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ARME MILLIONÄRE - Dino Risi
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Author: Sbirro Di Ferro [ 04.06.2019 00:14 ]
Post subject: ARME MILLIONÄRE - Dino Risi

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Produktionsland/Jahr: Italien 1959
Darsteller: Maurizio Arena, Renato Salvatori, Lorella De Luca, Alessandra Panaro, Memmo Carotenuto, Sylva Koscina, Roberto Rey, Gildo Bocci
Drehbuch: Dino Risi, Pasquale Festa Campanile, Massimo Franciosa
Produziert von: Silvio Clementelli
Musik: Armando Trovajoli

Annamaria, Romolo, Marisa und Salvatore sind auf dem Weg nach Florenz. Doch durch eine Reihe von unglücklichen Vorfällen und Missverständnissen finden sich die vier an ihrem Ausgangspunkt in Rom wieder. Als sich die schöne Marisa schließlich von Salvatore trennt, geschieht ein Unglück. Voller Wut verlässt er das Haus und wird von einem Auto erfasst. Als er wieder zu sich kommt, hat er sein Gedächtnis verloren. Eine Frau nimmt den verwirrten Mann mit zu sich auf ihr Anwesen. Es ist die wohlhabende Alice, die sich sofort in den namenlosen Unbekannten verliebt. Währenddessen bekommen seine alten Freunde ihn durch Zufall im Fernsehen zu Gesicht und setzen alles daran, ihn zu finden. Derweilen genießt Salvatore sein Leben im Reichtum, doch schon bald wird er auf seine Vergangenheit treffen. Als Alice ihn zum Direktor eines ihrer Kaufhäuser ernennt, trifft er auf den dort arbeitenden Romolo. Die beiden, die sich sonst so gut gekannt haben, trennt Salvatores Gedächtnisverlust… Es scheint hoffnungslos, dass er je seine Erinnerung wiederfindet, und so müssen sich die Freunde damit abfinden, ihren Salvatore für immer verloren zu haben. Doch als Marisa, seine Frau, eines Tages im Kaufhaus erscheint, hat Salvatore das dringende Gefühl, die junge Frau schon einmal gesehen zu haben...
(arte; gekürzt)

Abschluss einer Trilogie von Risi; die Vorgänger-Filme sind ICH LASS' MICH NICHT VERFÜHREN und PUPPE MIT PFIFF, die ich allerdings beide nicht kenne.
ARME MILLIONÄRE ist jedenfalls größtenteils Routinearbeit von und für alle Beteiligten.
Was den Film aber doch ein bisschen aus dem 50er/60er Komödien-Einerlei heraushebt, ist das Sujet.
Ein Mann lebt nach einem Unfall von einer Sekunde auf die andere plötzlich ein völlig neues Leben, ohne dass er auch nur die leiseste Ahnung hätte, dass das eigentlich nicht sein Leben ist und, dass er momentan nicht er ist.
Das alleine birgt doch schon großes Potenzial, würde ich meinen.
Aber wenn das dann auch noch mit den Mechanismen der Verwechslungskomödie kombiniert verarbeitet und von einem Komödien-Routinier wie Risi, der zwei ebenfalls Genre-erprobte Co-Autoren zur Seite hat, umgesetzt wird, kann gar nicht mehr viel schief gehen.
Er bringt von Anfang an den nötigen Schwung in die Sache damit nicht nur die Figuren, sondern auch die Zuschauer von den Geschehnissen auf Trab gehalten werden.
Und eine gewisse Spannung ist ja auch weitgehend vorhanden bis zur "Läuterung" von Salvatore.
Wie das dann tatsächlich von statten geht, ist für mich ein kleiner Schwachpunkt des Films, auch wenn es im Nachhinein betrachtet eigentlich logisch erscheint.
Denn es geschieht eben doch nicht langsam und schleichend durch kleine Hinweise seiner alten Freunde oder seiner Frau, sondern das alte Leben kehrt genauso schlagartig an einem unerwarteten Punkt zurück, wie er es schlicht und einfach vergessen hat - so schließt sich der Kreis wieder.
Für mich wäre es aber trotzdem auch kein Fehler gewesen, es langsam aufzubauen und diese Art (Wieder-)Selbstfindungsprozess mit kleinen Ereignissen und Hinweisen, die ihn Stück für Stück wieder daran erinnern, wer er wirklich ist, über den gesamten Rest des Films zu spannen.
Wie dem auch sei, es ist und bleibt auch so eine vergnügliche kurzweilige Angelegenheit und ein sehr sehenswertes Genreexemplar für alle Fans der Commedia all'Italiana.
8/10

Ausschnitte:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com

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