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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: LONG RIDERS - Walter Hill
PostPosted: 16.08.2018 18:36 
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Produktionsland/Jahr: USA 1980
Darsteller: David Carradine, Keith Carradine, Robert Carradine, James Keach, Stacy Keach, Dennis Quaid, Randy Quaid, Christopher Guest, Nicholas Guest
Drehbuch: Bill Bryden, Steven Smith, Stacy Keach, James Keach
Produziert von: Tim Zinnemann
Musik: Ry Cooder

Nachdem die Südstaaten den US-Bürgerkrieg verloren haben, gründen die beiden Ex-Soldaten Jesse und Frank James gemeinsam mit den Younger- und Miller-Brüdern eine Diebesbande, die sich auf Bank- und Eisenbahnüberfälle spezialisiert.
Die spektakulären und waghalsigen Raubzüge erregen schnell großes Aufsehen und bringen der Bande innerhalb der Südstaatenbevölkerung jede Menge Sympathie.
Die betroffene Eisenbahngesellschaft bleibt jedoch nicht lange untätig und engagiert ein Großaufgebot von Pinkerton-Detektiven, um den Gangstern das Handwerk zu legen…
(Ofdb)

Ich habe ja oft so meine Probleme mit Western aus den 80ern und 90ern, speziell wenn sie sich dann auch noch realen Geschehnissen annehmen.
Woran es genau liegt, keine Ahnung, aber ich habe da immer schon von vornherein ein ungutes Gefühl.
Diesmal ein wenig abgeschwächt durch die hochkarätige Besetzung.
Allerdings hat sich der Film dann recht bald als klassischer Fall von "Namhafte Besetzung schürt hohe Erwartungen, die der Film keineswegs erfüllen kann" herausgestellt.
Ein Film über die James-Younger-Gang, die sich über 15 Jahre hinweg mit Bank- und Zugüberfällen einen Namen gemacht hatten, da könnte man meinen, es wäre nicht verwunderlich, dass hauptsächlich auf Actionszenen gesetzt wird.
Nun, es muss ja nicht prinzipiell etwas schlechtes sein, so vorzugehen, aber wenn es wirklich nur so ist, d.h. der Film hauptsächlich aus einer Aneinanderreihung von Actionszenen besteht, das kann gefährlich werden.
Vor allem, wenn diese Aneinanderreihung nur gelegentlich von (mehr oder weniger kurzen) zweitrangigen Sequenzen unterbrochen wird, in denen wir Einblick in das Privat- bzw. Liebesleben der einzelnen Bandenmitglieder bekommen.
Das ist eigentlich völlig uninteressant, es trägt auch nicht im Geringsten zur Charakterzeichnung bei.
Und so tritt dann eben genau das ein, was nicht passieren sollte: Nämlich, dass es mir im Endeffekt vollkommen egal ist, was mit den Leuten passiert.
Denn es gibt keinen wirklichen Sympathisanten, es gibt niemanden mit dem ich mitfühlen könnte/würde und das heißt nichts Gutes.
Es bleibt allein den Darstellern überlassen, den Film über die 1 1/2 Stunden zu tragen, denn irgendwann ist der Punkt erreicht, wo mir das Geschehen zu monoton wird und die Action auch nicht mehr wirklich Spaß macht, trotz kleiner Peckinpah-Anleihen hie und da (Zeitlupen).
Also der Film lebt letztendlich ausschließlich (trotz der an sich nicht uninteressanten Thematik) von seiner Besetzung, die auch die einzige wirkliche Besonderheit darstellt.
Denn die verschiedenen Brüderpaare werden alle von tatsächlichen Brüdern gespielt und das ist leider auch schon das große, das einzige, Highlight des Films.
Paradoxerweise empfand ich den Film aber trotz allem als erstaunlich kurzweilig, weshalb ich ihn auch noch im Durchschnittsbereich sehe.
5/10

Trailer:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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