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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 02.06.2011 15:35 
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www.youtube.com Video from : www.youtube.com


Originaltitel:    Donna della domenica, La
Herstellungsland:    Frankreich/Italien
Erscheinungsjahr:    1976
Regie:    Luigi Comencini

Darsteller:   
Jacqueline Bisset
Marcello Mastroianni
Jean-Louis Trintignant
Aldo Reggiani
Pino Caruso
Lina Volonghi
Franco Nebbia
Maria Teresa Albani
Omero Antonutti
Claudio Gora
Gigi Ballista
Renato Cecilia

Handlung:

Sie ist jung, schön, intelligent und reich: Gelangweilt genießt Anna das luxuriöse Leben an der Seite ihres Mannes, des italienischen Großindustriellen Bruno.
Der brutale, rätselhafte Mord am zwielichtigen Architekten Gasparone erschüttert Annas ruhiges Leben zwischen Luxus und Langweile: Kommissar Santamaria wird vom Polizeichef persönlich zu behutsamen Vorgehen und diskreten Ermittlungen ermahnt, um die feine Gesellschaft, die in den Mord verwickelt scheint, nicht zu kompromittieren. Aufgrund eines unverhofft auftauchenden Briefes zählt er Anna bald zu den Hauptverdächtigen. Doch je weiter Santamaria die Spuren in die italienische High Society verfolgt, umso mehr Tatmotive findet er. Jeder könnte der Mörder sein ...

Quelle: Ofdb

Fazit:

Hervorragender Krimi mit Staraufgebot.

Die Sonntagsfrau ist trotz Herstellungsland und Entstehungszeit kein typischer Giallo. Dafür ist der Streifen zuwenig "sleazig". Der Film ist einfach nur ein überdurchschnittlicher Krimi mit einer wirklich spannenden Story und einigen schrägen Charakteren. Der Film wird im klassischen "Krimi-Stil" erzählt und hat eher einen langsamen Spannungsaufbau.

Die Besetzung ist absolut top und speziell Marcello Mastroianni spielt die Rolle des ermittelnden Polizisten hervorragend und mit einer ordentlichen Portion Humor.

Absolute Kaufempfehlung für Italo- und Krimifreunde

8/10 Pkt

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 Post subject: Re: DIE SONNTGSFRAU - Luigi Comencini
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Steht seit langem auf meiner Kaufliste.

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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 04.06.2011 10:44 
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Den find ich extrem gut und originell.Ist mal was anderes als das übliche Giallo-Einerlei. Anit-Hero, du wirst den Kauf nicht bereuen wenn du auf gute Schauspieler und einen etwas dialoglastigen Film stehst.

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 04.06.2011 10:48 
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Schauspieler sind wirklich top und Story wäre es auch. Aber irgendwie hat der Film bei mir nicht gezündet.


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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 04.06.2011 10:57 
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Der ist halt auch Geschmackssache. Mir gefallen solche Filme. So wie ich den Anti-Hero einschätze, könnt der Film wirklich was für ihn sein.

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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 08.05.2012 13:34 
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In Turin wird der von allen verachtete und anzügliche Architekt Garrone mit einer überdimensionalen Penisstatue erschlagen in seiner Wohnung aufgefunden. In Verdacht geraten einige hochangesehene Persönlichkeiten der Stadt darunter die frustrierte Industriellenfrau Anna Carla Dosio sowie der Homosexuelle Massimo. Für den aus dem südlichen Rom stammenden Kommissar Santamaria also eine mehr als heikle Angelegenheit.

Regisseur und Drehbuchautor Luigi Comencini, von dem ich bereits den wunderbaren Delitto d’amore (Verbrechen aus Liebe) mit Giuliano Gemma und Stefania Sandrelli genossen habe, liefert uns mit La donna della domenica (Die Sonntagsfrau) einen äußerst amüsanten und ironischen Blick auf die bürgerliche Gesellschaft Turins in den 1970’er Jahren mit unzähligen herrlichen sexuellen Anspielungen. Nachdem ich bei der Erstsichtung ein wenig enttäuscht war konnte mich der Film letztens bei der dritten Betrachtung dann doch noch vollends überzeugen. Das bestätigt wieder einmal meine These dass man Filme nicht gleich wieder verkaufen sollte wenn er beim ersten Mal nicht so richtig zündet. Manche Filme werden eben mit jedem Male ein Stückchen besser, manche aber natürlich auch nicht. Mit La donna della domenica verfilmte Comencini einen Roman gleichen Titels des italienischen Autorenduos Carlo Fruttero und Franco Lucentini, dem Anfang der 70‘er ein großer Erfolg beschieden war.

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Neben der famosen Inszenierung lebt der Film vor allem von seinem glänzend spielenden Schauspielensemble, die einen wunderbaren Haufen skurriler Figuren darstellen dürfen. In der Rolle des widerlichen, unsympathischen und allseits unbeliebten Architekten Garrone brilliert der große italienische Theaterschauspieler Claudio Gora, der uns allen wohl bekannt ist durch den grandiosen Western L’odio è il mio Dio (Il Nero – Hass war sein Gebet), bei dem er sich als Regisseur so richtig austoben durfte. Wie Garrone mit den Frauen umspringt ist schon unglaublich abstoßend und widerwertig und auch alles andere als von Erfolg gekrönt. Da gibt es eine großartige Zungenschnalzer- Szene mit ihm und Anna Carla Dosio, die zum Brüllen ist. Zur Beruhigung aller weiblichen Zuschauer wird Garrone dann aber recht schnell und symbolträchtig ermordet, in dem er mit einem überdimensionalen Phallos aus Stein eins über die Rübe bekommt. Von wem, darum kümmert sich Commissario Santamaria (bei dem ich bedauerlicherweise immer an Sky DuMont Figur aus dem Schuh des Manitu denken musste), der als Römer im nördlichen Turin so seine Problemchen hat. Delitto d’amore beschäftigt sich übrigens ebenfalls mit der Einwanderthematik, in dem eine junge Süditalienerin in den Norden nach Turin auswandert und sich dort mit unmenschlichen Lebensbedingungen und Diskriminierung herumschlagen muss und als billige Arbeitskraft missbraucht wird.

Der etwas prüde wirkende Santamaria ist eine sehr schöne Rolle für Italiens Playboy numero uno Marcello Mastroianni. Außerdem hat er ein paar herrliche Momente mit Anna Carla Dosio, die von Jacqueline Bisset dargestellt wird. Zwei recht amüsante Gestalten sind auch Santamarias Kollegen Nicosia und De Palma, der die meiste Zeit über damit beschäftigt ist sich seine Achseln zu trocknen. Nicosia versucht einmal bei einer Überwachungsaktion Santamaria mit einer gehörigen Anzahl witziger tierischer Synonyme zu erklären dass sich Massimo Campo bei seinem Freund Lello befindet und die beiden ein Pärchen sind (Nicosia: (…) "Er trägt ein ganz schön warmes Jäckchen. Und er steht besonders auf Böcke. Er ist handgestrickt Schwul." – Santamaria: "Ahh, warum sprechen sie eigentlich wie ein Förster?") Allerdings gilt das nur für die deutsche Synchro, in Italienisch geht’s ein wenig deutlicher zur Sache (Nicosia: "Er ist ein warmer Bruder. Die stehen auf Ärsche!" – Santamaria: "Wieso zum Henker redest du Sizilianisch?"). Außer ein paar Änderungen ist die deutsche Synchro ansonsten wirklich gut gelungen aber wie das bei deutschen Synchros üblich ist wird hier aus unerfindlichen Gründen des Öfteren aus einem Du ein Sie, ich weiß nicht warum die Deutschen so auf dieses Sie versessen sind. Das ist für mich komplett unverständlich vor allem wenn es im Original nicht der Fall ist. Manchmal, bei Serien beispielsweise, erreicht das sogar regelrecht skurrile Auswüchse wenn sich jahrelange Arbeitskollegen, die sogar schon miteinander rumgemacht haben, sich immer noch mit Sie ansprechen.

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Na ja, was solls. Hier wird häufig über die Aussprache von diversen Begriffen gestritten (sagt man nun Boston oder Baston usw.). Als beispielsweise Massimo Santamaria fragt wie er denn Boston aussprechen würde versucht er es möglichst leise und etwas genuschelt auszusprechen damit Massimo nicht merkt dass er nicht genau weiß wie man es nun wirklich ausspricht. Massimo wird dargestellt von Jean-Luis Trintignant, u.a. bekannt als Silenzio in Sergio Corbuccis Il grande Silenzio (Leichen pflastern seinen Weg). Der großbürgerliche Massimo befindet sich in einer Art Beziehung mit Lello, der sich irgendwo zwischen Unterschicht und Mittelschicht befindet. Das Problem warum ihre Beziehung geheim gehalten wird ist also weniger ihre Homosexualität, mit der in dem Film ganz offen umgegangen wird, sondern ihre starken Klassendifferenzen. Nicht mal ein Küsschen bekommt man zu sehen. Amüsant ist noch die "Nutten-Jagd" auf dem Anwesen zweier alter Weiber, auf deren ziemlich zugewachsenen Gelände sich immer die Prostituierten mir ihren Freiern vergnügen was den beiden Alten natürlich mächtig stinkt. Und wie sich die Polizisten bei der Verhaftung anstellen ist ein wahrer Schenkelklopfer. Dann gibt’s da noch zwei Brüder, die riesige Steinpenisse herstellen, die unter anderem von Garrone verkauft wurden. Die beiden haben es zwar auch mal mit kleinen Penisse, sozusagen in Originalgröße, probiert, die wollte allerdings niemand haben. Es gibt noch unmengen weiterer sehenswerter Szenen, die man sich aber unbedingt selber ansehen sollte ;) .

Die Kriminalgeschichte sollte man nicht allzu ernst nehmen, da sie recht schnell in den Hintergrund gerät und die Auflösung einen auch nicht gerade vom Hocker haut. Am Ende gibt es allerdings noch eine wunderbare Szene, in der aller hochrangigen Personen, die in den Fall verwickelt sind, auf dem Polizeirevier zusammenkommen und sich gegenseitig die Tat zuschieben ("Sie sind der Mörder.""Ich? Nein, Sie" usw.). Die Story fungiert eher als Aufhänger für einen Haufen wunderbarer und witziger Szenen über das achso korrekte und über alles erhabene Bürgertum, das vor allem mit Sex natürlich so absolut nichts am Hut hat. Der ein wenig verschmitzte Soundtrack von Morricone hält sich ebenfalls dezent im Hintergrund und tritt nur recht selten so richtig in Erscheinung. Allerdings hab ich die Musik in einer etwas anderen Form schon in einem anderen Film gehört. Die DVD von Koch ist ziemlich gut gelungen und kann mit einer sehr guten Bildqualität und einem Interview mit Luciano Tovoli punkten.

Luigi Comencinis La donna della domenica ist eine wunderbar witzige Veralberung der norditalienischen bürgerlichen Gesellschaft mit jeder Menge herrlicher sexueller Anspielungen. Dank einer guten Regie und einem großartig aufspielenden Schauspielensemble wird man hier bestens unterhalten auch wenn‘s bei mir erst beim dritten Mal so richtig Eingeschlagen hat. Als Sahnehäubchen oben drauf gibt’s noch einen Soundtrack von Ennio Morricone, der sich aber dezent im Hintergrund hält. Wer also ständig Gialli und Polizieschi von Koch fordert und Die Sonntagsfrau noch nicht besitzt sollte dies schleunigst ändern, denn ich bin mir fast sicher es wird sich auch für Fans dieser beiden Genres lohnen.


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Titellied von Morricone:
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Der Roman:
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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 28.10.2012 11:22 
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Hab ihn gestern endlich auch mal gesehen. Toller Film! Aber warum nur 1:33 ? Mit einem besseren Bildformat hätte der noch mehr gewinnen können...
Mastroianni ist toll hier...
Wieder mal nimmt jemand anderes der Polizei die Arbeit ab und ermittelt auf eigene Fasut -> der schwule Freund vom Trintignant, also ein Lupenreiner Giallo auch wenn er mehr Richtung Krimi geht, der ruhig erzählt ist.

Wieder mal ist ein aussenstehender der Mörder, man fiebert mit und überlegt wer es gewesen sein könnte und am ende wird jemand aus dem Hut gezaubert den man nur mal am rande sah und man nie verdächtigt hätte, das muss man leider vielen Giallos ankreiden...

Wenn man im vergleich deutsche TV Krimis sieht, da haste nen Haufen verdächtiger und am ende ist es einer von denen, da kann man schon besser mittfiebern, als beim Italo Giallo.
Aber deswegen schaue ich mir auch keine Italokrimis an. Da ist es er der Score, die Darsteller , die Locations oder manchmal der massive Gore ect. die mir da gefallen!

Würde hier 7,5/10 geben

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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 28.10.2012 12:19 
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Ja, es ist sehr schade dass die Auflösung nicht gerade geglückt ist vor allem da die Krimihandlung ja durchaus spannend geraten ist. Aber dem großen Vergnügen, den einem der Film bereitet tut das überhaupt keinen Abbruch. Die Darsteller sind sowieso eine Wucht, allen voran Mastroianni und Trintignant. Mich wundert allerdings ein wenig dass La donna della domenica hier im Forum nicht mehr Aufmerksamkeit erfährt, ist er doch ganz vorzüglich und durchaus Giallo-Verwandt und eine tolle DVD von Koch gibts auch.


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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 28.02.2013 19:51 
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Hab den diese Woche für läppische 6,97 bei amazon geschossen =)
Bin echt mal gespannt wie der is..man hört ja viel gutes drüber. Wird dieses Wochenende auf jeden Fall im Player landen.

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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 28.02.2013 20:46 
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Ja, den hatte ich mir ja auch vor 2 Wochen bestellt im schicken Digipack und der Film ist wirklich toll, meine Erwartungen wurden übertroffen, Lustig und gegen Ende hin sehr spannend und tolle Musik von Ennio Morricone, mit dem Film kann man nichts falsch machen :-)

Gruß,

Janek


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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 01.03.2013 00:20 
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archenemydomi wrote:
Hab den diese Woche für läppische 6,97 bei amazon geschossen =)
Bin echt mal gespannt wie der is..man hört ja viel gutes drüber. Wird dieses Wochenende auf jeden Fall im Player landen.

Berichte dann doch mal, wie er dir gefallen hat. :)

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PostPosted: 01.03.2013 11:56 
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Danke für den Tipp, hab ihn auch geordert.


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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 11.03.2013 17:30 
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Hab nun gesichtet und bin sehr angetan. Auch super getroffen hat man die Synchronstimmen,ein haufen bekannter Leute. Die Idee jemanden mit einen riesigen Penis ins jenseits zu befördern, anstatt üblich Messer oder Schusswaffe, find ich schöne Alternative.

Auch die Charaktere und der hintergründige Humor sind Super.


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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 11.03.2013 20:36 
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Ich hatte ebenfalls das Glück diesen -ich nenne ihn mal Italokrimi, im Rahmen des Amazon Sales zu erwerben. Der Film kommt in einem schicken Digipack à la Koch Media daher (stammt er doch auch von dieser Firma :lol: ). Der Film ist wie oben schon beschrieben, mehr ein Krimi als ein Giallo im klassischen Sinne. So besticht er nicht etwa durch spektakulär inszenierte Morde oder einen „Hauch” von Sleaze sondern durch eine sehr langsame jedoch unglaublich detaillierte Erzählweise und eine bestechende schauspielerische Leistung. Ebenso gut gefällt mir die Story an sich. Eine gute Prise Humor und eine Spannung die allein durch die Erzählweise erzeugt wird, erzielen eine grandiose Wohlfühlatmosphäre, das dabei das Whodoneit? misslingt ist rein Nebensächlich. Mastroianni und Tintignant müssen hier nicht mehr hervorgehoben werden, denn zu dem Thema wurde bereits alles gesagt.

Ich gebe diesem absolut gelungenen Film 7,5-8/10


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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 13.07.2014 16:23 
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Erfrischend anders, als das übliche Giallo-Einerlei, wobei ich sagen muss, dass DIE SONNTAGSFRAU für mich überhaupt nicht zum Giallo zählt.
Wie Luciano Tovoli im Interview sagt, ist es nämlich gar kein Giallo und auch nicht als solcher gedacht.
Für mich ist das einfach eine gelungene schwarzhumorige Krimikomödie, die zwar nie zum Lachen bewegt, aber die ganze Zeit eine heitere Atmosphäre verbreitet, was nicht zuletzt der Synchro zu verdanken ist.
Morde geschehen natürlich schon, sonst wäre es ja kein Krimi und sie sind auch blutig gemacht, aber hier eher Nebensache.
Was hier zählt sind die Charaktere, die Geschichte und dazu noch eine ordentliche Portion Humor, was auch nicht verwunderlich ist, denn es waren ja zwei Komödien-Spezialisten, nämlich Agenore Incrocci & Furio Scarpelli für das Drehbuch verantwortlich.
Dass das Whodunit inkl. der Auflösung eher misslungen ist, stört bei diesem Film überhaupt nicht.
Hervorragend gefallen hat mir die Szene mit der Razzia und die anschließende Szene bei der Polizei.
Desweiteren möchte ich noch die Szene bei Zavattaro, dem der Commissario zum Abschied noch eine in die Schnauze haut erwähnen. "18 Schwänze sind im Arsch"
Die Besetzung ist traumhaft, denn neben Mastroianni, Tritignant und einer gutaussehenden Jacqueline Bisset gibt´s auch noch einige Komödien-Veterane zu sehen, wie z.B. Gigi Ballista oder Ennio Antonelli.
Ebenso grandios ist auch die Musik von Ennio Morricone, die ein wenig an ERMITTLUNGEN GEGEN EINEN ÜBER JEDEN VERDACHT ERHABENEN BÜRGER erinnert.

Fazit: DIE SONNTAGSFRAU ist ein gut unterhaltender ungewöhnlicher Krimi mit einem Hauch Komödie, der schon alleine aufgrund der Besetzung eine Sichtung wert ist, man sollte aber bitte nicht mit der Erwartungshaltung eines Giallo an diesen Film herangehen, denn er hat nicht das Geringste mit einem Giallo zu tun.
8/10

"Das ist kein Rechtsanwalt, für mich ist das ein Bulle.
"Nein, das ist ein Schläger."
"Bullen und Schläger sind das gleiche."


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 Post subject: Re: DIE SONNTAGSFRAU - Luigi Comencini
PostPosted: 05.07.2017 09:56 
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Malastrana wrote:
Der ist halt auch Geschmackssache. Mir gefallen solche Filme. So wie ich den Anti-Hero einschätze, könnt der Film wirklich was für ihn sein.


Hat einfach nochmal sechs Jahre gedauert, so ist das. :D


An dem Film merkt man, dass man italophil ist. Ich hatte kein großes Interesse, wer hier der Steinpenis-Mörder war, und der Humor drang auch nicht wirklich durch. Aber der Film war herausragend gut besetzt, wundervoll elegant inszeniert und sicher ein perfektes Objekt für stilgeschichtliche Studien. Der Kommissar gekleidet wie ein Armani-Model, Renaissance-Villen, halbverwunschene Gärten , mehr Patina geht nicht. :D

Das Drehbuch im verregneten Ruhrgebiet oder in einem amerikanischen Kaff ? unmöglich.

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