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ABER, ABER, MEINE HERREN... - Pietro Germi
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Author: Sbirro Di Ferro [ 10.09.2019 22:50 ]
Post subject: ABER, ABER, MEINE HERREN... - Pietro Germi

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Originaltitel: Signore & Signori
Produktionsland/Jahr: Italien, Frankreich 1965
Darsteller: Gastone Moschin, Nora Ricci, Virna Lisi, Alberto Lionello, Olga Villi, Gigi Ballista, Beba Lončar, Franco Fabrizi, Aldo Puglisi
Drehbuch: Pietro Germi, Luciano Vincenzoni, Agenore Incrocci, Furio Scarpelli
Produziert von: Pietro Germi & Robert Haggiag
Musik: Carlo Rustichelli

Drei ungewöhnliche Liebesgeschichten: Ein Möchtegern-Don-Giovanni beichtet seinem Arzt seine Impotenz – der erzählt das prompt seinen Freunden weiter; einige Buben nutzen die Dankbarkeit einer unbescholtenen Nachbarin gnadenlos aus; ein Banker versucht, mit der frisch vollzogenen Trennung von seiner Freundin klarzukommen.
(Filmstarts.de)

In diesem Kult-Spätwerk führt Germi in dreigeteilter Form den Stil seiner beiden Vorgängerwerke SCHEIDUNG AUF ITALIENISCH und VERFÜHRUNG AUF ITALIENISCH weiter.
Verführung und Scheidung hat er also schon behandelt, nun macht er sich an das Zwischenliegende.
Anhand einer Freundesrunde, zu der drei Ehepaare gehören, nimmt er das Eheleben mit all seinen großen und kleinen Problemen, seinen Tücken und Versuchungen – entweder in Form anderer Ehepartner oder außenstehender Bekanntschaften – unter die satirische, schwarzhumorig gefärbte Lupe.
Dabei macht er uns eines in den verschiedensten Situationen und auf die verschiedensten Weisen immer wieder klar:
Aus Sicht des Mannes gilt: Hast du mit einem Weib dein Kreuz - einen and’ren freut’s.
Und aus Sicht der Frau: Hast du einen Mann, der nicht mehr kann, kommt bestimmt bald der nächste dran.
So ist, war und wird es immer und überall sein, das ist es, was uns Germi, im Grunde, hiermit vorführt.
Zwar nicht mehr ganz so geschliffen, wie in den zwei anderen genannten Filmen und schon eher einen Schritt näher zur klassischen Komödie jener Zeit, doch immer noch sehr deutlich als Germi-Film erkennbar.
Hervorragend namhaft besetzt (obwohl diesmal ausnahmsweise ohne seinen Stammschauspieler Saro Urzì) und von Carlo Rustichelli grundsätzlich sogar mit Ohrwurm-Qualität untermalt.
Leider zeigt sich im Verlauf eines: Es sind tatsächlich nur zwei Melodien, die abwechselnd in verschiedenen Variationen erklingen und oft liegt nicht viel Zeit dazwischen, wodurch sich das dann auch ziemlich schnell abnutzt.
Aber das ist nur ein Kritikpunkt in einem ansonsten durchaus gelungenen Werk (natürlich mit Schwankungen in den einzelnen Episoden, jedoch ohne gröberen Ausreißer nach unten).
Wir haben hier also für Fans der Commedia all‘Italiana ein erwartungsgemäß mit erlesenen Zutaten von einem Meisterkoch zubereitetes Gourmetgericht – klassisch Germi – feinherb im Abgang.
8/10

Ausschnitt:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com

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