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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 21.03.2013 22:08 
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Wundert mich das der hier noch nicht gepostet wurde. Den werden Einige mögen, davon bin ich überzeugt. :D

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Alternativer Titel: Kill Squad
Produktionsland: USA, Philippinen
Produktion: Patrick G. Donahue, Michael D. Lee
Erscheinungsjahr: 1982
Regie: Patrick G. Donahue
Drehbuch: Patrick G. Donahue
Kamera: Christopher W. Strattan
Schnitt: Richard C. Mann, Rick Yacco
Musik: Joseph Conlan
Länge: ca. 81 Min.
Freigabe: Ungeprüft
Darsteller: Jean Glaudé, Jeff Risk, Jerry Johnson, Francisco Ramírez, Bill Cambra, Gary Fung


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Joseph Lawrence und seine Frau werden eines Nachts überfallen. Joseph landet nach dem Überfall im Rollstuhl, seine Frau überlebt den nächtlichen Besuch allerdings nicht. Josephs Freund, Larry Pearson, trommelt nun alle Kumpels zusammen, mit denen er und Joseph in Vietnam waren.

Das Söldnerkommando soll nun für Rache sorgen.

Das Söldnerkommando wie auch seine Gegner haben stets Karachozitate parat, welche sie ohne Rücksicht auf Verluste zünden. Was innerhalb der deutschen Synchro an Brüllern geboten wird, reicht locker für 50 Filme. Demnach ist die bestenfalls flache Story sowas von scheißegal.


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 21.03.2013 23:32 
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Einer der bekanntesten und beliebtesten Actionfilme der 80er....aber warum bloß??? :lol:
Steht seltsamerweise bei mir irgendwo im Zimmer (aber in den hinteren Reihen).

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"Berlin (EZ) | 10. Mai 2012 | Deutsche Fernsehzuschauer und Kinofans können aufatmen: Hamburger Studenten haben eine Software entwickelt, die Til Schweiger aus Filmen entfernt und damit eine erhebliche Qualitätssteigerung garantiert."


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 22.03.2013 00:00 
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AL NORTHON wrote:
Einer der bekanntesten und beliebtesten Actionfilme der 80er....aber warum bloß??? :lol:
Steht seltsamerweise bei mir irgendwo im Zimmer (aber in den hinteren Reihen).


Wenn er nicht in deiner Sammlung gewesen wäre, dann wäre ich auch nicht in den Genuss gekommen den Film zu sehen.

Blap müsste der Film sehr gefallen.

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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 22.03.2013 18:37 
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Bin leider noch nicht in den Genuß dieses Streifens gekommen, habe aber auch schon läuten hören, dass sie deutsche Synchro den Film erst richtig erinnerungswürdig machen würde.


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 22.03.2013 19:11 
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Last edited by Mater Videorum on 03.12.2015 16:17, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 22.03.2013 23:19 
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Mater Videorum wrote:
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Sehr schön. Danke!!!

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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 10.07.2016 21:50 
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Da dieser Film gestern im Zusammenhang mit Synchronregisseur Michael Richter fiel, musste ich den mir auch gleich mal wieder geben. Was für ein herrlicher Trash, dazu dieser funkige Soundtrack, der eigentlich besser in einem Blaxploitation passen würde und dazu diese grenzdebile Synchronisation, die so ausgeflippt ist das es wieder Spaß macht.

Einzig kritisieren könnte man, dass Michael Richter in seinen anderen Synchronarbeiten manche der Sprüche deckungsgleich, manche in abgewandelter Form recycelt hat. So in BANANA JOE, DER HORNOCHSE UND SEIN ZUGPFERD oder DIE KOMPANIE DER SUPERNIETEN. Aber das tut dem Spaß trotzdem keinen Abbruch.


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 11.09.2017 12:56 
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Ich hatte kürzlich ein Wiedersehen mit dem äußerst unterhaltsamen Söldnerkommando, den ich irgendwann einmal als knapp 10-oder 12jähriger gesehen habe, als mein alter Herr den aus der Videothek angeschleppt hatte. Ich erinnere mich noch, dass ich den Streifen meinem damaligen Alter entsprechend richtig toll (also im Sinne von geil) fand!

Richtig toll (im Sinne von irre) war nun auch das Wiedersehen, denn die Story ist selten hanebüchen und in etwa so, als ob zwei mit Playmobil spielende Kinder Pate für das Script gestanden hätten.
Jeder der Söldner, der in der Anfangsphase des Filmes von Larry Pearson aufgesucht wird, um für die Truppe um Joseph Lawrence rekrutiert zu werden, befindet sich zufällig gerade aus unterschiedlichen Gründen in einem heißen Kämpfchen mit mehreren Widersachern, die den jeweiligen Söldner jedoch selbstredend stets einzeln angreifen. Ist der Fight just vorbei, kommen auch schon die restlichen Söldner um die Ecke gebogen, um den ehemaligen Nam-Kämpfer freundlich und schulterklopfend wieder in die Truppe aufzunehmen. Dieser Ablauf wiederholt sich genauso tatsächlich ganze fünfmal...
Apropos Nam, die kurze Rückblende in die Kriegsgeschehnisse gefiel mir an diesem kleinen Trasher am besten:
Da haut doch tatsächlich einer der Söldner ein beindickes Bambusrohr mal eben durch den Brustkasten eines Vietnamesen hindurch. :shock:

Na ja, kaum sind alle Söldner wiedergefunden und vereint (ein jeder zeigt dem Anführer Lawrence noch ein kleines Appetithäppchen seiner Kampfkunst, welches dieser jeweils mit respektvollen Blicken goutiert) dezimieren sie sich auch schon wieder peu a peu in ähnlich einfallsreicher Erzählstruktur: Die Söldner bekommen einen Hinweis, suchen die verdächtige Person auf, man kloppt sich zu lockerer Funkmucke, einer (jedoch niemals mehrere) der Söldner wird von einem geheimnisvollen Sniper erschossen… Auch diese Szenenabläufe werden stumpf fünfmal wiederholt.
Und die überraschende Auflösung des Films lässt den Zuschauer dann in bester whodunit- Manier einfach nur staunend mit offenem Mund zurück… ;)
Die – weiter oben bereits sehr treffend übersetzte - unterhaltsame 80er Blödelsynchro rundet den Streifen vollmundig ab. Ein erschreckender Gedanke: wenn man in den 80ern im realen Leben wirklich so gesprochen hätte. Hätte ich Minusbock drauf gehabt. So, hab mein Gehirn ausgewrungen und hau in`n Sack.


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 11.09.2017 16:42 
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Ich liebe diesen Film! So unfassbar realitätsfern...der Playmobilvergleich ist äußerst treffend.

Aber eine hiesige VÖ ist nicht in Sicht, oder?


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 11.09.2017 18:17 
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Linx wrote:

Aber eine hiesige VÖ ist nicht in Sicht, oder?


“Ich merk schon, du willst mir ’nen gebrauchten Lutscher ans Hemd kleben, du Bratenbengel. Ich lass´mal heftig nachdenken." :lol:

Nee, iss leider nicht einmal ein Gerücht im Umlauf.

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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 11.09.2017 19:16 
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sid.vicious wrote:
Linx wrote:

Aber eine hiesige VÖ ist nicht in Sicht, oder?


“Ich merk schon, du willst mir ’nen gebrauchten Lutscher ans Hemd kleben, du Bratenbengel. Ich lass´mal heftig nachdenken." :lol:

Nee, iss leider nicht einmal ein Gerücht im Umlauf.


Die deutsche Tonspur rattert in gleicher Frequenz, wie die unablässigen Kloppereien - aus denen der Film zu 80% besteht. :lol:

Die Story ist reichlich doof, aber der nette "Aha-Effekt" (inklu. Super Maske) :) , sorgt doch noch für ein hübsches Finale - an dem ähnlich gelagerte Filme oft kranken.

Eine VÖ wird auch mir herbeigesehnt.


Last edited by Jimmy Stewart on 11.09.2017 21:42, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 11.09.2017 21:34 
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Das Seuchenvögelkommando stellt sich vor:

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Der 'Filmdienst' meint: "Ein durchaus ernst gemeintes infam-sadistisches Gewaltspektakel, das die Prügeleien und Tötungen mit zynischen Kommentaren begleitet." :gutebesserung:


Trailer:

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Ein herrlicher Unfug :lol:


Last edited by Richie Pistilli on 13.04.2020 13:29, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 12.09.2017 08:03 
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Das Teil gehört doch einfach noch in die zweite Grindhouse Box von Subkultur!!! :D


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 12.09.2017 10:18 
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Richie Pistilli wrote:

Der 'Filmdienst' meint: "Ein durchaus ernst gemeintes infam-sadistisches Gewaltspektakel, das die Prügeleien und Tötungen mit zynischen Kommentaren begleitet." :gutebesserung:



Ich vermute, dass man sehr, sehr lang studieren muss, um festzustellen, dass dieses sadistische Gewaltspektakel ernst gemeint ist. Ich kann auch nicht beantworten in welchem Lexikon, dass Wort "dämlich", das Synonym "zynisch" erhält.

Aber gerade deshalb mag ich diese schablonenhaften Kurzumschreibungen der Filmdienstler sehr gern.

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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 12.09.2017 15:00 
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Kennt eigentlich jemand die originale Sprachfassung von dem Film und kann somit beurteilen, wie "kreativ" da mit der
Dialogübersetzung umgegangen wurde? Ich hatte immer die deutsche Sprachfassung von INVASION DER BLUTFARMER
für das extremste Beispiel gehalten, was in dieser Richtung möglich ist - allerdings hatte ich irgendwann einmal den englischen
Originalton gehört und konnte feststellen, dass da ja gar nicht sooo "frei" gearbeitet worden war...

aber dennoch: sollte mir DAS SÖLDNERKOMMANDO einmal begegnen - dann sollte es schon die deutsche Fassung sein...

PS: GATES OF HELL von Lenzi ist in der deutschen Fassung auch sehr befremdlich...


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 10.09.2018 17:48 
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Der Film kommt ja im nächsten Jahr von Turbine auf BD. Sie sind aber noch auf der Suche nach diversen Sprachfassungen und haben diesen Aufruf gestartet und hier ist vielleicht jemand, der aushelfen kann:

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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 10.09.2018 17:58 
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Feine Neuigkeiten! Ich danke dir und Turbine.

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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
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Die Turbinisten arbeiten ja recht schnell: Ende '17 angekündigt und '19 erscheint dieses Wunderwerk das Gagatums auch schon. :burns:

Ich freu mir 'nen Zahn locker!

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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 11.12.2019 14:54 
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:burns: Endlich auf BD/DVD. 4:3 Retro Fassung mit an Bord.


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
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DAS SÖLDNERKOMMANDO
[KILL SQUAD][PHI/USA][1982]

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Regie: Patrick G. Donahue
Darsteller: Jean Glaudé, Jeff Risk, Jerry Johnson, Francisco Ramírez, Bill Cambra, Gary Fung, Marc Sabin, Cameron Mitchell, Alan Marcus, Mike Donahue, Sean P. Donahue, Cherilyn Basile


Inhalt:

Joes [Jeff Risk] Tag geht nicht gerade optimal zu Ende: Gerade freut er sich noch über die Zahlen seiner gewinnträchtigen Firma, da wird er in seiner eigenen Bude von einem Haufen abgehalfteter Halunken überfallen. Joe wehrt sich mit Händen und Füßen (vor allem mit Füßen) und tritt den Großteil der Brut fachgerecht zusammen, bis deren Anführer Butch [Cameron Mitchell] einfällt, dass er ja noch ne Knarre dabei hat. Die Folge: Joe wird angeschossen und landet im Rollstuhl, seine Frau hingegen überlebt den Überfall nicht. Die Polizei, da ist Joe sich sicher, kann nichts unternehmen. Aber zum Glück kennt Joe ein paar gute Leute: seine Vietnamkriegs-Kameraden Larry, Arthur, Pete, Tommy, K.C. und Alan. Dass die sich nicht lang bitten lassen, ist Ehrensache. Gemeinsam begibt man sich auf die Suche nach den Hintermännern des Anschlags. Dabei fliegen nicht nur fleißig die Fäuste, sondern auch Kugeln. Denn ein maskierter Scharfschütze lauert den Veteranen immer wieder auf, um sie mit gezielten Schüssen ins Jenseits zu schicken.

Kritik:

Sollte jemals jemand fragen, warum schlechte Filme besser sein können als gute, dann möge man ihm DAS SÖLDNERKOMMANDO reichen. Was Regisseur Patrick G. Donahue da Anfang der 80er Jahre auf die Leinwand zauberte, ist einfach ein ausgemacht behämmertes Hohlgeschoss, dessen sagenhafte Sinnbefreitheit einem die Freudentränen ins Knopfloch treibt. Freunden grobschlächtiger Billig-Action beschert das enthirnte Herumgekloppe ohnehin eine Überdosis Glückshormone, dienen die absurden Handlungsfragmente doch lediglich als notdürftiger Kitt zwischen einer Vielzahl ausufernder Prügelsequenzen. Die Story- und Figuren-Klischees, die dabei gleich kübelweise ausgeschüttet werden, machen KILL SQUAD (Originaltitel) zur eigenen Persiflage. Die erste halbe Stunde wandert der afrofrisierte 'Shaft'-Verschnitt Larry lediglich von Mann zu Mann, um seine alten Kriegskumpel zwecks Rachefeldzug zusammenzutrommeln. Jeder, wirklich jeder der ehemaligen Soldaten ist bei Larrys Eintreffen zufällig gerade in eine Schlägerei verwickelt. Die Gründe dafür sind stellenweise von bemerkenswertem Schwachsinn: So arbeitet einer, Alan, inzwischen auf dem Bau und wird von seinen Kollegen am hellichten Tag einfach mal so vom Dach geschmissen. Grund: Er arbeitet zu schnell und lässt den Rest der Belegschaft daher zu schlecht aussehen. Aber Vietnam macht zäh: Alan trägt von dem Sturz nicht mal einen Kratzer davon und vermöbelt seine Möchtegern-Mörder nach Strich und Faden.

Ein simples „Joe braucht dich!“ genügt jeweils und schon sind die Kameraden an Bord, ohne jedes weitere Nachfragen und Wimpernzucken. So läuft das eben unter Vietnam-Veteranen! Jeder einzelne der auf diese Weise Rekrutierten ist eine fleischgewordene Karikatur, sei es der passionierte Messerwerfer, der dreschflegelschwingende Japaner oder das aufgepumpte Muskelpaket im modischen Michelin-Männchen-Gedächtnis-Look. Bevor es losgeht zur fröhlichen Vergeltungsaktion demonstrieren alle nochmal, einer Casting-Show gleich, ihre großartigen Fähigkeiten (z. B. Herumfuchteln mit Schlag- und Stechwerkzeug oder Anspannen der Muskeln) im Garten ihres Auftraggebers, was auch ein wenig unsinnig ist, da der sie ja gut kennt. Dann beginnt der eigentliche Auftrag, und zum Glück hat ihr Mandant bereits einen Namen parat: Einer der Gauner hörte auf den Namen 'Virgil'. Die Ermittlungen des Elitetrupps laufen nun dermaßen ab, dass sie einfach irgendwo hingehen und irgendwelche Leute fragen, ob sie einen Virgil kennen. Das endet dann immer – wer hätte es gedacht? - in einer kernigen Keilerei, bevor sie einen neuen Hinweis bekommen und sich zum nächsten Ort begeben, an dem dann wieder genau das Gleiche passiert. Dass sie bei ihren rabiaten Verhörmethoden jedes Mal auch ein paar Leichen zurücklassen, scheint indes niemanden zu interessieren.

Empfindlich dezimiert wird das Selbstjustiz-Kollektiv dabei von einem schwarzgewandeten Scharfschützen, der per gezieltem Beschuss dafür sorgt, dass auch die Helden nach und nach ins Gras beißen. Woher der Assassine schon immer genau weiß, wo genau er den Mannen auflauern muss, warum er jedes Mal nur eine einzige Person über die Wupper schickt anstatt gleich die ganze Bagage, und warum die Runde nach jedem erfolgten Anschlag nur betroffen in der Gegend herumsteht, anstatt mal den Versuch zu unternehmen, ihren Kontrahenten am Schlafittchen zu packen, sind lauter Dinge, an die das Drehbuch nicht den Hauch eines Gedanken verschwendet hat. Wer hinter der Maske des mysteriösen Meuchlers steckt, ist dabei auch für ungeübte Knobelfreunde nicht schwer zu erraten. Dass die finale Auflösung dann trotzdem keinerlei Sinn ergibt, ist natürlich Ehrensache. Als Ausgleich für diese so konsequent durchgezogene Logik- und Vernunft-Ökonomie ballert sich der Verantwortliche Patrick G. Donahue (der neben Regie auch noch Drehbuch und Produktion übernahm) in einer amüsanten Nebenrolle als Kleinganove immerhin selbst in den Fuß. Sehr gut, Strafe muss sein!

Der enorme Vorteil dieser höchst einfallslosen Art des Geschichtenerzählens ist natürlich der, dass hier wirklich ständig etwas los ist. DAS SÖLDNERKOMMANDO besteht quasi zu annähernd 100 % aus reiner Kloppe und versucht gar nicht erst, irgendwelche Nebenschauplätze zu eröffnen. Da hier jeder noch so kleine Hilfsarbeiter offenbar Kung Fu beherrscht, kommen die Gegner dann auch regelmäßig aus allen Löchern gekrochen, um sich fachgerecht das Fell gerben zu lassen. Trotz dieser enthemmten Dauerkinetik wird das Geschehen allerdings doch rasch eintönig, da Bilder wie Situationen sich stets gleichen und den Machern auch bis zum Schluss nicht die kleinste Variation einfällt. Zudem wirken die Kampfgetümmel steif und einstudiert, und es ist kaum zu übersehen, dass die zahllosen Schläge und Tritte in Wahrheit ihr Ziel verfehlen (obwohl es von der Tonspur natürlich wieder scheppert, als würde jemand mit ner Baseballkeule durch nen Porzellanladen toben). Gepriesen sei daher der deutsche Verleih, der sich entschloss, die zahlreichen Defizite des kruden Werkes dadurch auszugleichen, dass man es gleich als Komödie unters Volk brachte. Das geht schon bei der Vermarktung los: „Haben Sie eine alte Rechnung zu begleichen? Hat Ihnen jemand die Braut ausgespannt? Pfuscht Ihnen einer ins Handwerk? Fackeln Sie nicht lange! Mieten Sie: 'Das Söldnerkommando'!“ heißt es im Trailer ganz nonchalant. Klar! Wer hat sich nicht schon mal ne Bande Söldner in die Bude bestellt, wenn die Alte fremdgegangen ist? Dass es sich bei den Protagonisten zudem gar nicht um Söldner handelt, sondern um einen Haufen verkrachter Vietnam-Veteranen, war den Anbietern ebenfalls völlig wumpe.

All das ist aber nichts gegen das, was Synchronautor Michael Richter für den fertigen Film aus der Feder fließen ließ. Seine Dialoge sind von einem anderen Stern und realer menschlicher Kommunikation höchstens noch im Ansatz ähnlich. Sätze wie „Hör mal zu, du Rasenmäher!“ oder „Mein Freund hämmert dir ne Regenrinne in die Eule“, zählen da noch zu den normaleren Auswüchsen. Unterhaltungen wie „Ich glaube, ich muss dir ein paar Märchenfiguren in die Wolle schneiden, so kess wie du bist!“ - „Ich merk schon, du willst mir nen gebrauchten Lutscher ans Hemd kleben, du Bratenbengel!“ gelten hier als alltäglicher Sprachgebrauch, und auch verbaler Aberwitz wie „Für nass ist nicht! Deine Waschstraße hat’n Leck!“ oder „Das Dumme ist, dass Minus-Böcke keine Piepen bringen“, wird in dieser Welt mühelos verstanden. In Kombination mit der deutschen Sprachfassung wirkt der ohnehin schon bizarre und eigentümlich inszenierte Inhalt von DAS SÖLDNERKOMMANDO beinahe bewusstseinserweiternd. Für alle Interessierten der abseitigen Kino-Kunst ist das dadistische Action-Brett sowieso Pflichtprogramm – zumal hier wirklich pausenlos die Post abgeht. Die permanente Prügelei wird höchstens mal unterbrochen von einer kurzen (und – Überraschung! - ebenfalls nicht sehr überzeugend in Szene gesetzten) Autojagd, einem ulkigen Rückblick nach Vietnam (in dem die Figuren keinen Deut jünger aussehen als im Rest des Films) und wundersam-verschrobenen Szenen, in denen der Auftraggeber der Mission im Garten sitzt und mit entrücktem Blick an seinen Blumen riecht. Insgesamt nicht mehr und nicht weniger als der Hammer in Tüten!

s. auch: DAS SÖLDNERKOMMANDO

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Regelmäßig neue Reviews von Stuart Redman und DJANGOdzilla bei
JÄGER DER VERLORENEN FILME


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 13.04.2020 12:16 
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Ein großes Lob an die Jungs von Turbine, die diesen unfassbaren Film in einer erstklassigen Qualität und mit sehr interessantem Bonusmaterial veröffentlichten.

Als ein besonderes Highlight entpuppten sich die beiden vortrefflichen Interview-Dokus 'PLANET OF THE TAPES' und 'SCHNODDER DUB - DIESE KESSE LIPPE HÖRT MAN SICH AN', die mir den gestrigen Ostersonntag versüßten. In 'Planet of the Tapes' philosophieren solch illustre Gäste wie Thilo Gosejohann, Kai Krick, Marcus Stiglegger, Michael Cholewa, Jörg Buttgereit, Gerry Streberg, Dennis Kortmann, Hennes Bender, Torsten Sträter, Timo Rose, Graf Haufen und Oliver Kalkofe über die gute alte VHS- und Videotheken-Zeiten, von denen ich persönlich nur noch die letzten Ausläufer ab Beginn der 90er miterleben durfte. Ein hochunterhaltsamer Informations-Gaudi!

Das gleiche trifft auf die Interview-Doku 'Schnodder-Dub' zu, die sich -wie der Titel bereits sagt- mit der deutschen Synchronkultur beschäftigt. Die Gästeliste ist auch in diesem Fall hochkarätig: Rainer Brandt, Manfred Lehmann, Ingo Strecker, Jo Steinbeck, Kai Naumann, Charles Rettinghaus und Werner Petrell.

Ein Bombenpaket! :dh:


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 14.04.2020 17:05 
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Da gebe ich dir absolut Recht Richie die BluRay ist jeden Cent wert. Nicht nur wegen des geilen Trash Films sondern wie du beschrieben hast wegen der 2 tollen Dokus. Gerade die Doku über die VHS Zeit hat mich in meine Jugend zurück gebeamt. So manche Anekdote hab ich selbst erlebt oder in ähnlicher Form.

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 14.04.2020 17:38 
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Trash wrote:
Gerade die Doku über die VHS Zeit hat mich in meine Jugend zurück gebeamt. So manche Anekdote hab ich selbst erlebt oder in ähnlicher Form.

Leider war ich ein paar Jahre zu spät dran, denn als ich zu Beginn der 90er mit den Ausflügen in Videotheken begann, war von den guten alten Genrefilmen keine Spur mehr zu finden (vermutlich wurden diese bereits in den Osten verfrachtet, denn in den Regale standen neben aktuellen Produktionen lediglich noch Action- und Horrorfilme aus den späten 80ern zur Verfügung). Daher hatte es bei mir auch etwas länger gedauert, bis ich endlich auf das europäische Genrekino der 60er und 70er aufmerksam geworden bin...


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 14.04.2020 21:30 
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Richie Pistilli wrote:
. . . vermutlich wurden diese bereits in den Osten verfrachtet . . .


Na, Gott sei Dank! ;) Sonst hätte ich wahrscheinlich doch erst sehr viel später die ganzen schönen Italo-Kracher kennengelernt, von denen der Christian Kessler regelmässig in seiner Splatting Image Rubrik speicheltreibend geschwärmt hat.

Im Zuge meiner damaligen Abklapperei vieler Videotheken habe ich irgendwann eine von aussen unscheinbare, putzbröckelnde Videothek in damals schlecht beleumundeter (Ost-) Berliner Gegend gefunden. Und da standen dann die Schätzchen: sämtliche Lenzi Polizei-/Gangsterfilme, Gialli, hübsche Horrorfilme uswusf. Daher hält sich mein Mitleid für "spätgeborene Wessis" doch etwas in Grenzen. :)


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 Post subject: Re: DAS SÖLDNERKOMMANDO - Patrick G. Donahue
PostPosted: 15.04.2020 20:15 
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