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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: PIRANHA - Joe Dante
PostPosted: 09.12.2009 16:16 
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Fisch statt Fleisch... ...kann ich recht schmackhaft sein!


Piranha

Ein junges Pärchen ist auf einem Entdeckungstrip. Bei ihrem Marsch durchs Hinterland geraten an den Rand eines abgesperrten Gebietes, die Umzäunung ist jedoch löchrig, ergo gibt man der Neugier nach. Als die jungen Leute ein grosses, mit Wasser gefülltes Becken entecken wollen sich sich den spontanen Badespaß nicht entgehen lassen. Doch die Freude währt nicht lange, irgendetwas bösartiges killt die Planscher. Einige Tage später macht sich die Privatdetekteuse Maggie McKeown (Heather Menzies) auf die Suche nach dem Pärchen. Zunächst trifft sie auf den abgewrackten Suffkopp Paul Grogan (Bradford Dillman) der nur widerwillig zur Mithilfe bereit ist. Das ungleiche Duo findet den Ort des Schreckens umgehend, schliesslich wohnt Grogan in der Nähe und ist ortskundig. Das Gelände ist eine -offensichtlich- verlassene Militäreinrichtung, was dort genau getrieben wurde ist für die Suchenden zunächst nicht nachvollziehbar. Maggie findet einen eindeutigen Hinweis dafür, dass das verschollene Paar sich auf dem Gelände herumgetrieben haben muss. Nun vermutet sie die Leichen auf dem Grunde des grossen Beckens zu finden.

Da das Wasser stark getrübt ist, suchen Maggie und Paul nach einer Möglichkeit das Becken trockenzulegen. Tatsächlich stossen sie in einem Gebäude auf ein Leitungssystem durch welches sich der "Pool" entleeren lässt. Kaum hat Paul den schwergängigen Absperrhahn geöffnet wird er von einem vermeintlich verwirrten Kerl angegriffen. Er wird überwältigt, als er wieder zu Bewusstsein kommt berichtet er von einem nahezu unglaublichen Szenario. Wissenschaftler -zu denen er auch gehörte- züchteten im Auftrag des Militärs eine extrem widerstandsfähige Sorte Piranhas heran. Diese können sowohl in Süß- als auch Salzwasser überleben, selbst niedrige Wassertemperaturen sind unschädlich für die mutierten Killerfische. Man wollte die Tiere im Vietnamkrieg einsetzen, jedoch war dieser vor Abschluss der Forschungsarbeiten beendet. Die Basis wurde geschlossen, man dachte alle Exemplare der aggressiven Fische wären vernichtet. Tatsächlich mutierte das Viehzeug aber fröhlich weiter, wurde immer widerstandfähiger. Leider entleerten Paul und Maggie unwissentlich das Planschbecken der kleinen Monster. Das abgelassene Wasser und seine Bewohner klatschten in den nahegelegenen Fluss, ein Desaster unglaublichen Ausmaßes droht...

Tierhorror hat bei mir fast immer Kredit, ich mag dieses Subgenre des Horrorfilmes eben wahnsinnig gern. "Piranha" (1978) von Joe Dante darf man sicher als einen kleinen Klassiker seiner Zunft bezeichnen, der Film macht einfach Spass, unterhält angenehm und kurzweilig. Bradford Dillman und Heather Menzies passen prima in die Hauptrollen, Kevin McCarthy als Dr. Robert Hoak gibt leckeres Fischfutter ab. Den Horrorfreak wird die Fratze der legendären Barbara Steele erfreuen, sie spielt hier eine Wissenschaftlerin die für das Militär tätig ist, selbst in dieser Rolle strahlt sie etwas unheimliches, bedrohliches aus, klasse!

Die eigentlichen Stars des Filmes kommen eher schemenhaft daher. Vor einem Angriff sieht man immer wieder eine kleine Gruppe fieser Fische, wie gesagt jedoch recht undeutlich, dazu ertönen flirrende Geräusche. Diese herrliche Geräuschkulisse gibt es dann auch beim umgehend folgenden Dinner der kleinen Beißer zu hören, die Fischlein sind dabei wieder nur andeutungsweise zu sehen. Dafür aber vor Angst und Schmerz keifende Menschen die wild in um sich schlagen und planschen. Auch Kinder stehen auf dem Speiseplan der Feinschmecker, gleiches Recht für alle, sehr angenehm. Allzu blutig wird es allerdings nicht, daher dürfen auch Vegetarier einen Blick auf das quirlige Treiben der Fische werfen.

Seit meinem letzten Genuß dieser feinen Fischplatte muss schon eine kleine Ewigkeit vergangen sein, ich erinnerte mich kaum an Details. Das mag daran liegen, dass der Film für die Video-Wochenenden der achtziger Jahre einfach zu unblutig war um häufiger im Abspielgerät zu landen. Als jüngerer Mensch war meine Gier nach Mettgut deutlich unbändiger. Zwar weiss ich eine rustikale Schlachtplatte noch immer zu schätzen, es geht jedoch auch ohne Blut und Gedärm, das muss eine Art "Altersmilde" sein... rofl...

Die DVD kommt im üblichen "MGM-Standard" daher. Keine/kaum Extras... ...jedoch solide Qualität des Filmes. Klares Pflichtprogramm für Freunde schöner Tierhorror-Unterhaltung. Sehr gut (8/10)!

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 Post subject: Re: PIRANHA - Joe Dante
PostPosted: 09.12.2009 18:56 
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Sehr toller Film! Einer meiner liebsten Tierhorrorstreifen! Da passt eigentlich alles, kann man bedenkenlos zuschlagen!

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 Post subject: Re: PIRANHA - Joe Dante
PostPosted: 10.12.2012 15:48 
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Gestern mal wieder Rewatched! Echt steiler Film!
Die Piranha Attacken unterwasser wie sie die Leute anknabbern ist echt gelungen.
Der Score von einem Italiener ist auch passend!
Nur etwas albern fand ich diese komischen animierten Knet Uhrzeitfische im Labor, die hätten nicht sein müssen. Die passen nicht in diesen ansonsten normalen Film.
Und welch wunder ist hier sogar mal das Menü der Mgm dvd eingermassen gelungen 8-)
8/10

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 Post subject: Re: PIRANHA - Joe Dante
PostPosted: 10.12.2012 16:24 
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Ich habe mir den Film vor ca. 2 Jahren mal wieder angesehen und dieser bereitete einiges an Freude. Die Effekte sind gut und die Story ebenfalls. 7,5/10

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 Post subject: Re: PIRANHA - Joe Dante
PostPosted: 17.12.2012 11:15 
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Wow den Film hab ich als kleiner Junge geliebt. Hatte total vergessen, dass der überhaupt existiert ;) Die DVD muss ich mir die Tage unbedingt mal zulegen!!

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 Post subject: Re: PIRANHA - Joe Dante
PostPosted: 12.02.2017 16:24 
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"Piranhas" konnte wie eh und je einen sehr guten Eindruck hinterlassen und funktionierte genauso intensiv, wie ich es in Erinnerung hatte. Recht erstaunlich, dass sich hier mit relativ einfachen Mitteln eine so beängstigende Atmosphäre aufbauen kann, wenn die gierigen Killerfische zuschlagen. Es fließt viel Blut, es gibt zahlreiche Schockmomente und in diesem Zusammenhang sind auch die Effekte sehr einprägsam im Bilde festgehalten worden. Besonders beunruhigend kommt allerdings das rüber, was man nicht zu Gesicht bekommt. Ein wirklicher Klassiker des Tier-Horrorfilms, der seine beachtliche Wirkung direkt und indirekt entfalten kann.


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 Post subject: Re: PIRANHA - Joe Dante
PostPosted: 29.07.2017 22:21 
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Es ist ewig her, dass ich die "Piranhas" sah, und das Wiedersehen gestaltete sich erfreulich. Die Protagonisten bringen die Katastrophe unfreiwillig selbst ins Rollen, und um die Killerfische zu stoppen, muss mal eben eine weitere Katastrophe herhalten. I like that! Der Film spart nicht an grimmigen Humor, was Dante ja auch später bei den Gremlins weiterführte, und auch nicht an Kritik an staatlichen Institutionen sowie manchen Auswüchsen des American Way of live. Barbara Steele schaut mal kurz vorbei, besonders herrlich sind aber mal wieder die Auftritte von Paul Bartel als Leiter des Feriencamps.

Leute, esst mehr Fisch! :mrgreen:


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