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MALASTRANA - Aldo Lado
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Author: italo [ 05.05.2014 06:27 ]
Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado

Hoffentlich wird dieser tolle Film mal neu veröffentlicht. Die eiernde Musik der deutschen Version auf der Koch DVD ärgert mich jedesmal.

Author: opera [ 24.04.2016 13:14 ]
Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado

Gestern zum zweiten Mal geschaut und dabei zum ersten Mal anhand der Camera Obscura Blu-ray, welche sehr gelungen ist.
Mit Ingrid Thulin, Jean Sorel, Mario Adorf und Barbara Bach bietet der Streifen ein sehr interessantes Schauspielerensemble. Auch die prächtige Stadt Prag wird hier in schön Bildern inszeniert.
Der Streifen selbst bietet eine ruhige aber spannende Geschichte, die durch die Ungewissheit um das Geschehen und dem Zustand des Protagonisten immer etwas bedrohlich wirkt.
Ingesamt ein schöner und empfehlenswerter Giallo.

7,5/10

Screenshots der Camera Obscura Blu-ray:
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Author: sid.vicious [ 26.04.2016 16:35 ]
Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado

MALASTRANA

Originaltitel: La Corta notte delle bambole di vetro
Produktionsland: Italien/Deutschland/Jugoslawien
Produktion: Enzo Doria, Luciano Volpato, Dieter Geissler
Erscheinungsjahr: 1971
Regie: Aldo Lado
Drehbuch: Ernesto Gastaldi, Aldo Lado, Ruediger von Spiess
Kamera: Giuseppe Ruzzolini
Schnitt: Jutta Brandstaedter, Mario Morra
Musik: Ennio Morricone
Länge: ca. 92 min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Ingrid Thulin, Jean Sorel, Mario Adorf, Barbara Bach, Fabijan Sovagovic, José Quaglio, Relja Basic, Piero Vida, Daniele Dublino, Sven Lasta, Luciano Catenacci u.a.


Image


Der Journalist Gregory Moore wird in einem Park tot aufgefunden. Die Mediziner stellen fest, dass keine Leichenstarre eintritt. Ein Phänomen, das die Gelehrten nicht ergründen können. Tatsächlich ist Moore bei vollem Bewusstsein und scheintot. Er versucht sich an seine Vergangenheit zu erinnern, an das was ihn in diese Lage gebracht haben könnte. Aus vielen Mosaiksteinchen ergibt sich nach und nach ein erschreckendes Bild.

Aldo Lados MALASTRANA bietet eine beängstigende Vorstellung. „Alle“ halten den Journalisten Gregory Moore für tot. Er kann sich nicht rühren, ist allerdings bei vollem Bewusstsein. Er hat keine Möglichkeit in sein Umfeld einzugreifen und muss sich seinem Schicksal fügen. Böse, böse, böse. Eine wahrlich perfekte Ausgangslage, um den Rezipienten erfolgreich in eine Welt von Rätseln und Fragezeichen zu entführen. Zur perfekten Begleitung bietet Ennio Morricone einen düsteren und beklemmenden Soundtrack.

Wie z.B. DAS PARFÜM DER DAME IN SCHWARZ spielt auch MALASTRANA mit dem Surrealen, mit der Imagination, mit dem Schein und Sein. Ein Blick der zwischen Vergangenheit und Realität pendelt. Sollte man sich im Vergangenen bereits häuslich fühlen, so bietet Lado schlagartig den Sprung in die brutale Gegenwart. Eine Gegenwart in der, der Hauptprotagonist als scheinbar Toter auf dem „Seziertisch“ liegt.

MALASTRANA grenzt sich vom eigentlichen Gialloschema ab. Es gibt keinen Handschuhmörder, keine ausgiebig gefeierten Morde, keine Suche nach einem bestimmten Mörder. Es ist vielmehr die Suche nach einer Wahrheit die - uns Rezipienten - des Rätsels Lösung liefern soll.

Die BluRay Veröffentlichung von Camera Obscura bat mir (nach Toppic VHS und Koch DVD) meine dritte Sichtung von MALASTRANA. Mir gefällt der Film seit meiner Erstsichtung ausgesprochen gut. Allerdings hat das Ende (obwohl es mir seit Jahrzehnten bekannt ist) noch nie so resolut eingeschlagen wie es bei der gestrigen Sichtung der Fall war. MALASTRANA ist einer der besonderen Gründe, das italienische Genrekino zu schätzen und zu lieben.

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