein schön helles Bild und enthält die unzensierte Unrated-Fassung (ohne geblurrte Bildchen). Die DVD von NSM ist in einer Szene geblurrt (Schwachsinn, da man ohnehin kaum etwas erkennen konnte) und das Bildformat ist auf 16:9 maskiert. Das Bild ist mir hier fast schon etwas zu sauber für diesen dreckigen Grindhouse-Schocker. Der deutsche Ton ist an (mindestens) einer Stelle mal wieder nicht ganz synchron (siehe Fleischwolf-Szene), was aber nicht ganz so störend auffällt, da der Versatz gerade noch im erträglichen Bereich liegt. Trotzdem... :| Wo haben die Mitarbeiter von NSM eigentlich ihren Job gelernt? Bei JPV??? :? Im Bonusmaterial finden sich ein interessantes Interview mit James Glickenhaus und ein ziemlich geniales Special mit Frank Henenlotter, welches alleine schon die Anschaffung dieser VÖ lohnt. :D

Auch hier zu sehen:

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Diesen Thread gibt es übrigens doppelt:

american-cinema-f38/der-exterminator-james-glickenhaus-t9152.html

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PHOBOS (Trailer - deutsch)


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 Post subject: Re: DER EXTERMINATOR - James Glickenhaus
PostPosted: 25.01.2019 18:08 
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Guilala wrote:
Diesen Thread gibt es übrigens doppelt:

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Danke. 8-)

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