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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: SNAPSHOT FOR A CRIME - Mario Imperoli
PostPosted: 23.03.2014 19:58 
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OT : Istantanea per un delitto (1975)
Darsteller : Erna Schurer , Monica Strebel, Luis LaTorre

Luca wird von seiner Freundin verlassen und tröstet sich auf einer kleinen Insel mit ein paar hübschen Models die sich dort gerade zu Probeaufnahmen befinden. Natürlich fängt er mit einer von den beiden prompt etwas an und sie beschließen der Beziehung etwas Würze zu geben indem sie auf eine verlassen Insel fahren und dort eine Vergewaltigung mit anschließendem Mord nachstellen und sich dabei von einer Kamera mit Selbstauslöser fotographieren zu lassen.
Kurz danach wird Luca von einer Frau erpresst - er soll seine Geliebte auf der kleinen Insel erwürgt haben, aber ist sie wirklich tot...???

Naja. Die Grundidee ist ja nicht schlecht und man fragt sich die ganze Zeit ob Luca nun wirklich der ( oder ein) Mörder ist, aber das Ganze gestaltet sich leider als sehr zähflüssgig. Stimmung kommt nicht mal bei den doch ganz ansehnlichen weiblichen Darstellerinnen auf und musikalisch lockt das auch niemand hinter dem Ofen vor. Die Auflösung ist ganz nett, auch die Arbeit mit manchen Rückblenden ist ganz in Ordnung , aber meiner Meinung nach reicht es hier nur für

5/10


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 Post subject: Re: SNAPSHOT FOR A CRIME - Mario Imperoli
PostPosted: 04.10.2015 10:07 
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Istantanea per un delitto (IT)
Snapshot for a Crime


IT 1975

R: Mario Imperoli
D: Erna Schurer, Monica Strebel, Luis La Torre, Lorenza Guerrieri, Giancarlo Annunziata, Claudio Bernabei, Ugo Adinolfi, Bruno Boschetti


Italo-Cinema.de

OFDb



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Nachdem die recht merkwürdig anmutende Liebesbeziehung zwischen dem jungen Lebemann Luca (Luis La Torre) und der äußerst vermögenden Mirna (Erna Schurer) endgültig in die Brüche geht, flüchtet der völlig enttäuschte Chorknabe mit seinem Boot auf die sonnige Ferieninsel Ostuni, um sich dort in aller Ruhe von seinem schweren Schicksalsschlag erholen zu können. Insgeheim ist er sich aber absolut sicher, dass ihm seine Geliebte Mirna natürlich noch auf die Insel nachfolgen wird.

Doch die zurückgebliebene Beziehungstöterin denkt überhaupt nicht daran und lässt den hartnäckigen Telefonterroristen Luca ein jedes Mal wieder aufs Neue am Hörer eiskalt abblitzen, denn sie vergnügt sich bereits mit einem neuen Loverboy und genießt dabei ihr Leben gerade in vollsten Zügen.

Aber auch im tristen Leben des leidgeplagten Luca scheint so langsam wieder die Sonne Einzug zu halten, da sich diesem plötzlich zwei völlig unbekannte Foto-Modells an den Hals werfen und ihn mit allen Mitteln zu umgarnen versuchen. Die beiden durchgeknallten Damen hören auf die Namen Claudia (Monica Strebel) und Stefania (Lorenza Guerrieri), wobei der regenerierte Luca recht schnell seinen Gefallen an Letztgenannter findet und mit dieser bereits schon am darauffolgenden Tag auf engste Tuchfühlung geht.
Und schon kurze Zeit später räkelt man sich an einem abgelegenen Strandstück völlig nackend vor der dauerblitzenden Kamera mit Selbstauslöseautomatik, wobei Luca während des ausufernden Liebesspiels auch so einige seiner würgekräftigen Gewaltfantasien einfließen lässt und diese im Blitzlichtgewitter „simulierend“ zur Schau stellt.

Doch am Abend ist Stefania plötzlich samt Kamera und prekärer Aufnahmen spurlos verschwunden und bleibt es auch. Und nachdem Luca dann einige Tage später auch noch einen Erpresserbrief mit ein paar verfänglichen Fotos aus der gemeinsamen Aufnahmesession zugestellt bekommt, gerät er in das Visier der Verdächtigen und bedauert fortan unentwegt seine Unschuld. Aber kann er diese letztendlich auch beweisen?


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Dieses recht unbekannte Filmwerk des „tollwütigen Hundes“ Mario Imperoli kam mir aufgrund einer kuriosen Verwechselung des Filmtitels rein zufällig unter die Augen, wobei dieser Streifen letztendlich trotz seiner etwas beharrlichen Inszenierungsweise angenehm unterhalten konnte. Inszenatorisch wurde der Geschichte ein non-lineare Erzählstruktur zugrunde gelegt, die den Betrachter zunächst völlig im Ungewissen und die dadurch entstandenen Unklarheiten erst gegen Ende plausibel erscheinen lässt. Aber leider wurde das Ganze mit einem etwas lahmenden Erzählrhythmus versehen, aufgrund dessen auch stellenweise ein Gefühl von Langatmigkeit hervorbricht.

Bei dieser recht kostengünstigen Sause handelt es sich um einen gialloesken Intrigen-Thriller, allerdings kommen die ersten 30 min. als ein reines Beziehungsdrama daher und erst danach setzt plötzlich völlig unerwartet die Wandlung zum intriganten Kriminalfilm ein. Zudem reihen sich in den nur 74 Minuten langen Filmverlauf einige Wiederholungen von mehreren Filmsequenzen ein, wobei zunächst der Verdacht aufkommt, dass man hier aufgrund des sehr geringen Budgets Zeit schinden wollte, aber letztendlich sorgen gerade diese wiederkehrende Szenen für die Erklärung der bis dato völlig verworrenen Geschichte und zugleich zur Auflösung des Plots. Der Clou an der ganzen Sache: Die besagten Sequenzen werden zu Beginn unvollständig ausgestrahlt und können daher für den Betrachter zunächst auch keinen Sinn ergeben, aber aufgrund der vervollständigten Wiederholungen gegen Ende des Films wird dem Ganzen rückblickend dann doch noch eine recht plausible Sinngebung verliehen.

Gleich zu Beginn sieht man das vermeintlich glückliche Paar „Erna Schurer” (u.a. “Der Satan ohne Gesicht” - 1969, “Das Geheimnis von Schloß Monte Christo” - 1970, “Der Geheimnisvolle Killer” - 1975) und “Luis La Torre” (u.a. “Blutige Magie” - 1975, “Wie tollwütige Hunde” - 1976) während einer idyllischen Bootsfahrt, aber bereits wenige Minuten kommen bereits die ersten Zweifel an der Wahrhaftigkeit des zu sehenenden Liebesglücks auf, da sich die Schurer plötzlich von ihrem Partner trennen möchte, wobei dieser aber irgendeinen unbekannten Beziehungsdeal am Laufen zu haben scheint und von da an seiner vermeintlich Geliebten fortwährend die folgende Frage stellt: “Hast Du es Dir jetzt doch anders überlegt?”
Aber auch nach der vollzogenen Trennung setzt sich die Story weiterhin etwas verworren fort und lässt den Zuschauer dabei hinsichtlich des aktuellen Geschehens weiterhin im Unklaren, denn La Torre fährt zunächst einmal schwere Stalking-Geschütze auf und bleibt seiner geliebten Erna dicht auf den Fersen, bevor er sich dann plötzlich völlig unerwartet und mit bester Laune auf die Reise zur süditalienischen Insel Ostuni begibt.

Da ich ursprünglich (wie oben bereits beschrieben) einen ordentlichen Kriminalfilm mit den beiden Signori „Salerno“ und „De Mendoza“ erwartet hatte, staunte ich natürlich nicht schlecht, als im Vorspann dann plötzlich die Namen der Neapolitanerin „Erna Schurer“ (eigentlich „Emma Constantino“) und der Schweizerin „Monica Strebel“ (u.a. „7 vor Marsa Matruh” - 1969, “Das Schloss der blauen Vögel” - 1971, “Hector, der Ritter ohne Furcht und Tadel” - 1976) auftauchten. Die beiden Damen legen hier zwar keine preisverdächtige Leistung an den Tag, aber alleine ihre Mitwirkung wertet dieses mittelmäßige Filmwerk zu einem annehmbaren Filmspass auf.
Frau Schurer bekommt hierbei lediglich am Anfang und am Ende des Films ein wenig Screentime zugesprochen, wobei Frau Strebel den gesamten Mittelpart des Films übernehmen darf und sich seltsamerweise trotz ihrer Überzeugung hinsichtlich der Täterschaft Lucas in diesen verliebt.

Ansonsten bleibt die Inszenierung recht unspektakulär und stellt eigentlich verhältnismäßig wenige gewalttätige Schauwerte oder nackte Tatsachen zur Schau. Einen wahren Sympathieträger unter den Darstellern sucht man hier auch vergebens.

Abschließend sei aber auch noch auf den erstklassigen und ohrgasmusträchtigen Score aus der Franco Bixio-Soundschmiede hingewiesen, der beim Hören größte Freude bereitet und einfach nur toll klingt. Hier wäre auch mal dringendst ein offizielles Release von Nöten.


Fazit: Unterschätze nie die Macht der Bilder!


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Score: :dh:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com




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 Post subject: Re: SNAPSHOT FOR A CRIME - Mario Imperoli
PostPosted: 04.10.2015 14:00 
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Grade nochmal bei mir reingeschaut: mit dieser Musik wäre ich auch zufrieden gewesen! Leider ist bei mir ein anderer Score drauf..ein fürchterliches Saxophongegniegel!!


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 Post subject: Re: SNAPSHOT FOR A CRIME - Mario Imperoli
PostPosted: 04.10.2015 18:43 
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Da sieht man was ein Score bewirken kann...
Ruck zuck wird ein Film als Mies empfunden, oder umgekehrt...

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 Post subject: Re: SNAPSHOT FOR A CRIME - Mario Imperoli
PostPosted: 05.10.2015 10:33 
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Blackhole wrote:
Grade nochmal bei mir reingeschaut: mit dieser Musik wäre ich auch zufrieden gewesen! Leider ist bei mir ein anderer Score drauf..ein fürchterliches Saxophongegniegel!!


:shock: Habe den Film gerade nochmals schnell durchgezappt, konnte dabei aber kein Saxophongedudel vernehmen. Welche Fassung hast Du denn gesehen? :unknown:

Die it. VHS-Fassung beginnt gleich mit dem geposteten Titellied und auch im weiteren Verlauf ertönt vorwiegend eine recht funkige und hammondorgelgeschwängerte Beat Mucke, die einem direkt zum Mitwippen der Beine animiert.


reggie wrote:
Da sieht man was ein Score bewirken kann...
Ruck zuck wird ein Film als Mies empfunden, oder umgekehrt...


Kenne das Meistens nur umgekehrt und sehne mich daher bei langweiligen und schlechten Filmen sehr häufig nach dem Musikeinsatz, soweit dieser dann auch den einzigen Lichtblick darstellen sollte ;)


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 Post subject: Re: SNAPSHOT FOR A CRIME - Mario Imperoli
PostPosted: 05.10.2015 12:40 
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Eher langweiliger Vertreter des Genres... leider....

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Post subject: Re: SNAPSHOT FOR A CRIME - Mario Imperoli
PostPosted: 06.10.2015 08:47 
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Würde diesen leichten Schnarcher persönlich als eher "völlig unspektakulär" bezeichnen, da er mich eigentlich schon auf eine gewisse Art und Weise unterhalten konnte. Richtige Langweiler sehen bei mir anders aus. Aber grundsätzlich gebe ich Dir hier recht, da weder die Story, noch die gesamte Inszenierung Bäume ausreißt... ;)


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 Post subject: Re: SNAPSHOT FOR A CRIME - Mario Imperoli
PostPosted: 16.10.2015 16:39 
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Richie Pistilli wrote:
Blackhole wrote:
Grade nochmal bei mir reingeschaut: mit dieser Musik wäre ich auch zufrieden gewesen! Leider ist bei mir ein anderer Score drauf..ein fürchterliches Saxophongegniegel!!


:shock: Habe den Film gerade nochmals schnell durchgezappt, konnte dabei aber kein Saxophongedudel vernehmen. Welche Fassung hast Du denn gesehen? :unknown:

Die it. VHS-Fassung beginnt gleich mit dem geposteten Titellied und auch im weiteren Verlauf ertönt vorwiegend eine recht funkige und hammondorgelgeschwängerte Beat Mucke, die einem direkt zum Mitwippen der Beine animiert.


reggie wrote:
Da sieht man was ein Score bewirken kann...
Ruck zuck wird ein Film als Mies empfunden, oder umgekehrt...


Kenne das Meistens nur umgekehrt und sehne mich daher bei langweiligen und schlechten Filmen sehr häufig nach dem Musikeinsatz, soweit dieser dann auch den einzigen Lichtblick darstellen sollte ;)


Zu spät gesehen,tut mir leid.....ich habe hier einen miesen TV-Rip, französischer Ton ohne Untertitel...aber dafür mit Gedudel :D


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