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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: TWIN PEAKS: DER FILM - David Lynch
PostPosted: 26.07.2017 16:55 
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Produktionsland/Jahr: USA, Frankreich 1992
Darsteller: Sheryl Lee, Ray Wise, Frank Silva, Moira Kelly, James Marshall, Kyle MacLachlan, Mädchen Amick, Dana Ashbrook, David Bowie, Heather Graham, Chris Isaak, David Lynch
Drehbuch: David Lynch & Robert Engels
Produziert von: Gregg Fienberg, Francis Bouygues, John Wentworth
Musik: Angelo Badalamenti

Die FBI-Agenten Chester Desmond (Chris Isaak) und Sam Stanley (Kiefer Sutherland) werden in die amerikanische Kleinstadt Deer Meadow beordert, um den mysteriösen Mord an der jungen Teresa Banks zu untersuchen. Als Agent Desmond im Laufe der Ermittlungen spurlos verschwindet, wird Agent Dale Cooper (Kyle MacLachlan) mit dem Fall beauftragt.
Ein Jahr später gerät die siebzehnjährige Schülerin Laura Palmer (Sheryl Lee) immer tiefer in einen Strudel aus Drogen, Sex und surrealen Albträumen. Böse Mächte greifen in der Kleinstadt Twin Peaks um sich und führen die verzweifelte Laura Palmer immer weiter in den Abgrund…
(Moviepilot)

Eines vorweg: Die dazugehörige Serie kenne ich nicht.
Aber der Film ist, meiner Meinung nach, neben dem ELEFANTENMENSCH, der beste Lynch.
Hier entfaltet sich die ganze Virtuosität von Lynch und von seinen klassischen surrealistischen Werken, ist das auf jeden Fall der beste.
Der Twin-Peaks-Film hat all das im Überfluss, weshalb ich Lynch für einen der Größten seines Fachs halte.
Abgehoben, verworren und undurchsichtig, mit Traum und Realität spielend, macht es Lynch dem Zuschauer nicht einfach, den Überblick zu behalten.
Zu alldem gesellt sich ein Hauch Humor, den Mr. Lynch als schwerhöriger Polizeichef höchstpersönlich einbringt.
Der Film hat so viel, wo ich sage, das ist Lynch at his best...
Ob es jetzt bei den Sets das "Rote Zimmer" ist, ob bei den Charakteren der "Man from another place" (Michael J. Anderson) oder bezüglich Inszenierung bspw. die Barszene und das gesamte Finale.
Keine Einstellung, keine Sekunde ist zuviel in diesen 135 Minuten.
Auch über die Musik von Angelo Badalamenti kann ich mich nicht im Geringsten beklagen.
Die Besetzung muss sowieso weitgehend die gleiche sein, wie in der Serie, da der Film ja die Vorgeschichte zur Serie erzählt und auch die gefällt mir ausgezeichnet.
Vielleicht müsste ich wirklich die Serie sehen, aber momentan kann ich mir nicht erklären, wieso der Film, sowohl von Kritikern, als auch von den Fans so negativ aufgenommen wurde.
Für mich ist TWIN PEAKS (zumindest ohne Kenntnis der Serie) einer der zwei besten Filme von Lynch.
10/10

Trailer:
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Last edited by Sbirro Di Ferro on 26.07.2017 22:24, edited 2 times in total.

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 Post subject: Re: TWIN PEAKS: DER FILM - David Lynch
PostPosted: 26.07.2017 17:13 
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Sbirro Di Ferro wrote:
Vielleicht müsste ich wirklich die Serie sehen

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 Post subject: Re: TWIN PEAKS: DER FILM - David Lynch
PostPosted: 26.07.2017 19:48 
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Sbirro Di Ferro wrote:


Für mich ist TWIN PEAKS (zumindest ohne Kenntnis der Serie) einer der zwei besten Filme von Lynch.


Ich hatte die Serie zuerst gesehen und wollte mir den Film eigentlich nicht anschauen (schlechte Kritiken, außerdem
war ich dann auch lange Lynch-müde); nachdem ich es dann doch gewagt habe, möchte ich Dir ausdrücklich recht geben:
wunderbar surreal inszeniert, wobei die Serie und der Film sich doch wunderbar ergänzen...


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 Post subject: Re: TWIN PEAKS: DER FILM - David Lynch
PostPosted: 26.07.2017 20:25 
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Wäre aber glaube besser gewesen du hättest mit der Serie angefangen Sbirro... :)

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 Post subject: Re: TWIN PEAKS: DER FILM - David Lynch
PostPosted: 26.07.2017 20:25 
Howard Vernon wrote:
Sbirro Di Ferro wrote:


Für mich ist TWIN PEAKS (zumindest ohne Kenntnis der Serie) einer der zwei besten Filme von Lynch.


Ich hatte die Serie zuerst gesehen und wollte mir den Film eigentlich nicht anschauen (schlechte Kritiken, außerdem
war ich dann auch lange Lynch-müde); nachdem ich es dann doch gewagt habe, möchte ich Dir ausdrücklich recht geben:
wunderbar surreal inszeniert, wobei die Serie und der Film sich doch wunderbar ergänzen...


Ich habe die Serie auch zuerst gesehen und war dann beim Film erst mal enttäuscht. Das war vermutlich eine recht übliche Reaktion dieser Zeit. Bei erneuter Sichtung Jahre später hat der Film dann stark zugelegt und heute möchte ich ihn nicht mehr missen.
Trotzdem ist für mich Lynchs bester Film LOST HIGHWAY. Ich kenne allerdings ELEPHANTENMENSCH nicht.


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 Post subject: Re: TWIN PEAKS: DER FILM - David Lynch
PostPosted: 26.07.2017 20:34 
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Bei mir wars auch so, dass ich die Serie zuerst gesehen hatte und anschließend den Film.
Hat mir doch ziemlich gut gefallen, da viele Elemente aus der Serie geschickt aufgegriffen und sogar verfeinert wurden.
Im Zusammenhang ergab das einfach ein rundes Bild.
Dass der Film letztlich überdurchschnittlich bei mir wegkam liegt aber auch einen guten Teil daran, dass die Serie meines Erachtens hinten raus ziemlich abgeflacht ist.


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 Post subject: Re: TWIN PEAKS: DER FILM - David Lynch
PostPosted: 26.07.2017 22:20 
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italo wrote:
Ich kenne allerdings ELEPHANTENMENSCH nicht.

Falls du es nicht mitgekriegt haben solltest: Den Thread dazu habe ich im Eröffnungsposting verlinkt, lies dir das mal durch.
Aber eines kann ich dir gleich sagen: Erwarte bloß keinen "normalen" Lynch.
(Man verzeihe mir das OT).


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 Post subject: Re: TWIN PEAKS: DER FILM - David Lynch
PostPosted: 26.07.2017 22:57 
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Beim ersten Schauen war ich, aufgrund der starken atmosphärischen Ferne zur Serie, ein bißchen enttäuscht. Nun hab ich ihn gesehen, nachdem ich die neue Staffel angefangen habe, und war richtig begeistert. Die Verbindung zwischen FWWM und der 3. Staffel ist unübersehbar. Man sieht viel mehr Reminiszenzen an den Film als an die ersten beiden Staffeln.


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 Post subject: Re: TWIN PEAKS: DER FILM - David Lynch
PostPosted: 30.04.2018 23:45 
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(Original-)Serie ist durch, Film jetzt auch noch einmal und es hat sich an meinem Eindruck, meinem Gefühl nichts geändert.
Mir ist das Feeling des Films einfach lieber.
Lynch zieht seinen Surrealismus kompromisslos durch, folgt seiner eigenen Traumlogik und lässt die Seifenoper, die die Serie größtenteils dominiert, komplett weg.
Der Film fühlt sich von der ersten Sekunde vollkommen anders an, als die Serie.
Und das ist der ganz große Vorteil des Films gegenüber der Serie, es liegt mir einfach mehr, so wie er es hier macht.
Stilistisch sieht man im Film auch schon ganz deutlich, wie sich Lynch seinen Weg in Richtung LOST HIGHWAY, MULHOLLAND DRIVE und INLAND EMPIRE bahnt.
Dieser Stil und die daraus entstehende Atmosphäre, das Feeling, ist mir ganz einfach weit lieber als die 60% Romanze, 30% Krimi/Horror/Mystery, 5% Surrealismus und 5% Komödie - Mischung der Serie.
Zwar fehlen dem Film einige aus der Serie liebgewonnene Charaktere (oder bekommen hier nicht mehr als 1, 2 Szenen) wie Shelly, Norma oder Pete, aber trotzdem ist mir der Film in seiner Gesamtheit immer noch lieber.
Da gibt's Szenen, die gehen für mich in jeder Hinsicht über fast alles in der Original-Serie hinaus (abgesehen davon, dass die 135 Minuten des Films gefühlt auch wesentlich schneller vergangen sind, als wenn ich mir 3 Folgen der Serie angeschaut habe).
Daher bleibt's für den Film auch bei 10/10.

Bei der Serie wäre ich vermutlich irgendwo bei 7-8/10.


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