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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 01.10.2011 17:25 
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Mir ist grad eingefallen, Film ist so geil da muss nen Thread her!!!

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USA 1976

Darsteller: Linda Miller, Mildred Clinton, Paula E. Sheppard, Niles McMaster, Jane Lowry, Rudolph Willrich


Sicherlich ein harter Tobak gewesen damals, um eine Mordserie in einer kleinen Stadt , mit morden in der Kirche und an nem kleinen Kind... Dabei bleibt der mörder vorerst im Dunkeln und man wird auf eine falsche Fährte gelotst! Jawohl dem Giallo nicht ganz unnah ist dieser Film! Auch die Mukke ist recht athmosphärisch geraten und Giallo passend! Vorallem viele Kirchengesänge gibts zu hören!
Die Idee den Mörder in einen Regenmantel mit Maske zu stecken ist auch gelungen, da dies sehr Cool ausschaut! Die Kammera bleibt auch nicht einfach starr, sondern bietet uns einige originelle einstellungen! Zb. der erste Mord ist recht cool geraten, die nur weiblichen Kinder laufen in ihren weissen Kostümen aus der Sakristei richtung Altar, dabei singt eine Kirchensängerin ein athmosphärisches lied. Als das letzte Mädchen aus der Sakristei will wird es von Hinten gepackt, mit einer Kerze am Hals und erwürgt, anschließend in eine Truhe gesteckt und die brennende Kerze mit hineingeworfen. Blutig oder gar arg brutal ist das geschehen nicht, aber die Wirkung wird nicht verfehlt. Mit gekonnten schnitten fängt man die Szenerie perfekt ein! Viel spielt sich in dieser Kirche ab...
Darsteller sind bis auf Brooke Shields, die aber nur eine kleine Rolle hat, keine bekannten dabei, dennoch sind alle super !
Einzig aufgestoßen ist mir etwas der dicke Vermieter oder Hausmeister, der in einer ekligen eingepissten Hose umherläuft... da konnt ich immer gar nicht hinsehen
Eine vergessene Perle der end 70iger die es wieder zu enddecken gilt!!!!
Ps. die CMV dvd bietet eine Spitzen Bildqualli !

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 Betreff des Beitrags: Re: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 01.10.2011 20:28 
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Ein älterer Kurzkommentar:


Communion - Messe des Grauens (USA 1976, Originaltitel: Alice, Sweet Alice)

Catherine Spages (Linda Miller) ist gestresst. Bei der geschiedenen Frau leben ihre beiden Töchter Alice (Paula E. Sheppard) und Karen (Brooke Shields), die sich ständig und ausufernd in die Haare geraten. Während Karen ein recht braves Kind ist, drangsaliert Alice ihre Schwester mit geradezu sadistischer Wonne, doch ihr Zorn macht auch nicht vor dem fetten Nachbarn oder der nervigen Tante halt. Als für Karen der Tag der Erstkommunion gekommen ist, wird das Mädchen auf brutale Art und Weise in der Kirche ermordet, der Leichnam zu allem Überfluss angezündet. Die Kriminalpolizei verdächtigt von Anfang an ihre Schwester Alice, jedoch mangelt es an Beweisen, ein Lügendetektortest liefert kein eindeutiges Ergebnis. Annie (Jane Lowry), die Tante von Alice und Karen, welche nach dem grausigen Ereignis bei ihrer Schwester Catherine verweilt, wird im Flur des Wohnhauses der Spages mit einem Messer attackiert. Die ohnehin zur Hysterie neigende Dame überlebt den Anschlag mit schweren Verletzungen, sie schwört Stein und Bein drauf, dass sie von Alice angegriffen wurde. Das Mädchen wird zunächst in einer Spezialklinik untergebracht. Dominick (Niles McMaster), der ebenfalls anwesende Vater, ist ratlos, selbst der zu Familie gehörende Priester Tom (Rudolph Willrich) hat nur hohle Phrasen anzubieten. Sollte die kleine Alice tatsächlich eine wahnsinnige Killerin sein? Dominick ist mit der voreingenommenen Sichtweise der Polizei wenig glücklich, ergo ermittelt er auf eigene Faust. Als er einen rätselhaften Anruf von seiner Nichte erhält, begibt sich der Hobbydetektiv in allergrösste Lebensgefahr. Wird der Wahnsinn ein Ende nehmen? Wer steckt hinter den bizarren Grausamkeiten...???

"Communion" von Regisseur Alfred Sole ist ein angenehm gegen den Strom schwimmender Film. Besonders interessant ist diese Tatsache deshalb, weil sie vermutlich nicht unbedingt so gewollt war, der Film durch seine zahlreichen Unzulänglichkeiten einen herrlich spröden Charme entwickelt. Werfen wir einen Blick auf die Besetzung. Eine gewisse Linda Miller (auf den zweiten Blick sehr augenfreundlich) spielt die Rolle der verzweifelten Mutter. Ihre Darbietung zeichnet sich immer wieder durch maßloses Overacting aus, was dem an sich tragischen Treiben einen reichlich grotesken Anstrich verleiht. Noch arger ist es um die schauspielerischen Qualitäten von Jane Lowry bestellt, die mit dem Wort "hysterisch" schon fast nicht mehr erfassbar scheinen. Der unglaublich abstossende, fette und versiffte Nachbar (Alphonso DeNoble) passt ebenfalls in diese Schublade, sofern es eine solche in seiner Kleidergrösse gäbe. Abgerundet wird der "Chor der Irren" durch die Haushälterin des Pfaffen, einer Dame namens Mildred Clinton. Am Rande des Wahns der stiefelleckende Schleimbeutel Jim, dem seine Filmgattin "Tante Annie" beständig über das verschüchterte Mundwerk fährt. Eine Ehe wie ein -mit Anlauf ausgeführter- Tritt in die Weichteile. Dagegen mutet Niles McMaster als Vater von Alice und Karen recht bodenständig, regelrecht solide an. Pfaffe Tom gehört auch zu den gemäßigteren Vertretern, gleiches gilt für die Ermittler im Auftrag der Staatsgewalt. Brooke Shields hält in dieser frühen Rolle ihrer Karriere als Opferlamm her, während Paula E. Sheppard als böse Schwester richtig vom Leder ziehen darf. Alice soll zwölf sein, doch Paula war zum Zeitpunkt des Drehs bereits neunzehn Jahre alt. Dies hat man sehr geschickt getarnt, mir fiel diese Mogelpackung nicht auf. Paula E. Sheppard ist die einzige der "überdrehten" Figuren, die ihre Rolle wirklich mit schauspielerischem Können ausfüllt, nie in Richtung Dilettantismus abdriftet. Umso trauriger, dass man von der jungen Dame später fast nichts mehr zu sehen bekam.

Viel zu schnell hat man in der heutigen Zeit das Wort "Trash" in die Tastatur geprügelt. Doch die denkwürdigen Auftritte eines erheblichen Teils der hier Mitwirkenden, drängt "Communion" eindeutig in diese Richtung. Unterstrichen wird dies durch die nahezu vollständige Abwesenheit von Humor und Selbstironie. Nur ganz selten wird die aufgesetzte Ernsthaftigkeit zart aufgebrochen. Selbst in diesen Momenten ist man sich nicht wirklich darüber klar, ob nun tatsächlich der Schalk regieren möchte... ...oder vielleicht doch die Verbindung von Unfähigkeit und Irrsinn zuschlägt. Dem Gepolter der Darsteller steht ein durchaus spannender Plot gegenüber. Allerdings wird leider ein wenig zu freizügig mit dem vorhandenen Potential umgegangen. Der Killer wird zu früh enttarnt, was aufgrund der ansprechenden Auflösung ein wenig schade ist. Wechselhaft auch die Qualität der Kamera und des Schnitts. Ansprechend inszenierte und fotographierte Momente, ringen mit dem oft holprigen, ungelenken Schnitt, dann wirkt die Kamera plötzlich fast desinteressiert usw.. Dieses Wanken und Schwanken sorgt für eine besondere Note, wie ich weiter oben schrieb, verleiht es dem Film einen ganz besonderen Charme. Alfred Sole und seine Mitarbeiter (vor und hinter der Kamera) muten wie ein angetrunkener Seiltänzer an. Immer ein wenig unsicher, oft am Rande des Absturzes, doch letztlich kommt man irgendwie auf der gegenüberliegenden Plattform an.

Wer nun eine wüste Trash-Orgie erwartet, der ist bei diesem Streifen dann doch nicht an der richtigen Adresse. "Communion" ist ein ganz spezielles Machwerk, ein kleiner Leckerbissen für neugierige Filmfreunde. Erwähnt werden sollte die gialloeske Optik des Mörders, stilvoll ausgestattet mit Maske und Mantel. Die Morde und Mordversuche würden sich in diesem schönsten aller Genres sicher zuhause fühlen. Thriller, Slasher, Trasher und leichte "Giallo-Schlagseite", mein Herz lodert wohlig auf mittlerer Flamme.

Es gibt für den deutschen Markt mehrere Auflagen des Films. Mir liegt das Werk unter dem Titel "Communion - Messe des Grauens" vor, erschienen bei CMV-Laservision. Die DVD kommt in einer kleinen Hartbox, es stehen zwei unterschiedliche Covermotive zur Auswahl bereit. Die gebotene Bildqualität mag Zeilenzählern nicht unbedingt zum Lustgewinn gereichen, sie ist aber zweckmäßig und auf angenehme Art passend. Der Ton liegt in englischer und deutscher Sprache vor. Wer die deutsche Synchronisation für übertrieben hält, wird darüber erstaunt sein, wie gut diese den Ton trifft, denn sie kommt dem Zungenschlag des Originals recht nah. Als Boni bietet man ein paar Trailer, eine Bildergalerie und eine alternative Titelsequenz an. Eine "runde" Veröffentlichung eines interessanten Films, daher eine klare Empfehlung für Freunde der Verschrobenheit!

Gut = 7/10

Lieblingszitat:

"Halt den Mund und hol den Besen!"

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Blap V 3.0 regaining paradise

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Vom Ursprung her verdorben


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 Betreff des Beitrags: Re: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 03.10.2011 13:14 
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Der ist wirklich unglaublich gut! Eine Art amerikanischer Giallo gekreuzt mit WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN.

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 15.10.2011 13:24 
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Malastrana hat geschrieben:
Der ist wirklich unglaublich gut! Eine Art amerikanischer Giallo gekreuzt mit WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN.


Sehr schön (und treffend) formuliert! :231:

Und ja, der Film ist Spitzenklasse. Zählt zum besten, was die 1970er zu bieten haben, und ist - sowohl bei imdb als auch bei ofdb - sträflich unterbewertet.

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 Betreff des Beitrags: Re: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 15.10.2011 23:42 
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Muß dem Malastrana auch absolut zustimmen ... der Film erinnert mich beim sehen immer an die Frühwerke von Brian De Palma.

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 16.10.2011 07:16 
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Jetzt habt'er mich endgültig madig gemacht :) Merke hier im Forum immer wieder, dass ich noch gewaltige Defizite bei US-Horror der 70er und 80er hab.

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 10.02.2014 08:53 
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Mich hat der Film, neben den von Euch schon genannten Referenzen, von der Erzählweise her auch ein bisschen an Romeros MARTIN und vom Style her an GOD TOLD ME TO erinnert. Trotzdem ärgere ich mich bei diesen ins Whodunit-Fach reichenden Filmen irgendwie immer sehr über Logik- oder Plausibilitätslöcher ... okay, darüber kann man jetzt lange streiten, dann bräuchte man ja gar keine Gialli gucken z.B., aber ich finde Genrevertreter nur dann richtig überzeugend , wenn sie sich diesbezüglich keine allzugroßen Böcke leisten. Bei COMMUNION habe ich also entweder etwas nicht verstanden, oder ich fand die Motive des Killers/der Killerin mitunter nicht nachvollziehbar bzw. gar nicht vorhanden ... vielliecht kann mir da aber jemand weiterhelfen ... :-)

6/10

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 Betreff des Beitrags: Re: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 23.10.2017 22:37 
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Soeben das erste Mal gesehen. Ich hatte mir einen Mix aus Rosemarys Baby & Wenn die Gondeln Trauer tragen vorgestellt (was für ein Wahnsinns-Mix das wäre) und bekam auch etwas ähnliches geliefert. Jedoch hat der Film meine Erwartungen irgendwie nicht ganz erfüllt. Malastrana schrieb Communion wäre wie ein US-Giallo meets Gondeln und das trifft es wirklich haargenau.
Der Film hat einen wahnsinnig guten Start! Es wird eine wirklich unangenehme Stimmung erzeugt die dann in der Kommunions-Szene gipfelt. Ich war wirklich richtig gefesselt. Ein richtiger Schlag in die Magengrube. Irgendwie ist so gut wie alles an dem Film in einer merkwürdigen Weise abstoßend und unsympathisch. Der Storyverlauf ist gut gelungen, aber zwischendrin entsteht etwas Leerlauf wie ich finde. Dennoch ist die erzeugte Atmosphäre einfach wunderbar und genau so etwas habe ich mal wieder gebraucht.
Habe ja an anderer Stelle schon mal gesagt wie sehr ich schwer verdauliche Filme a la Gondeln, Wicker Man, Rosemarys Baby, Picknick am Valentinstag, Possession und wie sie nicht alle heißen mag.
Communion ist eine feine Ergänzung zu Filmen von diesem Schlag. Die Bewertung ist für mich schwierig. Sagen wir mal grob 7,5/10.

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 Betreff des Beitrags: Re: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 24.10.2017 10:10 
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Jaaa, einer meiner Faves und das mit der Magengrube kann ich nur bestätigen !!
Und all das in einer Kirche - mir klappte beim ersten Anschauen die sprichwörtliche Kinnlade runter.
Schade das der Deal mit Columbia damals nicht zustande gekommen ist, denn Alfred Sole hätte einer der Grossen im Genre werden können.

Vielleicht macht ja ein Label wie Wicked einmal eine schicke BD - natürlich auch mit Soundtrack-CD denn die wunderschöne Filmmusik wurde bisher leider nicht veröffentlicht.
Ansonsten gibt es die dt. DVD bei der OFDB sehr, sehr günstig.


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 Betreff des Beitrags: Re: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 24.10.2017 12:46 
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Cagliostro hat geschrieben:
Alfred Sole hätte einer der Grossen im Genre werden können.


Sole hat ja in den 90ern hauptsächlich nur fürs Fernsehen gearbeitet. Dabei sind seine vier Regiearbeiten so unterschiedlich, wie sie nur sein können.

Neben "Communion" war 1972 sein Erstling eine makabre Hardcorekomödie um einen Mann, der seine Frau und ihren Liebhaber erschießt, anschließend zu seiner toten Frau in den Sarg steigt und sich danach auf einer Insel von einem Guru wegen seiner Impotenz behandeln läßt (Deep Sleep).

1980 drehte er den leicht surrealistischen Film Tanjas Insel, in der es die Frau eines Künstlers auf eine einsame Insel verschlägt, wo sie eine Liebesbeziehung mit einem Gorilla eingeht (in etwa eine Mischung aus "La Bête" und "King Kong").

Sein letzter Film 1982 war Freitag, der 713. Eine anspruchslose durchgeknallte Teenie-Horrorkomödie.

Abgesehen von Letzterem alles interessante Beiträge, wobei Communion natürlich als sein bester Film angesehen werden kann. Aber, wie gesagt, einen Wiedererkennungswert seines Regiestils gibt es nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 22.02.2018 18:28 
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Bin gerade noch über die Info gestolpert das ALICE demnächst in UK kommen soll.
Hoffentlich dann auch bald als dt. VÖ denn der Film funktioniert, finde ich, so fast noch besser.
Besonders Gerd Duwner gab wieder alles ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: COMMUNION - MESSE DES GRAUENS - Alfred Sole
BeitragVerfasst: 24.04.2018 18:27 
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Manchmal ist's schon komisch: Man holt sich, auch aufgrund feiner Kritiken hier, Filmchen ins Haus, um sie dann jahrelang im Regal Staub fangen zu lassen.
So war's bisher auch mit COMMUNION, den ich nun gestern erstmals sah.

Und ich muss gestehen, dass ich mir hier eine gehörige Unterlassung ankreiden muss. Denn der Film ist ausgesprochen atmosphärisch inszeniert und behandelt sein Thema auf interessante Weise.

Es ist ja in Horrorfilmen nicht selten so, dass 'böse Kinder' oftmals über den Kontrast ihrer niedlich-unschuldigen Erscheinung und deren mörderische Umtriebe inszeniert werden. Hier nun ist die titelgebende Alice eine frühreife "Zicke", der man (durch die geschickte Inszenierung) vieles zutraut, vllt. sogar Mord.
Aber es wird eben auch ein etwas unangepasstes rebellisches Mädchen an der Schwelle zur Frau gezeigt, das eigentlich gar nicht mal so ungewöhnlich handelt, wenn man die äusseren Umstände betrachtet.

Ich könnte mir vorstellen, dass Sole die Handlung in die frühen sechziger Jahre (1961 zeigt ein Kalender im Film an) verlegt hat, weil zu dieser Zeit die Moralvorstellungen im allgemeinen - und Richtlinien für Kinderbenimmse sowieso - noch weitaus rigider als zur Entstehungszeit des Films waren.


Na jedenfalls, kann ich den hier bereits geschriebenen Eindrücken zum Film nur zustimmen und ihn sehr empfehlen.


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