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PISTOLEROS - Giovanni Grimaldi
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Author: reggie [ 13.01.2018 16:59 ]
Post subject: Re: PISTOLEROS - Giovanni Grimaldi

Endlich auch mal Zeit gefunden die neue koch scheibe zu schauen. Klasse geworden.
Schönes fidenco Interview !
Der Film gefällt mir immer wieder. 9/10
Schade nur das der schöne Titelsong nicht in der deutschen Version zu hören ist. Oder damals der Song in deutsch aufgenommen wurde :|

Author: Djabartana [ 09.07.2018 17:49 ]
Post subject: Re: PISTOLEROS - Giovanni Grimaldi

#147 "Pistoleros" wurde von Giovanni Grimaldi gedreht, der auch für "Django - Schwarzer Gott des Todes" verantwortlich war. Der Film stammt aus der Frühphase des Genres um genau zu sein aus dem Jahre 1965. Daher ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass der Film noch an den US-Western angelehnt daherkommt.
Die Story um einen Pistolero der sich als Farmer zur Ruhe setzen will und von seiner Vergangenheit eingeholt wird ist altbekannt und auch deshalb erinnert der Film mehr an amerikanische Vorbilder. Auch die Inszenierung wirkt meiner Meinung nach etwas zu sauber und bunt. Dafür bekommen wir einen sehr schönen Score geboten der die herrlich eingefangenen Bilder bestens untermalt. Gerade die Locations zu Beginn des Films sind schön anzusehen, wie zum Beispiel das Mexikanerdorf.
Die Hauptrolle spielt ein gewisser Stephen Forsyth, der mir nicht bekannt ist und mir auch eigentlich nicht wirklich zugesagt hat. Sein ehemaliger Partner wird von Conrado San Martín gespielt der leider nicht viel Screentime bekommen hat, denn er gefiel mir wesentlich besser als Forsyth.
Richtig gut gefallen haben mir der Beginn und das mehr als starke Finale, denn wenn es mal Action gibt ist die Inszenierung vortrefflich geworden. Leider gibt es im Mittelteil doch schon einige Längen zu verzeichnen, die schwer ins Gewicht fallen und das obwohl der Film nur 80 Minuten lang läuft.
Der frühe Italowestern "Pistoleros" ist zumindest für meinen Geschmack zu amerikanisch geraten, hat einen lahmen Mittelteil und einen unsympathischen Hauptcharakter. Dennoch hat der Film auch einige Stärken wie die schönen Locations, den Score oder die gut gelungenen Actionszenen. Mehr als 5,5/10 Punkte möchte ich jedoch nicht vergeben, wobei das wirklich als rein subjektiv zu betrachten ist und ich glaube, dass es viele Fans gibt, die mit dem Film wesentlich besser zurecht kommen als ich.

Author: Spooky [ 12.10.2018 10:20 ]
Post subject: Re: PISTOLEROS - Giovanni Grimaldi

Ich habe mir nun auch die Koch Blu-Ray angesehen und fand den Film gut. Es war mein erster Grimaldi und auch mein erster Film mit Stephen Forsyth. Forsyth fand ich ok. Er hat natürlich nicht die Ausstrahlung von einem Clint Eastwood, aber er passte zumindest gut in die Rolle des jünglichen Revolverhelden. Mir hat er als Hauptdarsteller besser gefallen, als Jack Betts in Rocco, den ich zuletzt davor gesehen hab.
Die Handlung war jetzt nicht extrem kreativ, aber zumindest gab es zwei Handlungsfäden, die miteinander verknüpft waren (einmal die Unstimmigkeiten zwischen Blaine und Duke und einmal die Suche nach der Ranch mit dem Stress mit Jackson & Burns). Das Ende war auch nicht so 08/15, sondern hatte zumindest den ein oder anderen Twist. Action-mäßig war vor allem im Mittelteil des Films nicht richtig viel geboten, aber das Finale holt da einiges wieder raus. Die Laufzeit fand ich mit den 81 Minuten nicht zu lang. Nur die Rolle der Fabienne hat mir nicht so gut gefallen, da kam die Motivation nicht so gut rüber.
Die Musik fand ich hingegen richtig gut, passte schön zum Film. Und der Vorspann ist noch eine Erwähnung wert. Tolle Gemälde, die Atmosphäre schaffen.

Author: Schmutziger_Maulwurf [ 01.10.2019 17:22 ]
Post subject: Re: PISTOLEROS - Giovanni Grimaldi

Pistoleros (Giovanni Grimaldi, 1965) 7/10
Steve und Duke (DER Duke?) sind Kopfgeldjäger, und reiten gemeinsam gegen die Bösewichter dieser Welt. Doch Steve träumt vom Aufhören: Er möchte eine Farm kaufen und mit Dukes Tochter Susan eine Familie gründen. Was Duke bereits mehrfach zur Androhung eines sauberen Loches zwischen Steves Augen animiert hat. Nach dem Ausradieren einer mexikanischen Bande, bei dem Duke schwer verletzt wurde, sieht Steve seine Chance gekommen: Mit der Belohnung im Gepäck reitet er zu Susan, und gemeinsam geht es weiter gen Providence, einem unsympathischen und verlorenen Wüstennest, wo es vermeintlich Farmland ohne Ende gibt. Allerdings gehört dieses Farmland meistens den Geschäftsleuten Jackson und Burns, und die kaufen entweder selber extrem günstig auf, oder pusten den möglichen Interessenten gleich ganz weg. Aber kratzt das einen Ex-Kopfgeldjäger? Nun ja, wenn er seine Waffe vergraben hat, dann vielleicht schon. Und dann ist da ja auch noch Duke, der Steves Spur inzwischen aufgenommen hat. So von wegen sauberes Loch zwischen die Augen und so …

Ein wenig altmodischer Euro-Western, der langsam erzählt wird, und seine gelegentlichen Anflüge von Tempo immer wieder mit schönen Landschaftsaufnahmen ausbremst. Macht aber nichts, weil der Film einfach Charme hat. Die Figuren sind sympathisch und glaubwürdig (auch wenn sie so hölzern wie Stephen Forsythe oder so blass wie Anna Maria Polani sind), die Musik ist stimmig (auch wenn das eine vorhandene Thema irgendwann ein wenig überstrapaziert wird), die Gegend ist schön anzuschauen (kein aber), und trotz der Einwände passt hier einfach alles ganz gut zusammen. Vor allem Franco Lantieri als holzhändiger Burns hat mir extrem gut gefallen: Ein Schurke wie aus dem Lehrbuch, mit wölfischem Lachen und einem aufbrausenden Benehmen zum schaudernd–davonrennen-und-eine-Kugel-in.den-Rücken-bekommen. Sehr eindrucksvoll der Mann!
Insgesamt kein großartiger Mega-Western, aber angenehm zu schauen und nicht unspannend.

Author: Anti-Hero [ 01.10.2019 22:39 ]
Post subject: Re: PISTOLEROS - Giovanni Grimaldi

Ich warte noch etwas und schau ihn dann mit Starblack in einer Grimaldi-Doppelsitzung nochmal 8-)

Author: Tschack [ 07.01.2020 08:19 ]
Post subject: Re: PISTOLEROS - Giovanni Grimaldi

Pistoleros hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, auch wenn Stephen Forsyth, den ich nur noch aus "Der Tod zählt keine Dollar" und "Hatchet For the Honeymoon" kenne, nicht gerade die Idealbesetzung für einen ruchlosen Revolvermann ist. Der ist einfach zu sehr Babyface.

Neben dem hervorragenden Score und den schönen Landschaftsaufnahmen trägt die absolut hochwertige Synchro zur gelungenen Atmosphäre bei. Da wurde sich richtig Mühe gegeben.

Die knapp 80 Minuten vergehen wie im Flug. Einen langweiligen Mittelteil kann ich aus meiner Sicht nicht bestätigen.

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