Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
It is currently 26.08.2019 07:25

All times are UTC + 1 hour [ DST ]




Post new topic Reply to topic  [ 1 post ] 
AuthorMessage
 Post subject: MA MA - DER URSPRUNG DER LIEBE - Julio Médem
PostPosted: 03.04.2019 23:28 
Offline
User avatar

Joined: 07.2013
Posts: 7595
Gender: None specified
Image

Produktionsland/Jahr: Spanien 2015
Darsteller: Penélope Cruz, Luis Tosar, Asier Etxeandia, Teo Planell, Silvia Abascal, Mónica Sagrera, Àlex Brendemühl, Ciro Miró
Drehbuch: Julio Médem
Produziert von: Julio Médem, Penélope Cruz, Álvaro Longoria
Musik: Alberto Iglesias

Magda (Penélope Cruz) ist eine starke, herzliche Frau, doch das Schicksal meint es nicht gut mit der arbeitslosen Lehrerin. Dabei fängt alles so gut an: Nachdem sie erfolgreich den Brustkrebs besiegt hatte, ist sie erneut schwanger. Zunächst kann sie ihr Glück kaum fassen, doch dann kommt der Schlag: Der Krebs ist zurück und nun ist auch die zweite Brust betroffen. Anstatt in Selbstmitleid zu zerfließen und jede Hoffnung aufzugeben, beschließt die mutige Frau zu kämpfen. Schließlich hat sie eine Familie, um die sie sich kümmern muss.
(Moviepilot)

Julio Medem ist doch immer wieder für eine Überraschung gut.
Was dem Trailer nach ein hoffnungslos verkitschtes Familiendrama erwarten ließ, entpuppt sich nun als glänzende, strahlende und kraftvoll vorgetragene Ode an das Leben.
Der erste Glücksfall für diesen Film ist schon einmal Penélope Cruz selbst.
Sie, die an sich schon eine sehr frohmütige Ausstrahlung hat, spielt Magda, eine Frau, die trotz ihrer Erkrankung nie ihre Lebensfreude verliert.
Die mit all ihrer Lebenskraft und ihrem unbändigen Lebenswillen nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen um sich aufblühen lässt.
Die auf gänzlich unzynische Art und Weise dem Krebs den Mittelfinger zeigt und sich sagt: "Ich habe Krebs, aber der wird mich nicht daran hindern, mein Leben bis zur letzten Sekunde zu genießen".
Etwas Besseres, als diese Frau, die mit ihrer Lebenslust und aller Liebe, die sie in sich trägt, auch anderen Menschen, die aus anderen Gründen durch genauso schwere Zeiten gehen, ihre Lebensfreude zurückzugeben, von Penélope Cruz spielen zu lassen, konnte nicht passieren.
Das nächste ist dann die Medem-typische Verarbeitungsweise von Schicksalsfragen, die leicht philosophischen Anklänge und die mit diversen Symboliken durchsetzte Geschichte.
So kennt man Medem, das ist sein Stil, aber etwas hat mich dann doch überrascht (was ich mir zwar erhofft, aber nicht erwartet habe).
Trotz aller Schwere und aller Emotionalität, die in dem Stoff steckt, geht er in emotionalen Szenen kaum zuweit.
Ein-, zweimal passiert es ihm, da wird's mir schon zu rührselig, aber das ist zu verschmerzen, wirkt sich nicht auf den Gesamteindruck aus.
Weiters kommt besonders in diesem Fall noch dem Schnitt (Iván Aledo) große Bedeutung zu, denn ich würde behaupten, dass diesmal diese traumartige Qualität, die man in Medem-Filmen oft findet, zum größten Teil den verschiedenen Schnitttechniken zu verdanken ist.
Das verändert Stimmung und Wirkung auch noch einmal, ist etwas, womit ich bei dem Stoff aber überhaupt nicht gerechnet habe.
Aber das ist gut, damit hat der Film endgültig und eindeutig den Medem-Stempel drauf.
Bisher für mich auf jeden Fall die größte Überraschung der Medem-Filmografie.
Oder anders gesagt: Ausnahmsweise eine schöne, angenehme Enttäuschung... ;)
8/10

Trailer:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


Top
 Profile  
 
Display posts from previous:  Sort by  
Post new topic Reply to topic  [ 1 post ] 

All times are UTC + 1 hour [ DST ]


You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Search for:
© phpBB® Forum Software | phpBB3 free Forum by UserBoard.org | All Rights Reserved.
» Contact & Abuse Support-Forum Gooof Webdesign free forum Dein Forumo Forum web tracker