Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
Aktuelle Zeit: 19.03.2019 07:28

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 11 Beiträge ] 
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: DES TEUFELS LOHN - Jack Arnold
BeitragVerfasst: 05.08.2011 21:02 
Offline
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 06.2010
Beiträge: 10452
Wohnort: Was Sie vorhin Hölle nannten, nennt er sein zu Hause.“
Geschlecht: männlich
Bild

Originaltitel: Man in the Shadow
Produktionsland: USA
Produktion: Albert Zugsmith
Erscheinungsjahr: 1957
Regie: Jack Arnold
Drehbuch: Gene L. Coon
Kamera: Arthur E. Arling
Schnitt: Edward Curtiss
Musik: Hans J. Salter, Herman Stein
Länge: ca. 80 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Jeff Chandler, Orson Welles, Colleen Miller, Barbara Lawrence


Der Viehbaron Renchler herrscht wie ein Tyrann über seine Arbeiter und die Bewohner der ansiedelnden Stadt. Renchler hält sich für das Gesetz und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Als ein junger Mexikaner zu Tode kommt, ermittelt Sheriff Sadler auf Renchlers Anwesen. Dass er damit den Hass des Tyrannen fördert, beeindruckt den Sheriff nicht.

Jack Arnold geht in „Des Teufels Lohn“ ähnlich, wie ein Jahr später mit „Auf der Kugel stand kein Name“ vor. Arnold beleuchtet gezielt die einzelnen Charaktere, demonstriert deren Ängste, deren Gewissen bzw. Gewissenlosigkeit, sowie auch deren Skrupellosigkeit. Skrupellosigkeit, die nicht nur in Form von Taten vermittelt wird, sondern durch Ignoranz und Feigheit. „Des Teufels Lohn“ zeigt Macht, Hilflosigkeit und Unterlegenheit. Das Spiel der Macht in Form des Eigentums und auf der einen Seite, in Form von Moral, Ehre und Gerechtigkeit, auf der anderen, sprich der guten Seite. Dabei treffen das exakte Spiel von Jeff Chandler und dem leicht diabolisch wirkenden Orson Welles, voll ins Schwarze.

Fazit: „Des Teufels Lohn“ ist als eine kleine Psychostudie zu sehen, die parallel zu einer spannenden Rahmenhandlung läuft und den Zuschauer bestens unterhält. Leider wird Jack Arnold immer als eine Art Ikone des B-Movies gesehen. Das einige seiner so genannten B-Filme, wesentlich mehr Hirn und Klasse haben, als mancher Blockbuster, haben allerdings nur die Wenigsten erkannt.


9/10

_________________
Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DES TEUFELS LOHN - Jack Arnold
BeitragVerfasst: 06.08.2011 07:11 
Offline
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 10554
Wohnort: Bayern/Franken
Geschlecht: männlich
Des Teufels Lohn 6,5/10

Gut dachte ich mir schau ich gleich den nächsten aus Kochs Klassik Western reihe. Diesmal ist der Film schon besser, hält aber dennoch eine Überraschung parat! Es ist gar kein richtiger Western Nungut er hat schon Western züge, aber der Film spielt ende der 50er, jeder fährt schon ein Auto, geritten wird nimmer(höchsten Hobbymässig), Pistolen trägt auch keiner mehr. (Bis auf den Sheriff)
Es geht dabei um die Golden Gate (?Habs vergessen) Ranch, des Rinderbaron Renchler (Orson Welles). Dieser hat viele Mexikanische Landarbeiter auf seiner Ranch angestellt. Einer von ihnen, ein Junger Kerl steigt seiner Tochter nach, deshalb will er ihn von seinem Vormann eine Abreibung verpassen lassen, das gerät aber ausser kontrolle und man bringt den jungen Kerl um. Dessen bester Freund, ein alter Mexikaner beobachtet den Mord un zeigt ihn beim Sheriff an! Dieser beginnt seine Ermittlungen auch wenn man ihn gut zuredet sich da raus zu halten. Denn dieser Rinderbaron ist die Haupteinnahmequelle für die Stadt und mann möchte es sich nicht mit ihm verderben...
Tja aber unser Sheriff ist ein gewissenhafter man und macht sich auf den Fall aufzuklären...

Ein schwarz/weissfilm aus dem Jahre 57, der recht gut unterhält. Es gibt zwar nicht viel Action, aber es ist immer was los. Langeweile kommt nicht auf, man hat auch schnell verdaut das man es mit einem Gegenwartswestern zu tun hat.
Die darsteller sind gut, die Syncro auch und der Score geht auch in Ordnung, ist aber nichts besonderes...
Im Mittelpunkt des geschehens stehen neben den Ermittlungen des Sheriffs auch ein Vater-Tochter konflikt der sich immer mehr zuspitzt. Sowie ein Vorarbeiter der immer mehr aus der kontrolle zu geraten scheint....
Jack Arnold? Ahja, mal im auge behalten...

_________________
Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DES TEUFELS LOHN - Jack Arnold
BeitragVerfasst: 23.12.2011 08:12 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 03.2011
Beiträge: 885
Wohnort: Köln
Geschlecht: männlich
sid.vicious hat geschrieben:
Bild

Originaltitel: Man in the Shadow
Produktionsland: USA
Produktion: Albert Zugsmith
Erscheinungsjahr: 1957
Regie: Jack Arnold
Drehbuch: Gene L. Coon
Kamera: Arthur E. Arling
Schnitt: Edward Curtiss
Musik: Hans J. Salter, Herman Stein
Länge: ca. 80 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Jeff Chandler, Orson Welles, Colleen Miller, Barbara Lawrence


Der Viehbaron Renchler herrscht wie ein Tyrann über seine Arbeiter und die Bewohner der ansiedelnden Stadt. Renchler hält sich für das Gesetz und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Als ein junger Mexikaner zu Tode kommt, ermittelt Sheriff Sadler auf Renchlers Anwesen. Dass er damit den Hass des Tyrannen fördert, beeindruckt den Sheriff nicht.

Jack Arnold geht in „Des Teufels Lohn“ ähnlich, wie ein Jahr später mit „Auf der Kugel stand kein Name“ vor. Arnold beleuchtet gezielt die einzelnen Charaktere, demonstriert deren Ängste, deren Gewissen bzw. Gewissenlosigkeit, sowie auch deren Skrupellosigkeit. Skrupellosigkeit, die nicht nur in Form von Taten vermittelt wird, sondern durch Ignoranz und Feigheit. „Des Teufels Lohn“ zeigt Macht, Hilflosigkeit und Unterlegenheit. Das Spiel der Macht in Form des Eigentums und auf der einen Seite, in Form von Moral, Ehre und Gerechtigkeit, auf der anderen, sprich der guten Seite. Dabei treffen das exakte Spiel von Jeff Chandler und dem leicht diabolisch wirkenden Orson Welles, voll ins Schwarze.

Fazit: „Des Teufels Lohn“ ist als eine kleine Psychostudie zu sehen, die parallel zu einer spannenden Rahmenhandlung läuft und den Zuschauer bestens unterhält. Leider wird Jack Arnold immer als eine Art Ikone des B-Movies gesehen. Das einige seiner so genannten B-Filme, wesentlich mehr Hirn und Klasse haben, als mancher Blockbuster, haben allerdings nur die Wenigsten erkannt.


9/10


Kann ich voll und ganz unterschreiben.

Im Vergleich zu Arnolds ( den ich im übrigen zusammen mit Corman
für einen der fähigsten "B-Movie Regiesseure" überhaupt halte )anderen
Klassikern in Form von "Tarantula " oder "Der Schrecken vom Amazonas"
konnte er in "Des Teufels Lohn" auch auf erstklassige Darsteller zurück-
greifen.
Zusammen mit "Der gebrochene Pfeil" zeigt hier Chandler aus meiner Sicht
die beste Leistung seiner Laufbahn überhaupt, und über die Qualitäten von
Welles brauchen wir hier nicht ernsthaft zu diskutieren.

Zwar kein richtiger Western ( weil handlungstechnisch eben in den 50ern
angesiedelt), trotzdem ein überaus empfehlenswerter Streifen


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DES TEUFELS LOHN - Jack Arnold
BeitragVerfasst: 23.12.2011 12:19 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 1891
Geschlecht: nicht angegeben
Mit Chandler würde ich mir ja DIE PLÜNDERER sehr auf DVD wünschen. Habe den vor Urzeiten mal im dritten Programm gesehen und war begeistert.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DES TEUFELS LOHN - Jack Arnold
BeitragVerfasst: 07.01.2012 01:11 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 10.2011
Beiträge: 380
Geschlecht: männlich
Ein extrem unterschätzter Chandler-Western ist auch "Der Herrscher von Kanas".
Im Grunde eine Kreuzung aus Western, Politfilm und Psychostudie - genial!

_________________
"Wenn du mit mir sprechen willst, ruf die Nummer 6-6-6 an."
Luc Merenda in "A Man Called Magnum" zu einer minderjährigen weiblichen Zeugin von vielleicht 13 Jahren, nachdem diese ihm vorher einen Kuss auf die Wange gedrückt hat, nur weil er ihre Bilder lobte... :D


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DES TEUFELS LOHN - Jack Arnold
BeitragVerfasst: 07.01.2012 01:15 
Offline

Registriert: 06.2010
Beiträge: 479
Geschlecht: nicht angegeben
Mir scheint, das Jeff Chandler auf dem DVD-Sektor ohnehin stark unterrepräsentiert ist. Was gibt's da noch alles?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DES TEUFELS LOHN - Jack Arnold
BeitragVerfasst: 07.01.2012 10:55 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4684
Geschlecht: nicht angegeben
Drango ist noch ein guter. Ein Bürgerkriegsfilm


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DES TEUFELS LOHN - Jack Arnold
BeitragVerfasst: 20.01.2012 23:59 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 10.2011
Beiträge: 380
Geschlecht: männlich
Chandler hat sowohl im "1001 Nacht" als auch im Western- und anderweitigen Abenteuerbereich mehrere coole Sachen gemacht. U.a. auch einen ziemlich starken Piratenfilm mit ein paar herrlich klassischen Fechtaufnahmen von geradezu prototypischer Natur.
Und selbst im Noir-Sektor hat er zwei, drei gute Werke hinterlassen, wie z.B. "Das Haus am Strand" (mit Joan Crawford), obwohl er da eher weniger aktiv war.
Nicht zuletzt hat er ja auch noch in Robert Aldrichs "Vor uns die Hölle" mitgespielt, den es absurderweise ebenfalls noch nicht auf DVD gibt.

Und er war David in einer interessanten TV-Bibelverfilmung von 1960, die es auch auf Deutsch gibt.

"Der Herrscher von Kansas" halte ich aber in der Tat für einen seiner besten Filme. Meiner Meinung nach einer der politischsten Western, die je gemacht worden sind. Vollkommen verkannt. Henry Silva ist da übrigens auch dabei. Die zweite Hauptrolle spielt "Davy Crockett" Fess Parker.

_________________
"Wenn du mit mir sprechen willst, ruf die Nummer 6-6-6 an."
Luc Merenda in "A Man Called Magnum" zu einer minderjährigen weiblichen Zeugin von vielleicht 13 Jahren, nachdem diese ihm vorher einen Kuss auf die Wange gedrückt hat, nur weil er ihre Bilder lobte... :D


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DES TEUFELS LOHN - Jack Arnold
BeitragVerfasst: 03.05.2013 23:45 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 1891
Geschlecht: nicht angegeben
Mir hat der Film gut gefallen. Welles ist eher zurückhaltend aber doch bedrohlich, Chandler macht eine gute Figur und die Geschichte bleibt interessant. Nur das Verhalten der "Bösen" gegen Ende fand ich etwas unverständlich.

Wieso bringen sie die Stadt mit der Aktion, Chandler durch den Ort zu schleifen und wild in der Gegend herumzuballern, so gegen sich auf, wo doch alle außer Chandler vor ihnen herumkriechen? Dadurch wecken sie erst den Widerstand. War für mich ziemlich unsinnig.


Dennoch insgesamt eine schöne Entdeckung für mich.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DES TEUFELS LOHN - Jack Arnold
BeitragVerfasst: 08.05.2013 20:32 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 10.2011
Beiträge: 380
Geschlecht: männlich
Ein Western ist das hier allerdings eigentlich nicht.

_________________
"Wenn du mit mir sprechen willst, ruf die Nummer 6-6-6 an."
Luc Merenda in "A Man Called Magnum" zu einer minderjährigen weiblichen Zeugin von vielleicht 13 Jahren, nachdem diese ihm vorher einen Kuss auf die Wange gedrückt hat, nur weil er ihre Bilder lobte... :D


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: DES TEUFELS LOHN - Jack Arnold
BeitragVerfasst: 04.11.2018 23:08 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 07.2013
Beiträge: 7235
Geschlecht: nicht angegeben
Ein Noir-Western, wenn man so sagen kann.
An und für sich eine interessante Mischung, das Endergebnis hat mich allerdings, ehrlich gesagt, ziemlich kaltgelassen.
Atmosphärisch gibt das nicht viel her und von Spannung nicht die Spur.
Auch Welles kann daran nicht viel verbessern, obwohl er angeblich selbst das Drehbuch noch teilweise umgeschrieben haben soll.
Er liefert zumindest eine gute Performance ab, aber seine Rolle ist leider auch relativ klein, viel Gelegenheit, sein ganzes Können auszuspielen, bekommt er nicht.
Ich denke, Robert Middleton, der ursprünglich vorgesehen gewesen wäre, für Virgil Ranchler, hätte das auch nicht besser oder schlechter gemacht.
Da glaube ich gerne, dass Welles die Rolle nur übernommen hat, weil er dringend Geld brauchte, um seine Steuerschulden zu begleichen.
Aber wenigstens ist er dadurch mit Albert Zugsmith zusammengekommen und hat die Finanzierung für IM ZEICHEN DES BÖSEN gesichert, so war die Übernahme dieser Rolle in doppelter Hinsicht sehr wertvoll für ihn.
Was nun DES TEUFELS LOHN betrifft, der bleibt am Ende für mich insgesamt nur routiniert heruntergekurbelte Durchschnittsware von mäßigem Unterhaltungswert, trotz der kurzen Laufzeit von nur 77 Minuten.
6/10


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 11 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker