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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DER SCHWEIGSAME FREMDE - André De Toth
PostPosted: 11.10.2015 13:32 
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The stranger wore a gun, USA 1953

R.: André De Toth
B.: Kenneth Gamet
K.: Lester White
M.: Mischa Bakalainikow
D.: Randolph Scott, Lex Barker, Lee Marvin

Im Bürgerkrieg arbeitete Jeff Travis als Spion für die konföderierten Freischärler um Quantrill. Als er merkt, dass es dem selbsternannten Colonel mehr um schnelle Beute geht und er mit großer Brutalität gegen die Zivilbevölkerung vorgeht, verlässt Travis ihn und kämpft als einfacher Soldat weiter.
Nach dem Krieg versucht er sein Geld mit Glücksspiel zu verdienen. Bald tauchen jedoch einige seiner alten Kameraden auf. Sie drohen Travis, seine düstere Vergangenheit zu enttarnen und zwingen ihn so, sich an ihren kriminellen Machenschaften zu beteiligen. Doch der Spieler bemerkt schnell, dass auch noch andere Banditen in der Gegend operieren und versucht die beiden Banden nun gegeneinander auszuspielen.

„Der schweigsame Fremde“ ist eher einer der schwächeren De Toth Western. Die Story ist ganz in Ordnung und erinnert in den Sequenzen, in denen Scott zwei Banden gegeneinander ausspielen will, etwas an einen Italowestern. Die Inszenierung ist aber eher durchwachsen. Der Film war in 3D gedreht worden und mitunter hat man den Eindruck, dass De Toth all seine Aufmerksamkeit für die wenigen 3D Szenen verpulvert hat. Die übrigen wirken eher lustlos herunter gekurbelt, die Actionszenen sind teilweise wirklich schlecht. Auf der anderen Seite gelingt es ihm, Gewaltakte viel intensiver zu inszenieren, als dies in anderen B-Western dieser Zeit der Fall ist. Dafür und für die an sich ganz gute Story gibt es immer noch 6/10 Punkten.


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 Post subject: Re: DER SCHWEIGSAME FREMDE - André De Toth
PostPosted: 11.10.2015 23:37 
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Im Bürgerkrieg arbeitete Jeff Travis als Spion für die konföderierten Freischärler um Quantrill. Als er merkt, dass es dem selbsternannten Colonel mehr um schnelle Beute geht und er mit großer Brutalität gegen die Zivilbevölkerung vorgeht, verlässt Travis ihn und kämpft als einfacher Soldat weiter.
Nach dem Krieg versucht er sein Geld mit Glücksspiel zu verdienen. Bald tauchen jedoch einige seiner alten Kameraden auf. Sie drohen Travis, seine düstere Vergangenheit zu enttarnen und zwingen ihn so, sich an ihren kriminellen Machenschaften zu beteiligen. Doch der Spieler bemerkt schnell, dass auch noch andere Banditen in der Gegend operieren und versucht die beiden Banden nun gegeneinander auszuspielen.

„Der schweigsame Fremde“ ist eher einer der schwächeren De Toth Western. Die Story ist ganz in Ordnung und erinnert in den Sequenzen, in denen Scott zwei Banden gegeneinander ausspielen will, etwas an einen Italowestern. Die Inszenierung ist aber eher durchwachsen. Der Film war in 3D gedreht worden und mitunter hat man den Eindruck, dass De Toth all seine Aufmerksamkeit für die wenigen 3D Szenen verpulvert hat. Die übrigen wirken eher lustlos herunter gekurbelt, die Actionszenen sind teilweise wirklich schlecht. Auf der anderen Seite gelingt es ihm, Gewaltakte viel intensiver zu inszenieren, als dies in anderen B-Western dieser Zeit der Fall ist. Dafür und für die an sich ganz gute Story gibt es immer noch 6/10 Punkten.


Den "schweigsamen Fremden" hab ich dank der DVD-Veröffentlichung nun zum ersten Mal gesehen und hab dabei die selben Gedanken gehabt, würd ich sagen. Hatte auch den Eindruck als wäre hier nur Wert auf die 3D-Effekte gelegt worden, und an allem anderen gespart worden. Randolph Scott spielt hier routiniert, aber gegen das schwache Drehbuch kommt er auch nicht an. Dazu kommen einige billige Effekte, wie etwa die Wiederverwertung einiger (Reit-)Szenen aus älteren Filmen (die hier zu allem Überfluss eine deutlich schlechtere Bildqualität aufweisen). Dabei kann es dann schon mal vorkommen, dass eben noch durch Lone Pine geritten wird und im nächsten Schnitt schon wieder durch eine völlig andere Landschaft. Unfreiwillig komisch wird es auch dann, wenn Ernest Borgnine und Randolph Scott sich im Hotelzimmer prügeln und die Stuntdouble der beiden dabei dermaßen deutlich zu erkennen sind, dass man sie eigentlich gleich in die Credits hätte aufnehmen sollen. Kennt man sonst eher aus TV-Western-Serien, aber nicht aus nem De-Toth-Western. Auch Story und einige der Charaktere wirken in vielen Belangen auf mich eher unglaubwürdig und abstrus.
Der Bösewicht warten extra auf nem Mississippi-Dampfer bis er mal die Gelegenheit bekommt, jemanden für Randolph Scott abzustechen, nur damit der dann in seiner Schuld steht und bei Postkutschenüberfällen mitmacht????? :shock:

Normalerweise wäre ich hier eher bei 4/10, wenn da nicht Lee Marvin und Ernest Borgnine wären. Die beiden späteren Oscar-Preisträger, die sich ja zusammen auch durch den ungleich besseren "Stadt in Angst" gaunerten, machen hier absolut Spaß. Besonders Lee Marvin gibt den Kotzbrocken absolut überzeugend, Ernie hingegen wurde leider in ein Kostüm gesteckt, das man in Köln auch noch hin und wieder im Karneval wiedersieht. Dank der beiden rettet sich der Film bei mir auch noch auf solide 6/10 und wird nicht gleich wieder verkauft!

PS: Den guten Lex Barker kannst noch streichen, den hattest Du wohl noch von den "donnernden Hufen" im Kopf...


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 Post subject: Re: DER SCHWEIGSAME FREMDE - André De Toth
PostPosted: 12.10.2015 10:28 
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Loco Burro wrote:

Unfreiwillig komisch wird es auch dann, wenn Ernest Borgnine und Randolph Scott sich im Hotelzimmer prügeln und die Stuntdouble der beiden dabei dermaßen deutlich zu erkennen sind, dass man sie eigentlich gleich in die Credits hätte aufnehmen sollen. Kennt man sonst eher aus TV-Western-Serien, aber nicht aus nem De-Toth-Western


Das fiel mir auh sofort auf... :D


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 Post subject: Re: DER SCHWEIGSAME FREMDE - André De Toth
PostPosted: 09.01.2020 16:48 
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Nach dem großen Kinoerfolg von de Toths HOUSE OF WAX
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musste wohl gleich ein weiterer 3D-Film von diesem Regisseur nachgeschoben werden - augenscheinlich hatte sich de Toth wohl nicht wirklich für das Horrorgenre interessiert und deshalb einen Western nachgelegt - ein Genre, welches er sicherlich lieber mochte (neben den Noir-Thrillern)...

mein Lieblingswestern von de Toth ist DAY OF THE OUTLAW - so gut ist DER SCHWEIGSAME wirklich nicht geworden, sicherlich eher ein durchschnittlicher Western, auch wenn die Vergangenheit von Scotts Figur bemerkenswert "finster" darstellt wird (
als Mitglied einer paramilitärischen Bande, die ganze Städte niederbrennt
) - diese "Last" aus der Vergangenheit macht den Helden des Films dann fast schon zu einer tragischen "Noir"-Gestalt, die Fragen nach der eigenen Existenz und nach der Zukunft stellt, den blütenweißen "Westernhelden" - auch wenn er versucht, seine Schuld aus der Vergangenheit wieder für das Gemeinwohl zu tilgen - stellt Scott hier sicherlich nur bedingt dar... und auch dass Scotts Figur sich schließlich für den zwielichtigen Charakter von Claire Trevor (Spielerin, die in Bars sich herumtreibt) entschieden hat (und nicht für die durch und durch edle Tochter des Transportunternehmers) zeigt zumindest ein paar innovative Plot-Tupfer... aber dennoch: eher konventionelle Westernkost, wobei das Hauptaugenmerk auf den 3D-Effekten liegt...

...im Zuge einer amazon-Aktion habe ich mir nach der DVD jetzt auch noch einmal die BD zugelegt - da ich die Hoffnung hatte, ein stark verbessertes Bild vorzufinden - und ich muss sagen: Hoffnung wurde erfüllt. Die Bildqualität der BD lässt für mich keine Wünsche offen - das Bild ist wirklich top!!! Leider gibt es nur die 2D-Fassung, doch auch bei der sind die 3D-Effekte deutlich zu erahnen; wer mit dem Film etwas anfangen kann - die BD wäre da ein großes MUSS!!!...


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