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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 16.12.2010 21:32 
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Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia

Cast: Robert Woods, Jeff Cameron, Cristina Penz, Calisto Calisti, Lea Nanni, Fabian Cevallos, Vito Cipolla, Celso Faria, Carlo Gaddi, Fedele Gentile, Paco Hermandariz, Rino Sentieri, Demofilo Fidani, Simone Blondell, Carmelo Artale, Tommy Roy, Fabian Cevallos, Ivan Scratuglia, Paolo Figlia, Selvaggia
Story: Corrado Pataro
Kamera: Franco Villa (Telecolor, Cinemascope 2,35:1)
MusiK: Marcello Gigante
Produzenten: Demofilo Fidani, Corrado Pataro

----------------------------------------------------------------------------------------

Fernando kehrt von seinem selbstgewählten Exil aus Texas zurück, um Rache für seine ermordete Geschwister zu nehmen.

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Screenshots von einer engl. sprachigen Version aus Skandinavien:

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 13.01.2011 17:44 
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Taugt der Film was ?
Hab vom dem Film noch nie was gehört ! :(
Sieht jedenfalls nicht schlecht aus...

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 13.01.2011 18:22 
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Italo-West-Fan wrote:
Taugt der Film was ?


Mulargia's Filme taugen alle was, bis auf "Rimase uno solo e fu la morte per tutti! (Dakota - Nur der Colt war sein Gesetz).


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 14.01.2011 10:47 
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Das ende fand ich blöde, oder sagen wir unpassend! Am ende lässt der Don , Fernando einfach so von dannen ziehen, dabei war er ihm schon die ganze zeit ein Dorn im auge und dazu treibende Kraft der Revolution!!!

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 14.01.2011 11:13 
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Das Ende ist sogar vollkommen lächerlich. Ein Witz der überhaupt keinen Sinn macht, und alles in Frage stell was vorher war. Auch hier nehme ich an das dieses Ende niemals das geplante gewesen sein kann. Sieht aus wie hinterher gedreht und notdürftig hinten dran gepappt.
Es macht aus einem intelligenten Film einen dummen Film, und aus einem pessimistischen einen optimistischen Film.

Aber bis zu diesem Ende ist das ein gut gemachter und spannender Film, dem ich ein höheres Budget gewünscht hätte. 6/10 trotz des Endes.


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 14.01.2011 11:15 
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Ach, noch eine Frage an alle die den Film gesehen haben.

Habt ihr alle dieselbe Version (wie meine) in der große Teile des Filmes in der falschen Reihenfolge sind?


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 14.01.2011 15:20 
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Mir ist nichts aufgefallen wegen einer falschen reihenfolge? Was meinst du da genau?

Übrigens bin ich mir ziemlich sicher das das Ende gegen ein freundlicheres ausgetauscht wurde! Das einfrieren seines Kopfes kommt so plötzlich und dann die Worte des Dons das er von dannen ziehen darf :roll: Bestimmt die Produzenten oder so reingepfuscht!

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 14.01.2011 17:45 
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Gerade noch mal nachgeschaut. Meine Fassung dürfte auch von dem Schwedischen Tape sein. Läuft etwa 83 min.

Also:

Nach 35,15 min geht es weiter mit 53,12 - 70,15
Dann zurück zu 35,15 - 53,11
Dann den Rest ab 70,16 min

Wenn man den anders schaut wirkt er allerdings logischerweise vollkommen konfus. Jetzt sag nicht dass ...


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 14.01.2011 21:01 
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Haha lol Stanton hast recht! Ist mir nicht aufgefallen, er will ja zu Cipriano(J.Cameron) bei 35.15 und in der nächsten szene läuft er ja zu ihm! (Deswegen fällt es nicht so auf.) Wer aber aufpasst sagt das Weib "I go with You"!(Also wo ist sie?) Jup und bei 53.55 betritt er mit dem Weib erst Ciprianos unterschlupf die Kneipe....

Ist mir noch nicht aufgefallen lol....

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 14.01.2011 22:23 
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Ja, ich habe auch eine Weile gebraucht bis mir klar wurde, das es doch so nicht richtig sein kann.

Außer wenn Fidani den geschnitten hat. Der hat ihn ja produziert, und spielt auch eine kleine Rolle, und Simonetta hängt auch im Hintergrund herum.


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 15.01.2011 13:39 
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Wen spielt Fidani denn ? Ein Medium ? :mrgreen:

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 15.01.2011 13:52 
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Ne nen Politiker, der sich aber hinter einer Sonnenbrille versteckt! (Sein Sohn soll mit der Tochter vom Don verheiratet werden.)

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 15.01.2011 13:56 
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Wenn jmd. mal Zeit findet, würde ich mich über einen Screenshot von dieser Knallschote freuen. :lol:

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 19.01.2011 16:20 
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Das ist der gute Fido. Ich glaube in Sartana- im Schatten des Todes hat er die selbe coole Brille auf.

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 19.01.2011 21:54 
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danke, sieht ja seriös aus. So hat er sich warscheinlich immer verkleidet, wenn er bei der Bank einen Kredit für einen neuen Film haben wollte. :lol:

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 19.01.2011 22:27 
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Anti-Hero wrote:
danke, sieht ja seriös aus. So hat er sich warscheinlich immer verkleidet, wenn er bei der Bank einen Kredit für einen neuen Film haben wollte. :lol:


Der Kerl, der Fidani einen Kredit gegeben hatte, hat wohl den Beruf verfehlt. ;)


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 23.01.2011 14:59 
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Einst ist Fernando wegen Mangel an Perspektiven aus Mexiko abgehauen und nach Texas ausgewandert. Erst als seine Geschwister von den Männern des machtbesessenen Großgrundbesitzers Don Enrique ermordet werden bringt ihn seine Mutter dazu heimzukehren. Fernando ist blind vor Rache und zettelt in seiner alten Heimat einen Aufstand an um Don Enrique zu entmachten.

Edoardo Mulargia ist einer von jenen Regisseuren, die bei ihren Werken immer eine sehr gute Arbeit abgeliefert haben und von denen man eigentlich nie wirklich enttäuscht wird. Mit Ausnahme des äußerst schwachen Rimase uno solo e fu la morte per tutti! (Dakota – nur der Colt war sein Gesetz), mit Tony Kendall und Jean Louis, gilt das für alle von Mulargias Western. Prega dio… e scavati la fossa ist nun ein besonders ambitioniertes aber nicht wirklich ausgereiftes Werk an dem Mulargia als Regisseur und Drehbuchautor beteiligt war. Produziert wurde der Film von niemand geringerem als dem Trashpapst himself Demofilo Fidani. Zu sehen ist das auch am gesamten Cast, so sind beispielsweise die Fidani Stammdarsteller Cameron, Faria, Vitelli und der Meister selber mit von der Partie.

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Der Hauptcharakter des desillusionierten und verbitterten Mexikaners Fernando wird vom eigentlich immer sehr guten Robert Woods dargestellt. Nachdem der Großgrundbesitzer Don Enrique fast seine komplette Familie ermordet hat kehrt Fernando aus seinem selbstgewählten texanischen Exil nach Mexiko zurück. Der Grund für die Ermordung war ein Fluchtversuch seiner Schwester Asuncion und deren Verlobten Juan. Don Enrique versucht nämlich sein Recht des Primera Noche geltend zu machen die schöne Asuncion in ihrer Hochzeitsnacht zu beglücken. In Mexiko angekommen macht sich Fernando gleich mal auf die Suche nach Cipriano, einem alten Weggefährten, der ihm bei seinem Vorhaben, sich an Don Enrique zu rächen, helfen soll. Cipriano ist ein kleiner Bandit, der eine kleine Bande um sich schert und sich mit ihnen in den Bergen verschanzt. Inwieweit er sich früher einmal als Aufständischer gegen die Obrigkeit aufgelehnt hat bleibt im Dunklen und wird uns leider nicht verraten. Auf jeden Fall ist er frustriert und mit seiner Situation unzufrieden zudem hat er einen relativ guten Stand bei der Bevölkerung. Jeff Cameron hat hier als Cipriano wohl seine beste Rolle überhaupt und verleiht dem Outlaw genügend Charisma. Cipriano bleibt aber trotzdem eine nicht gerade sympathische Figur, die mit Fernando wohl noch eine alte Rechnung zu begleichen hat. Das wird allerdings nur in ein paar Rückblenden angedeutet aber letztlich nicht aufgeklärt. Fernando möchte Cipriano dazu überreden ihm zu helfen gemeinsam mit den Peones einen Aufstand anzuzetteln. Als der aber ablehnt macht Fernando einen Alleingang und führt ein paar Bauern zum Kampf gegen Don Enrique und die Armee.

Don Enrique ist ein gnadenloser, machtbesessener Großgrundbesitzer, der eiskalt und brutal gegen seine Gegner vorgeht. Die Bauern, die in seinem Land leben, sieht er nur als seine Untertanen an über die er nach Lust und Laune bestimmen kann und wer sich nicht bestimmen lässt, der wird im wahrsten Sinne einen Kopf kürzer gemacht. Fernandos Bruder Ignazio kann ein Lied davon singen. Der wird nämlich im Boden eingegraben und dessen Kopf von darüber reitenden Pferden ordentlich platt gemacht. Als Cipriano seine Tochter Maria Carmen entführt lässt Don Enrique solange Bauern aufhängen bis er ihm seine Tochter zurückbringt. Der Vater des Verlobten von Maria, ein ziemlich großkotziger Amerikaner namens Prescot, wird gespielt von Demofilo Fidani. Seine Tochter Simonetta ist auch mit von der Partie. Sie spielt die Haushälterin von Don Enrique, die ziemlich schockiert schaut als sie der gute Don für eine Primera Noche mehr als geeignet hält. Don Enrique beweist aber hie und da auch mal seine Großzügigkeit, in dem er beispielsweise Brot ins hungernde Volk wirft. Wer steht natürlich neben so einem großen Mann wie Don Enrique? Seine Heiligkeit, der Papst? Nein, nicht ganz aber immerhin der Dorfpfarrer, der trotz moralischer Einwände sich nicht dazu durchringen kann sich auf die Seite des armen Volkes zu stellen.

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Kann man den Film nun einen politischen Film nennen? Nein, nicht wirklich. Dazu bleiben die ganzen politischen und sozialkritischen Ansätze wirklich nur Ansätze und man bleibt an der Oberfläche hängen. Der Hintergrund dient eher nur als Aufhänger für eine recht typische Rachegeschichte. Von der Revolution hält Fernando zu Beginn nicht allzu viel und so wird er, wie in den meisten anderen italienischen Revolutionswestern, eher aus Zufall zum Revolutionsführer. Auch wenn sich seine Ansichten mit zunehmender Dauer etwas verändern ("Nobody want’s a war here but if the mexican people don’t end the oppression now, well, there will be no more mexican people.") bleibt sein Motiv klar, nämlich Rache. Immerhin stellt er noch eine Gruppe von Aufständischen zusammen um Don Enrique den Marsch zu blasen, woraus allerdings leider nichts wird. Cipriano war vielleicht einmal ein Bauernführer, was sich aber massiv geändert hat und als Bauer will er nun auf keinen Fall mehr bezeichnet werden ("I’m not a peone my friend. This is what I am, a pistolero"). Warum es sich so entwickelt hat wird zwar in Rückblenden angedeutet, aber es wird schlussendlich leider nicht aufgelöst. Alle anderen Aspekte, wie etwa Unterdrückung und Armut, werden nur angedeutet aber nicht weiter vertieft. Fernandos Freund Paco ist der Einzige, der gewisse revolutionäre Ziele verfolgt, zumindest will er ein Führer werden ("It’s important. I must learn to write. How can I be a leader if I don’t know how to write?"). Interessant ist auch das vieldiskutierte Ende des Films. Nachdem Fernando die entführte Tochter zurückbringt endet der Streifen abrupt indem ein freeze frame eintritt und Fernando die Freiheit geschenkt wird. Ob das das tatsächlich angedachte Ende darstellt bleibt zu bezweifeln, vielleicht haben die Produzenten da ihre Hand an der Schere gehabt oder sonst ein Spielverderber. Grundsätzlich finde ich die Idee, dass Fernando seine Rache nicht bekommt, eigentlich ganz gut, aber das hätte man sicher auch anders lösen können. Außerdem ist es nicht gerade glaubwürdig, dass der skrupellose Don Enrique plötzlich den Barmherzigen mimt.

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Ansonsten ist der Western ziemlich brutal und auch explizit in seiner Gewaltdarstellung. Menschen werden in den Kopf geschossen, vergewaltigt, gehängt und über Köpfe wird darüber geritten bis sie nur noch Matsch sind. Es gibt aber auch einige Reitszenen zu viel, auch wenn die vorhandenen recht ordentlich inszeniert sind. Die Inszenierung ist ansonsten recht ansprechend ausgefallen kann aber nicht mit allzu viel optischen Finessen aufwarten. Fidanis Frau Mila Vitelli Valenza war für die Kostüme verantwortlich und wer Fidos Filme kennt kann sich ungefähr vorstellen wie die aussehen. Gut aussehen tut zumindest der nette Vorspann, der mit historischen Bildern aus der Zeit der Revolution aufwarten kann. Überhaupt hätte dem Film ein wenig mehr Budget gut zu Gesicht gestanden, dann hätte man aus der an sich soliden Geschichte vielleicht noch etwas mehr herausholen können. Ein paar schöne Locations wurden aber trotz geringem Budget gewählt wie etwa ein nettes Dorf aus Steinen dazu fängt Mulargia noch einige schöne Landschaftaufnahmen ein. Der Soundtrack von Marcello Gigante ist recht flott und durchaus ungewöhnlich so dass er sich doch etwas von anderen typischen Westernscores unterscheidet. Für einiges an Verwirrung sorgt die Tatsache, dass der Film falsch geschnitten wurde was hier aber eh schon zur Genüge besprochen wurde. Zum Beispiel tauchen Rückblenden auf über Geschehnisse, die noch gar nicht passiert sind.

Mulargias Prega dio… e scavati la fossa! ist ein äußerst interessanter aber nicht ganz ausgereifter Versuch eines politisch angehauchten Westerns. Trotz seiner dramaturgischen Mängel und der Problematik beim Schnitt bleibt ein durchaus unterhaltsamer und ungewöhnlicher Rachewestern, den ich gerne mal in einer guten, richtig geschnittenen und vollständigen Fassung sehen würde.


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 26.01.2011 18:07 
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So, nun hab ich den auch mal gesehen.
Gleich zu beginn ist mir ein kleiner Fehler aufgefallen, was den Film aber nicht schlechter macht.
Nach der Titelsequenz kommt die Einblendung "Mexiko 1889" Daruafhin folgt ein kurzer Text über dieDerzeitigen Ereignisse in Mexiko. Es fällt auch der Name Präsident Porfirio Diaz. Der war im Jhr 1889 kein großes Tier in Mexiko ;)
Ist ja auch egal, den der Film gefällt gewaltig. Tolle Locations, gute aufgelegte Schauspieler und ne schöne Rache-Revolutions-Story. Robert Woods macht seine Rolle gut und Jeff Cameron stielt ihm fast die Schau :shock: Aber nur fast. Hier ist er wirklich überraschend gut. Wenn er nur in allen seiner Filme so gespielt hätte...
Prega dio... ist an manchen Stellen ziemlich brutal. Wenn ich da an die "Trampler" Szene ziemlich am Anfang denke und man nur den bruchteil einer Sekunde den blutigen Schädel sieht...! Vielleicht in einer längeren Fassung noch genauer zu betrachten !?
Nur das Ende ist wirklich nicht auf dem Nieveu des restlichen Films.
Dass ist niemlals das richtige Ende des Films. dass kennt man schon and er Schnitttechnik. In der Szene, in der der Don zu Fernando sagt, er dürfe gehen senkt Fernando doch den Kopf und es kommen schöne Erinnerungen hoch. Ich glaub in der Originalfassung bestraft der Don ihn und er denkt noch mal zuück an die "schöne alte Zeit" bevor er erschossen wird. Das ist für mich das logerische Ende des Films. Und für die Szenen in der Fernando davon reitet hätte man auch einen anderen Schauspieler einsetzen können, wie im US TV Prolog von Für eine Handvoll Dollar.
Die Musik von Carlo Savina ist auch sehr gut und schön geworden und passt super zum Film. Nur schade, dass sie nicht oft gespielt wird.
Noch ne Frage: Gibt es außer dem Skandinavischen Tape noch andere VHS Fassungen ? Bildmäßig wäre die zwar nicht alzu schelcht, aber das Vollbild trübt desn schönen Eindruck des Films.
Fazit: Prega Dio... e scavati la fossa ist ein schöner ziemlich guter Film, den man mal sehen sollte. Er überzeugt durch eine gute Story und gute Schauspieler. Der Film macht mächtig Spaß, trotzdes Endes. Vielleicht mach ich mir mal die mühe, und schreib ein paar deutsche Untertitel zum Film. Nen großteil könnte man sehr gut übersetzten ;) Finde es sehr schade, dass es keine dt. Fassung von gibt.
7,5 von 10 Punkten.

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 26.01.2011 20:34 
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Italo-West-Fan wrote:
Es fällt auch der Name Präsident Porfirio Diaz. Der war im Jhr 1889 kein großes Tier in Mexiko ;)

Wie meinst du das?


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 27.01.2011 14:41 
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ephedrino wrote:
Italo-West-Fan wrote:
Es fällt auch der Name Präsident Porfirio Diaz. Der war im Jhr 1889 kein großes Tier in Mexiko ;)

Wie meinst du das?


Bevor der Film startet, besser gesagt nach dem Vorspann kommt doch die Einblendung mit der momentanen Lage in Mexiko, (Soweit ich mit dem Lesen mitgekommen bin) und dort wird auch der Name Porfirio Diaz, der spätere Diktator von Mexiko gennent. Bevor die kommt, steht dort "Mexiko, 1889" .
Aber zu dieser Zeit war er nicht viel politisch aktiv.
So mein Geschichtswissen

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 27.01.2011 20:04 
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Italo-West-Fan wrote:
ephedrino wrote:
Italo-West-Fan wrote:
Es fällt auch der Name Präsident Porfirio Diaz. Der war im Jhr 1889 kein großes Tier in Mexiko ;)

Wie meinst du das?


Bevor der Film startet, besser gesagt nach dem Vorspann kommt doch die Einblendung mit der momentanen Lage in Mexiko, (Soweit ich mit dem Lesen mitgekommen bin) und dort wird auch der Name Porfirio Diaz, der spätere Diktator von Mexiko gennent. Bevor die kommt, steht dort "Mexiko, 1889" .
Aber zu dieser Zeit war er nicht viel politisch aktiv.
So mein Geschichtswissen


Naja, was heißt Diaz war 1889 nicht politisch aktiv.
Er war immerhin mex. Präsident während der Zeit. Also ich nenne das schon "aktiv". ;)


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 27.01.2011 20:11 
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Porfirio Diaz war Präsident von 1877 - 1911 (mit einer kurzen Pause 1880 - 1884). Das war durchaus auch Mitauslöser der Revolution. Er war viel zu lange im Amt, alt, senil und realitätsfern - quasi regierungsunfähig.

Wer sich wirklich dafür interessiert und ausreichend Ausdauer mitbringt, kann sich mal "Hans W. Tobler: Die mexikanische Revolution" durchlesen. Ist aber nur bei ernsthaftem Interesse empfehlenswert, weil es nicht gerade unterhaltsam geschrieben ist.


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 28.01.2011 14:47 
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Welchen mein den ich dann ?
Ich dachte der wäre erst Anfang des 20. Jahrhunderst Präsident gworden.
Naja, Irren ist menschlich :oops:

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 28.01.2011 15:06 
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Du meinst wahrscheinlich Francisco Madero, der war Präsident von 1911-1913, und er kommt auch des Öfteren mal in einem Italowestern vor. Er war ein großer Gegener von Diaz und unterstützte die Revolution.


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 28.01.2011 15:08 
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nerofranco wrote:
Du meinst wahrscheinlich Francisco Madero, der war Präsident von 1911-1913, und er kommt auch des Öfteren mal in einem Italowestern vor. Er war ein großer Gegener von Diaz und unterstützte die Revolution.

Ach ja, dass ist doch der, der bei Tepepa eine große Rolle hat, oder ?

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 25.01.2013 09:44 
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Hab mir gestern den Film nach längerer Zeit wieder einmal angesehen und war von ihm noch mehr angetan als bei der Erstsichtung vor ein paar Jahren. Was mir besonders gut gefallen hat war die Charakterzeichnung der beiden Protagonisten Cipriano und Fernando. Cipriano ist aus der Armut heraus zum Banditen geworden ohne sich dabei hinter revolutionären Absichten zu verstecken. Im Gegensatz dazu benützt Fernando die armen Peones sich an Großgrundbesitzer Don Enrique zu rächen, der seinen Bruder und seine Schwester auf dem Gewissen hat. Dabei verspricht er den Peones Freiheit und die Beendigung der Unterdrückung durch Don Enrique, hat dabei aber nur seine Rache im Kopf. Die Freundschaft zwischen Fernando und Cipriano ist aus irgendeinem, in der Vergangenheit liegenden, Vorfall zerbrochen, der aber nur in Rückblenden angedeutet wird. Leider kommen dafür die Antagonisten Don Enrique und Prescot zu kurz, deren Absichten, die Peones zu unterdrücken nicht wirklich genauer herausgearbeitet wurden. Dafür kommt aber Don Enriques Brutalität um seine Interessen durchzusetzen mehr als zur Geltung. So lässt er Fernandos Bruder in der Erde einbuddeln und durch darüberreitende Pferde dessen Kopf zu zermanschen. Darüber hinaus lässt er so lange unschuldige Peones aufhängen, mit Unterstützung der mexikanischen Armee!, bis er seine entführte Tochter wiederbekommt. Sicherlich fehlt es dem Drehbuch an psychologischer Tiefe und politischen Ambitionen, die hab ich hier aber auch nicht wirklich erwartet. Da wäre sicherlich noch einiges möglich gewesen, die Basis dafür wäre aber gelegt gewesen.

Paco: "He is a bandito, a stinking bandito."
Fernando: "No Paco. Anyone who has to live as poorly as we do can easily become like Cipriano."

Prega dio… e scavati la fossa ist ja laut Fidanis eigener Aussage sein Regiedebüt gewesen, was ich aufgrund der tadellosen, und streckenweise richtig starken Inszenierung kaum glauben kann. Zumindest behauptet Robert Woods, dass Fidani der Regisseur war ebenso wie Cutterin Piera Bruni, die sagt, Fidani hätte nach eigener Aussage niemals etwas mit einem gewissen Mulargia zu tun gehabt. Vielleicht hat Fidani aber auch nur alle Szenen mit Woods inszeniert. Regieassistent Fabio Piccioni berichtete in einem Interview, er hätte das Drehbuch gemeinsam mit Mulargia und Nino Massara an einem Tisch mit einer Flasche Whisky geschrieben. Wenn ich es richtig verstanden habe geht Piccioni davon aus, dass Mulargia der Regisseur war. Wie auch immer, wenn man sich den Film so ansieht könnten es durchaus beide gewesen sein. Ich finde vor allem die ersten 15 Minuten enorm stark: der Vorspann, die Flucht von der Hazienda, die Flucht des Paares durch die Steinwüste, die Morde und die Vergewaltigung in der kleinen Höhle, die Hinrichtung von Ignazio. Das alles ist wirklich ausgezeichnet inszeniert und geschnitten. Ein weiterer Höhepunkt des Films ist das Duell zwischen Cipriano und Fernando, welches ganz großartig in Szene gesetzt wurde. Was ganz klar für Fidani spricht sind die zahlreichen Reitszenen, die allerdings auch besser aussehen als in seinen späteren Werken.

Das Ende ist allerdings wirklich furchtbar und passt auch überhaupt nicht. Der Film bricht plötzlich ab, Woods erstarrt zum Freeze-Frame, ein paar frühere Geschehnisse werden eingeblendet und die anschließende Reitszene ist genau dieselbe wie jene am Anfang als er von den USA nach Mexiko reitet. Zudem hat er da andere Klamotten an. Da war wohl irgendeinem Verleiher der Film zu lang oder hatte einen zu negativen Ausgang. Ich geh mal stark davon aus, dass es sich hierbei nicht um das ursprüngliche Ende handelt, alles andere würde mich doch stark überraschen. Die Drehorte waren ebenfalls toll ausgewählt und verleihen dem Film zudem einen eigenen Charakter und Wiedererkennungswert. Gedreht wurde teilweise wohl auf Sardinien, denke ich. Diese schönen Steinlandschaften, die tolle Kirche, dieses sardische? Dorf und auch die restlichen Drehorte sind schön und passend gewählt und verleihen dem Streifen so eine besondere Atmosphäre. Auch der Soundrack von Marcello Gigante (denn ich mir auch vor wenigen Tagen bestellt habe :) ) ist klasse und teilweise schön eigentümlich.

Im Großen und Ganzen ist Prega dio… e scavati la fossa ein wirklich sehr schöner und unterhaltsamer Revolutionswestern, der zudem einige sehr interessante Versatzstücke vorzuweisen hat. Ich würde den Film nur zu gerne mal in einer kompletten, richtig geschnittenen und guten Fassung sehen. Der würde mit Sicherheit noch einige Stufen nach oben klettern. Sollte es sich hierbei tatsächlich um einen echten Fidani handeln, ist Prega dio… e scavati la fossa neben ...e vennero in quattro per uccidere Sartana! sein mit Abstand gelungenstes Werk. So, jetzt hoffe ich mal, dass sich zumindest irgendeine italienische Firma den Film annimmt und eine ordentliche DVD veröffentlicht. Prega dio ;)


Hier mal der Link zum hervorragenden Soundtrack von Marcello Gigante (beim zweiten Film handelt es sich übrigens um den barmherzigen mit den schnellen Fäusten):
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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 25.01.2013 15:40 
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Bin schon ewig auf der Suche nach einer besseren und ungeschnittenen Version von dem Film ! Was besseres gibts ja, ne englische WS VHS mit gutem Bild, die hat aber wohl die selbe Schnittfassung !

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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 25.01.2013 20:26 
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Eine WS-Fassung wäre schon mal eine Wohltat. Bei der dänischen VHS fehlts ja wirklich an allen Ecken und Enden, und das nicht nur ein bisschen.


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 25.01.2013 20:58 
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Italo-West-Fan wrote:
Bin schon ewig auf der Suche nach einer besseren und ungeschnittenen Version von dem Film ! Was besseres gibts ja, ne englische WS VHS mit gutem Bild, die hat aber wohl die selbe Schnittfassung !


Was denn du meinst in dieser Version ist ebenfalls fast alles in der falschen Reihenfolge?


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 Post subject: Re: Prega Dio... e scavati la fossa - 1968 - Eduardo Mulargia
PostPosted: 25.01.2013 21:22 
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Ich weiß nicht, ob bei dr Widescreenversion wieder alles in der Falschen Reihenfolge ist, ich glaub aber man hats mir mal so gesagt, warst das nicht sogar du ?
Du weißt welche WS Version ich meine oder ? Kenne bislang nur nen Screenshot vom SWDB Forum !

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